Gängs Tagebuch
Gängs Tagebuch2021-10-04T08:44:30+02:00

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

2.Aug., 2023

LISELOTTE ist nun im zweiten Alterskleid

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Als wir hier das neue Weibchen im Februar erstmals sahen, trug sie das erste Alterskleid. Es zeigte, dass LISELOTTE 2021 aus dem Ei geschlüpft war. Dieses cornicum-Kleid war noch sehr grob, hatte aber gegenüber dem längs-gestrichelten braunen Jugendkleid schon erstmalig die Querbänder ausgewachsener Falken auf der Unterseite. Die grobe und ausgeprägte Zeichnung setzte sich damals bei ihr noch bis weit in den Brustbereich fort.

Hier sehen wir nun die weiße Front und die komplette Querbänderung eines erwachsenen Wanderfalken. LISELOTTE hat in den vergangenen Wochen ihre zweite Mauser vollendet.

Danke, A.L., für die schöne nächtliche Aufnahme vom 1. August!

27.Juli, 2023

Bemerkenswert und beneidenswert

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LISELOTTE steht seit Stunden rechts außen auf der Stange. Wie ihre Vorgängerinnen wendet sie ihre Vorderseite nicht der Außenwelt, sondern dem grauen Schieferdach zu. WIR würde uns niemals so, – dicht mit dem Gesicht zur Hauswand – auf den Balkon setzen, oder? Warum machen das die Falken? Wollen sie sich so tarnen? (Aber oft stehen sie auch, die Außenwelt frontal vor sich, mitten auf der Stange.) Der Blick aus einem Auge reicht ihr, um die Außenwelt zu kontrollieren.

WIR würden uns – an ihrer Stelle – bei dem kalten Dauerregen in den trockenen Nistkasten stellen, nicht wahr? Macht  sie nicht.  Das Federkleid von LISELOTTE ist wasserdicht, da die äußeren Deckfedern wie Schuppen übereinander liegen. Auch bei dem kräftigen Regen ist heute Nachmittag der Körper von LISELOTTE trocken. Sie muss noch nicht einmal die Nässe abschütteln, wie das unter ihr auf der Straße die Hunde mit ihrem Fell  tun.

24.Juli, 2023

Das Paar am 24. Juli

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Wie sich die Bilder gleichen! Links hinten, der kleinere Terzel ZEPHYR, in der Mitte blockiert die größere LISELOTTE seinen raschen Abflug. Oft hier gesehen, aber nicht Ende Juli!

Danke, D.B.!

23.Juli, 2023

Das Paar am 23.Juli

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Hier sieht man deutlich den Größenunterschied zwischen ZEPHYR & LISELOTTE. Obwohl der Terzel näher an Cam 2 steht, ist er kleiner als das „stärkere“ Weibchen in der Ecke.

Danke, A.L.!

 

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Herbstbalz am 10. September

Es ist nicht einfach zu erkennen, wer RUPERT und wer LISELOTTE ist! Wer nahe an der Kamera steht, erscheint uns  groß, der Falke in der Ecke als klein. Wer hat wen in den Kasten gelockt?

Danke, M.H.

 

11. September 2024|0 Kommentare

Falken und Spinnen

Das  für die Falken unsichtbare IR-Licht zeigt – uns – dass heuer im Kasten auch  Spinnen leben. Ob das die Falken stört? Nein, wir können/werden das nicht beseitigen.

Danke, M.H.!

05. September 2024|0 Kommentare

RUPERT prüft den Kastenboden

Typisch für diese Jahreszeit.

Man nennt dies „Herbstbalz“. Sie dient der Festigung der Paarbeziehung. Die Bindung der Heidelberger Falken an diesen Brutplatz ist sehr stark. Wir sehen auch 2024 die beiden Revierfalken hier – einzeln – jeden Tag. Sie halten ihr Revier aufmerksam unter Kontrolle.  An dem „Luftverkehrskreuz“ Rheinebene mit Neckartal, wo sich der Turm der Heiliggeistkirche zentral wie eine Felsnadel erhebt, fliegen häufig einzelne  junge Wanderfalken vorbei, die auf der Suche nach einem Revier sind. Das Revier Heidelberg-Altstadt, das beidseitig des Tals Felswände, Ruheplätze (Warten) auf hohen Bäumen, in der Schlossruine, aufweist, ist für passierende Wanderfalken sehr attraktiv. Es gibt hier eine großen Zahl an Beutevögeln, die im engen Tal leicht zu erbeuten sind.

In den vergangenen Jahren erlebten wir – siehe  Gängs -Tagebuch (Archiv)  –  mehrfach heftige Kämpfe des Revierweibchens (AURORA, JETTA) mit jungen Weibchen, die dieses Territorium  übernehmen wollten. Es floss Blut, an anderen Orten wurden Falkenweibchen sogar getötet. Die Terzel halten sich bei solchen Kämpfen meist abwartend zurück  „Männer halt.“ war der Kommentar einer Besucherin.

Danke, MH.!

02. September 2024|0 Kommentare
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