Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
ZEPHYR am 4. August
Danke, K.!
Auch LISELOTTE bleibt im Trockenen
Danke, K.!
LISELOTTE ist nun im zweiten Alterskleid
Als wir hier das neue Weibchen im Februar erstmals sahen, trug sie das erste Alterskleid. Es zeigte, dass LISELOTTE 2021 aus dem Ei geschlüpft war. Dieses cornicum-Kleid war noch sehr grob, hatte aber gegenüber dem längs-gestrichelten braunen Jugendkleid schon erstmalig die Querbänder ausgewachsener Falken auf der Unterseite. Die grobe und ausgeprägte Zeichnung setzte sich damals bei ihr noch bis weit in den Brustbereich fort.
Hier sehen wir nun die weiße Front und die komplette Querbänderung eines erwachsenen Wanderfalken. LISELOTTE hat in den vergangenen Wochen ihre zweite Mauser vollendet.
Danke, A.L., für die schöne nächtliche Aufnahme vom 1. August!

Dehnübung nach langer Gefiederpflege
LISELOTTE zeigt uns, wie weit sie den rechten Fang ausstrecken kann.

LISELOTTE am 31. Juli
Der böige Wind rüttelt auch an der Kamera.
Danke, K.!
Bemerkenswert und beneidenswert
LISELOTTE steht seit Stunden rechts außen auf der Stange. Wie ihre Vorgängerinnen wendet sie ihre Vorderseite nicht der Außenwelt, sondern dem grauen Schieferdach zu. WIR würde uns niemals so, – dicht mit dem Gesicht zur Hauswand – auf den Balkon setzen, oder? Warum machen das die Falken? Wollen sie sich so tarnen? (Aber oft stehen sie auch, die Außenwelt frontal vor sich, mitten auf der Stange.) Der Blick aus einem Auge reicht ihr, um die Außenwelt zu kontrollieren.
WIR würden uns – an ihrer Stelle – bei dem kalten Dauerregen in den trockenen Nistkasten stellen, nicht wahr? Macht sie nicht. Das Federkleid von LISELOTTE ist wasserdicht, da die äußeren Deckfedern wie Schuppen übereinander liegen. Auch bei dem kräftigen Regen ist heute Nachmittag der Körper von LISELOTTE trocken. Sie muss noch nicht einmal die Nässe abschütteln, wie das unter ihr auf der Straße die Hunde mit ihrem Fell tun.

Das wird wohl oft, wenn nicht immer, in der Nacht hier zu sehen sein
Hinten ZEPHYR, rechts LISELOTTE.
Danke, M.H.!

Das Paar am Abend
Wieder gut zu beobachten, wie sorgfältig und geschickt Falken das Gefieder pflegen. Mauersegler, der da vorüber saust?
Danke, K.!
Noch enger beieinander geht nicht
Danke an D.B. und andere!

Das Paar am 24. Juli
Wie sich die Bilder gleichen! Links hinten, der kleinere Terzel ZEPHYR, in der Mitte blockiert die größere LISELOTTE seinen raschen Abflug. Oft hier gesehen, aber nicht Ende Juli!
Danke, D.B.!

Auf der Anflugstange am 23. Juli
ZEPHYR, dann eine sehr satte LISELOTTE. Wieder können wir deutlich den Größenunterschied zwischen den beiden Falken erkennen.
Danke, K.!
Das Paar am 23.Juli
Hier sieht man deutlich den Größenunterschied zwischen ZEPHYR & LISELOTTE. Obwohl der Terzel näher an Cam 2 steht, ist er kleiner als das „stärkere“ Weibchen in der Ecke.
Danke, A.L.!

Herbstbalz am 10. September
Es ist nicht einfach zu erkennen, wer RUPERT und wer LISELOTTE ist! Wer nahe an der Kamera steht, erscheint uns groß, der Falke in der Ecke als klein. Wer hat wen in den Kasten gelockt?
Danke, M.H.


LISELOTTE zur Visite
Danke, M.H.!


LISELOTTE trotzt Wind und Regen
Danke, M.H.!

Falken und Spinnen
Das für die Falken unsichtbare IR-Licht zeigt – uns – dass heuer im Kasten auch Spinnen leben. Ob das die Falken stört? Nein, wir können/werden das nicht beseitigen.
Danke, M.H.!


RUPERT prüft den Kastenboden
Typisch für diese Jahreszeit.
Man nennt dies „Herbstbalz“. Sie dient der Festigung der Paarbeziehung. Die Bindung der Heidelberger Falken an diesen Brutplatz ist sehr stark. Wir sehen auch 2024 die beiden Revierfalken hier – einzeln – jeden Tag. Sie halten ihr Revier aufmerksam unter Kontrolle. An dem „Luftverkehrskreuz“ Rheinebene mit Neckartal, wo sich der Turm der Heiliggeistkirche zentral wie eine Felsnadel erhebt, fliegen häufig einzelne junge Wanderfalken vorbei, die auf der Suche nach einem Revier sind. Das Revier Heidelberg-Altstadt, das beidseitig des Tals Felswände, Ruheplätze (Warten) auf hohen Bäumen, in der Schlossruine, aufweist, ist für passierende Wanderfalken sehr attraktiv. Es gibt hier eine großen Zahl an Beutevögeln, die im engen Tal leicht zu erbeuten sind.
In den vergangenen Jahren erlebten wir – siehe Gängs -Tagebuch (Archiv) – mehrfach heftige Kämpfe des Revierweibchens (AURORA, JETTA) mit jungen Weibchen, die dieses Territorium übernehmen wollten. Es floss Blut, an anderen Orten wurden Falkenweibchen sogar getötet. Die Terzel halten sich bei solchen Kämpfen meist abwartend zurück „Männer halt.“ war der Kommentar einer Besucherin.
Danke, MH.!

High Noon an einem heißen Tag
LISELOTTE im Nistkasten, obwohl unter dem schwarzen Schieferdach es heute dort sehr heiß ist!
Danke, M.H.!
