Gängs Tagebuch
Gängs Tagebuch2021-10-04T08:44:30+02:00

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

14.Jan, 2022

Lockdown für Vögel im Heidelberger Zoo

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Und auch wir Menschen bleiben ausgesperrt.

Dass die Vogelgrippe H5N1 auch für die Heidelberger Wanderfalken eine erhebliche Gefahr bedeutet, habe ich hier bereits am 2. und 8. Januar erwähnt. Die hohe Ansteckungsgefahr von H5N1 für Vögel bedeutet keine Gefahr für uns Menschen betonen die Wissenschaftler. Dieser Virus bedroht nur Vögel.  Nun waren es bereits  vier Vögel an jenem Teich im Heidelberger Zoo.

9.Jan, 2022

Wo brüteten die Wanderfalken in Heidelberg vor dem Projekt ihrer freiwilligen Wiederansiedelung?

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“Die Gebäudebrüter hielten sich … am unteren Neckar bis 1956 (Pulverturm des Heidelberger Schlosses) ” notierte Dieter Rockenbauch in “Der Wanderfalke in Deutschland und umliegenden Gebieten” , 1998, Bd.1, S.248 über den seinerzeitigen dramatischen Rückgang.

“Zuletzt brütete er 1956 im oberen Bereich der stehenden Hälfte des “Krautturms” auf der Südseite der Schlossruine, vom Schloss-Wolfsbrunnenweg aus gut einsehbar … ” berichteten mir Th. Göller,  D.Rockenbauch und andere (mdl.) bei Jahrestagungen der “AGW Baden-Württemberg” in den 1970 – er Jahren.

Ich erkundigte mich seinerzeit als ehemaliger Heidelberger Schüler und Student  (nun im Nordschwarzwald lebend) nach den beiden letzten Bruten im vorderen Neckartal, nicht ahnend, dass ich 1997 nach Heidelberg zurückkehren würde. Wo genau der Brutplatz war, erfuhr ich nicht und es interessierte mich damals auch nicht.

Heute wäre diese Abbruchwand, im “Pfälzischen Erbfolgekrieg” 1693 von den französischen Militär-Ingenieuren  durch installierte Minen abgesprengt, kein idealer Nistplatz. Zu starker Autoverkehr auf der nahen Straße, zu viele Touristen am nahen Schlosseingang und Garten, die den Turm (etwa um 1500 erbaut) fotografieren. Heute ein idealer Platz für Souvenirs-Posing für Instagram, Facebook etc.  Im Sommer entstehen dort täglich hunderte von Fotos.

Die Falken bevorzugen die Nordfront der Schlossruine, dort ist die noch stehende Hälfte des “Dicke Turm”, ebenfalls dekorativ längs halbiert, ein besserer Lebensraum für Falke, Fledermaus, Nilgans, Taube, Mauersegler, Eidechse …

Foto: HMG

9.Jan, 2022

Befürchtung ist bestätigt

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In meinem Beitrag “Keine guten Nachrichten aus der Vogelwelt” vom 2. Januar hatte ich besorgt die neue Welle der Vogelgrippe in Europa erwähnt.

Unsere lokale Zeitung (Rhein-Neckar-Zeitung Heidelberg) meldet am 08.01.2022 auf S.3  aus dem Heidelberger Zoo :”… ist Anfang des Jahres eine Rothalsgans in ihrem Gehege am Geysir-See tot aufgefunden worden  …  die mit dem Vogelgrippe-Erreger H5N1 infiziert war. Vermutlich habe sie sich bei einem der Wildvögel angesteckt, die den See anfliegen.”

Im Heidelberger Zoo leben über 400 Vögel aus über 80 Vogelarten, die nun in ihr Häuser oder an überdachte Rückzugsorte gebracht wurden. Die Volieren wurden mit Planen überdeckt, das Wasser in den Teichen wurde abgelassen, berichtet der Zoodirektor der Zeitung.

Der Heidelberger Zoo ist etwa 3 km vom Nistplatz der Heiliggeistkirche entfernt, der Zoo wird wegen der Fütterungen der Tiere von vielen Wildvögeln angeflogen und ist deshalb bestimmt auch für die Wanderfalken ein täglich beobachtetes Jagdgebiet.

Am 22.02. 2006 habe ich hier in meinem Tagebuch-  siehe Archiv! – noch unsere Gäste beruhigt, am 30.01.2017 wurde jedoch im Barnim, Brandenburg ein Wanderfalke tot aufgefunden, der bei der Obduktion durch  den Veterinär Dr. Mielke am 04.03.2017 in Groß Ziethen  als mit H5 N1 infiziert und daran verendet erkannt wurde.

Im November 2020 wurde in der Grafschaft Limerick im Südwesten von Irland ein an H 5 N8 – ein weiterer hoch ansteckender  Vogelgrippevirus –  verendeter Wanderfalke gefunden.

7.Jan, 2022

Zwölf mal: Herzlichen Dank!

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Von der Kassenführung des NABU Heidelberg habe ich die Aufstellung der eingegangenen Spenden vom 1. Juli 2021 bis 30.12.2021 erhalten. Auch in diesen sechs Monaten der “falkenlosen” Zeit hat unser Projekt der Wiederansiedelung wild lebender Wanderfalken in Heidelberg finanzielle Unterstützung durch großzügige Spenderinnen und Spender erhalten:

Unser herzliches “Dankeschön!” geht – nach den Daten  der Spenden gelistet- an Frau G.G., Frau A.B., Frau U.K., Herrn B.K., Herrn G.H., Frau B.P., Frau B.G., Frau B.H.K, Herrn H.G.B, Frau C.A., Frau M.W., und Frau D.B.!

Mit deren Spenden können wir erneut den Live-stream unserer drei Webcams  und sonstige Kosten in diesem Jahr finanzieren.

Foto: (B.Zoller) AURORA rechts & FRITZ links, 2005

4.Jan, 2022

Legendäre Wanderfalken

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Bei diesem Wetter habe auch ich heute eine “trockene Nische” aufgesucht und blättere in einem Standardwerk über Wanderfalken, das ich mir 1969 – zu Beginn meiner Faszination von diesem Vogel  – kaufte.

Das Foto zeigt den SUN LIFE-Falken, ein Weibchen, das von 1936 bis 1952 in Montreal, Kanada, lebte. Da das Falkenweibchen eine Fehlentwicklung in ihrem Brustgefieder aufwies, konnte man sie – trotz Mauser und Federwechsel – immer wieder individuell erkennen.

Sie brütete als einjähriger Wanderfalke (am Federkleid erkenntlich) ab 1937 auf einer Fensterbrüstung in großer Höhe eines Wolkenkratzers der Hauptverwaltung der “Sun Life Assurance Company of Canada”.

” She had a wise and tolerant landlord as well as a sympathetic and intelligent press, and she left behind a host of admirers”, lese ich und ergänze aus voller Überzeugung: “DAS gilt auch für die Heidelberger Falken AURORA, JETTA und PALATINA ! ”

Dieses Falkenweibchen verteidigte furchtlos und höchst aggressiv – das zeigt auch das Foto, nicht wahr? – ihren großstädtischen Nistplatz und zog mit drei aufeinander folgenden Terzeln  in 16 Brutjahren 21 Jungfalken groß.

Foto: G.H.Hall, vom 04.06.1941, aus “Peregrine Falcon Populations” hrsg. Hickey, Joseph J., 1969, S. 201

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Und auch wir Menschen bleiben ausgesperrt.

Dass die Vogelgrippe H5N1 auch für die Heidelberger Wanderfalken eine erhebliche Gefahr bedeutet, habe ich hier bereits am 2. und 8. Januar erwähnt. Die hohe Ansteckungsgefahr von H5N1 für Vögel bedeutet keine Gefahr für uns Menschen betonen die Wissenschaftler. Dieser Virus bedroht nur Vögel.  Nun waren es bereits  vier Vögel an jenem Teich im Heidelberger Zoo.

14. Januar 2022|0 Kommentare
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