What a piece of work is Man!
„Welch ein Meisterstück ist der Mensch“, staunt Hamlet .
William Shakespeare schrieb das spöttisch/ironisch vor 500 Jahren!
(Christine Webb setzt dieses Zitat – spöttisch/ironisch wie Shakespeare an den Beginn ihres Buches.)
Ich hörte es erstmals in London in den 1950-er Jahren im Musical „HAIR“:
„What a piece of work is Man!
Im Shaftesbury Theatre folgte: „How can they dare to end this beauty?“ – damals mit ernstem Bezug auf den Vietnam-Krieg. (Greta Thunberg, 2019 ganz ähnlich bei einem Weltgipfel: „How dare you?“)
What a piece of work is man
How noble in reason
How infinite in faculties
In form and moving
How express and admirable
In action how like an angel
In apprehension how like a god
The beauty of the world
The paragon of animals!
Was für ein Werk ist der Mensch, wie edel in der Vernunft, wie unendlich in den Fähigkeiten, in Form und Bewegung, wie ausdrucksstark und bewundernswert. In der Tat, wie ein Engel, in der Auffassungsgabe, wie einem Gott gleich, die Schönheit der Welt, das Vorbild der Tiere!
Immer nur RUPERT! Gibt es hier nichts Interessanteres zu lesen?

Aber ja doch!
Für die dunkle Jahreszeit empfehle ich ein Buch, aus dem ich einen neuen Blick auf die Natur, also auch auf die Falken, gewonnen habe.
Ich verstoße dabei gegen einen Grundsatz, den unser Webmaster und ich vor Jahrzehnten festgesetzt haben, dass Einträge im GÄSTEBUCH sich „ausschließlich mit Heidelberger Falken“ befassen sollten.
Auch ich habe mich in „Gängs Tagebuch“ zu „Falken in der Literatur“, zuletzt am 3. Oktober 2020, daran gehalten.
Heute eine Ausnahme! Ich bitte um Verständnis.
Christine Webb,“Der arrogante Affe“, Ullstein Verlag, 2026, 24,99 €
Ja, der Titel ist frech-provokativ, ebenso missfällt mir das Umschlagmotiv, aber der Blick auf die Biografie der Autorin und ihre wissenschaftliche Quellen zeigen: Das ist eine überfällige Verabschiedung von dem Mythos der menschlichen Überlegenheit, die den Menschen an die Spitze und in das Zentrum der Natur stellt.
Wir können nicht mehr von „Herrentieren“ und „niederen Tieren“ sprechen, denn auch – vermeintlich für den Menschen reservierte – Fähigkeiten, wie vorausschauendes Denken, anhaltende Aufmerksamkeit, Empathie, Bewusstsein, Kommunikation, Kooperation finden sich auch bei anderen Lebewesen. Christine Webb beschreibt es auf überzeugende Weise.
Ab ihrem Kapitel 9 kann ich ihr nicht mehr folgen, da wird es mir zu esoterisch …
Mittagsschlaf auf Vorrat
für eine weitere laute Nacht?
Danke, M.H.!

Ist RUPERT taub?
Auf jeden Fall ist er sehr belastbar und beharrt auf seinen Schlafplatz! Er hatte heute Nacht – wie wohl alle Altstadtbewohner – keine Ruhe. Ich habe gestern Abend – gleichzeitig -von den Besucher/-innen unserer Website so viele Nachrichten und empörte Hinweise erhalten, dass ich mich hier nur allgemein bedanken kann!
Als ich um 23.30 Uhr selbst in unsere Cams schaute, wähnte auch ich mich in einer akustischen Hölle: „Sind heute auf dem Marktplatz nur Schwerhörige?“ (Herbert Grönemeyer sang mal: „Ich mag Musik nur, wenn sie laut ist … „)
(Ich vermeide seit zwei Jahren den Marktplatz und die Altstadt zu besuchen, die immer mehr zu einem „Rummelplatz“ werden. Jedes Wochenende gibt es inzwischen in Heidelberg ein „event“, dabei leidet Heidelberg bereits seit Jahren unter „Overtourism“.)
Erstaunlich und erfreulich, dass – zumindest RUPERT – sich daran gewöhnt haben.
Wie in den Vorjahren, RUPERT übernachtet im Kasten
Danke, M.H.!

RUPERT beobachtet den Luftverkehr
Danke, M.H.!

Souvenir aus den 1980-er Jahren
Gestern durfte ich, im 10-Jahres-Rhythmus aktiv, erneut bei der Jahresversammlung der“Heidelberger Gästeführer e.V.“, über die Wanderfalken auf der Heiliggeistkirche berichten, also ein ein“update“geben.
Bei der Vorbereitung stieß ich auf dieses Titelbild aus einem DIE ZEIT – Magazin aus den 1980-er Jahren. Damals führte man das drohende Aussterben der Wanderfalken auf die Vermüllung zurück.

RUPERT übernachtet
Danke, M.H.!

