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Über Tobias Joest

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27. Sep, 2021

Neue Website

Von |2021-09-27T13:56:09+02:0027. September 2021|Tagebucheintrag|1 Kommentar

Liebe Besucher, hier ist sie nun, die neue Website. Wir haben uns für eine „softe Veröffentlichung“ entschieden. Das heißt, es wird die nächsten Wochen weiter an der Seite gearbeitet. Die wichtigsten Dinge (Tagebuch, Webcams) funktionieren aber. Bitte haben Sie Verständnis, wenn mal für ein paar Stunden etwas nicht richtig funktioniert.
Tobias Jöst

2. Mai, 2021

Saison 2020

Von |2021-08-02T10:59:07+02:0002. Mai 2021|Jahresrückblicke|0 Kommentare

Terzel übernachtet
Wie in den Vorjahren nutzte ZEPHYR bereits ab Oktober 2019 bis zum 28. Februar 2020 (1.Ei von PALATINA) den Nistkasten als Schlafplatz. Im Herbst 2020 erschien er, von uns erwartet, bereits am 26. September und übernachtete nachfolgend fast jeden Abend im hinteren Kastenteil! Im „Corona-Jahr“ 2020 waren so die Wanderfalken zu unserer Freude ganzjährig fast jeden Tag über die Webcams zu sehen.

Erfolgreiche Brut
Das Paar zeigt sich am 29. Januar erstmals gemeinsam balzend im Nistkasten. Am 28. Februar wurde um 1.02 Uhr das erste Ei gelegt, das zweite am 1. März um 11.15 Uhr, das dritte am 4.März, nachts, das 4. am 7. März um 10.18 Uhr. Am 6. April schlüpften am Vormittag zwei Küken, am 7. April ein weiteres und am 9. April das letzte.

Namen und Daten
Am 24. April wurden die Küken, zwei Weibchen und zwei Terzel, von PD Dr. M.P. beringt. Wir wählten Namen (Ringnummer) aus zwei Heidelberger Kurfürstenfamilien: ELIZABETH (S GB), SOPHIE (S GC), OTTHEINRICH (S GD) und FRIEDRICH (S GE). Der fast fünf Tage später geschlüpfte FRIEDRICH blieb bis zuletzt das kleinste Küken, ELIZABETH erschien uns als das größte Küken.

Vier Jungfalken in der Luft
Am 16. Mai flog als erste SOPHIE aus, die in den folgenden Tagen viermal in den Nistkasten zurück kam, um Nahrungsreste zu verzehren. Am 18. Mai flog OTTHEINRICH aus, am 20. Mai ELIZABETH und am 22. Mai der kleine Terzel FRIEDRICH. Nach den europäischen Wanderfalken-Nestkalendern waren diese vier Jungfalken die 2020 als erste ausgeflogenen Wanderfalken in Europa an von Kameras überwachten Nistplätzen! Die vier Jungfalken wurden am 24. Mai von Bewohnern der Altstadt, gleichzeitig fliegend oder ruhend an der Jesuitenkirche und an der Heiliggeistkirche beobachtet. Also waren alle gut in der Luft angekommen. Auch in den folgenden Wochen zeigten sich die vier Jungfalken am Heidelberger Himmel und an den traditionellen „meeting-points“ und „Warten“ (Kirchtürme und Schloss) der Heidelberger Altstadt.

Revierpaar ganzjährig anwesend
Dass in diesem Jahr nachts mehrfach Schloss und „Alte Brücke“ bunt – und grell-farbig angestrahlt wurden, störte die Falken wohl kaum. 2020 fanden die traditionellen vier„Schlossbeleuchtungen mit Feuerwerk“ nicht statt, auch wegen „Corona-Lockout“ war die Heidelberger Altstadt 2020 außergewöhnlich ruhig.

Zum ersten mal in 20 Jahren wurden ZEPHYR & PALATINA mehrfach noch im Juni sehr vertraut -geradezu balzend – gemeinsam im Nistkasten beobachtet. Im August zeigte sich einige male auch ein Turmfalkenpaar sehr interessiert am Nistkasten, verzichtete aber auf einen Brutversuch.
Im Oktober und November sahen wir das Paar gelegentlich gemeinsam zur Herbstbalz im Nistkasten. Wir konnten im Spätjahr ZEPHYR nahezu täglich und oft über lange Zeit, meist am Nachmittag, auf der Anflugstange und danach schlafend im hinteren Kastenbereich beobachten.
In diesem Jahr hatten wir über 320 000 Zugriffe auf unsere Website.

2. Mai, 2015

Saison 2014

Von |2021-08-02T11:01:14+02:0002. Mai 2015|Jahresrückblicke|0 Kommentare

Wenn das Projekt zur natürlichen Wiederansiedelung wild lebender Wanderfalken in Heidelberg nun  in das 16. Jahr seiner Existenz geht, so schaue ich mit  Zufriedenheit auf diese lange Zeit zurück. Wir haben 1999 keine Vorstellung davon gehabt, wie erfolgreich dieser Nistkasten werden wird und welche Bedeutung er für die Rückkehr der Falken in unsere Region bekommen würde!
Dass so viele Menschen – nah und fern – am wilden Leben mitten in der Stadt mit Freude und Interesse teilnehmen werden! Dass diese Form Einblick in das Familienleben der Falken zu erhalten, ohne sie zu stören oder zu beeinträchtigen, eine lange Reihe von Folgeprojekten in anderen Städten und Ländern anregen würde! Ein schöner Erfolg, nicht wahr?

Als die Deutsche Bundesstiftung Umwelt in diesem Jahr im Rahmen der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ unser Projekt auszeichnete und der Oberbürgermeister viele Freunde, Förderer und Sponsoren dieses Projekts
am 6. August im Rathaus begrüßte, war das ein großer Tag.
Dass auf freundliche Vermittlung die Kamera auf dem Sterbeglöckchenturm durch eine leistungsstarke Webcam ersetzt werden konnte, dass die Diashow im Rathausfoyer ganzjährig auf lebhaftes Interesse bei Besuchern und Touristen stößt, zeigt uns, dass die Wanderfalken auf Heiliggeist zur Stadt gehören.

Die Brutsaison 2013 überraschte uns am 2. März mit der Ablösung von JETTA durch ein neues Falkenweibchen, rot beringt, also aus einer baden-württembergischen Felsbrut stammend! Über den Abwehrkampf von JETTA , deren Verbleib oder eventuellen Tod, haben wir nichts erfahren.

Das erste Ei lag am 15. März vor 15 Uhr im Nistkasten, das 2. Ei wurde nachts zum 18. März gelegt, das 3. Ei ebenfalls nachts zum 20. März.
Am 20. April, am 31. Tag der Brutzeit, gegen 10.50 Uhr und abends gegen 19.20 Uhr schlüpften zwei Küken, das dritte am 22. April gegen 11.50 Uhr am 33. Tag der Brutzeit. Die Küken wurden am 11. Mai von Dr. Michael Preusch beringt und tragen die Namen ihrer Namenspaten: ROSWITHA, MARLENE und VOLKER.

Am 4. und 5. Juni flogen die drei Jungfalken aus. Sie wurden in den folgenden Wochen auf der Schlossruine, auf den Kirchtürmen und auch am Nistkasten immer wieder gehört und beobachtet. Inzwischen sind sie ihrer Wege gezogen. So sind aus diesem Nistkasten 47 junge Wanderfalken erfolgreich ausgeflogen!

10. Mai, 2014

Saison 2013

Von |2021-08-02T11:02:42+02:0010. Mai 2014|Jahresrückblicke|0 Kommentare

In diesem Jahr wurde erstmals die „falkenlose Zeit“, wenn der Nistkasten in der
Turmspitze leer ist, anschaulich und informativ mit dem Endlosband einer Diaschau im
Rathausfoyer überbrückt. Wir freuen uns, wenn wir während der Öffnungszeiten des
Rathauses fast immer Besucher vor dem Monitor stehen sehen, die sich über unser
Projekt informieren. Auch einige Stadtführer weisen ihre Besuchergruppen dort auf die
Heidelberger Wanderfalken hin.

Wie in den Vorjahren war auch in dieser Saison PERKEO seit Winterbeginn täglich auf
dem Turmkreuz von Heiliggeist zu erkennen. Vor allem in den Vormittagsstunden
bewachte er sein Territorium gegen Konkurrenten, aber auch gegen die zu seinen Füßen
lebenden Nilgänsen, die nicht weit entfernt in einer anderen Kirche die Turmfalken aus
einem Nistkasten vergrämten. Wir befürchten, dass die aggressiven Nilgänse eines Tages
auch diesen Nistkasten erobern könnten!

Anwohner berichteten, dass die Rufe des balzenden Paares ab Ende Januar häufig zu
vernehmen waren. Im Nistkasteninneren ließen sich die beiden nur selten sehen.
Das erste Ei wurde nach deutlichem Nachtfrost am 13. März in der Frühe entdeckt, das
zweite Ei wurde ebenfalls bei Frost am 15. März um 8.40 Uhr gelegt. Das dritte Ei wurde
am 17. März um 16.40 gelegt, das vierte Ei am 20. März um 9.15 Uhr.

Am 34. Tag nach Ablage des vorletzten Eies, am 20. April schlüpfte am frühen Morgen
oder nachts das erste Junge, das zweite am gleichen Tag um 11.20 Uhr und um 18 Uhr
das dritte Junge. Das vierte Junge verstarb am 23. April vormittags unmittelbar beim
Schlupf und wurde von JETTA sofort entfernt. Wir sahen die geöffnete Eischale, waren
zunächst von einem erfolgreichen Schlupf überzeugt, erst nach drei weiteren Tagen
stellten wir fest, dass nur drei Küken geatzt wurden! Es meldeten sich dann nachfolgend
Augenzeugen, welche die Entfernung des toten Küken nach dem Schlupf am 23. April
über die Webcam beobachtet hatten. Die Aufzucht der drei Küken erfolgte – wie immer –
völlig störungsfrei und ohne besondere Vorkommnisse.

Der März, April und Mai dieses Jahres waren nass und kalt. Entsprechend gab es
anderenorts viele Ausfälle, Brutaufgaben und durch Nässe verendete Küken. Der
Bruterfolg war 2013 nur bei den Gebäudebrütern gut.

Am 12. Mai wurden die zwei Terzel und das Weibchen vom Beauftragten der Vogelwarte
Radolfzell Dr, Edelmann beringt. Sie erhielten die Namen KARL-FRIEDRICH, JÖRG und
MICHAEL nach Mitarbeitern der AGW.

Am 38.Tag nach dem Schlupf startete bei kaltem Regen am 30. Mai der erste Terzel, am
1. Juni der zweite und das Weibchen am 3. Juni. Trotz Dauerregen in den folgenden
Tagen überlebten alle drei und wir konnten sie an den üblichen Ruhe – und Futterplätzen
in der Folgezeit beobachten. Sie besuchten auch ab und zu wieder den Nistkasten und
nutzten die Türme der Heiliggeistkirche, Jesuitenkirche und Schlossruine als Warten.
Nun sind aus diesem Nistkasten 44 junge Wanderfalken erfolgreich ausgeflogen!

8. Mai, 2011

Saison 2010

Von |2021-08-02T11:03:57+02:0008. Mai 2011|Jahresrückblicke|0 Kommentare

Der 10. Brutsaison in diesem Kasten sehen wir mit Spannung entgegen, denn eine weitere Webcam im Inneren zeigt uns nun auch den „toten Winkel“, und wir können nun auch besser den Kasteneingang sehen.

Am 10. Februar beobachten wir erstmals JETTA und PERKEO balzend im Kasteninneren, bereits um die Jahreswende war sie einzeln bei der Prüfung des Kastenbodens zu beobachten. Auch am Römerkreis kann ich AURORA eindeutig an ihrer Beringung erkennen, auch sie zeigt mit PHÖNIX (?) Balzverhalten.

Das erste Ei wird auf Heiliggeist am 11. März gegen 14 Uhr gelegt, das zweite liegt am 14. März bei Tagesanbruch im Sand, das dritte Ei legt JETTA am 16. März um 19 Uhr und das vierte Ei am 19. März gegen 11 Uhr. Die Brut verläuft ohne besondere Vorkommnisse, PERKEO zeigt sich als guter Versorger. Auch am Römerkreis brütet AURORA, aber wir haben keinen Einblick in den Kasten. Am 19. April schlüpft um 16.38 Uhr das erste Küken, das zweite um 17 Uhr. Am 20. April schlüpft um 9 Uhr das dritte und am 21. April um 17.30 Uhr das vierte Küken. Wieder verfolgen viele Menschen die Aufzucht der Heidelberger Wanderfalken über die Direktübertragung im Rathausfoyer und über die Webcams, wir verzeichnen nun 520 000 Besucher aus aller Welt.

Am 8. Mai beringt Dr.med. Michael Preusch die Jungfalken, wir erkennen drei Terzel und ein Weibchen. Sie erhalten nach ihren Paten die Namen RALF, REINHARD II, TOM und VALENTIN. Inzwischen erkennen wir, dass auch AURORA und PHÖNIX ein Küken auf dem Stadtwerkekamin aufziehen. Da der Aufstieg zum Kasten zu gefährlich ist, wird dieses Küken nicht beringt und erhält keinen Namen.

Am 31. Mai fliegen um um 10.30 Uhr und um 10.40 Uhr die beiden ersten Terzel aus, ein weiterer Sohn startet am 3. Juni um 7.26 Uhr, das Weibchen am 4. Juni um 7.53 Uhr. Alle vier Jungfalken verharren zunächst noch bettelnd einige Stunden auf dem Kirchendach und in der nahen Umgebung bis sie den Zweitstart wagen. Wieder ist die Jesuitenkirche und die Schlossruine „Sammelplatz“ für Jung und Alt. Auch der Jungfalke vom Römerkreis scheint sich gelegentlich dazu zu gesellen und über lange Wochen sind nahezu ununterbrochen Wanderfalken am Himmel über Heidelberg zu bewundern. Vor allem in den frühen Morgenstunden und am Abend sind ihre Rufe zu hören. Erst im August werden die Sichtungen seltener. Nun sind seit 2000 33 junge Wanderfalken aus Heiliggeist in die weite Welt geflogen und zwei Jungfalken vom Stadtwerkekamin am Römerkreis.

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