Gängs Tagebuch
Gängs Tagebuch2021-10-04T08:44:30+02:00

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

19.Mai, 2026

Bald steht das Trio außen

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auf der Anflugstange und trainiert durch regelmäßiges und anhaltendes Flügelschlagen die Muskulatur. Die Augen sind meist nach oben auf nahende Eltern und spätere Beutevögel gerichtet.

8.Mai, 2026

Blick auf die Vorjahre anstelle aktueller Beschreibung

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Ich werde in nächster Zeit häufig außerhalb von Heidelberg sein und deshalb keine tagesgenauen Kommentare und Bilder des Geschehens hier veröffentlichen können.

Meine Abwesenheit bedeutet nur eine geringe Beeinträchtigung für die lesefreudigen Besucher/-innen.
„Same procedure as every year!“, erinnern wir aus „Dinner for One“, nicht wahr?

In vielen Vorjahren habe ich das Geschehen im Nistkasten ausführlich erklärt! So finden Sie in „Gäng`s Tagebuch- Archiv“ z. B . in den Mai-Monaten 2024/25 viele Erläuterungen.

Hans-Martin Gäng

5.Mai, 2026

Herzlichen Dank!

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an unseren Webmaster T.J. für die schnelle Hilfe nach der „blauen“ Einfärbung meines Tagebuchs!
Ohne seine Arbeit seit 25 Jahren hätten die Heidelberger Wanderfalken keine Öffentlichkeit gefunden.

Wie schön, dass uns bei Problemen immer wieder schnelle Hilfe zuteil wird!

PS. Nein, ICH war gestern Nachmittag nicht „blau“! 🙂

4.Mai, 2026

Manadun, der älteste Heidelberger Frauenname

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Morgen, 5. Mai 2026 ist ein Jubiläumstag!

Das Ehepaar Rihbertus und Manadun, vor 1.239 Jahren im – heutigen Heidelberg-Handschuhsheim lebend, schenkten am 5.Mai im Jahr 787, – ich wiederhole: im Jahr 787 – vor 1.239 Jahren ! – ihren Besitz in Heidelberg-Handschuhsheim an das Kloster Lorsch. Wohl für ihr zukünftiges Seelenheil …

“ Ich Rhibertus und meine Manadun schenken …“

„Dieser Name leuchtet wie eine Sternschnuppe aus dem historischen Dunkel auf“, schreibt der Heidelberger Professor Bernd Schneidmüller in seinem lesenswerten Betrag in „HEIDELBERG Jahrbuch zur Geschichte der Stadt 2026, S. 11 ff.,“774-2024. Als Handschuhsheim und seine Kirche in die Geschichte kamen“.

 

4.Mai, 2026

Namen sind Schall und Rauch

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schrieb Goethe in seinem Drama Faust 1.Teil.

Wie kommen/kamen hier Jung & Alt zu ihren Namen?

Vor 26 Jahren hatte der Kinderchor der Pfarrgemeinde Heiliggeist die Namen der ersten beiden Küken RON und JANA ausgewählt. Seit 2001 wähle ich die Namenspatenschaften aus. Auch  AURORA , PHÖNIX, JETTA, PERKEO, PALATINA, RUPERT, LIESELOTTE habe ich Namen gegeben. 

Anderen Orts und zu anderen Zeiten verwendet/e man keine Namen, sondern nüchterne Zahlen, ohne hintergründige Bedeutung, z.B. PS 31612. (Ich gebe seit einem Vierteljahrhundert  sorgfältig ausgewählte Falkennamen, siehe z.B. im „Gängs Tagebuch Archiv“ den Eintrag zum Namen RUPERT am 25.02.2024)

Es ist eine anspruchsvolle, aber interessante Aufgabe für mich! Denn jährlich erreichen mich mehrere Vorschläge und Bitten: 

Darunter sind „aktuelle“ wie nach TIMMY oder SWIFTIE, andere durchaus fordernd: „Warum wird der bekannte ägyptische Falkengott Horus nicht als Name gewählt?“ Andere bitten dringend: „Mein Enkel /Ehemann/ Freund/-in, Chef/-in würde sich darüber als Geburtstagsgeschenk freuen!“

Die Falkennamen und deren Bedeutung kann man nachlesen:

Siehe Informationen, dann zu „Wanderfalkennachwuchs in Heidelberg“. (Für 2024 ist ANDREAS und JOHANN nachzutragen, für 2025 ALBRECHT und SONNI  und für 2026 nun HORUS, ANNEROSE und MANADUN.)

 

4.Mai, 2026

HORUS, ANNEROSE und MANADUN

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Die drei Küken des Jahrgangs 2026 wurden am Donnerstag, 30. April, am 19.Tag nach ihrem Schlupf, beringt. Das Team Dr. M .P. und Dr. K.F. R., das seit 26 Jahren nahezu alle Küken auf Heiliggeist beringt hat, war sich einig: 

Es sind zwei Weibchen und ein Terzel! 

(Leider konnte ich nach 26 Jahren, in denen ich alle Küken in den Händen halten durfte, nicht dabei sein! Ich hatte es in „Gängs Tagebuch“ bereits am 27. April angekündigt.)

Den Terzel HORUS erkennen wir nun am Kennring GA,  das Weibchen Annerose am Kennring FZ,  das zweite Weibchen MANADUN am Kennring FY. 

PS. Den Namen HORUS erklärt Wikipedia oder die KI,  ANNEROSE ist DANK für die außerordentliche  finanzielle Unterstützung einer Dame.  (Den Namen MANADUN erkläre ich später. Die KI kann nicht alles.)

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Taubenalarm beendet?

Soeben erst nach Sonntagsausflug zurück in Heidelberg, sehe ich ein Taubenei in der Ecke. Hat RUPRECHT inzwischen wieder das Wohnrecht durchgesetzt?

03. August 2026|1 Kommentar

Nichts gegen Tauben! Auch sie sind schützenswerte Vögel.

Ich erinnere die recht aggressive Anklage einer Dame, die ich vor Jahren um Einstellung ihres Futterausstreuens an einer Hausecke am Marktplatz bat. „IHRE Falken töten die Tauben!“, als sie mich erkannte. (Meine Standardantwort ist dann immer: „ICH habe keine Falken, diese haben keinen Eigentümer.“)

Tauben sind Vögel, die nicht nur dem Wanderfalken ins Auge fallen. Auch bei uns Menschen löst dieser Vogel Emotionen aus.
Als weiße Taube ist sie ein Friedenssymbol (Picasso-Taube kennt jede/r) und ist zu Pfingsten Sinnbild des Heiligen Geistes. Es ist wieder in Mode weiße Tauben bei Hochzeitsfeiern o.ä. in die Luft zu entlassen? (Es gab vor Jahren eine Szene, als der Papst auf dem Petersplatz, Rom eine Taube in die Luft warf! Die aber nach wenigen Sekunden Flug von mehreren aggressiven Möwen zu Boden gebracht und getötet wurde.)

Seit alters her hält man die Taube für monogam und treu – ist sie natürlich nicht! – und sie gilt als Symbol der Treue, Reinheit und der Friedfertigkeit. (Na ja. Wenn ich sie zu meinen Füßen in der Altstadt betrachte, sind sie weder friedfertig, noch rein und die männlichen Tauben balzen mal diese und mal jene weibliche Taube an, die ihnen über den Weg läuft.)

Es gibt viele Taubenliebhaber, die sie in allen Formen, Farben und Eigenschaften züchten und Züchter von Brieftauben (Das“ Rennpferd des kleinen Mannes“, z.B. der Bergarbeiter, die nach ihrer Arbeit im Dunkeln Freude an Vögeln hatten). Es gibt in Deutschland weit über eine Million Brief-und Zuchttauben in menschlichem Besitz. Zum Vergleich: Es gibt etwa 1 300 wild lebende Wanderfalkenpaare in Deutschland. Taubenfreunde sind keine Freunde des Wanderfalken, das versteht sich von selbst.

Die Stadttaube, verwilderte Form der Haustaube, ist eine unbeliebte, ja gehasste Art, – als „Ratte der Lüfte“ wird sie beschimpft. (Beinahe wäre sie „Vogel des Jahres 2021“ des NABU geworden.) Eine Million Statdttauben soll in New York leben, die geschätzten dreihunderttausend Tauben Berlins hinterlassen pro Tag geschätzte zehn Tonnen einer Mischung aus Harnsäure und Kot (FAS, 19. 05. 2013, S. 62). Alle Haustauben stammen von der Felsentaube (Columba livia) ab, die sich vor etwa 10 000 Jahren dem Menschen anschloss. Es gibt wohl keine reine Wildform der Felsentaube mehr.

01. August 2026|0 Kommentare

Tauben um den Heiliggeistkirchturm

Welche Vögel sehen wir IMMER, wenn wir in der Heidelberger Altstadt in den Himmel und auf den Boden schauen? Tauben (Columba livia).
Es gibt sie in großer Anzahl in der Altstadt von Heidelberg, es sind hunderte im engen Umkreis um Heiliggeist! Ihre Zahl erhöht sich von Jahr zu Jahr. Sie können sich leicht ernähren, denn die tausenden von Touristen, die – ununterbrochen essend – auf den Straßen unterwegs sind, sorgen für ausreichende, wenn auch falsche Ernährung der Stadttauben.
Wohnraum für die Stadttauben ist allerdings rar. Wegen der Vielzahl der Stadttauben gibt es an den meisten Gebäuden aufwendige Schutzgitter und Stacheln. (Ein junger Heiliggeist-Wanderfalke ist vor einiger Zeit an einem Abwehrstachel letztlich zu Tode gekommen.)
Die Stadtverwaltung hat, leider viele Kilometer entfernt, in der der Südstadt einen Taubenturm errichtet. In der taubenreichen Altstadt von Heidelberg oder im Schlosspark wäre ein weiterer Taubenturm sinnvoll. Vor einigen Tagen war ich bei einer Theateraufführung im Schlosshof und war auch dort zu Beginn erstaunt über die große Zahl der Tauben.
Danke, M.H.!

01. August 2026|0 Kommentare

Schlaf am späten Vormittag im sich aufheizenden Nistkasten

28° C im Schatten ist die Temperatur jetzt um 10.45 Uhr an meiner von hohen Laubbäumen geschützten Wohnung in Waldnähe, an der sonnigen Außenwand bereits 35°.

Ich habe Erinnerungen an meine Besuche am Nistkasten bei ähnlichen Temperaturen:
„UNERTRÄGLICH!“ Für uns Menschen.
Denn kein kühlender Ostwind bläst jetzt in den Kasten, die schwarzen Dachziegel sind seit Sonnenaufgang „beheizt“: Rette sich wer kann, denke ich …

Aber RUPERT schläft.

Danke, M.H.!

30. Juli 2026|0 Kommentare
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