Gängs Tagebuch
Gängs Tagebuch2026-05-05T11:06:18+02:00

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

7.Aug., 2026

Es bleibt spannend!

0 Kommentare

Die Taube mit den starken Nerven hat die vergangene Nacht auf ihrem Ei liegend verbracht und hat sich heute am Morgen selbstbewusst im Kasten und Eingang gezeigt.
Danke, M.H.!

6.Aug., 2026

Interessante Morgenstunde

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Die Nacht über schlief die Taube auf ihrem Ei.

Vor 8 Uhr muss RUPERT sein „Hausrecht“ durchgesetzt haben, denn – danke, H.K. u.a.! – der Falkenterzel war, nachdem er die Taube verscheucht hatte, auch auf Kontrolle im Kasteninneren zu sehen.

Ab etwa 7.45 Uhr entdeckte auch ich das Ei im Kasten, ohne Taube.

RUPERT, mit weiß-quer gebänderter Brust als erwachsener Falke gut erkennbar, stand außen auf der Anflugstange. Er hatte noch nicht „gefrühstückt“, der schlanke Hals verriet den leeren Kropf. Er war müde, immer wieder schlossen sich seine inneren weißen Augenlider (Nickhaut) für Sekunden. Seine Position erlaubte ihm den gleichzeitigen Blick in das Kasteninnere und auf die Außenwelt.

Sein Benehmen während der Viertelstunde, in der ich ihn beobachtete, erschien für uns Zuschauer seltsam, war aber ganz natürliches Verhalten:
Immer wieder streckte er seinen Kopf nach oben und öffnete dabei seinen Schnabel als würde er laut rufen. So versuchte er aus seinem Magen den „Speiballen“ auszuwürgen, um – als Voraussetzung für sein zukünftiges Frühstück – „Platz zu schaffen“. Nahrungsreste vom Vortag als „Gewölle“ auszuspeien ist alltägliche Prozedur für Greifvögel und Eulen.
(Wir erkennen die Gewölle oft auf dem Boden des Nistkastens als längliche schwarze Reste.)

Wir sind in dieser, eigentlich falkenlosen Zeit, gespannt, wie es dort oben weiter geht, nicht wahr?

5.Aug., 2026

Taube gegen Falke

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Eine interessante Entwicklung! Mir kommt immer wieder das Grimm`sche Märchen vom Wettlauf von Hase und Igel in den Sinn: „„Ick bün al dor!““- Ich bin schon da!

Wir wird das ausgehen? Wann wird die Brut beendet werden?

1.Aug., 2026

Nichts gegen Tauben! Auch sie sind schützenswerte Vögel.

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Ich erinnere die recht aggressive Anklage einer Dame, die ich vor Jahren um Einstellung ihres Futterausstreuens an einer Hausecke am Marktplatz bat. „IHRE Falken töten die Tauben!“, als sie mich erkannte. (Meine Standardantwort ist dann immer: „ICH habe keine Falken, diese haben keinen Eigentümer.“)

Tauben sind Vögel, die nicht nur dem Wanderfalken ins Auge fallen. Auch bei uns Menschen löst dieser Vogel Emotionen aus.
Als weiße Taube ist sie ein Friedenssymbol (Picasso-Taube kennt jede/r) und ist zu Pfingsten Sinnbild des Heiligen Geistes. Es ist wieder in Mode weiße Tauben bei Hochzeitsfeiern o.ä. in die Luft zu entlassen? (Es gab vor Jahren eine Szene, als der Papst auf dem Petersplatz, Rom eine Taube in die Luft warf! Die aber nach wenigen Sekunden Flug von mehreren aggressiven Möwen zu Boden gebracht und getötet wurde.)

Seit alters her hält man die Taube für monogam und treu – ist sie natürlich nicht! – und sie gilt als Symbol der Treue, Reinheit und der Friedfertigkeit. (Na ja. Wenn ich sie zu meinen Füßen in der Altstadt betrachte, sind sie weder friedfertig, noch rein und die männlichen Tauben balzen mal diese und mal jene weibliche Taube an, die ihnen über den Weg läuft.)

Es gibt viele Taubenliebhaber, die sie in allen Formen, Farben und Eigenschaften züchten und Züchter von Brieftauben (Das“ Rennpferd des kleinen Mannes“, z.B. der Bergarbeiter, die nach ihrer Arbeit im Dunkeln Freude an Vögeln hatten). Es gibt in Deutschland weit über eine Million Brief-und Zuchttauben in menschlichem Besitz. Zum Vergleich: Es gibt etwa 1 300 wild lebende Wanderfalkenpaare in Deutschland. Taubenfreunde sind keine Freunde des Wanderfalken, das versteht sich von selbst.

Die Stadttaube, verwilderte Form der Haustaube, ist eine unbeliebte, ja gehasste Art, – als „Ratte der Lüfte“ wird sie beschimpft. (Beinahe wäre sie „Vogel des Jahres 2021“ des NABU geworden.) Eine Million Statdttauben soll in New York leben, die geschätzten dreihunderttausend Tauben Berlins hinterlassen pro Tag geschätzte zehn Tonnen einer Mischung aus Harnsäure und Kot (FAS, 19. 05. 2013, S. 62). Alle Haustauben stammen von der Felsentaube (Columba livia) ab, die sich vor etwa 10 000 Jahren dem Menschen anschloss. Es gibt wohl keine reine Wildform der Felsentaube mehr.

1.Aug., 2026

Tauben um den Heiliggeistkirchturm

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Welche Vögel sehen wir IMMER, wenn wir in der Heidelberger Altstadt in den Himmel und auf den Boden schauen? Tauben (Columba livia).
Es gibt sie in großer Anzahl in der Altstadt von Heidelberg, es sind hunderte im engen Umkreis um Heiliggeist! Ihre Zahl erhöht sich von Jahr zu Jahr. Sie können sich leicht ernähren, denn die tausenden von Touristen, die – ununterbrochen essend – auf den Straßen unterwegs sind, sorgen für ausreichende, wenn auch falsche Ernährung der Stadttauben.
Wohnraum für die Stadttauben ist allerdings rar. Wegen der Vielzahl der Stadttauben gibt es an den meisten Gebäuden aufwendige Schutzgitter und Stacheln. (Ein junger Heiliggeist-Wanderfalke ist vor einiger Zeit an einem Abwehrstachel letztlich zu Tode gekommen.)
Die Stadtverwaltung hat, leider viele Kilometer entfernt, in der der Südstadt einen Taubenturm errichtet. In der taubenreichen Altstadt von Heidelberg oder im Schlosspark wäre ein weiterer Taubenturm sinnvoll. Vor einigen Tagen war ich bei einer Theateraufführung im Schlosshof und war auch dort zu Beginn erstaunt über die große Zahl der Tauben.
Danke, M.H.!

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Es bleibt spannend!

Die Taube mit den starken Nerven hat die vergangene Nacht auf ihrem Ei liegend verbracht und hat sich heute am Morgen selbstbewusst im Kasten und Eingang gezeigt.
Danke, M.H.!

07. August 2026|0 Kommentare

Interessante Morgenstunde

Die Nacht über schlief die Taube auf ihrem Ei.

Vor 8 Uhr muss RUPERT sein „Hausrecht“ durchgesetzt haben, denn – danke, H.K. u.a.! – der Falkenterzel war, nachdem er die Taube verscheucht hatte, auch auf Kontrolle im Kasteninneren zu sehen.

Ab etwa 7.45 Uhr entdeckte auch ich das Ei im Kasten, ohne Taube.

RUPERT, mit weiß-quer gebänderter Brust als erwachsener Falke gut erkennbar, stand außen auf der Anflugstange. Er hatte noch nicht „gefrühstückt“, der schlanke Hals verriet den leeren Kropf. Er war müde, immer wieder schlossen sich seine inneren weißen Augenlider (Nickhaut) für Sekunden. Seine Position erlaubte ihm den gleichzeitigen Blick in das Kasteninnere und auf die Außenwelt.

Sein Benehmen während der Viertelstunde, in der ich ihn beobachtete, erschien für uns Zuschauer seltsam, war aber ganz natürliches Verhalten:
Immer wieder streckte er seinen Kopf nach oben und öffnete dabei seinen Schnabel als würde er laut rufen. So versuchte er aus seinem Magen den „Speiballen“ auszuwürgen, um – als Voraussetzung für sein zukünftiges Frühstück – „Platz zu schaffen“. Nahrungsreste vom Vortag als „Gewölle“ auszuspeien ist alltägliche Prozedur für Greifvögel und Eulen.
(Wir erkennen die Gewölle oft auf dem Boden des Nistkastens als längliche schwarze Reste.)

Wir sind in dieser, eigentlich falkenlosen Zeit, gespannt, wie es dort oben weiter geht, nicht wahr?

06. August 2026|2 Kommentare

Taube gegen Falke

Eine interessante Entwicklung! Mir kommt immer wieder das Grimm`sche Märchen vom Wettlauf von Hase und Igel in den Sinn: „„Ick bün al dor!““- Ich bin schon da!

Wir wird das ausgehen? Wann wird die Brut beendet werden?

05. August 2026|0 Kommentare
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