Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
LISELOTTE am 12. Oktober
Wir erkennen sie an ihrer Größe. ZEPHYR ist deutlich kleiner.
Danke, M.H.!

ZEPHYR interessiert sich für den Boden
Für das Ausschieben der Nestgrube ist es noch viel zu früh!
Danke, K.!
Aufwachen – Morgentoilette – kurzes Gespräch – Abschied in den Tag
Kein großer Unterschied zu unserem Wecken, nicht wahr?
Dank an D.B., M.T. , M.H. und an andere.
Aus eMails:
„Foto von heute früh. Es zeigt Lieselotte und Zephyr, die heute sehr nah beieinander zusammen im Falkenzimmer übernachtet haben. Irgendwann fing Lieselotte an, zu knurren und piepsen, bis Zephyr sich weiter entfernt ans Fenster setzte. Um fast Punkt 7 Uhr rannte sie an ihm vorbei und flog aus dem Fenster :-)“




Das Paar übernachtet gemeinsam
22.auf 23. September
Danke, M.H., A.L. und andere!

ZEPHYR am 20. September
Danke, K.!
Vom 18. auf den 19. September
übernachtete das Paar gemeinsam im Nistkasten. An der Rückwand LISELOTTE, ZEPHYR im vorderen nördlichen Bereich.
Danke, D.B.!

Noch ein Fundstück
Das ist die Titelseite des ZEITmagazin (Beilage der Wochenzeitung DIE ZEIT) vom 01.10 1971 . (Offensichtlich ein Präparat, ein ausgestopfter Wanderfalke, vor einen Waldhintergrund platziert.) Den Artikel besitze ich nicht mehr.
Der Titel befremdet uns heute „Er verlässt uns. Unsere Welt ist ihm zu schmutzig geworden. Der Wanderfalke stirbt aus. Wie lange wollen wir die Natur als Müllkippe benutzen?“
Der Wanderfalke stand damals in Mitteleuropa tatsächlich in der Gefahr auszusterben. Aber nicht wegen des Müllaufkommens oder des Schmutzes. Die Anwendung von Umweltgiften (DDT, Pilzgifte) , Abschuss, Eiersammler, Aushorstung der Küken, das waren damals die Gefährdungen.

Fundstück aus 2004
Ich schnitt seinerzeit nur den Titel des Artikels aus der “ Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ vom 16. Mai 2004, schade.
Der Untertitel „Vor 30 Jahren galt er in Deutschland als ausgerottet. Jetzt ist Falco peregrinus zurück, auch an unerwarteten Orten.“ lässt uns 2023 zustimmend schmunzeln.

LISELOTTE frühstückt ungestört
Den Rest lagert sie, wie ihre Vorgängerinnen, in der südöstlichen Ecke des Nistkastens, wo er von außen nicht entdeckt wird.
Danke, H.K.!

LISELOTTE geht früh zur Ruhe
Danke, K.!
LISELOTTE, eine „Stubenhockerin“
Wir sind es seit zwei Jahrzehnten gewohnt, dass jedes Falkenjahr im Heiliggeistkirche-Nistkasten – trotz aller Routine – uns immer wieder neue Erlebnisse und Kenntnisse über Wanderfalken liefert. Es ist keine Neuigkeit, dass Wanderfalken täglich für lange Zeiten auf von ihnen bevorzugte Warten ( Felsen, Baumäste), hohe Gebäude) ruhen, Ausschau halten, verdauen und ausgiebig ihr Gefieder pflegen. In den Vorjahren sahen wir in den Sommermonaten und im Frühherbst tagsüber nur ganz selten einen Kurzbesuch eines Falken. Auch die Übernachtungen von ZEPHYR begannen erst vor drei Jahren.
Nun sehen wir hier täglich aus nächster Nähe die Wanderfalken!
Danke, M.H. und K.!
Alles wieder im normalen Alltags-und Nachtbetrieb im und am Nistkasten
Beide Falken sind wieder regelmäßig auf der Anflugstange und im Nistkasten zu sehen, gut so. Sehen wir bei dem nächtlichen Infrarotbild die Augen von LISELOTTE als weiße Flecken, dann hat sie die Nickhaut (ein inneres Augenlid) beider Augen geschlossen und schläft. Meist sehen wir, dass sie auch nachts im dunklen Nistkasten oft wach ist, ihr Gefieder pflegt und nur für kurze Phasen tief schläft.
Danke, D.B. und K.!
links (Südseite) LISELOTTE und rechts (Nordseite) ZEPHYR
Man kann die beiden an Kopf und Größe recht gut unterscheiden, nicht wahr?

LISELOTTE kommt, RUPERT geht
Es wird deutlich, wer „das Sagen“ in dieser Partnerschaft hat.
Danke, M.H.!



Stillleben am 7.März 2025
Das erste Ei liegt in mitten eines Tohuwabohu und erinnert an Stillleben auf Gemälden oder an manches Kinderzimmer. Wir sehen neben dem Ei eine hübsche Mauserfeder, Kotspuren , Leichtgewichtiges, das vom Ostwind eingeblasen wurde, sauberer und verschmutzter Kies und allerlei Unkenntliches.
Als ich aufwachte, war es in Heidelberg 3° C und RUPERT schlief neben dem Ei. Nachtfrost wäre nun nicht günstig.

Ist das nicht gefährlich für das Ei?
Es liegt allein im Nistkasten und es war heute Nacht -1°C, vielleicht sogar noch kälter, dort oben. Aber erst nach der Ablage des vorletzten Ei beginnen die Falken mit dem Brüten.
Hier im Kasten liegt das Ei in Sicherheit. Würde es sichtbar auf einem Felsband oder ein einer Nische liegen, könnte es von Krähen entdeckt werden und wäre verloren. Dort würden die Eltern das Gelege aber im Blick halten und verteidigen.
Zwischen dem ersten und den hoffentlich nachfolgenden Eiern liegt ein Abstand von zwei bis zweieinhalb Tagen.

Das erste Ei!
Wurde in der Nacht vom 5. auf den 6. Märzgelegt. Herzlichen Dank für die Meldungen!
Wir sehen heute Vormittag einen aufgeregten RUPERT, der sich mit „Brutversuch“, und „Steinchen-ziehen“ beschäftigt.


Geduld!
Anderenorts gibt es bereits volle Gelege, in Heidelberg kann das noch eine Woche dauern.
Denn wir sehen RUPERT auch heute noch in der Phase, in der der Terzel das Weibchen mit „Brautgeschenken“ zum Brutplatz lockt. Er zeigt damit der Partnerin, dass er in der Lage ist das brütende Weibchen und den Nachwuchs zu versorgen. Das ist eine wichtige Voraussetzung für den Bruterfolg.
RUPERT und LISELOTTE lassen sich, wie in den Vorjahren, Zeit:
Im Vorjahr legte LISELOTTE am 13. und 15. März die beiden Eier, 2023 wurden die Eier am 10.,13.,16. und 18. März gelegt.
Danke, M.H.!

Insiderwissen
„O.K“. schreiben mir Gäste, „wir verstehen, dass es auf dieser Website ausschließlich um die Heidelberger Wanderfalken geht. Aber zu gerne würden wir über Bruterfolge anderenorts mehr erfahren.“
Nun denn: Ich nenne meine Quelle, die Informationen aus aller Welt zusammenfasst.