Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Cam 3 zeigt nicht das gewohnte Bild
Danke für die Hinweise – in unterschiedlicher „Lautstärke“ – um 12.30 Uhr sind es nun bisher 9, dass die Cam 3 “ verstellt ist.
Wer kann das am Wochenende wieder in Ordnung bringen? Niemand.
Es müsste ein Techniker sein, der das, vermutlich im Kirchendach auf einer Leiter stehend, im Sterbeglöckchenturm millimeterweise regulieren muss, wohl in telefonischem Kontakt mit einem weiteren IT-Mitarbeiter anderenorts. Beide selbstverständlich zusätzlich zu ihren Dienstpflichten.
Also bitte: Geduld!
Wanderfalken sind wetterfest
Danke, K.!
Auch ZEPHYR ist wieder im Revier
Danke, D.B.!

Eine nervöse, aber nervenstarke LISELOTTE
überstand eine – in Heidelberg – neue nächtliche Lage. Bereits vor 22 Uhr schwankte sie zwischen Entspannung (Gefiederpflege) und Bereitschaft zum Abflug (siehe Haltung!).
Nun ist ein modernes Spektakel, s.u. zum Vergleich das Video in China, wohl ohne Zwischenfall zur Freude vieler MENSCHEN überstanden.
Wie haben das im kilometergroßen Umkreis Hund & Katze, Wildtiere, Vögel, – aber auch z.B. Kinder, die gerade den nächtlichen Raketenangriffen in der Ukraine entkommen sind, erlebt?


Danke, D.B., M.H. und O.S.!
Flucht aus dem Neckartal durch eine Art „Sperrfeuer/ Minenfeld“ in der Luft?
„Ich empfehle jedem, sich das anzuschauen“, zitiert unsere Lokalzeitung den Geschäftsführer des bayrischen Unternehmens, der die Drohnenshow durchführen wird.
Zu der üblichen großen Zahl der Gäste werden am Samstag noch einige Zehntausende hinzukommen. Alle Besucher und Gäste werden Freude haben, es wird bestimmt eindrucksvoll und begeisternd werden.
(Schön für uns Menschen, nicht aber für die unzähligen Wildtiere und Vögel, die hier im engen Neckartal – der Wald reicht hinunter bis zur Stadt – uns sehr nahe sind. Für sie wird es Anlass zur panischen Flucht sein.)
Wir lesen unten die Ankündigung: „Insgesamt 200 dieser kleinen Luftfahrzeuge … werden den Himmel über dem Neckar erhellen.“
Ob ZEPHYR, oder beide Falken, rechtzeitig die 200 Drohnen, die ja vor Beginn der Show auf ihre Position gebracht werden müssen, frühzeitig bemerken und „gestört/genervt“ den Nistkasten rechtzeitig verlassen werden?
(Ich erinnere ein Kunstwerk (Videoinstallation) 2021 im Neubau des Kunstmuseums in Bern, Schweiz: Ein afrikanischer Adler greift in der Luft furchtlos mit seinen Fängen eine Drohne und bringt sie zu Boden.)
Das würde ich ZEPHYR & LISELOTTE auch zutrauen. Es handelt sich aber am Samstag um 200 Drohnen in ihrem Revier.
RHEIN-NECKAR-ZEITUNG, Heidelberg vom 12./13.August 2023, S.3,

Ob wir die Falken ab Samstag, 12. August, nachts noch sehen werden?
Wir haben uns bereits daran gewöhnt, dass ZEPHYR – hier rechts -gern im Nistkasten übernachtet. Auch LISELOTTE – hier links – übernachtet gelegentlich. Manchmal, wie hier am 27. Juli, übernachten sie gemeinsam.
Am kommenden Samstag, 19.August, findet – kurz nach 22 Uhr – wieder eine „Schlossbeleuchtung“ im Rahmen des städtischen Großevents „Sommer am Fluss“ statt.
Bei voraus gegangenen Feuerwerken über der östlichen Altstadt, also über dem Talraum vor dem Schloss verließ ZEPHYR in Panik den Nistkasten und suchte, wie alle Wild-und Haustiere, das Weite.Wenn das Feuerwerk seinen lautstarken Höhepunkt hatte, waren die Falken über alle Berge.
In diesem Jahr, dann wohl auch in Zukunft, wird die Pyrotechnik eines Feuerwerks durch eine Drohnenshow mit Licht -und Lasereffekten, sowie Wasserfontänen und Musik ersetzt werden.
Danke, S.H.!

ZEPHYR auf Wache am 11. August
Neu in diesem Jahr ist, dass außerhalb der Balz- Brut- und Aufzuchtzeit, zumindest ein Partner des Heidelberger Territorialpaars nahezu ununterbrochen am oder im Turm präsent ist. Neu ist auch, dass bereits im Sommer zumindest ein Falke nachts im Kasten ist, bisher war das nur ZEPHYR ab Frühherbst. Dieses Verhalten sahen wir in den ersten Jahrzehnten hier nicht. Ich weiß nicht, warum ZEPHYR & LISELOTTE so dauerhaft anwesend sind.
Danke, K.!
ZEPHYR schläft auch bei heftigen Windstößen
Wenn beide inneren Lider geschlossen sind, die uns dann weiß erscheinen, schläft der Falke tief. Das allerdings tagsüber meist nur für wenige Sekunden, dann öffnet er zumindest ein Auge kurz zur Kontrolle der Außenwelt.

Beide Falken am 8. August
ZEPHYR außen, LISELOTTE innen, beide mit vollem Kropf
Danke, D.B.!

LISELOTTE im Regen
Danke, K.!
ZEPHYR am 4. August
Danke, K.!
Auch LISELOTTE bleibt im Trockenen
Danke, K.!
„Zeigt her, Eure Füße …“
singen die Kleinen im Kindergarten. Betrachten wir RUPERT oder LISELOTTE , wenn diese auf der Anflugstange stehen, so sehen wir wenig von ihrem Lauf oberhalb ihrer Fänge. Meist ruhen sie, wie in sich zusammengesunken. Nur die vorderen Klauen ihrer Fänge sehen wir dann unten aus ihrem Bauchgefieder hervorragen. Diese Körperhaltung, die wir oft sehen, ist ein Zeichen, dass der Falke völlig entspannt ist! Diese Haltung entspricht unserer, wenn wir – auf dem Stuhl sitzend – unsere Beine übereinander schlagen, oder unseren Fuß auf dem Knie des anderen Beins ablegen.
HIER sehen wir, wie RUPERT auf dem linken Foto sich aufmerksam aufrichtet, auf dem rechten Foto dehnt er seinen rechten Lauf. Für uns also ein relativ seltener Anblick des „Unterbau“ eines Falken.
Danke, A.Sch.!,


Warum heißt dieser Vogel Falke?
Diese Frage stammt aus Kindermund. Falke kommt wohl vom lateinischen „falx“, was „Sichel“ bedeutet. Denn sichelförmig sind die ausgebreiteten Flügel dieser Vögel, wenn wir sie als Silhouette über uns fliegen, vor allem kurz schweben sehen.
RUPERT startet
Danke, M.H.!


RUPERT wartet auf Tageslicht
Danke, M.H.!

RUPRECHT auf der Turmspitze
Heute Nachmittag ging ich mit Mobilphone über den Marktplatz. Die Anwesenheit von RUPRECHT ist wohl rund um die Uhr festzustellen.

Vor der Balz
Wie jedes Jahr sind wir „Falkenfans“ ungeduldig.
Auch 2025 erreichen mich Anfragen nach dem Verbleib von LISELOTTE. Was steht in den Fachbüchern über das Verhalten im Januar? Wie verknüpfen wir das Verhalten der Falken in den Felswänden mit dem Auftritt unseres Paars im Turm? Ich versuche, das knapp darzustellen:
In freien Natur: Die Terzel bieten in der Vorbalz den Weibchen einige geeignete Nistplätze zur Auswahl an. Hoppla! DAS entfällt hier! Der Nistkasten in diesem Turm hat sich seit 25 Jahren für mehrere Paarverbindungen als geeignet bewährt. RUPERT wird LISELOTTE keinen weiteren Nistplatz , z.B. in der nahen und durchaus geeigneten Schlossruine, zeigen, denn wir sehen ihn nun täglich hier zugange.
LISELOTTE wird, wie ihre Vorgängerinnen AURORA, JETTA, PALATINA, sich mit dem Terzel, 2025 RUPERT, etwa ab Ende Februar zur Balz im Inneren des Nistkastens einfinden! Das rituelle Verhalten der beiden wird dann wieder sehr interessant werden.
Schnappschuss vom 7. Januar 2025: links LISELOTTE, rechts RUPERT
