Gängs Tagebuch
Gängs Tagebuch2021-10-04T08:44:30+02:00

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

18.Juli, 2023

Das Paar am 17. Juli

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Das erinnern wir aus den Vorjahren: Zu Beginn der „Herbstbalz“ -!-  und selbstverständlich zu Beginn der Balzzeit, also Februar, zeigt der Falkenterzel dem Falkenweibchen einen geeigneten Nistplatz.

Wir können darüber nachdenken, warum wir dieses  Verhalten bereits Mitte Juli beobachten können.

Danke, K.!

17.Juli, 2023

LISELOTTE am und im Nistkasten

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Am 16. Juli. Auch am Abend und wohl in der Nacht können wir sie beobachten.

Dass ihr Auge uns weiß erscheint, zeigt, dass sie in diesem Moment – für kurze Zeit – schläft. Dann schließt sich unter ihren Augenlidern eine zweites Lid, die Nickhaut.

Danke S.F. und W.B.!

16.Juli, 2023

Unverhofftes Wiedersehen

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heißt eine  Kalendergeschichte von Johann Peter Hebel. Der Titel passt heute gegen 14.40 Uhr zu meiner Nachmittagslektüre auf dem heimischen Balkon, etwa 3 km östlich der Heidelberger Altstadt. Sowohl meine Gattin, wie auch ich, legen die Zeitung zur Seite und schauen zum Himmel: „Nein, das ist kein bettelnder junger Turmfalke, der seiner Mutter folgt.“ (Das erleben wir z.Zt. ja täglich.) „Da bettelt ein Wanderfalke!“ Und tatsächlich sehen wir  über uns zwei Wanderfalken in großen Kreisen umeinander „schweimen“: Beide schlagen nur ganz selten mit den Flügeln, dennoch geschieht ihr Segeln in hohem Tempo. Der böig starke Wind erleichtert die blitzschnellen Verlagerungen am Himmel. Ein Falke gewinnt dabei sehr schnell an Höhe, so kann ich ihn nur noch vor dem weißen Hintergrund der Wolken als bewegender Punkt entdecken. Er  entzieht sich eindeutig dem bettelnd rufenden Falken, der ihn verfolgt. „Da ist noch ein zweiter Falke, der ihm folgt!“, entdeckt meine Frau.

Drei Wanderfalken zu Besuch! Ein schönes, seltenes Erlebnis.

Das Mobilphone-Foto entstand fünf Minuten später, da waren die drei längst meilenweit weg.

14.Juli, 2023

Interessierte und zahlreiche Besucher

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trafen sich am 8.Juli mit drei Referenten auf der Südempore von Heiliggeist, auf der sich vor 400 Jahren die Bibliotheca Palatina befand. Auch mein Kurzvortrag fand Beifall und führte zu Nachfragen. „Schön, dass wir Sie auch einmal persönlich kennenlernen durften“, verabschiedeten sich einige Gäste bei mir-

RNZ Falkenbuch

14.Juli, 2023

Das Paar ist außerhalb der Brutzeit im Nistkasten

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Wie schön, dass es jedes Jahr, ungeachtet des strengen biologischen „Fahrplans“, für uns Zuschauer/-innen  doch immer wieder neue Erfahrungen gibt! Mitten im Sommer zeigen sich ZEPHYR & LISELOTTE gemeinsam im Nistkasten . Es erfolgt sogar das übliche Einladungsmodell durch den Terzel und danach seine schnelle „Flucht“ vor dem dominanten Weibchen. Wie ich nach meinem Auslandsaufenthalt in dieser Woche erfahre, übernachten wohl auch beide gelegentlich – sogar gemeinsam – im Nistkasten.

Wanderfalken, gewissermaßen als „Haustiere“, das hätte ich mir so vor Jahrzehnten noch nicht vorstellen Können.

Danke, M.H.!

4.Juli, 2023

PALATINA als Bibliothek, PALATINA als Falke in der Heiliggeistkirche

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Am Samstag, 8. Juli 2023, findet von 11 – 13 Uhr, auf der Empore  in der Heiliggeistkirche, Heidelberg ein interdisziplinärer Workshop zum Falkenbuch Kaiser Friedrich II. und heutigem Falkenschutz statt. Neben Prof.Dr.Tobias Bulang, Germanistisches Seminar der Universität Heidelberg und Prof.Dr. Michael Wink, Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie der Universität Heidelberg, werde ich über die natürliche Ansiedelung wild lebender Wanderfalken  auf Heiliggeist berichten. Eintritt ist frei, keine Anmeldung ist erforderlich.

4.Juli, 2023

Nach der Saison 2023: Herzlichen Dank!

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An die beständig-treuen, verlässlichen Spenderinnen und Spender, welche unser Heidelberger Wanderfalken-Projekt seit zwei Jahrzehnten finanziell unterstützen!

Das Umweltamt der Stadtverwaltung trägt die Kosten der Website, der NABU Baden-Württemberg trägt die Streamingkosten während der Brutzeit.

Die anderen neun Monate der Kosten des Video-Streamings werden aus Spenden unserer Gäste getragen, ebenso die Erneuerungen der Kameras, falls diese veraltet oder marode sind. Alles andere wird ehrenamtlich, oft zeitraubend, geleistet.

Herzlichen Dank an die Unterstützer/innen im Juni 2023: Frau S.M-B., Herrn M.R., Frau S.H., Frau S.E., Frau A.T., Frau A.W-N., Frau Dr.S.B., Frau Dr. I.B.H-P. und Herrn Dr. T.W.H., erneut an H.und P.R., S.und U.C., Herrn G.B. und Frau M.Y.

Danke an Herrn A.K., NABU für die Kassenführung!

3.Juli, 2023

Beide Altfalken übernachten im Nistkasten

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Das ist eine Überraschung! Sowohl ZEPHYR, als auch LISELOTTE übernachten bereits seit einigen Tagen.gemeinsam im Nistkasten.

Ich war nun länger als eine Woche nicht in Heidelberg und werde auch in der kommenden Woche nicht in Heidelberg sein. Unserem Webmaster ist es – aus beruflichen Gründen – zur Zeit nicht möglich, die Webcams wieder allgemein zugänglich einzustellen. (Auch ich kann mit meinen Geräten nicht auf die Cams zugreifen.)

Danke deshalb an D.B. und andere für die überlassenen Schnappschüsse und Informationen im Gästebuch!

22.Juni, 2023

Fundstück

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Wenn wir, wie heute, nahe der Jesuitenkirche unterwegs sind, schauen wir nicht nur auf deren Turmspitze. Ein Blick auf den Boden der nahen Schulgasse zeigt, dass dort oben Beute verzehrt wird. Der Wind hat heute wohl diesen sauber entfleischten Schultergürtel einer Taube vom Umlaufbalkon herunter geweht.

19.Juni, 2023

ZEPHYR & LISELOTTE am 19. Juni

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Ja, ist denn schon Februar 2024? Solche Bilder sehen wir doch nur in der beginnenden Balzzeit? Für die „Herbstbalz“ ist es ja auch noch viel zu früh …

Oder die Falken belehren den Tagebuchschreiber, dass es doch etwas in diesen heißen Tagen hier zu sehen gibt.

Danke, D.B.!

18.Juni, 2023

Wochen ohne Wanderfalken

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Es gibt nun nichts Besonderes über die Webcams zu beobachten. (Dass LISELOTTE nachts sich am und im Nistkasten aufhält, freut uns, muss aber nicht eigens beschrieben werden.) In diesen Wochen kann man allerdings in der Altstadt von Heidelberg die jungen Wanderfalken hören und sehen. Gut geeignete Beobachtungsplätze sind der Marktplatz mit dem Standpunkt an der Rathausfront und vom nahen Kornmarkt. Mit Feldstecher empfehle ich die Stadtansicht vom Schloss aus, also am „Stückegarten“ nahe des Eingangs des Schlosses und von der Scheffelterrasse im Schlossgarten. Immer lohnt sich der Blick auf den Turm der Jesuitenkirche von den Berghängen aus.

Am Donnerstag, 15. Juni, gegen 13 Uhr, hörte ich im Vorübergehen nahe der Heiliggeistkirche einen Jungfalken oben auf der Turmspitze laut betteln. Am Samstag, 17. Juni, gegen 18.30 Uhr, hörten und sahen wir vom Universitätsplatz aus zwei Jungfalken, die spielerisch sich gegenseitig im Flug bedrängten, immer höher umeinander schraubten und verschwanden. Gleichzeitig landete ein dritter Jungfalke stumm auf dem steinernen Turmhelm der Jesuitenkirche und stellte sich dort auf der Ostseite hinter ein Steinkreuz. (Dort muss wohl eine Art Depot sein, denn wir sahen dort schon mehrfach einen Jungfalken.) Vermutlich sieht und hört man nun am Vormittag und Nachmittag immer Wanderfalken über der Heidelberger Altstadt.

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Änderungen in der Umgebung der Falken

Zwischen der Herbstbalz, die längst vergangen ist  und der eigentlichen Balz ab Februar 2025 liegt eine „falkenlose“ Zeit, was den Nistplatz betrifft. Deshalb können wir nicht erwarten, dass RUPERT und LISELOTTE täglich über die Webcams  zu sehen sind. Es sind immer die Terzel, jetzt also RUPERT, die den Weibchen, bei uns LISELOTTE, den Nistplatz zeigen. Dass wir deshalb  meist RUPERT sehen, ist also normal. Auch in den Vorjahren war es der Terzel, der im Kasten nächtigte, nie das Weibchen. In den Vorjahren besuchten die Weibchen meist sehr spät das Kasteninnere.

Leider sind seit einiger Zeit  wichtige „Warten“, also Schlaf- und  Ruheplätze unseres Paares für lange Monate blockiert und nicht zugänglich: Der Turm der nahen Jesuitenkirche ist völlig eingerüstet und es wird wohl lange Monate dauern, bis die Falken – Jung und Alt – ihn wieder anfliegen können. Die Sanierungsmaßnahmen werden bestimmt lange Monate dauern.

Das macht uns für die kommende Saison Sorgen. Der Turm der Jesuitenkirche war bisher Ziel beim Erstflug der Jungfalken und nachfolgend der wichtigste Treffpunkt und Aufenthaltsort  der Falkenfamilie  bis in den Sommer. Das wird 2025 nicht möglich sein.

 

06. November 2024|0 Kommentare

RUPERT am 27. Oktober

RUPERT  kann  man an folgenden Merkmalen erkennen: Er ist deutlich kleiner als LISELOTTE. Ich orientiere mich, indem ich die Größe/Höhe der ruhenden Falken, wenn diese im Eingang oder auf der Stange stehen,  mit dem Schieferschindeln des Daches  daneben vergleiche/ abschätze.

Heute geht das gut, denn wir erkennen hinter RUPERT die Stangen, die wir 2015  – seinerzeit vergeblich – gegen das Eindringen der Nilgänse  montiert hatten. (Nachfolgend konnten wir eine automatische Abwehr mittels Bilderkennung, Lärm und Blitzlicht erfolgreich installieren.)

Würde LISELOTTE an gleicher Stelle stehen, so könnten wir an der Querstange hinter ihr  sehen , dass sie deutlich größer ist.  Steht ein Falke auf der Anflugstange außen, so vergleiche ich seine Größe  mit den Schindeln.

RUPERT ist als Terzel deutlich kleiner als LISELOTTE, sein Kopf ist deutlich zierlicher. Auch sein Backenstreif ist anders ausgebildet als der seiner Partnerin.

Auch ich verwechsle die beiden gelegentlich …

Danke, M.H.!

27. Oktober 2024|2 Kommentare
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