Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
LISELOTTE am 14. November
Danke K.!
Was fliegt da vorbei?
DAS fand bestimmt auch die Aufmerksamkeit von LISELOTTE & ZEPHYR: Gestern flog gegen 16.45 Uhr, lautstark rufend, eine Schar von Kranichen, zügig und recht niedrig in typischer Formation fliegend, durch das Neckartal-Odenwald nahe am Turm vorbei.
Was steckt da dahinter?
Wanderfalken kontrollieren ihren Nestplatz sehr sorgfältig. Eine runde Stelle in der Kastenwand wurde am 3. November von LISELOTTE untersucht: Nach zwei Jahrzehnten fand die längst verdeckte und übermalte runde Öffnung für ein Kameraobjektiv ihr Interesse und das Lederblättchen, das seinerzeit die Öffnung (während der Kameramontage) die Öffnung verdeckte, wurde mit dem Schnabel gegriffen und in den Nistkasten gezogen. Ich bin mir sicher, dass wir seinerzeit auf der Außenseite ein Holzbrettchen darüber genagelt haben, da wir seit langen Jahren keine Aufnahmen mehr durch diese Öffnung erlauben. (Es kann jetzt also keine Maus oder sonst jemand durch diese Öffnung hinaus oder hinein schlüpfen.)
Danke, D. B.


Danke für Spenden!
Im September und Oktober sind wieder Spenden eingegangen. Diese regelmäßigen Spendeneingänge erlauben uns auch zukünftig interessante und schöne Life-Aufnahmen zu senden.
Im September und Oktober sage ich ein herzliches DANKE an P.und H.R.f ür beide Monatsspenden, an Herrn B.K. und an Herrn U.K.!
Zwischen den Falken-Kirchtürmen
leben die Heidelberger Stadttauben, hier z.B. auf dem Universitätsplatz am 26. Oktober, 11 Uhr, recht kommod. Hier eilen Studenten und Rentner, heute auch ich, zu den Vorlesungen. Wenn der Regen aufhört, tummeln sich hier auch viele Touristen. Viele essen beim Gehen und Schlendern.
So ist der Boden der Altstadt eine Art Schlaraffenland für Tauben.
Die Wanderfalken erbeuten keine Vögel nahe des Bodens, sondern jagen weit oberhalb der Hausdächer. Diese Tauben, etwa 40, die ich heute dort sah, werden keine Beute der Wanderfalken.


Auch Falken suchen manchmal Regenschutz
Danke, K. und M.H.!
Spielen Wanderfalken miteinander?
Heute, gegen 10.40 Uhr, ging ich nach langer Unterbrechung wieder einmal über den Marktplatz. Selbstverständlich ging mein Blick zum Kirchturm, zumal ich von dort charakteristische Falkenlaute hörte.LISELOTTE & ZEPHYR flogen in sehr engen Kreisen um die Turmspitze, spielerisch sich verfolgend, nach oben oder unten ausweichend, beschleunigend, abbremsend, abkippend, – ein Schauspiel, wie ich es noch nie hier auf engstem Raum erleben konnte! (Ich mag es nicht, wenn das Verhalten von Tieren mit dem Verhalten von uns Menschen gleich sieht, beschreibt oder gar gleichsetzt. Aber was ich sah, war das, was ich von den Schulhöfen oder Kinderspielplätzen kenne. )
Auch im 24. Jahr der Heiliggeist-Wanderfalken erleben wir hier jedes Jahr unerwartete Szenen. ZEPHYR & LISELOTTE zeigten sich heute in der Herbstbalz direkt am Turm im engstem Luftraum als „vertrautes“ Paar.
Meine Visite in das Foyer des Rathauses zeigte, dass dort das Endlosband über die Heidelberger Wanderfalken als Präsentation auf dem Monitor zu sehen war, daneben der Stapel der Informationsblätter. DANK an die Namenspaten und Unterstützer im städtischen Umweltamt und im Amt für Digitales!
ZEPHYR mit vollem Kropf
Danke, K.!
LISELOTTE & ZEPHYR
übernachten wieder einmal gemeinsam. Für uns wieder gut zu erkennen: LISELOTTE ist als Weibchen größer als der Terzel ZEPHYR. So ist das bei den Greifvögeln.
Dank an M.H. und andere!


SO schnell ist ZEPHYR im Kasten
Fanke, K.!
RUPERT und LISELOTTE in Aktion
In meinem „Tagebuch“ vom 20.Februar 2025 habe ich bereits über den komplizierten Balanceakt der Kopulation geschrieben:
Nach der Punktlandung auf dem bewegten Rücken von LISELOTTE:
- RUPERT muss die nadelspitzen Klauen seiner Fänge einrollen um seine Partnerin nicht zu verletzen!
- RUPERT muss sich für die Samenübergabe zwei-drei Sekunden stabil halten .
Diese Akte haben die beiden in den letzten Tagen häufig vollzogen. In diesem perfekten Foto sehen wir, dass RUPERT mit geballten Fängen alles richtig macht.
Wie bereits im Vorjahr, werden wir 2025 – trotz der häufigen und geglückten Akte – hier höchsten zwei Jungfalken erleben.
Warum das so ist, weiß ich nicht.
Danke, M.H.!

Gewölle sind „Speiballen“
Gestern wunderten sich viele Besucher/-innen über ein anhaltendes Recken, Strecken und Würgen bei RUPERT. Das war ein natürlicher und notwendiger Vorgang. Falken und Eulen haben keine Zähne zum Kauen, also müssen sie Unverdauliches (Federn,Knochen) wieder hinaus speien. Das“Gewölle“ wird im Magen mit Schleim umhüllt und hinaus gewürgt. Nachts sind diese rundlich-ovalen Speisereste im UV-Licht gut im Nistkasten als schwarze Reste erkenntlich.

Danke, M.H.!

Das zweite Ei
wurde am 8. März 2025 um 18.57 Uhr gelegt.
Herzlichen Dank für die Meldungen!

Einiges zum ersten Ei
So ein einsames Wanderfalkenei ist nicht spektakulär. Es ist etwa so groß und schwer wie mein Frühstücksei, s.u. Es wiegt etwa 45,5 g (Ratcliffe,1993), die Schale wiegt etwa 3,8 g.
Ein Vierergelege, wie es in den Vorjahren in Heidelberg üblich war, wiegt dann etwa 182 g , das ist etwa 17 % des Gewichts von LISELOTTE. Eine große Leistung in diesen Tagen!
Passt das zum heutigen Frauentag?


Auch BENJAMIN (*2022) bemüht sich wieder
2024 konnte in den Niederlanden die Ringe (S RC ) eines Terzels abgelesen werden, der am 29.April 2022 auf Heiliggeist beringt wurde und von mir den Namen BENJAMIN erhalten hatte. Er sorgte bereits 2024 auf der St. Martinuskerk in Weert, NL – östlich von Antwerpen – für Nachwuchs und wird es wohl 2025 leisten.
Danke, A.L.!
Quelle: live.netcamviewer.nl

Munteres Treiben für kommenden Nachwuchs
Da auch bei den monogamen Wanderfalken alle möglichen Variationen (Bigamie, Inzest, Polygamie, Polyandrie) gelegentlich/selten vorkommen, ist es sinnvoll, dass RUPERT durch häufiges Kopulieren SEINE Spermien in LISELOTTE deponiert: Pro Kopulation zwischen 100 000 und 1,6 Millionen Spermien, die einige Tage aktiv in LISELOTTE gespeichert werden können. So erhöht er die Weitergabe seiner Gene, falls seine Partnerin sich nun auch noch mit einem weiteren Terzel paaren würde.
Das indiskrete Schauspiel, das sich z.Zt. häufig abspielt, lässt uns hoffen: Morgen könnte vielleicht das zweite Ei gelegt werden!
Und bei diesem eifrigen Einsatz könnte 2025 vielleicht mal wieder eine Viererbrut ausfliegen …
Danke, M.H.!

