Gängs Tagebuch
Gängs Tagebuch2021-10-04T08:44:30+02:00

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

8.Sep., 2023

Weitere vier Aktionen und Show-Business über den Falken

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Erstaunlich, auf welche Ideen man kommt, noch mehr Besucher in die längst überfüllte und überlaufene Heidelberger Altstadt zu locken!

An zwei Tagen wird zwischen den beiden Kirchtürmen von Heiliggeistkirche und Jesuitenkirche auf 250 Meter Länge in 50 Meter Höhe eine 2,5 Zentimeter breite „Slackline“ gespannt, damit belgische Artisten zweimal täglich, begleitet von der Musik eines eigens entworfenen Saiteninstruments,  ihr Können zeigen. „Der Altstadt-Himmel wird zur Bühne“ titelt unsere Lokalzeitung. Gefördert werden die Aktionen von der Stadt über das Projekt „Mittendrinnenstadt“.

Ach, wenn es doch „drinnen“- also unten auf Dachhöhe geschähe!

Wieder einmal stehen Denkmalschutz und Artenschutz in zweiter Reihe. Ich habe deshalb die beiden Pfarrgemeinden  und das Umweltamt der Stadtverwaltung gestern schriftlich dringend gebeten, “ … während der Balz-, Brut- und Aufzuchtzeit der Wanderfalken auf dem Turm der Heiliggeistkirche,  also jährlich Mitte Januar bis Ende Mai, solche optisch und/oder akustisch störenden Veranstaltungen im nahen Bereich der Heiliggeistkirche/Marktplatz  …  nicht zu gestatten.“

Wir hatten am 2. Juni 2018 erlebt, wie die Wanderfalken panisch und aggressiv reagierten, als ein noch nicht flügger Jungfalke im Nistkasten stand und im engeren Luftraum über der Heiliggeistkirche eine Drohne kreiste. (Siehe „Gängs Tagebuch- Archiv, 2.Juni 2018!)

 

3.Sep., 2023

Wann werden wir LISELOTTE & ZEPHYR hier wieder sehen?

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Vermutlich schon heute. Denn ZEPHYR hat diese „Menschenfreude“ – 65 000 begeisterte Besucher, berichtet unsere Lokalzeitung – schon mehrfach erlebt, LISELOTTE nun auch.

Bei solchen Ereignissen denke ich an die „Empfindlichkeit“ der Wanderfalkenpaare zurück, die ich in den 1960-er bis-1990-er Jahren an still gelegten Steinbrüchen erlebte. Auf 250 m Distanz entdeckten die Falken meine langsame Annäherung, auch wenn ich die Kapuze der militärfarbenen Jacke über den Kopf gezogen hatte. Bald wusste ich: „Wenn ich jetzt zwei Schritte unter diesen Bäumen weiter schleiche, geht es los mit den Warnrufen…“ Schimpfend strichen die Falken sofort ab und es dauerte oft lange bis ich sie wieder auf ihrer „Warte“ nahe des Horstes erblickte. Sie hatten im weiten Umkreis ALLES im Blick und reagierten nervös auf Menschen.  Es gab Jahre mit ausbleibender Brut, weil im Talkessel Gleitschirmflieger vor der Felswand kreisten und wendeten.

Hier fliegen und kreisen, auch gestern Nachmittag, zahlreiche Gleitschirmflieger vom Königstuhl Richtung Stift Neuburg, wo sie auf der Wiese landen. Wir freuen uns, dass die Piloten immer Abstand zur Heiliggeistkirche einhalten. Die Falken haben sich längst an diese großen und bunten „Menschenvögel“ gewöhnt.

Nicht aber an die jährlichen Feuerwerke! Diese lösen, so auch gestern, panische Flucht aus.  (Die Falken sind jedoch belastbar, ihre Bindung an den  „Horst“ ist stark.)

Danke, D.B., M.H. und weitere!

31.Aug., 2023

Schon wieder werden Wanderfalken vergiftet

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Für uns unvorstellbar und empörend, aber wir müssen jedes Jahr solche Meldungen lesen.  Falkenhasser, meist fanatisierte Taubenhalter, beködern einzelne Tauben mit sehr starken und europaweit verbotenen Kontaktgiften. Oft entfernen sie bei diesen Locktauben Federn, damit diese durch auffälligen Flug zur Beute der verhassten Falken werden. Schon bei der Rupfung tötet dss Gift den Falken.

Auch im jüngsten Arten-Schutzbrief des Komitee gegen der Vogelmord e.V. www.komitee.de wurden wieder solche illegale Greifvogelverfolgungen notiert: Im Emsland (Niedersachsen) wurde ein Taubenzüchter zu 4.000 Euro Strafe verurteilt. Die Dunkelziffern bei diesen Straftaten sind leider sehr hoch.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter  des Komitee gegen den Vogelmord sind auch im Mittelmeerraum aktiv und mit Überwachungen und Kontrollen erfolgreich.

Hier die Meldung des lbv.Bayern:

31.Aug., 2023

Ein weiterer stressiger Abend

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steht den Heiliggeist-Wanderfalken bevor. Am Samstag, 2. September, findet kurz nach 22 Uhr eine weitere Schlossbeleuchtung statt. Es ist die letzte in 2023. Ohne Drohnen, – die Show vor einigen Wochen fand wenig Anklang, trotz der hohen Kosten von 90 000 EURO. Menschen freuen sich doch mehr am traditionellen Feuerwerk mit vielen Raketen, Lärm und Qualm. Für die Natur (Insekten, Vögel,Wild- und Haustiere) im großen Umkreis wird es wieder ein Schrecken sein.

Für ZEPHYR & LISELOTTE drücken wir die Daumen, dass ihnen rechtzeitig die Flucht aus dem Nistkasten in die weitere Umgebung gelingen wird.

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Herzlichen Dank!

Nichts geschieht ohne Hilfe von außen! Auch außerhalb der Brutsaison freuen wir uns, dass es im August und September  2024 freundliche Menschen gibt, die dieses Projekt –  nun im 25. Jahr!- durch Spenden am Leben erhalten.

Seit meinem letzen DANK Mitte Juli sind auf unserem Sonderkonto “ Heiliggeist-Wanderfalken“ beim NABU Heidelberg wieder Spenden eingegangen:

Herzlichen Dank an Frau A.E.M, an Frau B.G., an Herrn G.H., an das besonders treue Paar H.und P.R., an Frau Dr. C.M.Z., erneut an Frau A.E.M., an Frau K.M.Z., erneut an Frau A.E.M., an Herrn U.K. und wieder  an das Paar H.und P.R.!

12. Oktober 2024|0 Kommentare

Da werden sich die Falken aber erschrecken

oder sich amüsieren?

Als gäbe es noch nicht ausreichend  – ich schreibe mal: Firlefanz – in unserer verschuldeten  und  von Gästen  überfüllten Altstadt zu bestaunen:

Eine riesenhafte Taube!

Warum und mit welchem Ziel verstehe ich auch nicht nach der Lektüre unserer  RHEIN-NECKAR-ZEITUNG vom 07.10.2024.

07. Oktober 2024|2 Kommentare
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