Gängs Tagebuch
Gängs Tagebuch2021-10-04T08:44:30+02:00

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

4.Jan, 2022

Wo sind heute ZEPHYR und PALATINA ?

0 Kommentare

Das  möchten wir wissen, wo sich jetzt – bei diesem S..wetter – die Falken aufhalten. Sie hätten doch hier in diesem Kasten nun einen netten trockenen Ort!  Nein, sie ruhen  an anderer Stelle, die wir leider nicht kennen. Gegenüber in 200 m Distanz und mit direktem Blick auf den zu sichernden Nistkasteneingang ist die Schlossruine. Dort, in diesem “Kunstfelsen” –  wie das Schloss von den Falken gesehen wird –   gibt es eine Menge idealer Ruheplätze, von denen aus die Falken die Stadt und das Tal im Blick haben. Beute zu machen ist heute im Dauerregen schwierig: Kein Vogel ist am Himmel zu sehen. Wanderfalken erbeuten ihre Nahrung im freien Flug. Aber sie haben –  in und an der Schlossruine, für sie eine Felswand mit vielen Löchern und Nischen – Depots angelegt, in denen sie für einen oder zwei Tage Beutereste aufbewahren.

Foto 1: Blick vom Nistkasten zum “Dicke Turm” der Schlossruine, dort gibt es besonders viele Nischen und Löcher in der 6 m “dicken” abgesprengten Turmwand.

Foto 2: Jungfalke ruht 2006  im Turminneren auf dem Tragstein eines abgegangenen Fußbodens

2.Jan, 2022

Keine guten Nachrichten aus der Vogelwelt

0 Kommentare

Wir haben es in den letzten Tagen aus den Medien zur Kenntnis genommen. Die Artenvielfalt nimmt weltweit stark ab. Abertausende von Tier- und Pflanzenarten verschwinden, die Auswirkungen sind nicht abzuschätzen. Die Vogelwelt in unserer Heimat leidet vor allem unter dem Verschwinden der Insekten.

Nun droht, wie wir den Medien entnehmen, erneut eine weltweite Vogelgrippe, zunächst wenig bemerkt bei Wildvögeln, die in einem Gebüsch, im Wald, im Wasser unauffällig verenden. Aber in Nachbarländern wurden bereits zehntausende von Zuchtvögeln, die unserer Nahrung dienen, zum Schaden der Bauern zwangsweise “gekeult” und verbrannt.

Es gibt auch gute Nachrichten:

Der Bartgeier ist in den Alpen wieder gut vertreten! (Ich schmunzelte, als ich in mehreren Zeitungen las  ” …. Bartgeier flattern wieder … ” Also DAS ist nicht gerade eine typische Fortbewegungsart der Geier, diese segeln, schweben, kreisen!)

Es hat übrigens Unsummen an Geld und Arbeitseinsatz in einem langjährigen Projekt mehrerer Alpenstaaten gekostet, Bartgeier aus Zoohaltung wieder in freier Natur anzusiedeln. Ich erinnere aus den 1960-er Jahren ähnliche Anstrengungen entlang der Rheinebene um den Weißstorch wieder anzusiedeln. Das ist ebenfalls gelungen, ich sah vor einigen Tagen nahe Heidelberg ein Dutzend ruhender Weißstörche auf einer Wiese stehen, die wohl auf gemeinsamer Reise in den Süden waren.

Die Wiederansiedelung des Wanderfalken in Europa gelang mit – relativ – wenig Geld, aber mit enormen Zeitaufwand und Engagement von Naturschützern.

Foto: Ein Jungfalke greift  2004 bei der Beringung meinen Zeigefinger. (Nicht immer geht das ohne einen Kratzer ab …)

28.Dez, 2021

Zum Jahreswechsel

0 Kommentare

Nun gehen wir, was das Heiliggeist-Wanderfalkenpaar PALATINA & ZEPHYR betrifft, voller Erwartung und Vorfreude in das 23. Jahr unseres Projekts “Wiederansiedelung wild lebender Wanderfalken in Heidelberg”. Was uns Menschen angeht, so  beruhigt uns das Geschehen in 54 m  Höhe über dem Erdboden. Es wird uns im Frühjahr von unseren Sorgen ablenken und uns Freude schenken. Denn es sind inzwischen 73 junge Wanderfalken von hier gestartet.

Der Jahreswechsel ist für mich, für uns, Gelegenheit für ein DANKESCHÖN an alle Mitarbeiter/-innen und Förderer/-innen der Heidelberger Wanderfalken.

In diesem Jahr geht unser ganz großes DANKE an unseren Webmaster Tobias J., der in vielen Stunden unsere Website neu aufgestellt hat. Ich freue mich vor allem, dass wir noch Zugang zu den Daten und Einträgen (Tagebuch, Informationen) von 22 Jahren haben. Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal unter den – inzwischen Dutzenden – Wanderfalken-Cams-Websites weltweit. Auch ich blättere gerne in den Aufzeichnungen zurück.

Unser Dank geht wieder an die  Heiliggeistkirche  (Pfarrgemeinde im Schmitthenner-Haus), an die verlässlichen Unterstützer in der Stadtverwaltung (Amt für Informationsverarbeitung,  G.L., B.P., RL,. und im Umweltamt)), an den NABU Heidelberg (Kassenführung) und NABU Baden-Württemberg (Livestream März-Juni),  an meine  aktiven Helfer 2021 oben am Nistkasten (Dr.KF.R.,G.Str., Dr.M.P., R.R.) an die Betreuer der Nilgans-Abwehr in Bonn (Dr.E.S. Dr.A.H.) und an die großzügigen Spender/-innen (Finanzierung des Livestreams)!

Leider liegt mir  – mit einer Ausnahme – seit Juni 2020 keine Auflistung des NABU Heidelberg der eingegangenen Spenden vor, so dass ich mich noch nicht, wie in den Vorjahren,  mit Namenkürzeln bei Ihnen bedanken kann. Ich werde das nachholen.

Ihnen allen und den vielen Besuchern und Besucherinnen unserer Website wünsche ich ein gutes 2021!

Foto: Jungfalke ECKART (Namenspate Heidelbergs OB Prof.Dr.E.Würzner) beim erfolgreichen Zweitstart vom Fensterbrett des Hotel “Zum Ritter St. Georg” am Fuß des Kirchturms  am 26. Mai 2004

25.Dez, 2021

Beide Falken am Nistkasten

0 Kommentare

Das ist ein nettes Weihnachtsgeschenk! Auch PALATINA lässt sich heute am Nistkasten sehen und selbstverständlich auch ZEPHYR.

Für unsere neuen Gäste: Wir erkennen PALATINA  daran, dass deren Fänge beringt sind. ZEPHYR wurde nicht beringt.

Danke, M.H. und S.F.!

23.Dez, 2021

Weihnachtsgruß, ganz ähnlich wie vor einem Jahr

0 Kommentare

Das haben wir nicht erwartet: Auch in diesem Jahr fällt es schwer, uns froh gestimmt und entspannt gegenseitig “Fröhliche Weihnachten! Schöne Festtage” zuzurufen. Ich schaue zurück, was ich im vergangenen Jahr hier notiert habe und kann mich nur wiederholen:

“Trost und Ablenkung schenken uns ein wenig die Wanderfalken:

Gelassen stehen sie trotz Kälte, Wind und Regen auf der Anflugstange. Zuverlässig erscheint ZEPHYR in seiner “Herberge”, schläft ein, wacht auf und fliegt ab. Mit festem Griff hält der Falke im Eingang seine Position und pflegt dort in aller Ruhe und Sorgfalt ausgiebig seinen Körper. Er behält dabei seine Welt aufmerksam und  neugierig im Blick.

Es freut uns, wenn wir ZEPHYR – über Cam 2, gelegentlich auch PALATINA, dann  über Cam 3 – betrachten können. Mit großer Sorgfalt und in partnerschaftlicher Eintracht werden sie in drei Monaten wieder ihre Küken aufziehen und in die weite Welt entlassen.

Das tröstet uns ein wenig, nicht wahr?

Können WIR vielleicht – auf unsere Weise – etwas davon übernehmen? Aufrechte Haltung “Komme, was wolle!”, Sorgfalt und Pflege für uns selbst, Verantwortung für unsere Partner, unsere Kinder, unsere Mitmenschen  tragen, Augen auf für unsere Umwelt. So leben, wie die Natur, das Schicksal,  es für UNS vorgesehen hat …

Ich wünsche Ihnen für die Festtage und das kommende Jahr alles Gute!”

21.Dez, 2021

Wanderfalken und Klimaänderung

0 Kommentare

Dass heute der kürzeste Tag und die längste Nacht dieses Jahres ist, interessieren ZEPHYR & PALATINA nicht. Dass ZEPHYR heute Nacht lange zu sehen war und die kommende Nacht besonders lange im Nistkasten verweilen wird, bemerken nur besonders pedantische Besucher unserer Website.

(Nachtrag vom 22.12.2021: ZEPHYR hat die vergangene Nacht NICHT im Nistkasten!)

Das Datum der Sonnenwende erinnert mich aber an eine Beobachtung aus den ersten Jahren unseres Heidelberger Projekts zur natürlichen Wiederansiedelung wild lebender Wanderfalken in unserer Stadt.

Es fand ab 1999 großes Interesse und es erreichten mich viele neugierige Anfragen. So hatte ich bald Kontakte in alle Welt, z.B. auch nach Rom, Italien. 2008 lernte ich dort den Betreuer und eine kleine Fangemeinde persönlich kennen und besichtigte  den Nistkasten auf der Universität La Sapienza.

Damals waren die römischen Wanderfalken jedes Jahr die ersten in Europa, in deren – von Kameras überwachten und öffentlich sichtbaren – Nistkästen Gelege zu sehen waren. Die deutschen Nistkästen der Wanderfalken, welche das Brutgeschehen in das Internet stellten, folgten meist eine Woche später.

Damals leicht erklärbar: Im Süden ist es wärmer als im Norden. Der Papstsegen zu Ostern “urbi et orbi” in warmer Sonne, bei uns noch nächtlicher Frost.

Seit einigen Jahren sehe ich, dass die römischen Brutpaare zu gleichen Daten, oft sogar später als die Heidelberger und nordeuropäischen Wanderfalken, ihre Eier legen.

Zufall oder in kleines Beispiel für die Erwärmung unseres mitteleuropäischen Klimas?

16.Dez, 2021

Zeit für Wünsche und Geschenke

0 Kommentare

Zum Jahresende mache ich Abrechnungen meiner Auslagen, die ich 2021 für dieses Projekt vorgestreckt habe. Eine Aufstellung geht an das Umweltamt der Stadtverwaltung, das mir die Auslagen für die Domain unserer Website und das Webhosting ersetzt. Die – erheblichen – Streamingkosten für den Betrieb der  ganzjährig laufenden drei Webcams werden mir vom NABU erstattet: Die Monate März, April, Mai vom NABU Baden-Württemberg, der unsere Cams während der Brut-und Aufzuchtmonate auf der Landes- NABU-website verlinkt. Die Streamingkosten der neun verbleibenden Monate ersetzt mir die Kassenführung des NABU, Heidelberg aus dem Spendenkonto des Heidelberger NABU, wenn dort Spenden “für Heiligeistwanderfalken” eingehen.

Ich bin glücklich, dass seit langen Jahren auf diesem Konto ausreichend Spenden eingehen, um unser Heidelberger Falkenprojekt zu betreiben!

Ja, es gibt weit wichtigere Bitten um Hilfe und um Unterstützung, wir finden sie in diesen Tagen in unseren Briefkästen. Diese haben Vorrang, denn wir haben die Verantwortung für unsere Mitmenschen in Not, nah und fern.

Es gibt aber auch Projekte für unsere Umwelt und Natur, die nachrangig sind, aber dennoch Förderung verdienen. Die Wanderfalken auf Heiliggeist gehören dazu, nicht wahr?

Herzlichen Dank!

NABU Gruppe Heidelberg
Bankname: Sparkasse Heidelberg
IBAN: DE15 6725 0020 0000 0329 13
BIC: SOLADES1HDB
Bitte folgenden Hinweis angeben: für Heiliggeist-Wanderfalken!

Foto: Brian McClatchy, 2016, durch eine Öffnung in der Südwand unseres Nistkastens

14.Dez, 2021

ZEPHYR wartet vergeblich auf “Damenbesuch”

0 Kommentare

Wir müssen geduldig bleiben.

In den vergangenen 21 Jahren haben sich im Winter hier in diesem Nistkasten die weiblichen “Besitzerinnen /Nutzerinnen” nur äußerst selten (er)blicken lassen. Die Terzel gelegentlich außen auf der Stange.

Nur ZEPHYR macht uns seit drei – vier Jahren die Freude, einen wild lebenden Wanderfalken in aller Ruhe betrachten zu können:

Wie er eintrifft, sein Gefieder noch etwas pflegt, Gewölle seiner letzten Mahlzeit auswirft, zur Ruhe kommt, seinen Kopf an die Schulter legt, die Nickhäute seiner Lider schließt, schließlich schläft – das erkennen wir, wenn seine Augen uns weiß im Infrarotlicht erscheinen – , er spät in der Nacht seine Position verlagert, in der Dämmerung aufwacht, sich reckt und streckt, zum Ausgang schreitet, Himmel und Wetter prüft und – wusch! – in seinen Falkenalltag saust …

Danke, K.!

Mehr Beiträge laden

Wo brüteten die Wanderfalken in Heidelberg vor dem Projekt ihrer freiwilligen Wiederansiedelung?

“Die Gebäudebrüter hielten sich … am unteren Neckar bis 1956 (Pulverturm des Heidelberger Schlosses) ” notierte Dieter Rockenbauch in “Der Wanderfalke in Deutschland und umliegenden Gebieten” , 1998, Bd.1, S.248 über den seinerzeitigen dramatischen Rückgang.

“Zuletzt brütete er 1956 im oberen Bereich der stehenden Hälfte des “Krautturms” auf der Südseite der Schlossruine, vom Schloss-Wolfsbrunnenweg aus gut einsehbar … ” berichteten mir Th. Göller,  D.Rockenbauch und andere (mdl.) bei Jahrestagungen der “AGW Baden-Württemberg” in den 1970 – er Jahren.

Ich erkundigte mich seinerzeit als ehemaliger Heidelberger Schüler und Student  (nun im Nordschwarzwald lebend) nach den beiden letzten Bruten im vorderen Neckartal, nicht ahnend, dass ich 1997 nach Heidelberg zurückkehren würde. Wo genau der Brutplatz war, erfuhr ich nicht und es interessierte mich damals auch nicht.

Heute wäre diese Abbruchwand, im “Pfälzischen Erbfolgekrieg” 1693 von den französischen Militär-Ingenieuren  durch installierte Minen abgesprengt, kein idealer Nistplatz. Zu starker Autoverkehr auf der nahen Straße, zu viele Touristen am nahen Schlosseingang und Garten, die den Turm (etwa um 1500 erbaut) fotografieren. Heute ein idealer Platz für Souvenirs-Posing für Instagram, Facebook etc.  Im Sommer entstehen dort täglich hunderte von Fotos.

Die Falken bevorzugen die Nordfront der Schlossruine, dort ist die noch stehende Hälfte des “Dicke Turm”, ebenfalls dekorativ längs halbiert, ein besserer Lebensraum für Falke, Fledermaus, Nilgans, Taube, Mauersegler, Eidechse …

Foto: HMG

09. Januar 2022|0 Kommentare

Befürchtung ist bestätigt

In meinem Beitrag “Keine guten Nachrichten aus der Vogelwelt” vom 2. Januar hatte ich besorgt die neue Welle der Vogelgrippe in Europa erwähnt.

Unsere lokale Zeitung (Rhein-Neckar-Zeitung Heidelberg) meldet am 08.01.2022 auf S.3  aus dem Heidelberger Zoo :”… ist Anfang des Jahres eine Rothalsgans in ihrem Gehege am Geysir-See tot aufgefunden worden  …  die mit dem Vogelgrippe-Erreger H5N1 infiziert war. Vermutlich habe sie sich bei einem der Wildvögel angesteckt, die den See anfliegen.”

Im Heidelberger Zoo leben über 400 Vögel aus über 80 Vogelarten, die nun in ihr Häuser oder an überdachte Rückzugsorte gebracht wurden. Die Volieren wurden mit Planen überdeckt, das Wasser in den Teichen wurde abgelassen, berichtet der Zoodirektor der Zeitung.

Der Heidelberger Zoo ist etwa 3 km vom Nistplatz der Heiliggeistkirche entfernt, der Zoo wird wegen der Fütterungen der Tiere von vielen Wildvögeln angeflogen und ist deshalb bestimmt auch für die Wanderfalken ein täglich beobachtetes Jagdgebiet.

Am 22.02. 2006 habe ich hier in meinem Tagebuch-  siehe Archiv! – noch unsere Gäste beruhigt, am 30.01.2017 wurde jedoch im Barnim, Brandenburg ein Wanderfalke tot aufgefunden, der bei der Obduktion durch  den Veterinär Dr. Mielke am 04.03.2017 in Groß Ziethen  als mit H5 N1 infiziert und daran verendet erkannt wurde.

Im November 2020 wurde in der Grafschaft Limerick im Südwesten von Irland ein an H 5 N8 – ein weiterer hoch ansteckender  Vogelgrippevirus –  verendeter Wanderfalke gefunden.

09. Januar 2022|0 Kommentare

Zwölf mal: Herzlichen Dank!

Von der Kassenführung des NABU Heidelberg habe ich die Aufstellung der eingegangenen Spenden vom 1. Juli 2021 bis 30.12.2021 erhalten. Auch in diesen sechs Monaten der “falkenlosen” Zeit hat unser Projekt der Wiederansiedelung wild lebender Wanderfalken in Heidelberg finanzielle Unterstützung durch großzügige Spenderinnen und Spender erhalten:

Unser herzliches “Dankeschön!” geht – nach den Daten  der Spenden gelistet- an Frau G.G., Frau A.B., Frau U.K., Herrn B.K., Herrn G.H., Frau B.P., Frau B.G., Frau B.H.K, Herrn H.G.B, Frau C.A., Frau M.W., und Frau D.B.!

Mit deren Spenden können wir erneut den Live-stream unserer drei Webcams  und sonstige Kosten in diesem Jahr finanzieren.

Foto: (B.Zoller) AURORA rechts & FRITZ links, 2005

07. Januar 2022|1 Kommentar

Legendäre Wanderfalken

Bei diesem Wetter habe auch ich heute eine “trockene Nische” aufgesucht und blättere in einem Standardwerk über Wanderfalken, das ich mir 1969 – zu Beginn meiner Faszination von diesem Vogel  – kaufte.

Das Foto zeigt den SUN LIFE-Falken, ein Weibchen, das von 1936 bis 1952 in Montreal, Kanada, lebte. Da das Falkenweibchen eine Fehlentwicklung in ihrem Brustgefieder aufwies, konnte man sie – trotz Mauser und Federwechsel – immer wieder individuell erkennen.

Sie brütete als einjähriger Wanderfalke (am Federkleid erkenntlich) ab 1937 auf einer Fensterbrüstung in großer Höhe eines Wolkenkratzers der Hauptverwaltung der “Sun Life Assurance Company of Canada”.

” She had a wise and tolerant landlord as well as a sympathetic and intelligent press, and she left behind a host of admirers”, lese ich und ergänze aus voller Überzeugung: “DAS gilt auch für die Heidelberger Falken AURORA, JETTA und PALATINA ! ”

Dieses Falkenweibchen verteidigte furchtlos und höchst aggressiv – das zeigt auch das Foto, nicht wahr? – ihren großstädtischen Nistplatz und zog mit drei aufeinander folgenden Terzeln  in 16 Brutjahren 21 Jungfalken groß.

Foto: G.H.Hall, vom 04.06.1941, aus “Peregrine Falcon Populations” hrsg. Hickey, Joseph J., 1969, S. 201

04. Januar 2022|1 Kommentar
Mehr Beiträge laden
Nach oben