2020

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2. Mai, 2020

Gut leben, aktiv und passiv …

Von |2020-05-02T13:27:55+02:0002. Mai 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Der harmonische Wechsel zwischen vita activa und vita contemplativa wurde uns schon von den antiken Philosophen nahe gelegt. Ob jene klugen Köpfe das aus der Natur abgeschaut  haben? In diesen –  für uns Menschen! – schwierigen Zeiten können wir uns an diesem QUARTETT ein Beispiel nehmen, nicht wahr?

Wenn es darauf ankommt: hoher Einsatz und rege Aktivität! Wenn das Körperinnere arbeitet: Entspannung und Schlaf!

 

 

1. Mai, 2020

Die Gruppe wandelt sich zu Individuen

Von |2020-05-01T10:07:05+02:0001. Mai 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Etwa seit dem Vortag sehen wir, dass bereits zwei der Küken eigene Wege gehen. Sie erkämpfen sich einen Teil der Beute und sondern sich ab. Meist in eine Ecke, damit die Konkurrenz nicht stört.  Bald werden sie dann über ihrer Eroberung „manteln“, d.h. die Flügel ausbreiten um die Sicht zu verstellen. Die Eltern werden nur noch zum groben Zerteilen der Beute benötigt und machen sich bald wieder davon. Nun werden, bei erhöhtem Nahrungsbedarf, meist Tauben angeliefert.

Leider – zum Leidwesen der Taubenhalter – auch beringte Zuchttauben, die besonders auffällig sind.

(Nein, ich werde nicht mehr – wie in den ersten Jahren – hier Diskussionen darüber zulassen, dass  Wanderfalken auch beringte Tauben jagen und das gefälligst unterlassen sollten.)

 

Danke, lJ. und C.!

1. Mai, 2020

Auf der Schwelle

Von |2020-05-01T09:47:14+02:0001. Mai 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Kaum hatte ich – im Gästebuch – einiges zu den ersten Ausflügen der Küken geschrieben, folgen Taten. Ein Küken demonstriert uns, wie man die Nahrung festhält und kröpft, ein anderes steigt auf die Schwelle und besieht sich die Außenwelt.

Brav s0! Weitermachen!

Danke, U.K.!

1. Mai, 2020

Saison 2019

Von |2021-03-09T13:57:11+01:0001. Mai 2020|Jahresrückblicke|Kommentare deaktiviert für Saison 2019

In diesem Jahr hatten besonders viele Besucher/-innen dank der neuen Webcam 2 Freude am Familienleben der Heiliggeist-Wanderfalken, seit der Neugestaltung der Website verzeichnen wir über ein Million Zugriffe.

ZEPHYR hatte bereits seit September 2018 den Nistkasten als Schlafplatz bezogen.

Am 8. Februar stehen sich PALATINA & ZEPHYR erstmals balzend im Nistkasten. PALATINA übernachtet erstmals vom 24. auf 25. Februar allein im Nistkasten, ZEPHYR bleibt dann nachts abwesend!

Überraschend früh, zwei Wochen vor der Eiablage des Vorjahres, am 1. März um 2.44 Uhr wurde das erste Ei gelegt, das zweite am 3. März gegen 8 Uhr.

Die ersten beiden Eier bleiben auch nachts meist – bei Temperaturen zwischen 5° und 0° Grad C, unbedeckt, PALATINA steht dann aber bis zum Morgengrauen im Kasteneingang Wache. Das erste Ei überraschte uns am 1. März um 2.44 Uhr, es war unter den ersten drei, die durch Webcam überwacht, in Mitteleuropa gelegt wurden! Auch beim 2. Ei, am 3. März um 8.19 Uhr, beim dritten Ei am 5. März, um 14.40 Uhr und beim 4. Ei. am 8. März um 6 Uhr gehörte Heidelberg zu den drei ersten kameraüberwachten Nistplätzen Europas in denen Wanderfalken mit der Brut begannen. Lag es am vorausgegangen warmen Wetter?

Das erste Küken schlüpfte am 8.April um 0.34 Uhr, nur wenige Stunden nach dem ersten europäischen Schlupf in Feucht, Bayern! Das ist neu: Bisher waren immer die römischen Wanderfalken die ersten in europäischen Nistkästen. Das zweite Küken schlüpfte am 8. April ebenfalls nachts, das dritte ebenfalls am 8. April um 8.12 Uhr, das vierte Küken am 10. April nachts. Die Aufzucht erfolgte ohne besondere Vorkommnisse. Am 30. April wurden die vier Küken, am 23. Tag, von PD Dr. Michael Preusch beringt. Sie erhielten die Kennringe RRC, RRD, RRE, RRF. Am 17., 19., 21. und 24. Mai flogen die Jungfalken ab. Das am 19. Mai gestartete Weibchen ARMIN landete am 22. Mai auf einem Autodach und wurde von mir am gleichen Tag auf der Scheffel-Terrasse des Schlossparks wieder gesund und fit die Luft entlassen. Das am 21. Mai abgeflogene Weibchen SABINE verfing sich am 23. Mai in der Altstadt Heidelbergs im Dorn eines Taubenabwehrgitters und brach sich dabei den Mittelfuß eines Ständers. Trotz Behandlung in seiner Karlsruher Klinik für Vögel kam es zu keiner Knochenheilung und der Jungfalke musste Ende Mai eingeschläfert werden.

Ab Mitte Juli waren die verbliebenen drei Jungfalken, die vorher oft auf der Jesuitenkirche oder auch auf der Heiliggeistkirche beobachtet wurden, aus der Stadt verschwunden.

Ab dem 17. Juli turtelt ein Taubenpärchen am und im Nistkasten. Am 22.Juli liegt im vorderen, südlichen Eck des Nistkastens das erste Taubenei und am 24. das zweite Ei. Am 25. Juli um 8 Uhr fliegt ZEPHYR den Nistkasteneingang an, schreckt so die Taube vom Gelege und fliegt selbst erschrocken sofort ab. Die Taube kommt zurück und setzt ihr Brüten fort. Am 27. Juli meldet J.M., dass er am Abend über die Webcam 1 beobachtete, dass PALATINA „kurzen Prozess“ mit der Taube machte, diese aber überlebend flüchten konnte. ZEPHYR und PALATINA bleiben dann noch kurz im Nistkasten. Die Tauben erscheinen nicht wieder.

Bereits am 12. August, früher als im Vorjahr, übernachtet ZEPHYR wieder ab und zu im hinteren Bereich des Nistkastens, ab Oktober dann jede Nacht.

29. Apr., 2020

Nun ist Bewegung angesagt

Von |2020-04-29T10:51:59+02:0029. April 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Erstaunlich, nicht wahr? Wie rasch nun neben dem körperlichen Wachstum auch Fähigkeiten heran wachsen. Die Küken bewegen sich orientiert und zielstrebig im Nistkasten. Sie suchen am Boden und beobachten sich gegenseitig. Wenn sie Ruhe haben wollen drücken sie sich in eine Ecke. Nun beginnt ds Training der Brustmuskeln und wir beobachten erste Flügelschläge,  die sie noch aus dem Gleichgewicht bringen. Die Muskulatur ihre Beine/Ständer reichen noch nicht dazu aus. In wenigen Tagen werden sie souverän beim Training stehen bleiben und nicht mehr nach vorn kippen oder gar „abheben“. Auch die Benutzung ihrer Fänge mit den bereits nadelspitzen Klauen (ich musste sie bei der Beringung schon spüren) wird nun geübt. Bald stellen sie sich mit einem oder beiden Fängen auf Beutereste, um selbst noch Verzehrbares abzureissen.

Interessant an diesem clip: PALATINA steht ganz außen auf Wache und pflegt sich. So bleibt sie für den Nachwuchs unsichtbar. Sonst würde bestimmt eines, zwei oder alle  der Küken mit Bettelgeschrei nerven.

 

Danke, K.!

28. Apr., 2020

Nun zwickt es und zwackt es

Von |2020-04-28T10:51:11+02:0028. April 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

im sprießenden Federkleid der vier Küken. Geschickt setzen sie dabei bereits das „Allzweckwerkzeug“ der Vögel, den Schnabel, ein. Wenn auch die Beinmuskulatur noch schwach entwickelt ist, so können sie schon recht gut ihre Position wechseln und sich bewegen. Das sieht jetzt noch unbeholfen, ja komisch aus, wenn sie mit ihren riesigen Fängen durch den Nistkasten stolpern. Ihr Kopf erreicht schon, von den auf kurze Sicht schon sehr gut funktionierenden Augen geleitet, bestimmte Ziele. So greifen Küken, die von den Geschwistern vom fütternden Schnabel PALATINAs fern gehalten werden, gelegentlich frustriert dies oder das Federchen vom Boden auf. Auch bei der Fütterung versuchen sie bereits jetzt selbst etwas von der Beute zu zupfen. Noch immer legen sich die Küken zusammen, damit sie nicht auskühlen.

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