Wer beobachtet wen?

an unseren Webmaster T.J. für die schnelle Hilfe nach der „blauen“ Einfärbung meines Tagebuchs!
Ohne seine Arbeit seit 25 Jahren hätten die Heidelberger Wanderfalken keine Öffentlichkeit gefunden.
Wie schön, dass uns bei Problemen immer wieder schnelle Hilfe zuteil wird!
PS. Nein, ICH war gestern Nachmittag nicht „blau“! 🙂
Nanu! Auf meinem Mobilphone kann ich „Gängs Tagebuch“ unversehrt lesen, auf meinem iMac ist seit gestern nachmittag mein Eintrag BLAU eingefärbt.
Ich kann mir das nicht erklären, Webmaster: Bitte, Hilf!
Danke, M.H.!

Morgen, 5. Mai 2026 ist ein Jubiläumstag!
Das Ehepaar Rihbertus und Manadun, vor 1.239 Jahren im – heutigen Heidelberg-Handschuhsheim lebend, schenkten am 5.Mai im Jahr 787, – ich wiederhole: im Jahr 787 – vor 1.239 Jahren ! – ihren Besitz in Heidelberg-Handschuhsheim an das Kloster Lorsch. Wohl für ihr zukünftiges Seelenheil …
“ Ich Rhibertus und meine Manadun schenken …“
„Dieser Name leuchtet wie eine Sternschnuppe aus dem historischen Dunkel auf“, schreibt der Heidelberger Professor Bernd Schneidmüller in seinem lesenswerten Betrag in „HEIDELBERG Jahrbuch zur Geschichte der Stadt 2026, S. 11 ff.,“774-2024. Als Handschuhsheim und seine Kirche in die Geschichte kamen“.

schrieb Goethe in seinem Drama Faust 1.Teil.
Wie kommen/kamen hier Jung & Alt zu ihren Namen?
Vor 26 Jahren hatte der Kinderchor der Pfarrgemeinde Heiliggeist die Namen der ersten beiden Küken RON und JANA ausgewählt. Seit 2001 wähle ich die Namenspatenschaften aus. Auch AURORA , PHÖNIX, JETTA, PERKEO, PALATINA, RUPERT, LIESELOTTE habe ich Namen gegeben.
Anderen Orts und zu anderen Zeiten verwendet/e man keine Namen, sondern nüchterne Zahlen, ohne hintergründige Bedeutung, z.B. PS 31612. (Ich gebe seit einem Vierteljahrhundert sorgfältig ausgewählte Falkennamen, siehe z.B. im „Gängs Tagebuch Archiv“ den Eintrag zum Namen RUPERT am 25.02.2024)
Es ist eine anspruchsvolle, aber interessante Aufgabe für mich! Denn jährlich erreichen mich mehrere Vorschläge und Bitten:
Darunter sind „aktuelle“ wie nach TIMMY oder SWIFTIE, andere durchaus fordernd: „Warum wird der bekannte ägyptische Falkengott Horus nicht als Name gewählt?“ Andere bitten dringend: „Mein Enkel /Ehemann/ Freund/-in, Chef/-in würde sich darüber als Geburtstagsgeschenk freuen!“
Die Falkennamen und deren Bedeutung kann man nachlesen:
Siehe Informationen, dann zu „Wanderfalkennachwuchs in Heidelberg“. (Für 2024 ist ANDREAS und JOHANN nachzutragen, für 2025 ALBRECHT und SONNI und für 2026 nun HORUS, ANNEROSE und MANADUN.)
Die drei Küken des Jahrgangs 2026 wurden am Donnerstag, 30. April, am 19.Tag nach ihrem Schlupf, beringt. Das Team Dr. M .P. und Dr. K.F. R., das seit 26 Jahren nahezu alle Küken auf Heiliggeist beringt hat, war sich einig:
Es sind zwei Weibchen und ein Terzel!
(Leider konnte ich nach 26 Jahren, in denen ich alle Küken in den Händen halten durfte, nicht dabei sein! Ich hatte es in „Gängs Tagebuch“ bereits am 27. April angekündigt.)
Den Terzel HORUS erkennen wir nun am Kennring GA, das Weibchen Annerose am Kennring FZ, das zweite Weibchen MANADUN am Kennring FY.
PS. Den Namen HORUS erklärt Wikipedia oder die KI, ANNEROSE ist DANK für die außerordentliche finanzielle Unterstützung einer Dame. (Den Namen MANADUN erkläre ich später. Die KI kann nicht alles.)
Ab Dienstag, 28. April , bin ich für einige Tage nicht in Heidelberg. „Gängs Tagebuch“ und das „Gästebuch“ kann ich während meiner Abwesenheit nicht bearbeiten.

Als die beiden ersten Küken vor 16 Tagen schlüpften, waren diese beiden blütenweiß. Inzwischen ist das Trio nicht etwa schmutzig, sondern die Küken tragen bereits ihr zweites Federkleid!
Es sind die grauen PELZDUNEN, welche die drei Küken wärmen.

Die Oberhaut der Vögel ist von unserer Haut völlig verschieden, sie erinnert uns an deren Abstammung von den Saurieren. Bei uns Menschen wird die Hornsubstanz der Oberhautzellen, das Keratin, fortlaufend abgestoßen und von innen erneuert. Als Schuppen auf unseren Schultern, als Hornhaut an unserer Fußsohle und Handinnenflächen, als Haare und Finger- und Zehennägel werden diese abgestorbenen Zellen von nachwachsenden lebenden Zellen verdrängt und als tote Substanz nach außen geschoben.
Die Oberhaut der Vögel bildet Federn aus. Bei der Vogelfeder wird zunächst im Schutz einer Hornhülle (Blutkiel) ein kompliziert eingerolltes „Gebäude“ gebildet, das sich dann zu einer verhornten und hochspezialisierten Federfahne entfaltet,wenn diese Hornscheide aufsplittert. Denn jede Feder dient, je nach ihrer Lage am Falkenkörper, ganz bestimmten Zwecken und wird erst nach der Mauser völlig erneuert! Die harten Armschwingen von LISELOTTE und RUPERT unterscheiden sich völlig von ihrem weichen Bauchgefieder.
Bei den drei 2026- Küken formen sich diese „Federorgane“ nun aus. Blutkiele, weil sie bei Verletzung leicht bluten, heißen die bläulich glänzenden Hornscheiden der Zapfen, die nun am Stoß und an den Flügeln bald sichtbar werden. Bald werden diese Hornzapfen an der Spitze eintrocknen und es erscheint die zunächst noch eingerollte Federfahne, die sich allmählich zur Fläche entrollt. Dabei wird die Pelzdune aus ihrer Hauttasche ausgeschoben.
Das „niedliche“ Aussehen der drei Küken ändert sich nun rasch und sie werden uns bald nicht mehr so „gefallen“ wie bisher. Vor allem ihre tierischen „Tischsitten“ und ihr „Benehmen“ wird uns gar nicht gefallen!
Auch 2026 bewundern wir die schnelle Entwicklung, nicht wahr?
Ein Beispiel, wie Beutegreifer auf eine besondere Gelegenheit aufmerksam werden und diese mit Erfolg nutzen. Wie bereits hier erwähnt, gibt es in Heidelberg eine große Zahl Halsbandsittiche.
Danke, M.H.!
