2020

You Are Currently Here:Startseite > 2020
17. Mai, 2020

Zuhause schmeckt es doch am besten

Von |2020-05-17T17:39:14+02:0017. Mai 2020|Tagebucheintrag|2 Kommentare

Donnerwetter!

Das hatten wir in 20 Jahren nur zwei- oder dreimal, dass ein gerade ausgeflogener Jungfalke bereits so gut fliegen konnte, dass er – lässig – am zweiten (!) Tag wieder hoch zu seinem Geburtsort flog und sicher landete! Ich glaube mich zu erinnern, dass Jungfalken erst nach ein-zwei Wochen mal wieder in den Kasten schauten…

Viele Augen sehen viel!

Die erste Nachricht mit Foto erreichte mich über eMail und ich antwortete – fälschlich! – „…wird wohl ZEPHYR oder PALATINA sein, die Beute bringen“.

Wir sind gespannt, wie lange SOPHIE hier bleibt. Wenn sie nun gesättigt ist, wird sie vielleicht bleiben. Andererseits wird sie die gewonnene Freiheit und Neugier hinaus treiben. Ihr Abflug wird die Geschwister ermuntern!

17. Mai, 2020

Jeder Jahrgang ist anders

Von |2020-05-17T11:25:52+02:0017. Mai 2020|Tagebucheintrag|1 Kommentar

In den 20 Jahren, die hinter uns liegen, standen die Jungfalken vor dem Ausfliegen immer gern auf der Abflugstange, bevorzugt ganz außen. In diesem Jahr zögern sie und bevorzugen das „Sonnenbankbrettchen“ zwischen Schwelle und Stange. Dann als Endstation die – aus unserer Sicht – rechte Halterung der Stange.

Warum steigen sie nicht auf die Ab-/Anflugstange wie ihre 65 Vorgänger?

17. Mai, 2020

Am Morgen eines stillen Sonntags …

Von |2020-05-17T11:06:28+02:0017. Mai 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

So könnte das heutige Kapitel eines Falkenbuchs beginnen.

Wieder sehen wir den Wechsel zwischen Training und Erholung bei dem TRIO.

Ich erinnere mich, dass in den letzten 20 Jahren alle Starter keinen Flaum mehr auf dem Schädel oder am Körper trugen. Ob man aus der Restmenge der weißen Flaumfedern bei den Jungfalken die Reihenfolge der Starter voraus sagen könnte?

 

Danke, K.!

16. Mai, 2020

Es war SOPHIE

Von |2020-05-16T15:52:41+02:0016. Mai 2020|Tagebucheintrag|1 Kommentar

die heute vormittag als erster Jungfalke der Saison 2020 ausflog. So wie ich das in den international geführten Nestkalendern (Kameraüberwachte Nistkästen) sehe, ist sie europaweit als der der erste ausgeflogene Jungfalke dokumentiert.

Inzwischen haben einige Besucher/innen überzeugend  festgestellt, dass der Erststarter den Kennring GC – also SOPHIE trägt .

16. Mai, 2020

Keine Ahnung, wo der ausgeflogene Jungfalke nun ist!

Von |2020-05-16T13:34:45+02:0016. Mai 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Nun ist der Erststarter aus unserem Blick verschwunden und wir werden ihn – hoffentlich! – nie mehr aus so großer Nähe sehen. Seine Geschwister werden noch einige Tage im Nistkasten bleiben, nun aber zügig nacheinander ausfliegen.

Der erste Flug geht selten direkt  hinüber auf das hohe Dach oder den hohen Turm der Jesuitenkirche, die für die nächsten zwei Wochen Kindergarten und Treffpunkt der Familie sein wird. Meist landen die Jungfalken nach dem ersten Flug auf dem Dach der Heiliggeistkirche oder dem Dach der umstehenden Häuser. Dort bleiben sie dann viele Stunden stehen und hoffen auf Nahrungszufuhr durch die Eltern. Diese bleibt aber aus! Die Eltern , vor allem PALATINA, fliegt nun drei-viermal täglich demonstrativ langsam und kreisend um die Heiliggeistkirche, später dann über den ausgeflogenen Jungfalken auf den Hausdächern und lockt sie so zum Start des zweiten Flugs, der fast ausnahmslos dann über größere Entfernung gelingt. Ebenso die nachfolgenden Landungen. Schon am dritten Tag sehen wir die Jungfalken am Himmel kreisen und rufen. Fliegen müssen sie also nicht lernen, aber das Landen müssen sie noch für kurze Zeit üben.

Erstaunlich für mich ist, dass die Eltern die 1-2-3-4 Küken auf den Hausdächern fest im Blick haben. Als der Falkner U. Jakob von der Falknerei TINNUNCULUS 2019 den gestrandeten ARMIN von einem Autodach in der Altstadt aufgriff und ihn mir vor Ort übergab, flog zweimal PALATINA schimpfend über uns hinweg. Schon im Jahr 2000 landete ein Jungfalke auf dem Haupteingang der Heiliggeistkirche in etwa 3m Höhe, eine Taube stellte sich zeitweise nur einen Meter entfernt neugierig neben ihn. Er blieb dort etwa fünf Stunden stehe. Immer wieder sahen wir AURORA exakt die Linie der engen Fischgasse hinunter zum Neckar in doppelter Haushöhe abfliegen. Sie schaute nach diesem Jungfalken und lockte ihn am Abend auch diesen Straßenzug entlang in die Höhe.

Lange, sehr lange, etwa zwei bis drei Wochen dauert es dann, bis sie selbst jagen und Beute machen können. Für Eltern und das QUARTETT beginnt nun eine weitere anstrengende Zeit mit vielen Gefahren.

16. Mai, 2020

Da waren es nur noch DREI!

Von |2020-05-16T12:55:07+02:0016. Mai 2020|Allgemein, Tagebucheintrag|6 Kommentare

Dem Tagebuchschreiber ist nachzusehen, dass er an jedem Sonnabend vormittags ausgiebig den Markt in Heidelberg- Neuenheim besucht, dort auch gern ein Schwätzchen hält und dann auf dem Balkon in der Sonne ein zweites, großes Frühstück genießt. So kommt er erst gegen Mittag dazu, den auf heute erwarteten Erststart 2020 eines jungen Wanderfalken zur Kenntnis zu nehmen.  (Die nette Beschreibung des Tierfreundes von V.v.B. alias LORIOT, „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“ passt also doch nicht ganz auf meine Bezogenheit auf den Wanderfalken.)

HERZLICHEN DANK in die Runde für die zahlreichen Meldungen der frohen Nachricht! Es gibt in den Meldungen leider keine Übereinstimmung: War es GE FRIEDRICH oder GC SOPHIE, der zuerst die Flatter machte?

Wir alle bitten um weitere scharfäugige Beobachtung der Fänge der zurück gebliebenen Schwestern. (ELIZABTH mit GB ist das Riesenbaby, also bitte auf den anderen Jungfalken achten!)

 

Danke K.!

15. Mai, 2020

Babyspeck zu Brustmuskeln!

Von |2020-05-15T09:57:21+02:0015. Mai 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Das müsste man den Jungfalken – analog zur menschlichen Aufforderung „Schwerter zu Pflugscharen!“ –  nun zurufen. Sie sollten nun häufig und anhaltend mit den Flügeln schlagen, damit diese sie beim Erstflug weit und auf gleicher Höhe halten! Zumeist endet der Erstflug auf einem Dach in der Nachbarschaft oder – nach einer kurzen Schleife – auf dem Kirchendach. Aber schon beim Zweitstart, der manchmal – vom Hunger erzwungen – erst am folgenden (!) Tag erfolgt, schaffen es die Jungfalken bis hinüber zur katholischen Heiliggeistkirche, die wir Heidelberger Jesuitenkirche nennen. Diese wurde im Zug der Gegenreformation demonstrativ etwas höher als die protestantische Heiliggeistkirche errichtet. Das passt den Wanderfalken gut. Dach, Turm und Front sind deutlich höher als die Nachbargebäude und liegen ideal im Talkessel. Der Turm ist nicht öffentlich zugänglich, das Geländer des Umlaufbalkons dient nur den Wanderfalken, die Turmspitze hat Nischen und Öffnungen. Dort wird sich das QUARTETT in den kommenden Wochen oft zeigen.

Ich finde es bemerkenswert, ja, sogar beispielhaft, dass die Heidelberger Wanderfalken ihre Anwesenheit so fair auf die Konfessionen verteilen. Denn in Heidelberg gingen die beiden Konfessionen in Zeiten der Reformation und Gegenreformation nicht gerade freundlich-fair miteinander um…

Mehr Beiträge laden
Nach oben