2020

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7. Juli, 2020

Ein Kommen und Gehen

Von |2020-07-07T12:18:46+02:0007. Juli 2020|Allgemein, Tagebucheintrag|0 Kommentare

Es sind erfreuliche Nachrichten, die wir im Gästebuch lesen können! Es ist auch in diesen 20 Jahren hier auf Heiliggeist außergewöhnlich, dass Jung & Alt, – sogar mutige Turmfalken sich in diesem Sommer hier täglich sehen lassen.

Ein herzliches DANKE an die aufmerksamen Beobachterinnen und  Dank für die Nachrichten!

2. Juli, 2020

Der mutige Turmfalke

Von |2020-07-02T15:34:50+02:0002. Juli 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

der vielleicht hofft, hier im nächsten Jahr  zu brüten, ist ein Terzel, – erkenntlich am hellgrauen Federkleid des Schädels. Wir erkennen auf den ersten Blick, dass dieser Falke deutlich kleiner ist als die Wanderfalken. Dieser Terzel wiegt etwa 200 g, ZEPHYR dagegen bestimmt mehr als 400 g, PALATINA könnte sogar 1 000 g und mehr wiegen.

Nein, wir müssen uns um den Besucher nicht sorgen. Er wird eine anfliegende PALATINA recht zeitig entdecken und blitzschnell flüchten.

Danke, K.für die Schnappschüsse!

2. Juli, 2020

Das „Knie“ ist die Ferse!

Von |2020-07-02T15:15:47+02:0002. Juli 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

(Wikipedia)

„Nein, liebe Schülerinnen und Schüler! Das, was beim Vogel – und auch bei vielen anderen Tieren – nach hinten ragt, ist nicht das Knie, sondern die Ferse!“ – „Ja, das hast Du noch in der 2. Klasse falsch gemacht, wenn Du Dein Pony gezeichnet hast!“

Wie oft habe ich das früher in der Schule korrigieren müssen! Was wir so gelb oberhalb der roten Beringung bei PALATINA als “ Lauf/Ständer“ (Tarsometatarsus) aus dem Federkleid ragen sehen, ist nicht der Unterschenkel, sondern der Fuß! Tibia und Fibula, das, was wir Schienbein und Wadenbein nennen, sind unter den Federn nicht sichtbar, ganz zu schweigen vom Femur, dem Oberschenkel. Dass was wir so locker-falsch als „Fuß“ beim Falken bezeichnen, Falkner sagen sogar „Hand“ dazu, sind seine Zehen (mit sehr spitzen Zehennägeln)! Drei nach vorn, eine nach hinten.

30. Juni, 2020

Besuch von den kleinen Verwandten

Von |2020-06-30T13:12:17+02:0030. Juni 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Heute schon wieder? Ja, das ist gut möglich! Es gibt in Heidelbergs Altstadt und in den Stadtteilen auch in diesem Jahr einige Turmfalkenbruten (Falco tinnunculus). Zum großen Teil in Nistkästen, die unsere Heiligggeist-Wanderfalken-Namenspaten R.R., V.V., KF.R. in den letzten Jahren montiert haben.

Turmfalken sind nicht  eng verwandt mit den Wanderfalken ZEPHYR und PALATINA, die als Turmbewohner oft mit ihnen verwechselt werden. Im   Namen „Falco tinnunculus“  steckt das lateinische Wort für klingeln, läuten und erinnert an den schnell wiederholten,  hohen Ruf dieser Mäusejäger, die wir oft vom Auto aus sehen, wenn sie über Feld und Wiese in der Luft rütteln.

27. Juni, 2020

Eine Frage, die immer wieder gestellt wird

Von |2020-06-27T14:28:03+02:0027. Juni 2020|Tagebucheintrag|2 Kommentare

„Wenn der Wanderfalke der schnellste Vogel ist, manche schreiben über 300 km/Std. im Sturzflug, wie kann er dann bremsen?“

Ich versuche – als Laie – zu antworten: Die Wanderfalken bremsen ihren Flug, indem sie ihre Schwanzfedern spreizen und so den Stoß – wie man bei den Falken den Schwanz nennt – auffächern. Sie drücken ihn gleichzeitig nach unten, so funktioniert er als Ruder und Bremse zugleich. Zudem öffnen die Falken behutsam und allmählich ihre im Sturzflug geschlossenen Flügel, stellen sie steiler an und senken deren Hinterkante. So wird der Sturz langsamer. Wenn das Tempo noch sehr hoch ist – man halte als (Beifahrer!) auf der Autobahn bei Tempo 150 km/Std. eine Handfläche zum Seitenfenster hinaus – können die Wanderfalken am Flügelbug kleine, harte Federn (Mesken/Daumenfittiche) aufstellen, welche einen Strömungsabriss auf der Flügeloberseite verhindern. Wenn wir beim  Landeanflug unserer Flugzeuge zum Fenster hinaus auf den Flügel schauen, sehen wir, dass der Mensch/Pilot ganz ähnlich die Fluggeschwindigkeit vermindert. Erst in den letzten Sekundenbruchteilen vor der Landung der Falken nutzen sie die gesamte Fläche der Flügel und des Schwanzes als Bremse. Dennoch staune ich jedesmal, wenn ich – vom Marktplatz aus – solche Landungen auf der Anflugstange beobachte. Die letzten 20 Meter von etwa 50 km/Std. auf Null. Ohne Genickbruch, ohne Stolpern, immer perfekt…
26. Juni, 2020

Balz im Frühsommer 2020?

Von |2020-06-26T17:12:44+02:0026. Juni 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Es ist erfreulich, dass wir jedes Jahr hier  – bei aller Routine des Paares – neue Verhaltensweisen beobachten können. Eigentlich ist im Jahresablauf der Falken nun die Zeit, in der der Nachwuchs bereits eigene Wege fliegt, und sich die Betreuung und Ausbildung der Jungfalken dieser Saison dem Ende nähert. Dann wird auch eine gleichzeitige Sichtung des Paares am Nistplatz selten, denn auch deren Bindung lockert sich.

In den Monaten Juli bis Oktober habe ich in 30 Jahren Wanderfalkenbeobachtung im Nordschwarzwald und nachfolgend in 22 Jahren in Heidelberg, dann immer nur einen Falken fliegen oder ruhen gesehen, nie das Paar gemeinsam.

Das hat sich nun 2020 geändert! Wir haben hier nun schon mehrfach, auch heute – danke, Mireille! -, ZEPHYR & PALATINA balzend im Nistkasten sehen können. Was haben die beiden vor?  Wir werden sehen…

Nein ich glaube nicht, dass es 2020 hier zu einer zweiten Brut kommt.

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