Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
PALATINA als Bibliothek, PALATINA als Falke in der Heiliggeistkirche
Am Samstag, 8. Juli 2023, findet von 11 – 13 Uhr, auf der Empore in der Heiliggeistkirche, Heidelberg ein interdisziplinärer Workshop zum Falkenbuch Kaiser Friedrich II. und heutigem Falkenschutz statt. Neben Prof.Dr.Tobias Bulang, Germanistisches Seminar der Universität Heidelberg und Prof.Dr. Michael Wink, Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie der Universität Heidelberg, werde ich über die natürliche Ansiedelung wild lebender Wanderfalken auf Heiliggeist berichten. Eintritt ist frei, keine Anmeldung ist erforderlich.

Nach der Saison 2023: Herzlichen Dank!
An die beständig-treuen, verlässlichen Spenderinnen und Spender, welche unser Heidelberger Wanderfalken-Projekt seit zwei Jahrzehnten finanziell unterstützen!
Das Umweltamt der Stadtverwaltung trägt die Kosten der Website, der NABU Baden-Württemberg trägt die Streamingkosten während der Brutzeit.
Die anderen neun Monate der Kosten des Video-Streamings werden aus Spenden unserer Gäste getragen, ebenso die Erneuerungen der Kameras, falls diese veraltet oder marode sind. Alles andere wird ehrenamtlich, oft zeitraubend, geleistet.
Herzlichen Dank an die Unterstützer/innen im Juni 2023: Frau S.M-B., Herrn M.R., Frau S.H., Frau S.E., Frau A.T., Frau A.W-N., Frau Dr.S.B., Frau Dr. I.B.H-P. und Herrn Dr. T.W.H., erneut an H.und P.R., S.und U.C., Herrn G.B. und Frau M.Y.
Danke an Herrn A.K., NABU für die Kassenführung!
Beide Altfalken übernachten im Nistkasten
Das ist eine Überraschung! Sowohl ZEPHYR, als auch LISELOTTE übernachten bereits seit einigen Tagen.gemeinsam im Nistkasten.
Ich war nun länger als eine Woche nicht in Heidelberg und werde auch in der kommenden Woche nicht in Heidelberg sein. Unserem Webmaster ist es – aus beruflichen Gründen – zur Zeit nicht möglich, die Webcams wieder allgemein zugänglich einzustellen. (Auch ich kann mit meinen Geräten nicht auf die Cams zugreifen.)
Danke deshalb an D.B. und andere für die überlassenen Schnappschüsse und Informationen im Gästebuch!

Fundstück
Wenn wir, wie heute, nahe der Jesuitenkirche unterwegs sind, schauen wir nicht nur auf deren Turmspitze. Ein Blick auf den Boden der nahen Schulgasse zeigt, dass dort oben Beute verzehrt wird. Der Wind hat heute wohl diesen sauber entfleischten Schultergürtel einer Taube vom Umlaufbalkon herunter geweht.

ZEPHYR & LISELOTTE am 19. Juni
Ja, ist denn schon Februar 2024? Solche Bilder sehen wir doch nur in der beginnenden Balzzeit? Für die „Herbstbalz“ ist es ja auch noch viel zu früh …
Oder die Falken belehren den Tagebuchschreiber, dass es doch etwas in diesen heißen Tagen hier zu sehen gibt.
Danke, D.B.!


Wochen ohne Wanderfalken
Es gibt nun nichts Besonderes über die Webcams zu beobachten. (Dass LISELOTTE nachts sich am und im Nistkasten aufhält, freut uns, muss aber nicht eigens beschrieben werden.) In diesen Wochen kann man allerdings in der Altstadt von Heidelberg die jungen Wanderfalken hören und sehen. Gut geeignete Beobachtungsplätze sind der Marktplatz mit dem Standpunkt an der Rathausfront und vom nahen Kornmarkt. Mit Feldstecher empfehle ich die Stadtansicht vom Schloss aus, also am „Stückegarten“ nahe des Eingangs des Schlosses und von der Scheffelterrasse im Schlossgarten. Immer lohnt sich der Blick auf den Turm der Jesuitenkirche von den Berghängen aus.
Am Donnerstag, 15. Juni, gegen 13 Uhr, hörte ich im Vorübergehen nahe der Heiliggeistkirche einen Jungfalken oben auf der Turmspitze laut betteln. Am Samstag, 17. Juni, gegen 18.30 Uhr, hörten und sahen wir vom Universitätsplatz aus zwei Jungfalken, die spielerisch sich gegenseitig im Flug bedrängten, immer höher umeinander schraubten und verschwanden. Gleichzeitig landete ein dritter Jungfalke stumm auf dem steinernen Turmhelm der Jesuitenkirche und stellte sich dort auf der Ostseite hinter ein Steinkreuz. (Dort muss wohl eine Art Depot sein, denn wir sahen dort schon mehrfach einen Jungfalken.) Vermutlich sieht und hört man nun am Vormittag und Nachmittag immer Wanderfalken über der Heidelberger Altstadt.
LISELOTTE am 15. Juni 2023
Danke K. und an andere Meldungen!
ZEPHYR prüft den Boden
Nein, noch ist es zu früh! Noch wird keine Nestgrube benötigt…
Danke, M.H.!


LISELOTTE schon amNachmittag präsent
Wir können beobachten, wie sie ein GEWÖLLE auswürgt, also Unverdauliches, z.B. Federreste, Knöchelchen. Es wird im Magen zusammengepresst, mit Schleim überzogen und – nach oben – aus dem Körper befördert.
Danke,K.!
Nun wird es hier ruhig
Denn es gibt in den nächsten Monaten hier nur noch selten Bilder/Videos von den Heidelberger Wanderfalken zu sehen. Die drei Webcams werden weiter 24/7 in Betrieb sein. Der Tagebuchschreiber hat – neben den Wanderfalken – noch eine Vielzahl von anderen Interessen und wird öfters auch nicht in Heidelberg weilen. Er wird also nicht mehr täglich die Website und das Gästebuch bedienen. Ab und zu, wenn es sachlich/fachlich etwas zu berichten gibt, werde ich mich melden.
Herzlichen Dank in die große Runde und uns allen eine gute Zeit!
Eine müde LISELOTTE
Danke, K.!
Junge Wanderfalken in der „Schule“
„Kurz ist das Leben der Schule, lang ist die Schule des Lebens.“ DAS schrieb ich oft in meinen 42 1/2 Dienstjahren als Lehrer und Rektor meinen Schülerinnen in deren „Poesiealbum“. (Gibt es das eigentlich noch? Sind die Einklebebildchen dort immer noch so kitschig?)

Die „Schulzeit“, um vom abhängigen Jungfalken zum selbständigen Wanderfalken zu werden, dauert nur wenige Wochen. Der Abschluss ihrer Ausbildung ist – im Gegensatz zu unserem- ohne zweite oder gar dritte Chance. Entweder der junge Falke kann erfolgreich fliegen und jagen, oder er überlebt das erste Lebensjahr nicht! Die Sterblichkeit junger Wanderfalken ist hoch, die Fachbücher schreiben, dass nur etwa 30 %-35 % das zweite Lebensjahr erreíchen und dass im zweiten Lebensjahr noch einmal weitere 15 % zu Tod kommen.
Nun fliegt das 2023-QUARTETT bereits in die zweite Woche und die Jungfalken sind in der Luft gut unterwegs. Auch die Landungen gelingen nun. WIR können sie kaum noch von den Eltern unterscheiden, wenn wir Wanderfalken über uns sehen.
Erleben wir die Jungfalken an der Jesuitenkirche, dann hören wir und erleben wir sie als bettelnde „Kleinkinder“, falls ein Elternteil sich sehen lässt. (Man kennt das auch von Amseln, Spatzen u.s.w. an unseren Wohnungen.)
Üblich ist nun in dieser „Bettelflug-Phase,“ dass die Nahrungszufuhr an die Jungfalken mit Unterricht verknüpft ist. Die (bereits getötete, kopflose) Beute muss hoch in der Luft gegriffen werden. Ein Elternteil zieht mit der Beute nach oben und lässt die Beute – vor der Nase – äh! Schnabel/Fängen – der anfliegenden, bettelnden Jungfalken fallen. Diese stoßen nach und ergreifen sie, bevor sie auf den Boden fällt.
Nur zweimal in diesen 23 Jahren beobachtete ich – von der Terrasse des Stückegarten am Schloss aus -, dass kurz bevor die herabfallende Beute auf die Hausdächer fiel, blitzschnell – wie aus dem Nichts – der andere Elternteil seitlich herbei schoss, die Beute ergriff und steil damit nach oben flog und rasch Höhe gewann! Verfolgt von weiteren zeternden Jungfalken. Leider verschwanden sie neckaraufwärts hinter der Schlossruine und ich konnte nicht beobachten, dass sich die Fallenlassen-Nachstürzen-Ergreifen-Lektion wiederholte. Gut möglich, dass auch beim weiteren Fehlgriff/folgenden Fallen des Beutevogels der andere Elternteil, unten fliegend, bereit war, bei einem Fehlstoß erneut die wertvolle Nahrung zu retten.
Dennoch berichtet man mir gelegentlich, alle zwei Jahre etwa, dass kopflose Tauben auf Dächern, Gärten und Straßen Heidelbergs gefunden wurden. Nein, weder junge noch erwachsene Wanderfalken kommen in der Stadt hinunter auf den Boden, um dort Beute zu greifen. Unterhalb der Hausdächer habe ich hier noch nie einen Wanderfalken gesehen.
Zu früh für Herbstbalz, erst recht für Balz 2025
Es ist für uns , die wir seit einem Vierteljahrhundert das Geschehen im Nistkasten auf dem Turm der Heiliggeistkirche als Augenzeugen verfolgen können, wunderschön, dass es in jeder Saison Neues, Erstaunliches zu betrachten gibt. Im Sommer 2024 sehen wir nun täglich das Falkenweibchen LISELOTTE und den Terzel RUPERT am und im Nistkasten . Sogar der Nachwuchs – JOHANN – läßt sich blicken. Das neue Elternpaar zeigte sich im Frühjahr bei der Balz, Brut und Aufzucht keineswegs als „sorgfältig-routiniert“ und sorgte bei uns manchmal für – ich schreibe mal – Stirnrunzeln.
Nun sehen wir geradezu ein Familien-Idyll. Rechts: RUPERT, links LISELOTTE
Danke, M.H.!


Auch Jungfalke JOHANN kommt zu Besuch
Jedes Jahr können wir neue Beobachtungen vermerken. Sowohl RUPERT, wie LISELOTTE besuchen – fast jeden Tag – den Nistkasten. Nun erscheint auch ein nasser Jungfalke dieses Jahrgangs den Nistkasten.
Danke, M.H.!


Ob früh, ob spät
Das Falkenpaar hat den Nistkasten fest im Griff!
Danke, M.H.!


Wird LISELOTTE zu einem “ Haustier“?
Am 14. Juli war LISELOTTE bereits um 19 Uhr im Nistkasten. Sie beschäftigte sich ausgiebig mit „Steinchen ziehen“ und intensiver Gefiederpflege. Wie immer, blieb sie sehr aufmerksam auf de Außenwelt.
Wir freuen uns täglich an ihrem guten Aussehen.
Danke, M.H.

Weniger Nachwuchs , weniger Freude
Dennoch hat unser Sonderkonto „für Heiligeist-Wanderfalken“ beim NABU Heidelberg im Mai und Juni wieder Spenden erhalten!
Seit meinem letzten DANKESCHÖN Anfang Mai kamen hinzu Spenden von Herrn J-J.B., von Frau M.U.S., erneut vom Ehepaar P.und H.R., von Frau Dr. S.R.K., zweimal von Frau A.E,M.,von Herrn P.F., von U. und S.C., erneut von H.und P.R., eine dritte Spende von Frau A.E.M. und von eine von Frau C.U.!
So können wir uns mit einem finanziellen „Pölsterchen“ auf die kommende Saison freuen. Die „dankbare“ ? LISELOTTE zeigt sich nun auch in der – eigentlich falkenlosen Zeit – täglich oder nächtlich im Nistkasten. Gut so.
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HERZLICHEN DANK an die treuen Spenderinnen und Spender!