Gängs Tagebuch
Gängs Tagebuch2021-10-04T08:44:30+02:00

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

20.Juli, 2023

ZEPHYR & LISELOTTE übernachten gemeinsam

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Es ist sehr erfreulich, dass wir nun – erstmals in 23 Jahren – das Territorialpaar auch außerhalb des Zeitraums von Balz, Brut und Aufzucht der Jungfalken im Nistkasten und vor dem Nistkasten sehen können. Nun auch erstmals gemeinsam!  Im Tagebuch habe ich, wohl jedes Jahr, darauf hingewiesen, dass die Nähe zueinander keinesfalls oft zu beobachten ist.  In der Luft jagen Paare gelegentlich gemeinsam, aber schon beim Verzehr der Beute gehen sie sich eher aus dem Weg. Das Verhalten bei der BALZ, auch das bitte in den Vorjahren im Tagebuch nachlesen, zeigt durch den „Wiegeschritt“ und Körperhaltung des Weibchens deutlich deren Dominanz! Die gebeugte Haltung , das „Schnäbeln“ und „Piepsen“ des Terzels zeigt seine Unterordnung.  Schon nach wenigen Sekunden des balzenden Weibchens biegt er  – mit Abstand –  schnell um seine Partnerin und „flüchtet“ geradezu aus dem Nistkasten. Auch die Ablösungen beim Brüten und Hudern, das Liefern von Beute erfolgt meist sehr rasch durch den Terzel, der ja in Größe und Gewicht seiner Partnerin nicht ebenbürtig ist. Ja, wir haben gelegentlich beobachtet, dass beide gemeinsam von einer Beute die hungrigen Küken fütterten. Da standen aber die hungrigen Küken als gemeinsame Aufgabe und Antrieb im Vordergrund.

Nun also, wie auch an anderen Nistkästen beobachtet, übernachtet das Paar gemeinsam. ZEPHYR mit  deutlichem Abstand. (Vor Jahrzehnten,  Wanderfalken in Felswänden beobachtend, hätte ich das nicht für möglich gehalten.

Was wohl Falkenkenner und Ornithologen  zur „Verhaustierung“ wild lebender Wanderfalken meinen?

Danke, M.H., S.F. und andere!

18.Juli, 2023

LISELOTTE am 18. Juli

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In diesen Tagen ist es unter dem dunklen Schieferdach sehr heiß. Es ist erstaunlich, dass die Falken sich tagsüber dort innen aufhalten.

Danke, K. und M.H.!

 

18.Juli, 2023

Das Paar am 17. Juli

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Das erinnern wir aus den Vorjahren: Zu Beginn der „Herbstbalz“ -!-  und selbstverständlich zu Beginn der Balzzeit, also Februar, zeigt der Falkenterzel dem Falkenweibchen einen geeigneten Nistplatz.

Wir können darüber nachdenken, warum wir dieses  Verhalten bereits Mitte Juli beobachten können.

Danke, K.!

17.Juli, 2023

LISELOTTE am und im Nistkasten

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Am 16. Juli. Auch am Abend und wohl in der Nacht können wir sie beobachten.

Dass ihr Auge uns weiß erscheint, zeigt, dass sie in diesem Moment – für kurze Zeit – schläft. Dann schließt sich unter ihren Augenlidern eine zweites Lid, die Nickhaut.

Danke S.F. und W.B.!

16.Juli, 2023

Unverhofftes Wiedersehen

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heißt eine  Kalendergeschichte von Johann Peter Hebel. Der Titel passt heute gegen 14.40 Uhr zu meiner Nachmittagslektüre auf dem heimischen Balkon, etwa 3 km östlich der Heidelberger Altstadt. Sowohl meine Gattin, wie auch ich, legen die Zeitung zur Seite und schauen zum Himmel: „Nein, das ist kein bettelnder junger Turmfalke, der seiner Mutter folgt.“ (Das erleben wir z.Zt. ja täglich.) „Da bettelt ein Wanderfalke!“ Und tatsächlich sehen wir  über uns zwei Wanderfalken in großen Kreisen umeinander „schweimen“: Beide schlagen nur ganz selten mit den Flügeln, dennoch geschieht ihr Segeln in hohem Tempo. Der böig starke Wind erleichtert die blitzschnellen Verlagerungen am Himmel. Ein Falke gewinnt dabei sehr schnell an Höhe, so kann ich ihn nur noch vor dem weißen Hintergrund der Wolken als bewegender Punkt entdecken. Er  entzieht sich eindeutig dem bettelnd rufenden Falken, der ihn verfolgt. „Da ist noch ein zweiter Falke, der ihm folgt!“, entdeckt meine Frau.

Drei Wanderfalken zu Besuch! Ein schönes, seltenes Erlebnis.

Das Mobilphone-Foto entstand fünf Minuten später, da waren die drei längst meilenweit weg.

14.Juli, 2023

Interessierte und zahlreiche Besucher

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trafen sich am 8.Juli mit drei Referenten auf der Südempore von Heiliggeist, auf der sich vor 400 Jahren die Bibliotheca Palatina befand. Auch mein Kurzvortrag fand Beifall und führte zu Nachfragen. „Schön, dass wir Sie auch einmal persönlich kennenlernen durften“, verabschiedeten sich einige Gäste bei mir-

RNZ Falkenbuch

14.Juli, 2023

Das Paar ist außerhalb der Brutzeit im Nistkasten

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Wie schön, dass es jedes Jahr, ungeachtet des strengen biologischen „Fahrplans“, für uns Zuschauer/-innen  doch immer wieder neue Erfahrungen gibt! Mitten im Sommer zeigen sich ZEPHYR & LISELOTTE gemeinsam im Nistkasten . Es erfolgt sogar das übliche Einladungsmodell durch den Terzel und danach seine schnelle „Flucht“ vor dem dominanten Weibchen. Wie ich nach meinem Auslandsaufenthalt in dieser Woche erfahre, übernachten wohl auch beide gelegentlich – sogar gemeinsam – im Nistkasten.

Wanderfalken, gewissermaßen als „Haustiere“, das hätte ich mir so vor Jahrzehnten noch nicht vorstellen Können.

Danke, M.H.!

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LISELOTTE erkennen wir an ihrer Größe

Eine der häufigsten Fragen, die mich erreichen, ist: Wie unterscheide ich LISELOTTE von RUPERT?

Das ist in der Tat schwierig zu erkennen, auch ich täusche mich manchmal, wenn ich nur flüchtig hin schaue.

Das Hauptmerkmal zwischen Weibchen und Terzel ist  deren Größe! Auf diesem Foto vom 21. August  zähle ich z.B. die Ziegel neben ihr, oder ich sehe, dass LISELOTTE, auf der Stange lässig ruhend, die Hälfte der Kastenhöhe einnimmt.

RUPERT, an gleicher Stelle ruhend , würden wir deutlich als kleiner erkennen. Selbstverständlich gibt es eindeutige Kennzeichen der beiden  aa Kopf, am Backenstreif,  Brustgefieder, die ich in meinem Tagebuch der Vorjahre beschrieben habe.

(Danke für Ihre Grüße in Ihren Kommentaren zu meinem vorletzten Eintrag!)

Danke, M.H.!

22. August 2024|0 Kommentare

Wiederholte Beobachtungen und neue Beobachtungen

Es sind jetzt 25 Jahre, dass wir in der Turmspitze von Heiliggeist wild lebende Wanderfalken beobachten können, ohne diese zu stören. Sie haben sich freiwillig hier angesiedelt, die ersten Paare  AURORA mit FRITZ und PHÖNIX sind nicht mehr am Leben.

Der Lebensrhythmus der Paare wiederholt sich in jedem Jahr. Dennoch hat sich seit den frühen 2000-er Jahren vieles geändert!

In denn frühen 2000-er Jahren zeigten sich erst im Februar die Falken. Erstmals sahen wir, dass die Terzel bereits früh die Küken füttern durften. Das wurde damals noch nicht  beobachtet und man glaubte mir das zunächst nicht

Nach dem Ausfliegen der Jungfalken blieb seinerzeit der Nistkasten für lange Monate leer. Erst im Herbst zeigten sich die Terzel kurzzeitig am Kasten. AURORA und JETTA prüften vor der Eiablage  sehr akribisch und misstrauisch das Kasteninnere. Heute zeigen sich LISELOTTE & RUPERT recht „lässig“ …

2018 übernachtete ZEPHYR ab Oktober regelmäßig im Nistkasten. Das war neu!

Ab 2023 wurde mit dem neuen Weibchen LISELOTTE  und 2024 mit dem neuen Terzel RUPERT  das Familienleben „unruhiger“ und es gab ungewöhnliche Szenen. Das Paar zeigte sich, mit unseren Augen betrachtet, als  nicht so „stabil-verlässlich“ wie die Vorgänger.

In diesem Jahr übernachtet nun – ganzjährig!  – oft der Terzel, aber gelegentlich auch das Weibchen. Gemeinsam aber nie. Wir sehen auch ab und zu einen Jungfalken aus dem Jahrgang 2024 auf der Anflugstange.  Man kann also nun jeden Tag und Nacht hier Wanderfalken betrachten!

Ich komme, krankheitsbedingt, nicht mehr so oft zum Schreiben und empfehle  unseren Gästen in „Gängs Tagebuch-Archiv“ zu blättern.

14. August 2024|11 Kommentare

LISELOTTE im Tiefschlaf

Für unsere neuen Gäste: Im Nistkasten ist es nachts stockdunkel. Unsere Kamera zeigt uns das Geschehen im IR-Licht. Das geschlossene Augenlid erscheint uns weiß. Der volle Kropf des Falken zeigt uns, dass LISELOTTE satt ist.

Danke, K.!

30. Juli 2024|0 Kommentare
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