Gängs Tagebuch
Gängs Tagebuch2021-10-04T08:44:30+02:00

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

16.Dez., 2023

Wie kann ich LISELOTTE und ZEPHYR erkennen? Wie unterscheiden sich die beiden?

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Für unsere neuen Gäste ist es schwierig, LISELOTTE und ZEPHYR individuell zu erkennen, wenn nur ein Falke zu sehen ist.  Das war in den Vorjahren recht einfach, denn die Vorgängerin von LISELOTTE war an ihren Fängen beringt. Seit Februar 2023 sehen wir  Wanderfalken im Alterskleid und sie sind nicht beringt. Sie ähneln sich sehr. Prägen Sie sich bitte die Größe ein, wenn der Falke auf der Anflugstange oder im Eingang steht: Steht der Falke ganz außen, merken Sie sich die Größe an den Dachschindeln hinter seinem Kopf. LISELOTTE ist, wie alle Wanderfalkenweibchen, größer und wirkt massiger als ihr Partner. Prägen Sie sich die charakteristische Färbung und Ausbildung des schwarzen Backenstreifs ein, wenn der Falke sich seitlich zeigt. Achten Sie auf die weiße Färbung und  dunklen Flecken auf der Brust, wenn der Falke von vorn zu sehen ist.  Die noch junge LISELOTTE zeigt, frontal gesehen, noch viele dunkle Flecken auf der Brust, die Brust und Kehle des bereits betagten Terzels ZEPHYR erscheint uns als deutlich weiß.

Unten zeigt sich LISELOTTE von allen Seiten.

Danke K.!

14.Dez., 2023

Zum Jahresende Dank und gute Wünsche

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Wir freuen uns über die nun zu Ende gehende 23. Saison unseres Projekts „Natürliche Wiederansiedelung wild lebender Wanderfalken in Heidelberg. Denn mit dem neuen und erstmals erfolgreichen jungen Falkenweibchen LISELOTTE sind seit der ersten Brut im Jahr 2000 nun 81 junge Wanderfalken aus diesem Nistkasten in die Freiheit ausgeflogen, ein bedeutender Beitrag zur Artenvielfalt in unserer Region! (Beim Beginn unseres Projekts 1999 stand der Wanderfalke noch als „gefährdet“ auf der „Rote Liste“ der vom Aussterben bedrohter Arten.)

Der störungsfreie Einblick in das Familienleben von LISELOTTE und ZEPHYR hat 2023 erneut vielen Menschen Freude bereitet. Es sind inzwischen rund 75 000 Menschen aus aller Welt – mit 2,2 Millionen Seitenaufrufen in diesem Jahr – die regelmäßig – vor allem während der Brutzeit – die Webcams und mein „Tagebuch“ besuchen. „In diesen schwierigen Zeiten ist mein täglicher `Besuch` bei den Heidelberger Wanderfalken  Ablenkung und Trost“, schrieb mir kürzlich ein Gast.

Zum Jahreswechsel möchte ich ein herzliches DANKE an Mitarbeiter/- innen und Förder/-innen der Heidelberger Wanderfalken sagen:

Unser Dank geht erneut an unseren Webmaster T.J., an Pfarrer Dr. V.P., an Frau H.Sch. und Hausmeister G.A. der „Pfarrgemeinde Heiliggeist“, an die Mitarbeiter/-innen des „Amt für Digitales und  Informationsverarbeitung“ und des „Amt für Umwelt“ der Stadtverwaltung Heidelberg, an den NABU Heidelberg für die Kassenführung (A.K.) des „Sonderkonto Heiliggeist-Wanderfalken“, an die Betreuer (Dr. E.S., Dr. A.H.) der “Nilgans-Abwehr“ im Nistkasten und an die tatkräftigen Helfer 2023 oben am Nistkasten Dr. KF.R.,G.Str., W.L. und Dr.M.P. !

Herzlichen Dank auch an die treuen Spender- und Spenderinnen, die wieder den Livestream der drei Cams finanziert haben und an die Personen, die mir immer wieder Mitschnitte und Fotos  der Webcams zur Veröffentlichung überlassen.

Ihnen allen, uns allen,  wünsche ich schöne Festtage und  ein gutes 2024!

Foto S.H.  an einen schönen Tag 2023

2.Dez., 2023

Herzlichen Dank!

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In diesen sorgenvollen Zeiten mit Not und Elend bei vielen Menschen ist es nicht selbstverständlich, dass auch für den Artenschutz Spenden eingehen. P.und H.R und Frau S.H. haben im November für die Life-Übertragung der Heidelberger Wanderfalken gespendet. DANKE!

Ich bin froh, dass wir über die Spenden auch im kommenden Jahr unser Projekt finanzieren können.

Foto: AURORA 2009, Bernd Zoller

28.Nov., 2023

Wo brüten Wanderfalken?

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DAS hätte ich vor einigen Jahrzehnten mir niemals vorstellen können: Dass Wanderfalken nicht nur weitab von Menschen entfernt an  entlegenen Felsen oder still gelegten Steinbrüchen horsten …

„In vielen Teilen der Welt, vor allem in Europa und Nordamerika, haben Wanderfalken in den letzten Jahrzehnten auch hohe Bauwerke als „Kunstfelsen“ besiedelt.“ schreibt inzwischen auch Wikipedia . Ja, DAS hier ist auch ein typischer Nistplatz des Wanderfalken! In Sicht- und Hörweite über einem gut besuchten Weihnachtsmarkt …

Was  sehen die Falken da unten?

Über einem Glühwein-Stand mit drei  Terrassen dreht sich eine Statue vom Hofnarr des Kurfürsten Karl III. Philipp: Der kleinwüchsige, angeblich sehr trinkfeste PERKEO (1702-1735) war  Hofzwerg und Hüter des  Großen Fass (202.000 Liter) im Schloss.

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An diesem Regentag

kümmert sich RUPERT  um den Boden des Nistkastens.Er durchpflügt mit dem Schnabel den Boden bis in alle Ecken und schiebt das Kies-Sandgemisch mit den Fängen nach hinten. Auch das ist typisches Verhalten in dieser Phase.

Danke, M.H.!

25. Februar 2025|0 Kommentare

Am 8.März 2024

gab es bereits eine Kopulation vor unserer Öffentlichkeit!

siehe Gängs Tagebuch-Archiv

Herzlichen Dank, Frau S. B. für den Hinweis!

22. Februar 2025|0 Kommentare

Eine artistische Meisterleistung

ist die Kopulation der beiden Falken!

Einerseits muss der Terzel dort auf dem glatten Rücken seiner Partnerin  für einige Sekunden mit Flügeln und Fängen balancieren und  punktgenau seine Kloake auf die Kloake von LISELOTTE  pressen, um den Samen zu übertragen. Andererseits enden seine Fänge in nadelspitze Klauen, mit denen er sich auf keinen Fall an LISELOTTE festhalten oder gar klammern darf! Das würde zu Verletzungen führen.

Üblicherweise landet ein Falke immer mit ausgestreckten Fängen und gespreizten Zehen  (Das sehen wir manchmal über Cam 1 beim Anflug). Bei einer Kopulation aber landet RUPERT mit hängenden, “losen” Fängen, seine “Finger” sind zusammen gelegt, die Klauen völlig nach hinten geklappt!

An unsere männlichen Gäste:

SIE wollen das nachahmen?

Bitte strecken Sie Ihre Hände  mit eingeklappten Fingern und machen Sie nun „mit Anlauf“ einen  Handstand mit eingeklappten Fingern auf einem prallen Medizinball! – O.k. ? Die Vorstellung reicht, nicht wahr?

Da auch bei den monogamen Wanderfalken alle möglichen Variationen (Bigamie, Inzest, Polygamie, Polyandrie) gelegentlich/selten vorkommen, ist es sinnvoll, dass RUPERT durch häufiges Kopulieren SEINE Spermien in LISELOTTE deponiert. Pro Kopulation zwischen 100 000 und 1,6 Millionen Spermien, die einige Tage aktiv in LISELOTTE gespeichert werden können. So erhöht er die Weitergabe seiner Gene, falls seine Partnerin sich nun auch noch mit einem weiteren Terzel paaren würde.

 

20. Februar 2025|1 Kommentar

Was wir immer schon wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten?

Wie kopulieren RUPERT und LISELOTTE?

Es ist ein kurzes, etwa 3 bis 5 Sekunden dauerndes, lautstarkes Zusammenkommen der beiden Falken und geschieht  aber in diesen Tagen sehr häufig (2 bis 4 mal in der Stunde!), meist am Vormittag!

Nein, hier vor der Kamera zeigen uns das die Falken nicht, denn es geschieht immer auf einem exponierten, gut anzufliegenden Ort, z.B. einer Felsnase, einem herausragenden starken Baumast an den Talhängen und auf hohen Gebäuden.

Es ist die rufende LISELOTTE, die dazu auffordert! Sie nimmt eine gestreckte, flache Haltung ein und dreht ihren Stoß zu Seite. RUPERT  bremst seinen Anflug mit schnellen, kurzen Flügelschlägen ab, hält seinen Stoß nach unten abgeknickt und landet auf dem Rücken seiner Partnerin. WIR sehen kurzes Geflattere, hören Geschrei und dann war es das schon.

 

 

20. Februar 2025|0 Kommentare

Balz im Nistkasten

Heute sehen wir die – von uns erwartete –  Verhaltensweise:

Rechts RUPERT, der seine Partnerin in den Nistkasten lockte, links LISELOTTE, die ihm nachfolgte. Die Nähe der Kamera zu RUPERT verzerrt das Größenverhältnis: Der kleinere Terzel erscheint uns hier größer als die dominante LISELOTTE links.

 

Danke, M.H.!

20. Februar 2025|0 Kommentare
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