Ich lese sehr gern auch mal in den älteren Einträgen, so auch in Ihren allgemeinen Angaben zu den Heidelberger Wanderfalken. Da es jedoch unendlich viele Einträge im Tagebuch gibt, findet man nicht jede Antwort, die vielleicht schon einmal gegeben wurde.
Wenn ich nicht irre, war Palatina - mit 9 Jahren - von allen dort einquartierten Falken, das Tier, das am längsten dort verweilte. Mir tut es noch immer leid, dass sie weg und über ihren Verbleib nichts bekannt ist.
Nun war es bei Palatina ja nicht so schwer, sie zu identifizieren, da sie diesen auffälligen, roten, nicht lesbaren Ring trug. Ein Wechsel von einem alten Weibchen auf eines im Jugendgefieder kann einem auch nicht entgehen.
Wie aber unterscheiden sie unberingte Alttiere voneinander? Woran erkennen Sie z.B. Zephyr, bzw. woran erkennen Sie, wenn ein anderer Terzel mit adultem Gefieder seinen Platz einnimmt? LG
Administrator-Antwort von: Hans-Martin Gäng
Ich achte auf die Größe und die charakteristische Zeichnung des Kopfes, des Backenstreifs, der Brust. Es ist in der Tat schwierig, auch ich- ein flüchtiger Beobachter- täusche mich manchmal.
Hallo liebe Falken Beobachter 😊,
Wir Beobachten die Familie auch schon sehr lange. Jetzt wo die Jungen schon so groß sind, schaue ich mehrmals am Tag, ob alle noch da sind, bestimmt fliegen sie bald los.
Ich möchte mich an dieser Stelle auch herzlich bedanken, dass es diese tolle Möglichkeit gibt, so nah alles Beobachten zu dürfen.
Ganz liebe sonnige Grüße an alle Falkenliebhaber 😊😉
14:52 - Die Jungfalken entreissen Liselotte ihre mitgebrachte Taube. 😢 Sie wird sogar angegriffen von ihnen und flüchtet auf die obere Stange. 😓 Nach einer Weile holt sich Liselotte die Taube zurück und füttert die "Angreifer". 😳 Es ging hoch her und Liselotte tat mir wirklich Leid. 😂 Egoismus ist jetzt hoch angeschrieben!😠
Wie friedlich waren doch noch vor kurzem die Fütterungen😊. Jetzt bringt ein lieber Elternteil Beute und die 4 Racker streiten darum. Hier wird Futterneid richtig gelebt.
Wenn ich richtig sehe, dann sind nur noch 3 Jungvögel im Kasten, aber der Altvogel ganz entspannt auf der Stange davor. Somit Nr. 4 gar nicht mehr in der Nähe?
Ich möchte mich an dieser Stelle auch bedanken, für die tolle Möglichkeit, dem Geschehen so nah sein zu können. Jeden Tag schaue ich, was die Falkenfamilie macht und schicke dann oft meiner Tochter in Heidelberg Fotos. Ich habe so viel gelernt, dabei dachte ich als "ehemaliges Försterskind" schon viel zu wissen. Doch, man lernt nie aus. Auch das Tagebuch zu durchstöbern, macht riesen Freude. Also ❤lichen Dank für diese Besonderheit
Gerade eine interessante Sequenz: Da ich aus dem Büro direkt auf den Kasten blicke, konnte ich beide Falkeneltern anfliegen sehen und habe schnell auf die Webseite geklickt. Dort ist die Übertragung zeitversetzt, sodass ich zusehen konnte, was sich tatsächlich zugetragen hatte:
Ein Elternteil kam mit Beute angeflogen, alle 4 Jungfalken begaben sich hungrig an den Eingang, plötzlich kam der andere Elternteil, entriss dem einen Elternteil die Beute, bevor sie in den Kasten getragen werden konnte und flog damit wieder davon. "Verdutzt" blieb der Altvogel noch eine Weile sitzen und flog wieder ab, die Jungfalken blieben hungrig zurück - was war denn da passiert?
Administrator-Antwort von: Hans-Martin Gäng
Vermutlich hatte die größere und dominante LISELOTTE heute noch keinen Jagderfolg: "Erst komme ich!"
Hallo Herr Gäng, ich hatte mehrmals den Eindruck, dass die Falken, auch inzwischen die Jungvögel es bemerken, wenn man die Webcam anklickt. Wenn z.B. gerade das Gefieder intensiv gepflegt wird, schaut einer der Falken plötzlich auf und oft direkt in die Kamera. Dann fühle ich mich gleich als Störenfried😚.
Administrator-Antwort von: Hans-Martin Gäng
Nein, das ist Zufall. An den Kameras bewegt sich nichts und sie sind stumm.
Heute Morgen hat der erste Falke den nächsten Schritt gewagt und eine Weile auf der Schwelle gesessen.Er schien den neuen Ausblick zu genießen.😉
Jetzt haben wir wohl noch ca.eine Woche,dann heißt es Abschied nehmen.
Administrator-Antwort von: Hans-Martin Gäng
Nun kommen, dank der neuen Cam 3 , wieder "hübsche" Bilder auf unsere Bildschirme! (Wir wurden es ja allmählich leid, auf den von Federn und Knochen bedeckten Boden zu schauen.) Auch für den Falkennachwuchs gibt es nun ein unendliches Training ihrer Augen. Der Gesichtssinn, das Sehen in die Ferne und Nähe, ist für sie das wichtigste Sinnesorgan.
Es ist nur das Dunenkleid welches so aufplustert und die Kleinen größer wirken läßt als sie tatsächlich sind.
Stefan ist ja eindeutig der Kleinste, aber er hat schon viel Dunenflaum verloren, mehr als Icarus und seine größeren Schwestern. Wahrscheinlich erscheint er dadurch als der "Kleinste".
Überhaupt finde ich Stefan etwas anders als seine Geschwister. Er ist stiller als seine beiden laut bettelnden Schwestern und auch stiller als Icarus. Er beobachtet viel, beteiligt sich oft nicht an der Fütterung, sondern bleibt im Hintergrund.
Satt scheint er trotzdem zu werden und wächst und gedeiht.
Ich frage mich oft ob er der Erstgeschlüpfte ist, der solange ungehudert auf dem Rücken lag?
Dies ist mein Eindruck, wobei ich die letzte Zeit weniger in die Turmstube schaue als vor dem Schlupf.
Wirkt es nur durch die Daunen-Feder-Mischung so, oder sind die Jungtiere tatsächlich "dicker" als die Altvögel?
Danke für Ihre Arbeit und Geduld!
Administrator-Antwort von: Hans-Martin Gäng
Es ist z.Zt. das bunt gemischte Federkleid der Küken, das sie uns so "massig" erscheinen. Wenn sie nahe an Cam 2 stehen, sehen sie riesig aus, sind sie an der Rückwand, erscheinen sie durch die Optik der Cam 2 kleiner. Kurz vor dem Ausfliegen werden sie tatsächlich etwas schwerer sein, als ihre Eltern! Es liegen dann schwierige Tage vor ihnen und etwas "Babyspeck"ist dann nützlich.
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