2020

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5. Apr., 2020

Wer entdeckt den ersten „Pick“?

Von |2020-04-05T10:32:29+02:0005. April 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Heute, am 32. Tag der 2020-er Brut steigt die Spannung, nicht wahr?

Ja, in Frankreich ist gestern das erste Küken in einem Nistkasten geschlüpft! Dann werden wir auch hier bald etwas Weißes unter PALATINA entdecken …

Vor dem Schlupf durchbricht der Schnabel des Kükens die Membran zur Luftkammer  und das Küken kann dann erstmals atmen! Ein wichtiger Zeitpunkt! Wird er verpasst, stirbt das Küken im Ei. (Wie wird so etwas gesteuert? Es gibt so Vieles, was wir Laien nicht wissen.) Wenn dann der kleine Sauerstoffvorrat dort zu Ende geht, bewegt das Küken die Nacken- und Beinmuskeln. So durchlöchert der “Eizahn” auf dem Oberschnabel des Kükens die Eischale von innen. Das ist selbstverständlich kein Zahn in unserem Sinn, sondern eine  winzige Spitze, die sich rasch beim Wachstum des Schnäbelchen zurück bildet. (Achten wir in den nachfolgenden Tagen darauf!) Nach einigen Atemzügen frischer Heidelberger Luft – in diesem Jahr besonders sauber! – und einer Erholungsphase, die einige Stunden dauern kann, stemmt das Küken erneut mit seinen Nacken- und Beinmuskeln gegen die nun bereits geöffnete Eischale. Der Pick öffnet sich so zu einem Riss und das spitze Eischalenende wird durch ein Aufbäumen weggedrückt! Ohne Eischale liegt nun das Küken im Sand! Wahrscheinlich  erkennen wir in den nächsten Tagen an einem braun-weißen Eischalenrest, der neben PALATINA sichtbar ist, dass ein erstes Küken geschlüpft ist.

PALATINA unterstützt keineswegs diese “Flucht aus dem Ei”, beantwortet jedoch das leise Piepsen mit aufmunternden “Ack-Zick”-Lauten. Das feuchte, rosige und völlig erschöpft liegende Etwas wird unter der wärmenden Mutter sehr schnell getrocknet und sieht bereits nach wenigen Minuten als schneeweißes wolliges Kleinkind – na, ja! – irgendwie “süß” aus, das “Kindchenschema” der Verhaltensforscher I. Eibl-Eibesfeld & K.Lorenz lässt grüßen!

(Bei YouTube sind Clips von Hundewelpen und Katzenbabys die häufigsten Videos! Spitzenreiter ist das Video eines Pandabärenkindes, das niesend sein Mutter erschreckt: 160 Millionen Aufrufe!)

2. Apr., 2020

Aus dem Lehrbuch „Wie brüte ich als Wanderfalkenterzel?“

Von |2020-04-02T10:42:13+02:0002. April 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Danke, K., für diesen Clip, der uns eine typische Szene eines brütenden Wanderfalken zeigt! (Ich selbst erinnere mich dabei an schöne Überwachungsstunden in einem stillgelegten Steinbruch in den späten 1960-er Jahren, als ich durch ein Spektiv mit starker Vergrößerung in den Horst in ca. 8o m Entfernung spähte: Was macht der Falke da? Auf wie vielen Eiern brütet er wohl?)

Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich einmal – wild lebende! – Wanderfalken aus solcher Nähe beobachten kann! Die Szene hier macht uns, in diesen schwierigen und traurigen Zeiten, gute Laune, nicht wahr?

PS. Wenn ZEPHYR plötzlich in die Höhe schaut, so verfolgt er eine Fliege im Nistkasten.

 

1. Apr., 2020

Seltener Anblick

Von |2020-04-01T15:43:59+02:0001. April 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

In den letzten Nächten gab es leichte Minusgrade in Heidelberg, jetzt um 15.42 Uhr ist die Temperatur wieder zweistellig und das dunkle Schieferdach über dem Nistkasten erwärmt sich schnell. Der kalte Ostwind, der seit einigen Tagen direkt in den Nistkasten blies, hat sich gelegt. Kein Wunder, dass das Gelege einige Zeit unbedeckt bleiben kann.

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