Gängs Tagebuch
Gängs Tagebuch2021-10-04T08:44:30+02:00

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

30.Apr., 2022

PALATINA hält Wache am 29. April

0 Kommentare

Das sehen wir gern: Das QUARTETT hält Abstand zu der Luke, aus der gestern Hände nach ihnen griff. PALATINA hat hoffentlich die Nilgänse im Blick. Sie hat heute Nacht, unbelästigt vom QUARTETT,im hinteren Kastenteil übernachtet.

Danke, S.F.!

30.Apr., 2022

Nilgans ante portas!

0 Kommentare

Schon gestern, vor der Beringung, als wir auf dem Turmbalkon – nach 200 Stufen – die übliche Verschnaufpause machten, fiel unser Blick nicht nur auf Schloss und Tal und Sterbeglöckchenturm (dort steht Cam 3), sondern wir entdeckten zu unserem Ärger auch Gänsekot auf dem Steingeländer!

Oh je! Hier landet wohl öfter eine Nilgans!

Heute erfahre ich über eMail – danke, M.H. und M.T.- dass um 9.42 Uhr eine Nilgans auf der Anflugstange im Nistkasteneingang für kurze Zeit landete.  Bereits vor zwei Tagen war das beobachtet worden.

Das weckt schlimme Erinnerungen an den Februar 2015, als ein Nilganspaar hartnäckig versuchte, diesen Nistkasten in Besitz zu nehmen! Siehe „Gängs Tagebuch“ in jenen Tagen!

Es gelang damals mit einer großen Anstrengung einiger Menschen – erneut DANK nach Bonn! –  eine Nilgans-Abwehranlage in die Decke unseres Nistkasten zu installieren. Sie wurde 2015 und 2016, nach Betreten-!- des Nistkastens durch eine Nilgans erfolgreich erprobt. Durch Lärm und Strobolicht-Blitze verscheucht, flüchtete die neugierige Nilgans in Bruchteilen einer Sekunde!

2022 leben aber nun bereits vier Küken im Nistkasten. Ich erinnere, dass ich vor wenigen Tagen in den Tiefen des Internets einen Eintrag fand, der berichtete, dass ein Wanderfalken-Gelege von eindringenden Nilgänsen zertrampelt wurde. Wenn jetzt hier in Heidelberg  eine Nilgans den Nistkasten betreten würde, würde der Alarm die Nilgans verscheuchen, – aber wie würden die Küken reagieren? Noch sind sie zu klein, um in Panik aus dem Kasten zu springen. Aber in einer Woche?

Als wir gestern für etwa eine halbe Stunde die Küken aus dem Nistkasten genommen hatten, war zu unserer Zufriedenheit kein Altfalke in der Nähe! Nun hätten wir gern die  kontinuierliche Anwesenheit der Altfalken am Turm!

Heute, gegen 7 Uhr, schlief das QUARTETT im vorderen Nistkastenbereich, außen auf der Anflugstange stand mittig PALATINA mit Blick nach außen, sehr gut! Auch 2015 und 2016 scheuchten die Altfalken die anfliegenden Nilgänse bereits bei deren Annäherung!

 

 

29.Apr., 2022

Und wo ist der zweite Terzel?

0 Kommentare

Wir sehen hier die beiden Weibchen und einen Terzel (vorn), nachdem sie aus dem Nistkasten geholt wurden, vor ihrer Beringung.  Der zweite Terzel befand sich beim ersten Zugriff leider weit vorn an der Schwelle und ihn zu ergreifen, musste erst einmal zurück gestellt werden!

Er wurde dann, nachdem diese drei  Geschwister beringt waren, gefasst und beringt.

Es handelte sich um den Kleinsten, der mir bereits am 28. April um 10.13 Uhr in einem Foto aufgefallen war (siehe mein Tagebuch „Oh, da draußen..“) Ja, wohl jenes Küken, um das einige sich zuvor gesorgt hatten („bekommt nicht genügend Nahrung“) und sich am 28. April bereits neugierig gezeigt hatte.

In einem zweiten Versuch konnte Dr. M.P. ihn greifen und so bekam auch er schließlich seine Ringe. Ist  es NIKOLAS oder BENJAMIN? Wir werden ihn als Mutigsten wieder erkennen, bestimmt ist er dann auch bei den ersten, die außen stehen und als erste starten werden.

Wir sind gespannt.

Danke, B.P.!

29.Apr., 2022

Zwei Weibchen und zwei Terzel

0 Kommentare

Jedes Jahr sind wir alle neugierig: Wer von den Küken ist männlich, wer weiblich? Und für viele ganz wichtig:Passt der Namen zum Geschlecht der Falken? 

Das muss nach meiner Meinung nicht sein, denn mit den Namen wurden bisher immer Menschen geehrt! Das Geschlecht der Falken, das ja eh für uns kaum erkennbar ist, kann im Idealfall mit dem Geschlecht der Paten übereinstimmen, muss aber nicht. Denn erst ab dem zweiten Lebensjahr zeigen die Hormone den Falken, ob sie männlich oder weiblich sind.

Ich bin sehr zufrieden, dass Dr.M.P., Dr. KF.R. und ich uns sehr sicher sind, dass auch 2022 zwei Weibchen und zwei Terzel hier groß werden! Wir erkennen das  Geschlecht an Größe, Gewicht, Stimmlage, Fangstärke und Griffweite.

Danke B.P.!

29.Apr., 2022

F1, F2, BENJAMIN und NIKOLAS

3 Kommentare

Es war 2022 nicht leicht, Namen für den Nachwuchs zu finden. Unsere Kriterien/Voraussetzungen für eine Patenschaft habe ich kürzlich im Gästebuch (11.04.2022) oder in „Gängs Tagebuch“ ( Archiv 30.04.2019) notiert.  

Zwei männliche Namen waren schnell gefunden: NIKOLAS B.und BENJAMIN P. Die beiden Mitarbeiter im „Amt für Digitales und Informationsverarbeitung“ der Stadtverwaltung reagieren seit Jahren blitzschnell, falls sich eine Webcam  im „Falkenzimmer“ oder im „Sterbeglöckchenturm“ auf dem Kirchendach “aufhängt“ (Oh!) und sie starten für uns alle dann wieder, so schnell wie möglich, die Übertragung. DANKE!

Aber zwei weibliche Namen? 

In diesem schlimmen Frühjahr übernehmen erstmals die FALKEN – symbolisch – die Patenschaft für uns MENSCHEN! Sie sollen uns 2022 mit ihren Namen erinnern und mahnen an FREIHEIT und FÜRSORGE bei uns Menschen! Als Namen eignen sich diese beiden gesellschaftlichen Grundwerte/Ideale nicht, also kurz und knapp:  Diese beiden Küken werden unter den Namen F 1 und F 2 fliegen!

F 1 steht für FREIHEIT, F 2 steht für FÜRSORGE! 

(Ich dachte auch an SOLIDARITÄT, FRIEDEN, MITLEID oder WAHRHEIT, aber diese Worte eignen sich auch nicht für einen Namen.)

Danke, B.P.!

28.Apr., 2022

Oh! Da draußen gibt es viel zu sehen!

0 Kommentare

Ein Küken interessiert sich bereits für die Außenwelt, während die Geschwister einen Verdauungsschlaf halten. Jedes Jahr fällt uns unter den Vieren ein Küken auf, das besonders neugierig und munter ist. Oft war es ein Kleines, um dessen vermeintlich schlechte Ernährung  sich manche sorgten.( „Klein, aber oho!“, – ich kenne das als klein gewachsener Mensch seit meiner Kindergartenzeit.)

Noch können wir sie nicht individuell unterscheiden und benennen, wir müssen warten, bis wir sie an ihrer Beringung erkennen werden. Bald!

Danke, M.H.!

28.Apr., 2022

Aus der Ferne betrachtet

0 Kommentare

sieht das Familienleben noch ganz manierlich und brav aus. Aus der Nähe gesehen, oder auch durch die „Spion“-Löcher am Nistkasten gerochen, geht es dort schlimm zu. Komme ich gerade passend zu einer Fütterung, fällt mir J.W.Goethe ein: „Uns ist ganz kannibalisch wohl , als wie fünfhundert Säuen“, so grölen die Zecher in (Faust I). Bald werden wir richtige Kämpfe unter den Geschwistern sehen, wenn an jedem Ende eines Vogelschenkels  eine(r) zerrt. Wer sich etwas erkämpft hat, wird sich in eine Ecke drücken und mit ausgebreiteten Flügeln die Sicht auf die Beute abschirmen. Man nennt das „manteln“.

Danke, M.H.!

 

Mehr Beiträge laden

Zwischen den Falken-Kirchtürmen

leben die Heidelberger Stadttauben, hier z.B. auf dem Universitätsplatz am 26. Oktober, 11 Uhr, recht kommod. Hier eilen Studenten und Rentner, heute auch ich, zu den Vorlesungen. Wenn der Regen aufhört, tummeln sich hier auch viele Touristen. Viele essen beim Gehen und Schlendern.

So  ist der Boden der  Altstadt eine Art Schlaraffenland für Tauben.

Die Wanderfalken erbeuten keine Vögel nahe des Bodens, sondern jagen weit oberhalb  der Hausdächer. Diese Tauben, etwa 40, die ich heute dort sah, werden keine Beute der Wanderfalken.

26. Oktober 2023|0 Kommentare

Spielen Wanderfalken miteinander?

Heute, gegen 10.40 Uhr, ging ich nach langer Unterbrechung wieder  einmal über den Marktplatz. Selbstverständlich ging mein Blick zum Kirchturm, zumal ich von dort charakteristische Falkenlaute hörte.LISELOTTE & ZEPHYR flogen in sehr engen Kreisen um die Turmspitze, spielerisch sich verfolgend, nach oben oder unten ausweichend, beschleunigend, abbremsend, abkippend, – ein Schauspiel, wie ich es noch nie hier auf engstem Raum erleben konnte! (Ich mag es nicht, wenn das Verhalten von Tieren mit dem Verhalten von uns Menschen gleich sieht, beschreibt oder gar gleichsetzt. Aber was ich sah, war  das, was ich von den Schulhöfen oder Kinderspielplätzen kenne. )

Auch im 24. Jahr der Heiliggeist-Wanderfalken erleben wir hier jedes Jahr unerwartete  Szenen. ZEPHYR & LISELOTTE zeigten sich heute in der Herbstbalz direkt am Turm im engstem Luftraum als „vertrautes“ Paar.

Meine Visite in das Foyer des Rathauses zeigte, dass dort das Endlosband über die Heidelberger Wanderfalken als Präsentation auf dem Monitor zu sehen war, daneben der Stapel der Informationsblätter.  DANK an die Namenspaten und Unterstützer im städtischen  Umweltamt und im Amt für Digitales!

19. Oktober 2023|0 Kommentare
Mehr Beiträge laden
Nach oben