Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Auch finanziell beginnt eine neue Saison
Zum Jahresende habe ich die Streamingkosten, die Kosten der Website und geringe Materialkosten im Turm mit dem Schatzmeister des NABU Heidelberg und dem Umweltamt der Stadtverwaltung abgerechnet. Wir haben weiterhin „schwarze Zahlen“ auf unserem Sonderkonto beim NABU Heidelberg (Siehe Titelseite unserer Website!).
Das gelingt uns, weil SIE mit Ihren Spenden das Projekt am Leben erhalten. Auch im letzten Monat 2023 sind Spenden eingegangen:
Ein herzliches DANKESCHÖN geht an Dr. ThW.H. mit Dr.I.B. H-P., an U. und S.C., an Frau M.W., an Frau M.Sch., an Frau K.M.Z., an W.und G.E. an K-D und E.G.,und Herrn B.K. !
Die Saison 2024 beginnt früh
Wie jedes Jahr beginnt die Balzsaison mit einer sorgfältigen Prüfung des zukünftigen „Kinderzimmers“: Die Terzel, in unserem Revier ZEPHYR, bieten dem Weibchen, bei uns LISELOTTE, potentielle Nistplätze an. Bald sehen wir deshalb beide Falken in den Nistkasten hinein rauschen …
Ob hier, mit diesem höchst erfolgreichen Nistkasten, weitere Nistplätze angeboten und geprüft werden? Ganz nah, auf gleicher Höhe, mit noch besserer Aussicht, gibt es einige – aus unseren Menschenaugen bewertet – gut geeignete Nischen in der Nordfront der Schlossruine! (Zuletzt, vor unserem Projekt, brüteten 1953 Wanderfalken an der Südseite der Schlossruine im „Krautturm“, dessen abgesprengte Wand heute halb im Burggraben liegt, jeden Tag hundertfach von Touristen fotografiert.) Ob ZEPHYR seine Partnerin auch zu diesen Plätzen leitet? Wir wissen und hoffen es nicht.)
Sowohl ZEPHYR, wie auch LISELOTTE prüfen die Seitenwände und Decke mit den Augen , nun vor allem mit Schnabel und Fängen den Untergrund: Sie“pflügen“ geradezu mit dem Schnabel ringsum den Sand. Beide legen sich auch flach mit der Brust in den Untergrund und schieben mit den Fängen den Sand nach hinten. Wir nennen das „Probe sitzen“. Siehe unten! Denn in eine flache Grube wird LISELOTTE die Eier legen und auch sie selbst will sich dann in der Grube beim Brüten wohl fühlen.
Nein, das Nest wird bei den Falken nicht mit isolierenden Federn oder Pflanzenmaterial gepolstert. Sie brüten auf „nacktem“ Boden.
Danke, M.H.!



LISELOTTE nach ihrem Frühstück am 26. 12.2023
Danke, M.H.!


Start von LISELOTTE in einen nassen Tag
Nachtrag zu meinem Kurzbericht auf unserer Website zur „Saison 2023“:
Im Jahresgruß der AGW Baden-Württemberg schreibt der Vorstand F.R. u.a. zur Vogelgrippe H5N1 und allgemein zur Saison 2023 in Baden-Württemberg:
„Nachdem in den beiden letzten Jahren diese kaum oder nur geringe Auswirkungen auf die Populationen von Wanderfalken und Uhu zeigte, erlebten wir in diesem Jahr deren Auswirkungen – unmittelbar durch viele positive Befunde bei zahlreichen Totfunden und viele Brutverluste teilweise ganzer Gelege, aber auch durch eine vielerorts festgestellte tiefgreifende Störung der „normalen“ Brutzeit. Zu nennen wären da die häufig dokumentierten Neuverpaarungen zu Beginn und noch während der Brutsaison, die ungewöhnlich zahlreichen subadulten Brutpartner beiderlei Geschlechts, ein hoher Anteil sehr später Bruten und häufiger Verdacht auf Nachgelege sowie die deutliche Zunahme verwaister Standorte.“
Ja, aus unserer Heidelberger Sicht kann ich das – mit Fettdruck – bestätigen. Aber bei uns ist alles gut ausgegangen!
Schöne Festtage uns allen und ein gutes 2024!
HMG
Danke, K.!
Später Tagesbeginn am 22. Dezember, auch für LISELOTTE
Kein Wunder, nach einer stürmischen Nacht!
Danke, K.!
Depot in der süd-östlichen Kastenecke
Gestern erreichten mich Anfragen, welch toter Vogel vorn in der Ecke läge. Es ist eine Taube, die dort für erfolglose Jagdzeiten (Nebel, anhaltender Regen) abgelegt wurde. Interessant ist für uns, dass alle Heidelberger Wanderfalken (AURORA, JETTA, PALATINA, auch die Terzel) dort solche Vorräte ablegten. nicht in den anderen Ecken. Wanderfalken legen mehrere Depots an, die Heidelberger bestimmt auch gegenüber in den zahlreichen Nischen der Schlossruine. Diese „geheim“ vor dem Partner und anderen Vögeln zu halten, gelingt wohl kaum. Wanderfalken haben auch oft besuchten „Kröpfplätze“, wo sie die Beutevögel rupfen und verzehren. Auch diese sind an den zahlreichen verstreuten Vogelfedern erkennbar.
Danke, K.!
Auch das ist LISELOTTE
Danke, M.H.!


Wie kann ich LISELOTTE und ZEPHYR erkennen? Wie unterscheiden sich die beiden?
Für unsere neuen Gäste ist es schwierig, LISELOTTE und ZEPHYR individuell zu erkennen, wenn nur ein Falke zu sehen ist. Das war in den Vorjahren recht einfach, denn die Vorgängerin von LISELOTTE war an ihren Fängen beringt. Seit Februar 2023 sehen wir Wanderfalken im Alterskleid und sie sind nicht beringt. Sie ähneln sich sehr. Prägen Sie sich bitte die Größe ein, wenn der Falke auf der Anflugstange oder im Eingang steht: Steht der Falke ganz außen, merken Sie sich die Größe an den Dachschindeln hinter seinem Kopf. LISELOTTE ist, wie alle Wanderfalkenweibchen, größer und wirkt massiger als ihr Partner. Prägen Sie sich die charakteristische Färbung und Ausbildung des schwarzen Backenstreifs ein, wenn der Falke sich seitlich zeigt. Achten Sie auf die weiße Färbung und dunklen Flecken auf der Brust, wenn der Falke von vorn zu sehen ist. Die noch junge LISELOTTE zeigt, frontal gesehen, noch viele dunkle Flecken auf der Brust, die Brust und Kehle des bereits betagten Terzels ZEPHYR erscheint uns als deutlich weiß.
Unten zeigt sich LISELOTTE von allen Seiten.
Danke K.!
Zum Jahresende Dank und gute Wünsche
Wir freuen uns über die nun zu Ende gehende 23. Saison unseres Projekts „Natürliche Wiederansiedelung wild lebender Wanderfalken in Heidelberg. Denn mit dem neuen und erstmals erfolgreichen jungen Falkenweibchen LISELOTTE sind seit der ersten Brut im Jahr 2000 nun 81 junge Wanderfalken aus diesem Nistkasten in die Freiheit ausgeflogen, ein bedeutender Beitrag zur Artenvielfalt in unserer Region! (Beim Beginn unseres Projekts 1999 stand der Wanderfalke noch als „gefährdet“ auf der „Rote Liste“ der vom Aussterben bedrohter Arten.)
Der störungsfreie Einblick in das Familienleben von LISELOTTE und ZEPHYR hat 2023 erneut vielen Menschen Freude bereitet. Es sind inzwischen rund 75 000 Menschen aus aller Welt – mit 2,2 Millionen Seitenaufrufen in diesem Jahr – die regelmäßig – vor allem während der Brutzeit – die Webcams und mein „Tagebuch“ besuchen. „In diesen schwierigen Zeiten ist mein täglicher `Besuch` bei den Heidelberger Wanderfalken Ablenkung und Trost“, schrieb mir kürzlich ein Gast.
Zum Jahreswechsel möchte ich ein herzliches DANKE an Mitarbeiter/- innen und Förder/-innen der Heidelberger Wanderfalken sagen:
Unser Dank geht erneut an unseren Webmaster T.J., an Pfarrer Dr. V.P., an Frau H.Sch. und Hausmeister G.A. der „Pfarrgemeinde Heiliggeist“, an die Mitarbeiter/-innen des „Amt für Digitales und Informationsverarbeitung“ und des „Amt für Umwelt“ der Stadtverwaltung Heidelberg, an den NABU Heidelberg für die Kassenführung (A.K.) des „Sonderkonto Heiliggeist-Wanderfalken“, an die Betreuer (Dr. E.S., Dr. A.H.) der “Nilgans-Abwehr“ im Nistkasten und an die tatkräftigen Helfer 2023 oben am Nistkasten Dr. KF.R.,G.Str., W.L. und Dr.M.P. !
Herzlichen Dank auch an die treuen Spender- und Spenderinnen, die wieder den Livestream der drei Cams finanziert haben und an die Personen, die mir immer wieder Mitschnitte und Fotos der Webcams zur Veröffentlichung überlassen.
Ihnen allen, uns allen, wünsche ich schöne Festtage und ein gutes 2024!
Foto S.H. an einen schönen Tag 2023

Verlässliche LISELOTTE
Danke, K.!
Nasser ZEPHYR kommt ins Trockene
Danke, K.!
Herzlichen Dank!
In diesen sorgenvollen Zeiten mit Not und Elend bei vielen Menschen ist es nicht selbstverständlich, dass auch für den Artenschutz Spenden eingehen. P.und H.R und Frau S.H. haben im November für die Life-Übertragung der Heidelberger Wanderfalken gespendet. DANKE!
Ich bin froh, dass wir über die Spenden auch im kommenden Jahr unser Projekt finanzieren können.
Foto: AURORA 2009, Bernd Zoller

Jeden Tag anwesend
ist RUPERT. Was ihn in diesem Augenblick dort unten interessiert bleibt uns rätselhaft.
Danke, M.H.!
.
Trotz ganztägigem Weihnachtmarkt
mit allerlei Geräuschen, Düften, Lichtern lassen sich die Falken nicht beirren und sind täglich anwesend. Heute wieder RUPERT.
Danke, M.H.!

Falkenbesuch am 2. Dezember
Danke, M.H.!


Unter dem Nistkasten
ist nun viel Musik, Lärm, mancherlei Düfte und viel Betrieb auf dem viel besuchten Weihnachtsmarkt.. Die Menschen freuen sich wieder an haushohen Aufbauten s. Holztreppe, auf dem Marktplatz und romantischer Adventsstimmung mit schönem Blick auf das beleuchtete Schloss.,
RUPERT und LISELOTTE kennen das bereits aus dem Vorjahr. Ob sie sich das von der Anflugstange oder Kasteneingang anschauen? Eher nicht.
Foto aus RHEIN-NECKAR-ZEITUNG vom 26. 11.2024

RUPERT übernachtet
Die weißen Kotspuren zeigen uns, dass RUPERT tagsüber sich zumeist vorn im Eingangsbereich aufhält.
(Für unsere neuen Gäste: Im Nistkasten ist es nachts stockdunkel. Wir sehen mittels IR-Licht.)

RUPERT im Schnee
Danke, M.H.!
