Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Probe sitzen und Steinchen ziehen
Danke, M.H.!

Balz am 8. März
Links LISELOTTE, rechts RUPERT
Danke, M.H.!


Steinchen ziehen
LISELOTTE zeigt wie ihre Vorgängerinnen eine Tätigkeit, die uns Menschen geradezu als zwanghaft erscheint. Auch die Terzel zeigen diese „Bodenprüfung“. Wenn demnächst die Eier bebrütet werden, so werden wir wieder – amüsiert – zuschauen, wie LISELOTTE beim „Steinchen ziehen“ allmählich immer weiter vom Gelege rutscht und erst nach einigen Sekunden sich auf ihre Hauptaufgabe besinnt und zurück eilt.
Danke, M.H.!

Unbeholfene LISELOTTE
Am Abend des 5. März versuchte LIESELOTTE bei Dunkelheit, vermutlich im Direktflug, in den Nistkasten zu kommen und prallte wohl unsanft – siehe auch Eintrag im Gästebuch! – in die beiden Abwehrstangen 2015 installiert gegen die Invasionen der Nilgans. Offensichtlich hat sie sich nicht verletzt, aber es dauerte einige Sekunden, bis sie Boden unter den Fängen hatte. (Wir haben die beiden Stangen 2015 nach dem Einbau der Elektronischen „Nilgans-Abwehr“ im Eingang belassen, denn rings um Heidelberg, z.T. in wenigen hundert Metern Distanz, brütet und lebt auch der Uhu!) Damals zögerte der Terzel PERKEO einige Tage lang in den Nistkasten zu hüpfen, während PALATINA sofort hinein sprang. Erst nachdem wir eine senkrechte Stange entfernt hatten, gewöhnte sich der zaghafte PERKEO an die neue Situation.
Ich bin besorgt über LISELOTTE, denn sie zeigt mit ihrem Legebauch, dass sie – in unserer Sprache – „hochschwanger“ ist. Ich bin überrascht über diesen „Unfall“, denn Wanderfalken sind durchaus auch nachts aktiv: Wir können seit Jahren über das Infrarotlicht (im Kasten ist es für die Falken stockdunkel) von Cam 1 und 2 erkennen, dass die dort nächtigenden Falken (bisher ZEPHYR, nun LISELOTTE) nachts oft über lange Zeit putzmunter das Gefieder pflegen. (In Köln, London, New York jagen und erbeuten die Wanderfalken Vögel, die nachts über die Stadt ziehen. ) Wanderfalken sehen auch nachts sehr gut.
Danke, E. ScH.!
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Balz im Nistkasten am 6. März
Danke M.H.!


Balzritual am frühen Vormittag
Danke, K.!
So kennen wir das Drehbuch eines Balzrituals im Nistkasten aus den Vorjahren
Wir hören heute das lang anhaltende, raue „I -chip“ von LISELOTTE, wir können die größeren und kräftigeren Fänge des Weibchen mit den zierlicheren des Terzels vergleichen und sehen wieder deutlich, wer hier das „Sagen hat“.
Schade, dass wir dieses Bedrängen des Terzels durch das Weibchen nicht sehen. Außen, über der Stadt, könnten wir jetzt mit etwas Glück beobachten, wie LISELOTTE durch Anfliegen RUPERT zum Jagen, Beuteliefern & Beuteübergeben drängt. Vor einem Jahr beobachtete ich, wie LISELOTTE zügig und zielstrebig den Terzel ZEPHYR – seufz! – ansteuerte, der auf der nahen Jesuitenkirche einen Kleinvogel rupfte. Der verließ sofort seinen Platz und ließ sich sofort den Kleinvogel von LISELOTTE in der Luft entreißen.
Danke, K.!
Respekt!
Deutlich zu sehen, wie die Terzel Vorsicht bei der Hochbalz behalten! Wie seine Vorgänger macht sich RUPERT bald wieder davon …
Danke, M.H.! 
Balz in allen Ecken
Danke, M.H.!



Sehr kurze Balz am Abend
RUPERT zeigt schwache Nerven.
Danke, M.H.!


“ Ach, wie gut, dass niemand weiß…“
Die Falken machen mich wieder einmal zum Rumpelstilzchen.
Aber ich finde es wunderbar, dass meine Berechnungen, der Blick in den Kalender, das Abzählen von Tagen, der Blick in unser Archiv müßig, vergeblich und falsch waren und die NATUR mir wieder einmal zeigt: LISELOTTE & RUPERT sind nicht berechenbar.
Wir Menschen müssen abwarten, was dort oben im Nistkasten geschieht. (Also heute gibt es kein Bild vom Lehrer Lämpel.) Dieser ist froh, dass er das heutige Geschehen – falls es richtig gesehen wird – bereits gestern ausführlich beschrieben hat.
Und wir freuen uns, dass es jedes Jahr wieder spannend bleibt!
Nun wird es spannend! Es sind Picks zu sehen.
Die Vergrößerung des Fotos – Herzlichen DANK! – zeigt recht deutlich, dass zumindest zwei Eier deutliche Anzeichen für einen PICK haben! Dass also zwei der Küken bereits kurz vor dem Schlupf sind!
Danke, M.H.!


Körpersprache zeigt, wer das Sagen bei einem Wanderfalkenpaar hat
Rechts: LISELOTTE kommt zur Ablösung.
Links: RUPERT verlässt geduckt das Gelege und umgeht mit Abstand LISELOTTE.
Danke, M.H.!

Noch blitz-blanke Eier ohne „Pick“
Ja, wir müssen noch einige Tage warten …
Danke, S.F.

Nun schlüpfen die ersten Küken auch in Baden-Württemberg

Auch RUPERT schaut nach „Picks“!
Danke, M.H.!
In Heidelberg, wo in den vorausgegangenen Jahrzehnten oft die ersten Küken in den Webcams zu sehen waren, werden wir uns noch einige Tage gedulden müssen. (Es handelt sich ja nicht um ein Wettrennen.)
Für unsere neuen Gäste aus den Tiefen meines Tagebuchs der Vorjahre einige Informationen zum Schlupf :
Vor dem Schlupf durchbricht der Schnabel des Kükens die Membran zur Luftkammer (Diese erkennen wir, wenn wir beim hart-gekochten Ei die Schale entfernen.) und das Küken kann dann erstmals atmen.
Bevor der Sauerstoffvorrat zu Ende geht, bewegt das Küken die Nacken- und Beinmuskeln. So durchlöchert der “Eizahn” auf dem Oberschnabel des Kükens die Eischale mehrfach – quasi am Äquator – von innen! (Das ist selbstverständlich kein Zahn, sondern eine winzige, aber spitze Ausstülpung, wirkt aber wie ein Dosenöffner. )
In den Vorjahren haben einige Gäste über die Webcam 2 diese ersten „Picks“ erkannt!
Nach einigen Atemzügen frischer Heidelberger Luft – heute noch immer recht kühl – und einer Erholungsphase, die einige Stunden dauern kann, wird das spitze Eischalenende weggedrückt. (Wir werden dann an den Schalenresten sehen, dass die Schale an der richtigen Stelle geknackt wurde.) LISELOTTE unterstützt keineswegs diese “Flucht“ aus dem Ei.
Manche behaupten, Mutter & Kind würden bereits vor dem Schlupf akustisch miteinander – wie sagt man heutzutage? – kommunizieren. Wir haben das hier, trotz der guten Mikrophone, noch nie vernommen.
Das feuchte, rosige und völlig erschöpft liegende Küken wird unter der wärmenden Mutter sehr schnell getrocknet und sieht bereits nach wenigen Minuten als schneeweißes wolliges Kleinkind – na, ja! – irgendwie “süß” aus.
In den Vorjahren, bitte zurück blättern, konnte dieser Vorgang mehrfach gut dokumentiert werden. Es gab aber auch Jahre, wo in der Morgendämmerung beim ersten Blick auf die Mutter bereits ein abgetrocknetes, fluffiges Küken unter ihr sichtbar wurde, wenn diese ihre Brut- nun Huderhaltung – änderte.
Taubenbesuch am Abend
Abendlicher Blick in die „Höhle des Löwen“!
Danke M.H.!



