Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Heute wurden die beiden Küken beringt.
Erfreulicherweise waren die Eltern nicht anwesend oder in der Nähe, als wir die Klappe öffneten und die Küken in das Körbchen setzten. Lauter Protest kam natürlich von den Küken! Schwarzes Tuch darüber, sofort Ruhe!
Wie eine Beringung abläuft, habe ich in den Vorjahren oft beschrieben , s. Gäng`s Tagebuch -Archiv unter passenden Stichworten, Daten April und Mai.
Dr. M.P. der seit vielen Jahren im Auftrag des Max-Planck-Instituts (Vogelwarte Radolfzell) die Heidelberger Falkenküken beringt, hatte in diesem Jahr Begleitung von dem Beringer aus 2006, 2007, 2008 Dr. J.E., sodass der Naturschutzbeauftragte der Stadt Dr. K.F.R. und Hausherr Pfarrer Dr. P. und ich in der Zuschauerrolle bleiben konnten.
Beide Küken wurden von den Fachleuten als gesund, kräftig und gut ernährt befunden. Wir waren uns auch über deren Geschlecht einig, das ich aber nicht verrate. (Unsere Gäste werden das bestimmt bei der weiterer Entwicklung der beiden richtig raten! Ich bin gespannt)
Eine Küken erhielt die gut sichtbare Kennziffer SX/Y das andere NA/T..
(Ich selbst war mit der „Aufsicht“ so beschäftigt, dass ich keine Fotos mit meinem Mobilephone machen konnte.)
Fotos wurden von den Beteiligten gemacht, sie erreichen mich bestimmt.
–
Bestens versorgt durch aufmerksame Eltern
Mich erreichen einige besorgte Anfragen, ob die Eltern die Fürsorge vernachlässigen würden. Nein, LISELOTTE & RUPERT verhalten sich völlig normal. Es ist nicht notwendig, schon gar nicht mehr bei dem nun wärmeren Wetter, die Küken zu hudern oder bei ihnen zu sein. Wir werden nun wieder, wie jedes Jahr, erleben, dass die Küken immer aggressiver die Eltern bedrängen werden. Die Eltern werden bald – nach der Lieferung der Beute – fluchtartig den Kasten verlassen.
Für unsere neuen Besucher/- innen: Tiere ziehen ihren Nachwuchs anders auf als wir Menschen!
Danke, A.Sch.!

Noch sehen die Küken für unsere Augen „nett“ aus
Das wird sich nun bald ändern: Sie sehen dann recht „struppig“ aus, erst kurz vor dem Ausfliegen freuen wir wieder uns an ihrem „schönen“ Anblick!
Danke, A.Sch.!



LISELOTTE bringt Beute
Nach dem Schlupf wurde zunächst nur Kleinvögel erbeutet und verfüttert. Nun werden bevorzugt Tauben gebracht, von denen es hunderte in nächster Nähe gibt. (Ja, leider werden auch Zuchttauben erbeutet, ich habe in den Vorjahren oft darüber geschrieben.)
Danke, K.!
Ohne Spenden gäbe es diese interessanten Einblicke nicht
Auch für mich, der seit Jahrzehnten von diesen Falken fasziniert ist, gibt es in jeder Saison interessante, aufregende und schöne Beobachtungen. Wir stören die Falkenfamilie mit unserer „Anwesenheit“ in keiner Minute ! Die Falken führen hier im Turm ihr Leben ohne Beeinträchtigung, in freier Natur kämen ihnen wahrscheinlich Kletterer, Wanderer, ja sogar Falkenhasser oft zu nah. Dass wir diese schönen Bilder bequem, und zuhause, sehen können, verdanken wir auch einer regelmäßigen Unterstützung durch Spenden! Vom Kassenwart des Heidelberg NABU habe ich wieder einen Bericht über die letzten Wochen bekommen.
Unser ALLER Dank geht an Frau M.T., an Frau M.Sch., an das Ehepaar Kd.und E.G., an Frau E.W., an Frau M.W-B., an Frau S. Sch., an Herrn M.W. und Frau P.S.H., an Herrn K.H. und Frau I.M., an Frau K.B., an Frau M.W., an Hern P.R. und Frau H.R., an Frau M. H.Sch. (Hoffentlich konnte ich alle Namenskürzel dem Ausdruck richtig entnehmen!)
HERZLICHEN DANK , vor allem für die wiederholten , verlässlichen Zuwendungen!
Aha! Von dort also kommt die Nahrung!
Zwei satte Küken, siehe die gefüllten Kröpfe, interessieren sich für die Außenwelt und für das „Depot“ in der süd-östlichen Ecke des Nistkastens.
Danke, A.Sch.!



Wir wachsen schnell!
Nun können wir die Entwicklung des Federkleids gut verfolgen.
Danke, M.H. und A.Sch.!



Weitere Fotos aus den letzten Tagen
Danke, A.Sch.!
!
Die ersten Tage nach dem Schlupf im Rückblick
Während meiner Abwesenheit haben sich bei mir freundliche Zuwendungen von Fotos angesammelt, deren Zahl ich nicht bewältige. Heute zeige ich einige von A, Sch.: Herzlichen Dank!




Sind die Küken verschmutzt?
“ Die beiden sehen so grau, ja staubig aus“, sorgt sich eine Schreiberin in den Mails, die während meiner Abwesenheit eingingen.
Nein, es sind bereits die PELZDUNEN, welche die beiden Küken wärmen.
Die grauen Pelzdunen sind bereits das zweite Kleid der Küken, denn das weiße Dunenkleid nach dem Schlupf wurde bald ersetzt. Wenn wir Fotos aus der ersten Woche mit den Fotos der vergangenen Woche vergleichen, erkennen wir deutlich die graue Einfärbung.

Die Oberhaut der Vögel ist von unserer völlig verschieden, sie erinnert uns an deren Abstammung von den Saurieren. Bei uns Menschen wird die Hornsubstanz der Oberhautzellen, das Keratin, fortlaufend abgestoßen und von innen erneuert. Als Schuppen auf unseren Schultern, als Hornhaut an unserer Fußsohle und Handinnenflächen, als Haare und Finger- und Zehennägel werden diese abgestorbenen Zellen von nachwachsenden lebenden Zellen verdrängt und als tote Substanz nach außen geschoben.
Die Oberhaut der Vögel bildet Federn aus. Bei der Vogelfeder wird zunächst im Schutz einer Hornhülle (Blutkiel) ein kompliziert eingerolltes „Gebäude“ gebildet, das sich dann zu einer verhornten und hochspezialisierten Federfahne entfaltet,wenn diese Hornscheide aufsplittert. Denn jede Feder dient, je nach ihrer Lage am Falkenkörper, ganz bestimmten Zwecken und wird erst nach der Mauser völlig erneuert! Die harten Armschwingen von LISELOTTE und RUPERT unterscheiden sich völlig von ihrem weichen Bauchgefieder.
Bei unseren Küken formen sich diese „Federorgane“ nun aus. Blutkiele, weil sie bei Verletzung leicht bluten, heißen die bläulich glänzenden Hornscheiden der Zapfen, die nun am Stoß und an den Flügeln bald sichtbar werden. Dann werden diese Hornzapfen an der Spitze eintrocknen und es erscheint die zunächst noch eingerollte Federfahne, die sich allmählich zur Fläche entrollt. Dabei wird die Pelzdune aus ihrer Hauttasche ausgeschoben.
Das „niedliche“ Aussehen der beiden Küken ändert sich nun rasch und sie werden uns bald nicht mehr so „gefallen“ wie bisher. Vor allem ihre tierischen „Tischsitten“ und ihr „Benehmen“ wird uns gar nicht passen.
Immer wieder betone ich: Wir dürfen das Verhalten von „Jung undAlt“ dort oben nicht an unserem menschlichen Verhalten messen.
Tagebuchschreiber ist zurück
Ich bin wieder zurück und freue mich, dass die Falkenfamilie, wie erwartet, gut zusammenlebt und der Nachwuchs wächst und gedeiht. Ich danke für die vielen Beiträge im Gästebuch, die täglich das Geschehen detailliert protokolliert haben.
Ich werde nun wieder das Tagebuch übernehmen und dort Besonderes und Wissenswertes kommentieren und zu erklären versuchen. Das ist vor allem an unsere neuen Gäste gerichtet.
Ab sofort werden wir hier also Selbstverständliches/Offensichtliches nicht mehr im Gästebuch veröffentlichen.
Ich bitte um Verständnis.
SONNI zu Besuch
Danke, M.H.!

Gymnastik zum Monatsbeginn
Danke, S.F.!
Tagebuchschreiber und Gästebuch wieder zurück
Ich war vier Tage nicht erreichbar. Herzlichen Dank für die Einträge im Gästebuch und besonderen Dank an an unserer Webmaster T.J. für die rasche Reparatur des Gästebuchs!
So üben junge Wanderfalken das Greifen
Man sagt und schreibt heute nicht mehr „Raubvögel“, sie rauben ja nichts, sondern Greifvögel!
Quelle: DER SPIEGEL, Nr.40 v. 28.09.2024

RUPERT am 26.Mai
Danke, S.F.!