Gängs Tagebuch
Gängs Tagebuch2021-10-04T08:44:30+02:00

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

14.Aug., 2024

Wiederholte Beobachtungen und neue Beobachtungen

11 Kommentare

Es sind jetzt 25 Jahre, dass wir in der Turmspitze von Heiliggeist wild lebende Wanderfalken beobachten können, ohne diese zu stören. Sie haben sich freiwillig hier angesiedelt, die ersten Paare  AURORA mit FRITZ und PHÖNIX sind nicht mehr am Leben.

Der Lebensrhythmus der Paare wiederholt sich in jedem Jahr. Dennoch hat sich seit den frühen 2000-er Jahren vieles geändert!

In denn frühen 2000-er Jahren zeigten sich erst im Februar die Falken. Erstmals sahen wir, dass die Terzel bereits früh die Küken füttern durften. Das wurde damals noch nicht  beobachtet und man glaubte mir das zunächst nicht

Nach dem Ausfliegen der Jungfalken blieb seinerzeit der Nistkasten für lange Monate leer. Erst im Herbst zeigten sich die Terzel kurzzeitig am Kasten. AURORA und JETTA prüften vor der Eiablage  sehr akribisch und misstrauisch das Kasteninnere. Heute zeigen sich LISELOTTE & RUPERT recht „lässig“ …

2018 übernachtete ZEPHYR ab Oktober regelmäßig im Nistkasten. Das war neu!

Ab 2023 wurde mit dem neuen Weibchen LISELOTTE  und 2024 mit dem neuen Terzel RUPERT  das Familienleben „unruhiger“ und es gab ungewöhnliche Szenen. Das Paar zeigte sich, mit unseren Augen betrachtet, als  nicht so „stabil-verlässlich“ wie die Vorgänger.

In diesem Jahr übernachtet nun – ganzjährig!  – oft der Terzel, aber gelegentlich auch das Weibchen. Gemeinsam aber nie. Wir sehen auch ab und zu einen Jungfalken aus dem Jahrgang 2024 auf der Anflugstange.  Man kann also nun jeden Tag und Nacht hier Wanderfalken betrachten!

Ich komme, krankheitsbedingt, nicht mehr so oft zum Schreiben und empfehle  unseren Gästen in „Gängs Tagebuch-Archiv“ zu blättern.

30.Juli, 2024

LISELOTTE im Tiefschlaf

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Für unsere neuen Gäste: Im Nistkasten ist es nachts stockdunkel. Unsere Kamera zeigt uns das Geschehen im IR-Licht. Das geschlossene Augenlid erscheint uns weiß. Der volle Kropf des Falken zeigt uns, dass LISELOTTE satt ist.

Danke, K.!

27.Juli, 2024

Zu früh für Herbstbalz, erst recht für Balz 2025

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Es ist für uns , die wir seit einem Vierteljahrhundert das Geschehen im Nistkasten auf dem Turm der Heiliggeistkirche als Augenzeugen verfolgen können, wunderschön, dass es in jeder Saison Neues, Erstaunliches zu betrachten gibt. Im Sommer 2024 sehen wir nun täglich das Falkenweibchen  LISELOTTE und den Terzel RUPERT am und im Nistkasten . Sogar der Nachwuchs – JOHANN – läßt sich blicken. Das neue Elternpaar zeigte sich im Frühjahr bei der Balz, Brut und Aufzucht keineswegs als „sorgfältig-routiniert“ und sorgte bei uns manchmal für – ich schreibe mal – Stirnrunzeln.

Nun sehen wir geradezu ein Familien-Idyll. Rechts: RUPERT, links LISELOTTE

Danke, M.H.!

15.Juli, 2024

Wird LISELOTTE zu einem “ Haustier“?

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Am 14. Juli war LISELOTTE bereits um 19 Uhr im Nistkasten. Sie beschäftigte sich ausgiebig mit „Steinchen ziehen“ und intensiver Gefiederpflege. Wie immer, blieb sie sehr aufmerksam auf de Außenwelt.

Wir freuen uns  täglich an ihrem guten Aussehen.

Danke, M.H.

12.Juli, 2024

Weniger Nachwuchs , weniger Freude

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Dennoch hat unser Sonderkonto „für Heiligeist-Wanderfalken“ beim NABU Heidelberg im Mai und Juni wieder Spenden erhalten!

Seit meinem letzten DANKESCHÖN Anfang Mai kamen hinzu Spenden von Herrn J-J.B., von Frau M.U.S., erneut vom Ehepaar P.und H.R., von Frau Dr. S.R.K., zweimal von Frau A.E,M.,von Herrn P.F., von U. und S.C., erneut von H.und P.R., eine dritte Spende von Frau A.E.M. und von eine von Frau C.U.!

So können wir uns mit einem finanziellen „Pölsterchen“ auf die kommende Saison freuen. Die „dankbare“  ? LISELOTTE zeigt sich  nun auch in der – eigentlich falkenlosen Zeit – täglich oder nächtlich im Nistkasten. Gut so.
.

HERZLICHEN DANK an die treuen Spenderinnen und Spender!

 

 

 

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Wo trinken und baden Wanderfalken bei diesem Wetter?

Wieder einmal suche ich in den Eintragungen  in „Gängs Tagebuch“-Archiv der Vorjahre und finde passende Antwort:

„Immer wieder sind unsere Gäste  – nun erneut in der wochenlangen heißen Trockenheit in Heidelberg – erstaunt, dass die Küken und Jungfalken während der langen Wochen ihrer Entwicklung im Nistkasten nichts getrunken haben. (Ich erinnere mich an eine Zuschrift, ich solle jetzt doch endlich ein Schälchen Wasser zum Trinken und Baden in den Nistkasten stellen. Und das Wasser dann bitte schön täglich erneuern.)

Ich werde nun nicht den Stoffwechsel der Greifvögel beschreiben – die Schüler staunten: „Oh, der Kot ist ja schneeweiß!“ – aber die schnelle Antwort heißt: Ja, ausgeflogene  Wanderfalken trinken und baden!

2016 entstand ein sehr ansehnlicher Beitrag, der badende Jungfalken zeigt!

https://youtu.be/RNGHTrHul1Q
28. Juni 2025|1 Kommentar

Hitze oder Kälte sind für Wanderfalken gut auszuhalten

Auch in den nächsten Tagen soll es wieder in und um Heidelberg sehr heiß werden.

Wo werden sich sich LISELOTTE und RUPERT an den heißen Nachmittagen aufhalten? Vermutlich irgendwo im Schatten an einem ruhigen Ort.  Nur am frühen Vormittag und am späten Abend können wir Vögel am Heidelberger Himmel entdecken. Dann werden auch die Falken wieder aktiv werden.

Hohe und niedrige Temperaturen gehören zum Leben der Wanderfalken. Es gibt sie in der baumlosen Arktis, also z.B. in Grönland und auch in den heißen Zonen Afrikas. Wanderfalken leben auf allen Kontinenten, mit Ausnahme der Antarktis. Sie sind Opportunisten, die sich gut an die  – von ihnen gewählte – Umgebung anpassen. Hitze oder Kälte sind weniger wichtig, ein breites Nahrungsangebot an Vögeln und geeignete Nistmöglichkeiten sind von höherer Bedeutung.

28. Juni 2025|0 Kommentare

Ein Heidelberger in den den Niederlanden

Der Jungfalke BENJAMIN mit dem Kennring S°RC aus unserem Jahrgang 2022 lebt auf der St. Martinuskerk, in den Niederlanden, östlich von Antwerpen und hat in diesem Jahr drei Küken gezeugt und zum Ausfliegen gebracht!

Danke, A.L.!

Korrektur: 4 Eier, zwei Jungfalken flogen aus.

Danke, D.B.!

24. Juni 2025|2 Kommentare

Zweisamkeit in Zeitlupe

Oft denke ich:“ Same procedure as every year!“ – es kann mich hier doch NICHTS mehr überraschen! Ich kenne das „Jahr der Falken“.  Heute werde  ich, wieder einmal – wie erfreulich! -über unbekanntes Verhalten belehrt.

DAS IST NEU!

Unser Blick geht immer wieder – ungläubig – auf die Zeitmessung in der oberen Leiste: Das ist kein Foto, RUPERT & LISELOTTE stehen heute wie in Trance dicht beieinander!

Wir kennen solche Treffen aus der Balz im Frühjahr, da geschehen sie in großer Eile und der Terzel geht dem Weibchen – nach seiner Einladung an den Nistplatz –  eilig aus dem Weg und verlässt nach wenigen Sekunden, fast furchtsam,  den Kasten.

Nie in 25 Jahren sahen wir das Paar Ende Juni gemeinsam im Kasten!

Das Thermometer zeigt heute z.Zt. im Schatten 28° C, dort oben ist es jetzt noch heißer! Warum treffen sich die beiden nicht drüben in der Schlossruine an einem schattigen Ort?Warum stehen sie solange in diesem Backofen?

Ein merkwürdiges, sonderbares Verhalten zur falschen Zeit, ich kann es nicht erklären.

Danke, S.F und für weitere Meldungen!

21. Juni 2025|2 Kommentare

Wie sieht es hinter dem Nistkasten eigentlich aus?

Mich erreicht die Anfrage, wie es dort oben um den Kasten aussieht.

Dort ist es eng, halbdunkel, im Winter kalt, im Sommer heiß!  Der Wind bläst viel Staub in denTurm.

Über den Köpfen der Putztruppe steht auf zwei Balken der schwere Nistkasten, dessen Ausgang ins Freie  links liegt. Die Leiter zur Kastenklappe ist links zu erkennen.

An der Kastenwand ist über dem Warnschild mit dem roten Kreis die Klappe zu erkennen, die wir nach oben hochziehen, und mit einer Schnur befestigen. Durch diese Öffnung greifen wir in das Innere, um z.B. die Küken zur Beringung zu greifen oder den Nistkasten zu reinigen.

Manchmal ist es günstig, wenn man, wie ich, klein und gelenkig ist:

Das untere Foto stammt aus dem Jahr 2011, als ich – Donnerwetter!  – zum Malen und Reinigen in den Nistkasten kroch! In der Rückwand  entdecke ich auf dem 14 Jahre alten Foto die Glasscheibe, hinter der die damalige Cam 1,  groß und schwer, im Turminneren befestigt war.

2025

2011

18. Juni 2025|1 Kommentar
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