Gängs Tagebuch
Gängs Tagebuch2021-10-04T08:44:30+02:00

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

7.Jan., 2025

Was gibt es hier zu sehen!

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Ich finde es immer großartig, mitzuerleben, was die beiden Falken betrachten und was sie mit ihren Blicken verfolgen. Wir können heute miterleben, dass unser Leben unten für die beiden völlig uninteressant ist.

Nebenbei: Wieviele Menschen unten auf dem Marktplatz erkennen gerade, was  Sensationelles  ganz nah über ihren Köpfen  zu beobachten gibt?

7.Jan., 2025

Schöne Bilder zum Jahresbeginn

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erfreuen uns! Links sehen wir die kräftige LISELOTTE , rechts den uns längst vertrauten RUPERT. Das ist der Beginn der diesjährigen Vorbalz! Die Balz sehen wir erst ab Februar.

Danke für die Berichte und Grüße im Gästebuch, auch ich wünsche uns allen ALLES GUTE im neuen Jahr!

 

22.Dez., 2024

Gruß und Dank zum Jahresende

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Die 24. Saison unseres Projekts „Natürliche Wiederansiedelung wild lebender Wanderfalken in Heidelberg“ war nicht so erfolgreich wie in den Vorjahren. Das entspricht auch den Daten an anderen Nistplätzen in Baden- Württemberg. Nur zwei Jungfalken kamen 2024 aus unserem Nistkasten in die Luft, sie sind der 82. und 83. Jungfalke seit dem Jahr 2000, ein weiterer Beitrag zum Artenschutz, denn zu Beginn stand der Wanderfalke noch auf der „Rote Liste“ der bedrohten Arten.

Auch für mich als „Hausmeister“  im Falkenzimmer der Turmspitze war es kein gutes Jahr. Krankheit beeinträchtigte seit Jahresmitte leider meine Aktivität als Dokumentar und Erklärer. Inzwischen geht es mir besser, so dass ich weiter TAGEBUCH und GÄSTEBUCH betreuen werde. Aber ich bin sehr froh und dankbar, dass der Vorsitzende des NABU Heidelberg und  Namenspate 2024 Andreas Kellner mir die Verantwortung für die Website, die ich seit 24 Jahren allein getragen habe, abgenommen hat und die Website nun also nicht mehr „privat“ von Hans-Martin Gäng betrieben wird, sondern vom NABU Heidelberg.

Zum Jahreswechsel möchte ich ein herzliches DANKE an Mitarbeiter/- innen und Förder/-innen der Heidelberger Wanderfalken sagen:

Unser Dank geht erneut an unseren Webmaster T.J., an Pfarrer Dr. V.P., an  die Damen im Pfarrbüro und an Hausmeister G.A. der „Pfarrgemeinde Heiliggeist“, an die Mitarbeiter/-innen des „Amt für Digitales und  Informationsverarbeitung“ und des „Amt für Umwelt“ der Stadtverwaltung Heidelberg, an den NABU Heidelberg für die Übernahme der Website und Kassenführung (A.K.) des „Sonderkonto Heiliggeist-Wanderfalken“, an die Betreuer (Dr. E.S., Dr. A.H.) der “Nilgans-Abwehr“ im Nistkasten und an die tatkräftigen Helfer 2023 oben am Nistkasten Dr. KF.R.,G.Str., und an den Beringer Dr.M.P., MdL !

Herzlichen Dank an die treuen Spender- und Spenderinnen, die wieder den Livestream der drei Cams finanziert haben und an die Personen, die mir immer wieder Mitschnitte und Fotos  der Webcams zur Veröffentlichung überlassen haben.

Das Foto von der Beringung stammt aus 2004, damals waren wir an Viererbruten gewöhnt.

26.Nov., 2024

Unter dem Nistkasten

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ist nun viel Musik, Lärm, mancherlei Düfte und viel Betrieb auf dem viel besuchten Weihnachtsmarkt.. Die Menschen freuen sich wieder an haushohen Aufbauten  s. Holztreppe,  auf dem Marktplatz  und romantischer Adventsstimmung mit schönem Blick auf das beleuchtete Schloss.,

RUPERT und LISELOTTE kennen das bereits aus dem Vorjahr. Ob sie sich das von der Anflugstange oder Kasteneingang anschauen? Eher nicht.

Foto aus RHEIN-NECKAR-ZEITUNG vom 26. 11.2024

22.Nov., 2024

RUPERT übernachtet

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Die weißen Kotspuren zeigen uns, dass RUPERT tagsüber sich zumeist vorn im Eingangsbereich aufhält.

(Für unsere neuen Gäste: Im Nistkasten ist es nachts stockdunkel.  Wir sehen mittels IR-Licht.)

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Schrecksekunden wegen Schlossbeleuchtung

Zum letzten mal in diesem Jahr findet heute gegen 22.15 Uhr das traditionelle Feuerwerk mit Schlossbeleuchtung direkt „vor der Haustür“ der Falken statt. RUPERT wird dann wohl sein Schlafquartier im Nistkasten verlassen und auch LISELOTTE, SONNI und ALBRECHT werden das Weite suchen.  Morgen Vormittag werden sie wieder in der Stadt zurück sein. So haben wir es seit vielen Jahren erlebt.

Für Wildtiere und Haustiere ist dieses Spektakel ein großer Schrecken, für zehntausende von Besuchern dagegen eine Freude.

06. September 2025|0 Kommentare

Tochter und Vater

Eine erstaunliche und schöne Szene!

Rechts erkennen wir RUPERT! Er ist ein  adulter (erwachsener) Terzel mit seiner  kleinen  Größe , Falkenweibchen sind größer. Sein weißes Brustgefieder ist quer gestreift, das deckende Gefieder seines Rückens ist blaugrau wie das Schieferdach.

Links steht groß und breit seine Tochter SONNI, als weiblicher Falke an ihrer Größe/Masse erkenntlich. (Sie ist satt, das erkennen wir an ihrem gefüllten Kropf.) Ihr Brustgefieder ist braun und längs gestreift. Ihr braunes Gefieder lässt sie insgesamt bräunlich erscheinen, das ist für ihre Eltern als eine Art  „Welpenschutz“ zu lesen, etwa : „Ich bin noch jung und keine Konkurrenz für euer Territorium!“

Dennoch ist dieses Idyll erstaunlich. Der Nachwuchs bedrängt die Eltern nur noch selten, die Eltern dulden den Nachwuchs noch immer am „Horst“.

Das haben wir bisher hier noch nicht gesehen. Wir erinnern eher, dass der Nachwuchs gegen Ende des Sommers längst über alle Berge war.

Danke, A.K. und M.H.!

Nachtrag am 5. September:.

03. September 2025|0 Kommentare

Die „Mutter“ aller Anfragen

Die häufigsten Fragen die mich erreichen sind :

Ist der Wanderfalken der schnellste Vogel? Wie schnell ist sein Sturzflug bei der Jagd? Wie schafft er das?

Ich habe in den Vorjahren aus meinen Erkundungen oft geantwortet:  „Gängs Tagebuch“ – siehe Archiv!

Ich versuche die Fragen erneut zusammenfassend zu beantworten:

Die Schätzungen der Fachleute reichen von vorsichtigen 250 km/Std. (Dieter Rockenbauch, 2002) bis zu 480 km/Std.(White et al. 2002). Theoretisch könnte ein Vogel von der Größe und Tropfenform eines senkrecht herabstoßenden Wanderfalken etwa 365 bis 381 km/Std. erreichen (Orton, 1975), die Anziehungskraft der Erde auf einen 500-g-Terzel könnte diesen auf 90 m/sec und ein 1100-g-Weibchen auf 100 m/sec beschleunigen (Tucker et al. 1998).

Ulrich Schmid, dessen Buch „Vögel“ ich kürzlich empfohlen habe, berichtet über die Messungen des Sturzes – stoop auf Englisch – des Wanderfalken FRIGHTFUL, der lässig 390 km/h  erreichte. (Auch ich habe in „Gängs Tagebuch“  seinerzeit über diese Messung berichtet. )

In den Medien findet man z.Zt. häufig vergleichende Fotos der Bomber Northrop B-2 Spirit, mit denen die USA die iranischen Atomanlagen beschädigte. Der US-Präsident hat diese Flugzeuge beim Empfang des russischen Präsidenten in Alaska auf dem Flugfeld demonstrativ aufgereiht.

Die Seitenansicht dieser Flugzeuge entspricht der seitlichen Silhouette  eines herab stoßenden Wanderfalken. Denn die Konstrukteure haben das Flugzeug analog eines Wanderfalken geformt.

Das ist selbstverständlich naheliegend und wundert uns nicht.

PS. Schnellste Säugetiere sind mexikanische Fledermäuse, die nur 12 g wiegen,  Sie erreichen hohe Geschwindigkeit durch aktives Fliegen mit Muskelkraft, also nicht im Sturzflug.

Foto:  von HMG beim Kastenputz 2008: AURORA bremst im Anflug

(Das ist eine Überlegung wert: Wie bremst der Falke aus 390 km/Std. ?)

02. September 2025|1 Kommentar

Die große Piep-Show

titelt die FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG vom 31.August 2025, auf Seite 47 einen amüsanten Artikel über „Birding“ und „Naked Birding“. Bei Naked Birding bleibt der britische Vogelbeobachter angezogen, er macht dann Vogelbeobachtung ohne Hilfsmittel, also mit bloßem Auge und Ohr.

31. August 2025|0 Kommentare

Wanderfalke und Nilggans in einem wunderschönen Vogelbuch

Ich empfehle zur Lektüre ein großartiges Vogelbuch, das bereits 2018 erschienen ist.  Seinerzeit habe ich  – leider! – nur flüchtig jene Seiten gelesen, die den Wanderfalken und die Nilgans betreffen, da in diesem Buch die Wanderfalken auf der Heiliggeistkirche und unsere erfolgreiche Nilgans-Abwehr beschrieben werden. Nun lese ich das Büchlein mit zunehmender Begeisterung!

Der Verfasser stellt 32 Vogelarten in ausführlichen Porträts vor: Nicht nur ihre Biologie, sondern ihre Namen, ihre Darstellung in Mythologie, Märchen, Literatur, Kunst. Illustriert ist das handliche Buch mit wunderschönen Illustrationen von Paschalis Dougalis.

Ich finde hier Informationen, die ich bisher in meinen zahlreichen Vogelbüchern nicht gefunden habe.

Ulrich Schmid „Vögel zwischen Himmel und Erde“, NATURzeit, Franck-KosmosVerlag, Stuttgart ,

 

25. August 2025|0 Kommentare
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