Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
RUPERT mit vollem Kropf
Danke, M.H.!

Beide Falken sind heute an gleicher Stelle zu sehen
Noch sehen wir die beiden nicht gemeinsam. Der kleinere Terzel ist häufiger am und im Nistkasten.
Heute ist der Größenunterschied gut zu erkennen! LISELOTTE ist deutlich größer als RUPERT.
Danke, M.H.!


RUPERT im Nistkasten
Zwei Stunden später.
Danke, M.H.!


RUPERT als Türwächter
16.11.2024
Danke, M.H.!


Falkenbesuch am 14. November
Schwierig festzustellen, ob RUPERT oder LISELOTTE.
Ich tippe – in Eile – auf RUPERT.
Dank an S,F., M.H. und andere!

LISELOTTE am 11. November
Danke, M.H. u.a.!

Änderungen in der Umgebung der Falken
Zwischen der Herbstbalz, die längst vergangen ist und der eigentlichen Balz ab Februar 2025 liegt eine „falkenlose“ Zeit, was den Nistplatz betrifft. Deshalb können wir nicht erwarten, dass RUPERT und LISELOTTE täglich über die Webcams zu sehen sind. Es sind immer die Terzel, jetzt also RUPERT, die den Weibchen, bei uns LISELOTTE, den Nistplatz zeigen. Dass wir deshalb meist RUPERT sehen, ist also normal. Auch in den Vorjahren war es der Terzel, der im Kasten nächtigte, nie das Weibchen. In den Vorjahren besuchten die Weibchen meist sehr spät das Kasteninnere.
Leider sind seit einiger Zeit wichtige „Warten“, also Schlaf- und Ruheplätze unseres Paares für lange Monate blockiert und nicht zugänglich: Der Turm der nahen Jesuitenkirche ist völlig eingerüstet und es wird wohl lange Monate dauern, bis die Falken – Jung und Alt – ihn wieder anfliegen können. Die Sanierungsmaßnahmen werden bestimmt lange Monate dauern.
Das macht uns für die kommende Saison Sorgen. Der Turm der Jesuitenkirche war bisher Ziel beim Erstflug der Jungfalken und nachfolgend der wichtigste Treffpunkt und Aufenthaltsort der Falkenfamilie bis in den Sommer. Das wird 2025 nicht möglich sein.
RUPERT am 27. Oktober
RUPERT kann man an folgenden Merkmalen erkennen: Er ist deutlich kleiner als LISELOTTE. Ich orientiere mich, indem ich die Größe/Höhe der ruhenden Falken, wenn diese im Eingang oder auf der Stange stehen, mit dem Schieferschindeln des Daches daneben vergleiche/ abschätze.
Heute geht das gut, denn wir erkennen hinter RUPERT die Stangen, die wir 2015 – seinerzeit vergeblich – gegen das Eindringen der Nilgänse montiert hatten. (Nachfolgend konnten wir eine automatische Abwehr mittels Bilderkennung, Lärm und Blitzlicht erfolgreich installieren.)
Würde LISELOTTE an gleicher Stelle stehen, so könnten wir an der Querstange hinter ihr sehen , dass sie deutlich größer ist. Steht ein Falke auf der Anflugstange außen, so vergleiche ich seine Größe mit den Schindeln.
RUPERT ist als Terzel deutlich kleiner als LISELOTTE, sein Kopf ist deutlich zierlicher. Auch sein Backenstreif ist anders ausgebildet als der seiner Partnerin.
Auch ich verwechsle die beiden gelegentlich …
Danke, M.H.!


RUPERT mit Beute
Danke, M.H.!


RUPERT am Nachmittag am Nistkasten
Danke,M.H. und andere, siehe Gästebuch!
Kein Falke mehr im oder am Nistkasten
Ich kenne die Ursache für die überraschende Abwesenheit nicht. Die „Herbstbalz“ ist vorüber. Die Spinnweben sind verschwunden. Rings um Kirche und Marktplatz weiß ich von keiner Veränderung.
Üben wir uns in Geduld!
Vom Wildtier zum „Haustier“?
Wenn man 2025 das Leben der Heidelberger Heiliggeist-Wanderfalken verfolgt, könnte man schmunzelnd denken: Die Falken sind jeden Tag, rund um die Uhr, nun auch wieder nachts mit dem schlafenden RUPERT, anwesend!
Sieht man sie für kurze Zeit nicht im oder vor dem Kasten, so stehen sie auf der Turmspitze, oder -wie gestern um die Mittagszeit – auf der Spitze der nahen Jesuitenkirche, die nun wieder vom Baugerüst befreit, angeflogen wird..
Ja , seid ihr überhaupt noch „wilde“ Vögel? Ihr verhaltet euch ja wie unsere Hauskatzen, die mal kurz in den Garten gehen und wieder ins Haus zurückkehren.
Das sind selbstverständlich „ungehörige“ Gedanken von mir. Aber nach 25 Jahren, in denen die residierenden Falken sich ganz anders aufführten, damals monatelang unsichtbar für die drei Cams und uns unten als Fußgänger in der Altstadt waren, doch sehr bedenklich.
Wie kann man das erklären?
Kann ich nicht, muss man nicht. Freuen wir uns, dass es uns hier nicht langweilig wird.
Danke, M.H.! : RUPERT am 22. August in Ruheposition: gefüllter Kropf, linker Lauf an den Körper gezogen, lockeres Gefieder, Blick auf das Geschehen am Himmel, alles o.k.

High Noon im heißen Brutkasten
Wie gestern von mir beschrieben, hält RUPRECHT ein Mittagsschläfchen. Dort oben muss es zu diesem Zeitpunkt sehr heiß sein …
Danke, M.H.!

Heiße Tage und kalte Tage
Wenn es in Heidelberg – sehr selten – einmal sehr kalt ist, oder wenn es in Heidelberg, was immer häufiger ist, sehr heiß ist, fragen wir uns, wie LISELOTTE & RUPERT mit ihrem diesjährigen Nachwuchs SONNI & ALBRECHT, der immer noch – nicht mehr lange! – in der Stadt weilt, mit der heißen Temperatur – Stichwort Klimaveränderung – zurecht kommen.
Heute, am späten Vormittag (Danke M.H. für den Hinweis!) hielt sich ein Falke einige Zeit im Nistkasten auf. Unter dem dunklen Schieferdach ist es dort nun unerträglich heiß! Warum flüchtete er für sein „Morgenschläfchen“ nicht in den kühlen Schatten drüben auf der Ostseite der Schlossruine?
Hitze und Kälte sind nicht allzu lebensbestimmend für Wanderfalken.
Denn Wanderfalken leben auf allen Kontinenten, mit der Ausnahme der Antarktis, die für Vogeljäger wohl nicht geeignet ist. Auch auf Island soll es keine Wanderfalken geben, obwohl dort Gerfalke (Falco rusticolus) und Merlin (Falco columbarius) als „Kalt-Wetter-Falken“ leben!
Abgelegene Inseln im Pazifik oder Atlantik sollen ebenfalls frei von Wanderfalken sein. Wanderfalken leben und brüten z.B. auch in Sibirien und in eisfreien Zonen Grönlands, wo es nur kurze Sommer gibt. Ebenso durchfliegen Wanderfalken auch sehr heiße Wüstengebieten Afrikas und Arabiens. In Afrika brüten Unterarten des Wanderfalken.
Wanderfalken sind „Meister“ bei der Anpassung an ihre Umwelt!
Der Biologe Herbert Spencer hat im 19.Jahrhundert das „Überleben der Stärksten“ als ein Motor der Evolution bestimmt und Charles Darwin hat den Begriff in seinem Hauptwerk „Of Origin of Species“ populär gemacht.
Man spricht heute – ganz modisch – von einem „design“ der Arten und schreibt, dass die Anpassung, Ausbreitung und Bestand der Arten an ihre „ökologische Nischen“ stärker von „abiotischen Faktoren“, also Klimaschwankungen, Vulkanausbrüche, Erdbeben bestimmt wird als von „fitness“.
Die Erwärmung der Erde durch menschliche Einwirkung ist längst bewiesen und wie erfahren täglich aus den Medien, wie in den Meeren und auf dem Festland Arten in Richtung kältere Zonen abwandern.
Um die Wanderfalken in Mitteleuropa müssen wir uns wegen des Klimawandels nicht sorgen.
Herzlichen Dank!
Die „falkenlose“ Zeit außerhalb der Brut und Balz, so waren wir es zwei Jahrzehnte lang gewohnt, gibt es an diesem Nestort nicht mehr.
Wir sehen jeden Tag hier über die Webcams Alt & Jung der Heidelberger Wanderfalken. Das verdanken wir auch der treuen Unterstützung und finanziellen Förderung durch unsere Gäste.
Im August an Frau A.E.M. ein herzliches Dankeschön!
Foto aus 2004

SONNI im Nistkasten
Es sieht aus, als würde er Steinchen fressen, seltsam …

Jungfalke zu Besuch
Danke, M.H.!


