Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
LISELOTTE kommt, RUPERT geht
Es wird deutlich, wer „das Sagen“ in dieser Partnerschaft hat.
Danke, M.H.!



Stillleben am 7.März 2025
Das erste Ei liegt in mitten eines Tohuwabohu und erinnert an Stillleben auf Gemälden oder an manches Kinderzimmer. Wir sehen neben dem Ei eine hübsche Mauserfeder, Kotspuren , Leichtgewichtiges, das vom Ostwind eingeblasen wurde, sauberer und verschmutzter Kies und allerlei Unkenntliches.
Als ich aufwachte, war es in Heidelberg 3° C und RUPERT schlief neben dem Ei. Nachtfrost wäre nun nicht günstig.

Ist das nicht gefährlich für das Ei?
Es liegt allein im Nistkasten und es war heute Nacht -1°C, vielleicht sogar noch kälter, dort oben. Aber erst nach der Ablage des vorletzten Ei beginnen die Falken mit dem Brüten.
Hier im Kasten liegt das Ei in Sicherheit. Würde es sichtbar auf einem Felsband oder ein einer Nische liegen, könnte es von Krähen entdeckt werden und wäre verloren. Dort würden die Eltern das Gelege aber im Blick halten und verteidigen.
Zwischen dem ersten und den hoffentlich nachfolgenden Eiern liegt ein Abstand von zwei bis zweieinhalb Tagen.

Das erste Ei!
Wurde in der Nacht vom 5. auf den 6. Märzgelegt. Herzlichen Dank für die Meldungen!
Wir sehen heute Vormittag einen aufgeregten RUPERT, der sich mit „Brutversuch“, und „Steinchen-ziehen“ beschäftigt.


Geduld!
Anderenorts gibt es bereits volle Gelege, in Heidelberg kann das noch eine Woche dauern.
Denn wir sehen RUPERT auch heute noch in der Phase, in der der Terzel das Weibchen mit „Brautgeschenken“ zum Brutplatz lockt. Er zeigt damit der Partnerin, dass er in der Lage ist das brütende Weibchen und den Nachwuchs zu versorgen. Das ist eine wichtige Voraussetzung für den Bruterfolg.
RUPERT und LISELOTTE lassen sich, wie in den Vorjahren, Zeit:
Im Vorjahr legte LISELOTTE am 13. und 15. März die beiden Eier, 2023 wurden die Eier am 10.,13.,16. und 18. März gelegt.
Danke, M.H.!

Insiderwissen
„O.K“. schreiben mir Gäste, „wir verstehen, dass es auf dieser Website ausschließlich um die Heidelberger Wanderfalken geht. Aber zu gerne würden wir über Bruterfolge anderenorts mehr erfahren.“
Nun denn: Ich nenne meine Quelle, die Informationen aus aller Welt zusammenfasst.
Wann werden wir 2025 das erste Ei sehen?
Bald!
In diesem Jahr wurden bereits am 27.Februar in Liempde, NL und am 28. Februar in Plock, Pl das erste Ei gelegt. Am 2. März wurde auch in Fellbach, Baden -Württemberg das erste Wanderfalkenei der Saison 2025 gelegt.
(Ich verzichte darauf, nun fortan weitere Gelege anderenorts zu notieren und ich berichte, wie in den Vorjahren, nun wieder ausschließlich über Heidelberg!
Eiablage im Februar war in den letzten zwei Jahrzehnten sehr selten! In den Vorjahren erfuhren wir meist aus Rom, Italien von den ersten – kameraüberwachten und gesendeten – Eiablagen in den ersten Märztagen. Heidelberg war damals oft bei den ersten Meldungen nördlich der Alpen. Das hat sich im letzten Jahrzehnt geändert!
(Es soll ja noch immer Menschen geben, die nicht an den Klimawandel glauben!)
Als ZEPHYR & PALATINA im Jahr 2018 erstmals gemeinsam balzten, waren erst am 15., 17.,19. und 22. März Eier im Nestkasten. . Die Ornithologen Mearns & Newton (1988) haben Wanderfalkenbruten im südlichen Schottland über neun Jahre erforscht: Ältere Weibchen legten im Schnitt 8 Tage früher als junge, noch unerfahrene Weibchen. Auch die Zahl der Eier der erfahrenen älteren Weibchen waren höher.
LISELOTTE erscheint uns auch in diesem Jahr leider noch nicht als erfahrenes Weibchen.
Es ist weiterhin bei uns, wie immer, nicht langweilig!
RUPERT startet
Danke, M.H.!

Ob RUPRECHT eine Nestgrube am Ausgang plant?
Danke, M.H.!

… und das in der Öffentlichkeit!
Bereits im vergangenen Jahr kopulierten RUPRECHT & LISELOTTE auf der Anflugstange. Am gleichen Ort geschah das auch gestern. Da diese Aktion sich lautstark und mit viel Geflattere vollzog, gab es bestimmt unten auf dem Marktplatz viele Augen -und Ohrenzeugen.
Ja, es ist amüsant, aber mir auch etwas peinlich.



Danke, H.K.!
An diesem Regentag
kümmert sich RUPERT um den Boden des Nistkastens.Er durchpflügt mit dem Schnabel den Boden bis in alle Ecken und schiebt das Kies-Sandgemisch mit den Fängen nach hinten. Auch das ist typisches Verhalten in dieser Phase.
Danke, M.H.!


Am 8.März 2024
gab es bereits eine Kopulation vor unserer Öffentlichkeit!
siehe Gängs Tagebuch-Archiv
Herzlichen Dank, Frau S. B. für den Hinweis!
Erfreulicher Jahresbeginn
DAS sehen wir gerne und die Bilder stimmen uns hoffnungsvoll für eine neue Brutsaison! Wir sehen RUPERT am Nistkasten und erwarten weitere Sichtungen. Es ist nun die Zeit, wo die Terzel sehr aufmerksam den Nistplatz und das Territorium im Blick halten.
Bald beginnt die Balz!
Danke, D.B., M.H. und für weitere Meldungen!


Zum Jahresende: Dank und Gruß!
Die 26. Saison unseres Projekts „Natürliche Wiederansiedelung wild lebender Wanderfalken in Heidelberg“ war leider auch 2025 nicht so erfolgreich wie in den Vorjahren. Der Besorgnis erregende schwache Bruterfolg entspricht auch den Daten an anderen Nistplätzen in Baden- Württemberg. Wieder kamen nur zwei Jungfalken, ALBRECHT und SONNI, aus unserem Nistkasten in die Luft, sie sind der 84. und 85. Jungfalke seit dem Jahr 2000 aus diesem Nistkasten. Die beiden sind ein weiterer Beitrag zum Artenschutz, denn zu Beginn stand der Wanderfalke noch auf der „Rote Liste“ der bedrohten Arten. (Ob er wieder in diese Liste aufgenommen werden muss?)
Auch für mich als „Hausmeister“ im Falkenzimmer der Turmspitze war es kein gutes Jahr. Krankheit beeinträchtigte seit Jahresmitte leider meine Aktivität als Dokumentar und Erklärer. Inzwischen geht es mir recht gut, – na ja, eher „altersgerecht“ passend – so dass ich weiter TAGEBUCH und GÄSTEBUCH betreuen werde.
Zum Jahreswechsel möchte ich ein herzliches „DANKESCHÖN!“ an die aktiven Mitarbeiter/- innen und an die Förderer/-innen der Heidelberger Wanderfalken richten:
Unser Dank geht erneut an unseren Webmaster T.J., an Pfarrer Dr. V.P., an die Damen im Pfarrbüro und an Hausmeister G.A. der Pfarrgemeinde Heiliggeist, an die Mitarbeiter/-innen des „Amt für Digitales und Informationsverarbeitung“ und des „Amt für Umwelt“ der Stadtverwaltung Heidelberg, an die Ehrenamtlichen des NABU Heidelberg für die Übernahme des „Sonderkonto Heiliggeist-Wanderfalken“der Website und die Kassenführung (A.K.) , an die Betreuer (Dr. E.S., Dr. A.H.) der “Nilgans-Abwehr“ im Nistkasten und an die tatkräftigen Helfer 2025 beim Reinigen und Pflegen oben am Nistkasten Dr. KF.R., A.K.,G.Str. und an den Beringer Dr.M.P., MdL Baden-Württemberg!
Herzlichen Dank an die treuen Spender- und Spenderinnen, die wieder den Livestream der drei Cams finanziert haben und an die Personen, die mir gelegentlich Fotos der Webcams zur Veröffentlichung überlassen haben.
Ich wünsche Ihnen, uns allen, ein gutes 2026!
Weihnachtsgruß 2025
In diesem Jahr fällt es mir schwer, Ihnen „Fröhliche Festtage!“ zuzurufen.
Ich übernehme – teilweise – was ich 2020 während des“Corona-lock -down“ als Weihnachtsgruß hier geschrieben habe!
Es passt auch in diesem Jahr.
„Trost und Ablenkung schenken uns ein wenig die Wanderfalken:
Gelassen stehen sie trotz Kälte, Wind und Regen auf der Anflugstange. Zuverlässig erscheint ZEPHYR in seiner „Herberge“, schläft ein, wacht auf und fliegt ab. Mit festem Griff hält der Falke im Eingang seine Position und pflegt dort in aller Ruhe und Sorgfalt ausgiebig seinen Körper. Er behält dabei seine Welt aufmerksam und neugierig im Blick. Ein großes Vergnügen für uns, wenn wir ZEPHYR – gelegentlich auch PALATINA – dabei über Cam 3 betrachten können, nicht wahr? Mit großer Sorgfalt und in partnerschaftlicher Eintracht werden sie in drei Monaten wieder ihre Küken aufziehen und in die weite Welt entlassen.
Können WIR vielleicht – auf unsere Weise – etwas davon übernehmen? Aufrechte Haltung „Komme, was wolle!“, Sorgfalt und Pflege für uns selbst, Augen auf für unsere Umwelt, Verantwortung für unsere Partner und Kinder. So leben, wie die Natur, das Schicksal, es für UNS vorgesehen hat.“
(Gängs Tagebuch, Weihnachten 2020)
Ich wünsche Ihnen für die Festtage 2025 und das kommende Jahr alles Gute!
DANKE für Ihre Unterstützung außerhalb der Brutzeit
Es gibt seit einigen Jahren bei uns keine „falkenlose“ Zeit mehr. LISELOTTE und RUPERT, ja sogar ihr 2025-Nachwuchs, zeigen sich uns fast täglich. Sie sind Standvögel geworden und zeigen ihre Anwesenheit in unseren Kameras. Sie haben sich an die andauernde Beschallung von unten, jetzt durch den Weihnachtsmarkt, gewöhnt.
Ich darf heute wieder mit großer Freude, im Namen aller Besucher/-innen, mich für die treuen, verlässlichen finanziellen Zuwendungen bedanken:
Seit dem 1. August bis zum 1.Dezember sind wieder monatliche Spenden eingegangen: von Frau A.E M., vom Ehepaar H.und P.R. und Spenden von Herrn U.K. und Frau M. Sch.
Jung und Alt sind nun ganzjährig Standvögel
Herzlichen Dank für die jüngsten Einträge im Gästebuch! Sie belegen, dass LISELOTTE, RUPERT, aber auch der Nachwuchs aus 2025, nun ganzjährig in der Altstadt von Heidelberg leben. Es wundert mich nicht:
Ich befahre, oder werde gefahren, oft sogar zweimal, jeden Tag, die Uferstraße B 37 unten am Neckar. Inzwischen hat sich dort der Schwarm von Stadttauben, der in der Kernaltstadt um Heiliggeistkirche und „Alte Brücke“ lebt, wesentlich vergrößert! Ich schätze ihn zur Zeit auf etwa 50 Exemplare. (Kein Wunder bei der gestiegenen Zahl von Touristen, – nicht nur während des Weihnachtsmarkts! Zahlreiche „Flusstouristen“ kommen täglich mit dem Bus von Rheinschiffen, die in Speyer und Mannheim vor Anker liegen, zu einer kurzen Visite.)
So ist der Tisch für die Stadttauben reich gedeckt und die Falken haben keine Mühe, sich im „Schlaraffenland“ zu bedienen.

