2023

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7. Mai, 2023

Darf man als Zuschauer zur Beringung?

Von |2023-05-07T14:56:23+02:0007. Mai 2023|Tagebucheintrag|3 Kommentare

Diese Bitte erhalte ich sehr oft.: „Ich bin Naturfotograf und ich bitte…“ – “ Mein Enkel schaut jeden Tag und er würde…“ – „Meine Freundin hat Geburtstag, es wäre ein schönes Geschenk, wenn sie…“  – “ Ich bin Biologe und …“

Nein, das geht nur in Ausnahmefällen.  Für Gäste gäbe es da wenig aus der Nähe zu sehen, denn kaum sind die Küken im Körbchen, sieht man nur das schwarze Tuch. So nah, wie es 2023 die Fotos – Danke S.H. und V.P.! – zeigen, kommen nur der Beringer und der „Kükenhalter“. Die Fotos, die wir bereits hier gezeigt haben, wurden aus  meterweiter Distanz gemacht. Nach der Beringung kommen die Küken sofort wieder unter das Tuch.  Sie sind dann auch wieder stumm und beruhigt.

Nein, streicheln darf man die Küken während der Beringung als Zuschauer nicht! (Stellen Sie sich doch bitte das Größenverhältnis vor, SIE wären das Küken: Da nähert sich eine Hand, so groß wie ein Tennisplatz, eine Fingerspitze, so groß wie ein Baumstamm, berührt sie „sanft“!)

Zum Schluss entstehen noch Fotos: Körbchen mit Küken und Anwesenden. Dann geht  es zurück in den Kasten. Eine Aktion von wenigen Minuten.

 

 

7. Mai, 2023

Die Muskulatur der Beine ist schnell stark geworden

Von |2023-05-07T14:44:49+02:0007. Mai 2023|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Bereits seit einigen Tagen liegen die Küken nicht mehr auf dem Bauch, sondern richten sich bereits auf. Ich bin froh, dass das Quartett am Freitag noch nicht wanderte, sondern sich noch im hinteren Kastenteil aufhielt. Würden wir heute erst beringen, so wäre das etwas riskant!

Wir Menschen können uns jetzt nur mit dem Oberkörper, auf einer Leiter außen stehend, in den Kasten hinein beugen und ein Küken nach dem anderen greifen, sich wenden und nach hinten in das Körbchen setzen. Dann das nächste greifen. Unser Arm reicht nicht bis vorn an den Ausgang. (Auf der Leiter stehend, sollte man sich auch selbst festhalten.) Hielt sich dann gerade ein Küken, wie heute jenes auf dem Foto, dort auf, so würde die Gefahr bestehen, dass es flüchtend nach vorn aus dem Nistkasten purzelt!

DAS wäre eine Katastrophe! Ist in 23 Jahren hier nicht geschehen, weil wir rechtzeitig beringen.

Danke, A.L.!

5. Mai, 2023

STEFAN, ICARUS, MIREILLE und FORTUNA

Von |2023-05-05T16:12:51+02:0005. Mai 2023|Tagebucheintrag|1 Kommentar

Wie jedes Jahr bedeutet die Vergabe einer Namenspatenschaft durch mich – selbstverständlich bin ich für Beratung offen – die ehrende Anerkennung von Personen, welche unser Projekt „Natürliche Wiederansiedelung frei lebender Wanderfalken in Heidelberg“ unterstützen, fördern, betreuen und aktiv mitarbeiten. Auch Leistungen und Verdienste für den Artenschutz in Heidelberg und Naturschutz in der Region ehre ich gern. Auch jene Menschen, die uns alle in besonderer Fürsorge und Fleiß mit Fotos, Video-Mitschnitten versorgen.

Und Who is who?

ICARUS trägt TN U, STEFAN TN V, FORTUNA TN W und MIREILLE TN X

Danke, S.H.!

5. Mai, 2023

Der Jahrgang 2023 ist fit, gesund und mit Ringen versehen.

Von |2023-05-06T10:06:47+02:0005. Mai 2023|Tagebucheintrag|1 Kommentar

Die Küken wurden heute vom Beauftragten des Max-Planck-Instituts für Vogelkunde (Vogelwarte Radolfzell) Dr. M. P. mit der Assistenz von Stefan R., Namenspate 2023, und mir beringt. Der Hausherr und Namenspate 2019 Pfarrer Dr. V.P.  und die Redakteurin S.H., Rhein-Neckar-Zeitung Heidelberg, waren beteiligt. Es war die 23. Beringungsaktion (2006 hatten wir keine Brut) und es sind nun 81 Küken die von uns hier unbeschadet beringt wurden. (Warum wir das machen, habe ich in den Vorjahren bereits dokumentiert.) Siehe Gängs Tagebuch -Archiv!

Als wir den Turm besteigen wollten, zeigte uns das Mobilphone/Tablet, dass gerade jetzt LISELOTTE  mit großem Frühstück angekommen war. So warteten wir bei Sonnenschein und 20° C lange auf dem Umlaufbalkon bis die Mutter , nach Fütterung auch noch des letzten Federchens, nach ausgiebiger eigener Nahrungsaufnahme und gemütlichem Rundumblick auf der Anflugstange, endlich davon geflogen war. Erst dann, nach 45 Minuten, wagten wir den Zugang zum Nistkasten. Auf keinen Fall wollten wir die junge Mutter bei ihrer ersten Brut erschrecken!

Das Quartett ließ sich leicht ergreifen, wurde im Körbchen mit einem schwarzen Tuch bedeckt und nacheinander mit dem goldfarbenen, mehrsprachigen Ziffernring der Vogelwarte links und mit dem schwarz-weißen, mit Buchstaben versehenen Kennring rechts beringt. ( Nein, das beeinträchtigt die Falken weder heute noch später, auch die Eltern bemerken und beachten das nicht.) Selbstverständlich prüften wir gründlich, welches Geschlecht der Nachwuchs 2023 aufweist. (Auch das habe ich in den Vorjahren ausführlich beschrieben.) In diesem Jahr haben wir erneut zwei Weibchen und zwei Terzel. Dr. P. machte noch einen Rachentest auf eine eventuelle Vogelgrippe-Infektion und überprüfte eventuellen Befall durch Zecken oder durch andere Parasiten. Alle vier Falkenkinder sind in einer hervorragenden Verfassung!

2. Mai, 2023

SO klein ist ZEPHYR nicht!

Von |2023-05-02T11:54:54+02:0002. Mai 2023|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Und LISELOTTE ist nicht SO groß!

Es ist die – z.Zt. viel genutzte, das wird sich ändern – Cam 2, welche die Größenverhältnisse der Falken trotz der Schärfentiefe nicht korrekt darstellen kann. Was nahe an der Cam 2 steht, wird groß abgebildet, was entfernter steht, erscheint uns winzig.

Bei den Greifvögeln ist der männliche Vogel meist kleiner, etwa ein Drittel (Lateinisch tertium), also nennt man männliche Falken Terzel. ZEPHYR wiegt etwa 800 g. LISELOTTE wohl eher 1.000 g.

Also rufen wir ihnen zu: „Könnt ihre beide euch mal schön nebeneinander stellen? Seitlich oder frontal, bitte!“

Danke, M.H.!

 

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