LISELOTTE nach ihrem Frühstück am 26. 12.2023
Danke, M.H.!


Danke, M.H.!


Nachtrag zu meinem Kurzbericht auf unserer Website zur „Saison 2023“:
Im Jahresgruß der AGW Baden-Württemberg schreibt der Vorstand F.R. u.a. zur Vogelgrippe H5N1 und allgemein zur Saison 2023 in Baden-Württemberg:
„Nachdem in den beiden letzten Jahren diese kaum oder nur geringe Auswirkungen auf die Populationen von Wanderfalken und Uhu zeigte, erlebten wir in diesem Jahr deren Auswirkungen – unmittelbar durch viele positive Befunde bei zahlreichen Totfunden und viele Brutverluste teilweise ganzer Gelege, aber auch durch eine vielerorts festgestellte tiefgreifende Störung der „normalen“ Brutzeit. Zu nennen wären da die häufig dokumentierten Neuverpaarungen zu Beginn und noch während der Brutsaison, die ungewöhnlich zahlreichen subadulten Brutpartner beiderlei Geschlechts, ein hoher Anteil sehr später Bruten und häufiger Verdacht auf Nachgelege sowie die deutliche Zunahme verwaister Standorte.“
Ja, aus unserer Heidelberger Sicht kann ich das – mit Fettdruck – bestätigen. Aber bei uns ist alles gut ausgegangen!
Schöne Festtage uns allen und ein gutes 2024!
HMG
Danke, K.!
Kein Wunder, nach einer stürmischen Nacht!
Danke, K.!
Gestern erreichten mich Anfragen, welch toter Vogel vorn in der Ecke läge. Es ist eine Taube, die dort für erfolglose Jagdzeiten (Nebel, anhaltender Regen) abgelegt wurde. Interessant ist für uns, dass alle Heidelberger Wanderfalken (AURORA, JETTA, PALATINA, auch die Terzel) dort solche Vorräte ablegten. nicht in den anderen Ecken. Wanderfalken legen mehrere Depots an, die Heidelberger bestimmt auch gegenüber in den zahlreichen Nischen der Schlossruine. Diese „geheim“ vor dem Partner und anderen Vögeln zu halten, gelingt wohl kaum. Wanderfalken haben auch oft besuchten „Kröpfplätze“, wo sie die Beutevögel rupfen und verzehren. Auch diese sind an den zahlreichen verstreuten Vogelfedern erkennbar.
Danke, K.!
Danke, M.H.!


Für unsere neuen Gäste ist es schwierig, LISELOTTE und ZEPHYR individuell zu erkennen, wenn nur ein Falke zu sehen ist. Das war in den Vorjahren recht einfach, denn die Vorgängerin von LISELOTTE war an ihren Fängen beringt. Seit Februar 2023 sehen wir Wanderfalken im Alterskleid und sie sind nicht beringt. Sie ähneln sich sehr. Prägen Sie sich bitte die Größe ein, wenn der Falke auf der Anflugstange oder im Eingang steht: Steht der Falke ganz außen, merken Sie sich die Größe an den Dachschindeln hinter seinem Kopf. LISELOTTE ist, wie alle Wanderfalkenweibchen, größer und wirkt massiger als ihr Partner. Prägen Sie sich die charakteristische Färbung und Ausbildung des schwarzen Backenstreifs ein, wenn der Falke sich seitlich zeigt. Achten Sie auf die weiße Färbung und dunklen Flecken auf der Brust, wenn der Falke von vorn zu sehen ist. Die noch junge LISELOTTE zeigt, frontal gesehen, noch viele dunkle Flecken auf der Brust, die Brust und Kehle des bereits betagten Terzels ZEPHYR erscheint uns als deutlich weiß.
Unten zeigt sich LISELOTTE von allen Seiten.
Danke K.!
Wir freuen uns über die nun zu Ende gehende 23. Saison unseres Projekts „Natürliche Wiederansiedelung wild lebender Wanderfalken in Heidelberg. Denn mit dem neuen und erstmals erfolgreichen jungen Falkenweibchen LISELOTTE sind seit der ersten Brut im Jahr 2000 nun 81 junge Wanderfalken aus diesem Nistkasten in die Freiheit ausgeflogen, ein bedeutender Beitrag zur Artenvielfalt in unserer Region! (Beim Beginn unseres Projekts 1999 stand der Wanderfalke noch als „gefährdet“ auf der „Rote Liste“ der vom Aussterben bedrohter Arten.)
Der störungsfreie Einblick in das Familienleben von LISELOTTE und ZEPHYR hat 2023 erneut vielen Menschen Freude bereitet. Es sind inzwischen rund 75 000 Menschen aus aller Welt – mit 2,2 Millionen Seitenaufrufen in diesem Jahr – die regelmäßig – vor allem während der Brutzeit – die Webcams und mein „Tagebuch“ besuchen. „In diesen schwierigen Zeiten ist mein täglicher `Besuch` bei den Heidelberger Wanderfalken Ablenkung und Trost“, schrieb mir kürzlich ein Gast.
Zum Jahreswechsel möchte ich ein herzliches DANKE an Mitarbeiter/- innen und Förder/-innen der Heidelberger Wanderfalken sagen:
Unser Dank geht erneut an unseren Webmaster T.J., an Pfarrer Dr. V.P., an Frau H.Sch. und Hausmeister G.A. der „Pfarrgemeinde Heiliggeist“, an die Mitarbeiter/-innen des „Amt für Digitales und Informationsverarbeitung“ und des „Amt für Umwelt“ der Stadtverwaltung Heidelberg, an den NABU Heidelberg für die Kassenführung (A.K.) des „Sonderkonto Heiliggeist-Wanderfalken“, an die Betreuer (Dr. E.S., Dr. A.H.) der “Nilgans-Abwehr“ im Nistkasten und an die tatkräftigen Helfer 2023 oben am Nistkasten Dr. KF.R.,G.Str., W.L. und Dr.M.P. !
Herzlichen Dank auch an die treuen Spender- und Spenderinnen, die wieder den Livestream der drei Cams finanziert haben und an die Personen, die mir immer wieder Mitschnitte und Fotos der Webcams zur Veröffentlichung überlassen.
Ihnen allen, uns allen, wünsche ich schöne Festtage und ein gutes 2024!
Foto S.H. an einen schönen Tag 2023

Danke, K.!
Saison 2023
Revierpaar
Wir haben eine neue Verpaarung: Am 9. Februar 2023 wurde das Territorium haltende Weibchen PALATINA letztmals am Nistkasten dokumentiert, denn wir erkannten sie immer eindeutig an der blass-roten Beringung ihrer Fänge. Mit ZEPHYR hatten wir sie zuvor seit Wochen balzend beobachten können. Die Ursache ihres plötzlichen Verschwindens bleibt unbekannt. Unfall? Vogelgrippe? Kampf mit Nachfolgerin? Bis zuletzt machte sie einen gesunden Eindruck auf uns. (PALATINA hatte 2014 den Nistkasten übernommen, zog mit dem Terzel PERKEO bis 2017 13 Jungfalken auf, ab 2018 mit dem neuen Terzel ZEPHYR 20 weitere Jungfalken. Sie bleibt uns als Mutter von 33 Heidelberger Wanderfalken in bester Erinnerung.).
Am 17. Februar 2023 erkannten viele Besucher/-innen, dass ZEPHYR mit einem neuen Weibchen balzte. Da die berühmte kurpfälzische Prinzessin Elisabeth-Charlotte, „Madame Palatine“, zeitnah vor 300 Jahren in Saint Cloud gestorben war, gab ich dem neuen Weibchen den Namen LISELOTTE. Ihr noch nicht voll ausgebildetes Federkleid (cornicum) zeigte uns, dass das neue Heidelberger Weibchen 2021 an einem unbekannten Ort schlüpfte. Sie ist nicht beringt. Inzwischen, seit Herbst 2023, hat LISELOTTE zum zweiten mal die Vollmauser ihres Gefieders vollzogen und zeigt nun das schöne Alterskleid eines Wanderfalken.
ZEPHYR übernachtet bereits seit einigen Jahren ab Herbst im Nistkasten. So auch in diesem Jahr. Auch LISELOTTE übernachtet gelegentlich dort, einmal übernachteten 2023 auch beide gemeinsam im Nistkasten. Nun kann man also jeden Tag, spätestens in der Nacht, Heidelberger Wanderfalken sehen.
Balz, Brut und Aufzucht
Mit dem neuen Falkenweibchen LISELOTTE, im zweiten Lebensjahr nun fruchtbar, begann die Balz Mitte Februar von neuem und Eiablage, Brut und Ausfliegen verschoben sich 2023 deshalb um etwa zwei Wochen. Das erste Ei wurde am 10. März gelegt, das zweite am 13. März, das dritte am 16. März und das vierte Ei am 18. März.
Das erste Küken schlüpfte am 19.April um 6.16 Uhr, das zweite Küken am 19. April um 8.24 Uhr, das 3. Küken am 20. April um 6.16 Uhr und das 4. Küken ebenfalls am 20. April um 12.40 Uhr.
Aufzucht
Die Aufzucht der vier Küken erfolgte ohne besondere Vorkommnisse. Die ersten Atzungen der frisch geschlüpften Küken mit winzigen Portionen waren wieder für die tausenden von Zuschauer/-innen rührend und interessant. Wie in jedem Jahr sorgten sich viele Gäste an ihren Bildschirmen, ob auch die kleinsten Küken gut ernährt wurden, auch wenn diese oft von den Erstgeborenen abgedrängt wurden. Erst in der zweiten Hälfte der Aufzuchtzeit wurden Tauben gereicht. Am 5.Mai wurden die junge Falken (zwei Weibchen, 2 Terzel) vom Beauftragten der Vogelschutzwarte Dr.M.P. doppelt beringt und mit Namen versehen: ICARUS, STEFAN, FORTUNA, MIREILLE benannt.
Ausfliegen
Am 31. Mai flog FORTUNA um 18.45 Uhr aus, (Sie wurde am 2. Juni in der Steingasse am Boden aufgegriffen und wieder von uns von der Scheffelterrasse (Schlossgarten) in die Luft gebracht.) Am 1. Juni startete STEFAN um 5.40 Uhr, am 1. Juni um 16.40 Uhr MIREILLE und am 3. Juni um 10.36 Uhr ICARUS. In den folgenden Wochen konnten die Jungfalken wieder oft auf dem Balkon der Jesuitenkirche gesehen werden.
Seit dem Beginn dieses Projekts sind hier 81 Wanderfalken ausgeflogen, ein bedeutender Beitrag zur Rückkehr wild lebender Wanderfalken in unsere Natur.
Danke, K.!