Mai 2020

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16. Mai, 2020

Da waren es nur noch DREI!

Von |2020-05-16T12:55:07+02:0016. Mai 2020|Allgemein, Tagebucheintrag|6 Kommentare

Dem Tagebuchschreiber ist nachzusehen, dass er an jedem Sonnabend vormittags ausgiebig den Markt in Heidelberg- Neuenheim besucht, dort auch gern ein Schwätzchen hält und dann auf dem Balkon in der Sonne ein zweites, großes Frühstück genießt. So kommt er erst gegen Mittag dazu, den auf heute erwarteten Erststart 2020 eines jungen Wanderfalken zur Kenntnis zu nehmen.  (Die nette Beschreibung des Tierfreundes von V.v.B. alias LORIOT, „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“ passt also doch nicht ganz auf meine Bezogenheit auf den Wanderfalken.)

HERZLICHEN DANK in die Runde für die zahlreichen Meldungen der frohen Nachricht! Es gibt in den Meldungen leider keine Übereinstimmung: War es GE FRIEDRICH oder GC SOPHIE, der zuerst die Flatter machte?

Wir alle bitten um weitere scharfäugige Beobachtung der Fänge der zurück gebliebenen Schwestern. (ELIZABTH mit GB ist das Riesenbaby, also bitte auf den anderen Jungfalken achten!)

 

Danke K.!

15. Mai, 2020

Babyspeck zu Brustmuskeln!

Von |2020-05-15T09:57:21+02:0015. Mai 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Das müsste man den Jungfalken – analog zur menschlichen Aufforderung „Schwerter zu Pflugscharen!“ –  nun zurufen. Sie sollten nun häufig und anhaltend mit den Flügeln schlagen, damit diese sie beim Erstflug weit und auf gleicher Höhe halten! Zumeist endet der Erstflug auf einem Dach in der Nachbarschaft oder – nach einer kurzen Schleife – auf dem Kirchendach. Aber schon beim Zweitstart, der manchmal – vom Hunger erzwungen – erst am folgenden (!) Tag erfolgt, schaffen es die Jungfalken bis hinüber zur katholischen Heiliggeistkirche, die wir Heidelberger Jesuitenkirche nennen. Diese wurde im Zug der Gegenreformation demonstrativ etwas höher als die protestantische Heiliggeistkirche errichtet. Das passt den Wanderfalken gut. Dach, Turm und Front sind deutlich höher als die Nachbargebäude und liegen ideal im Talkessel. Der Turm ist nicht öffentlich zugänglich, das Geländer des Umlaufbalkons dient nur den Wanderfalken, die Turmspitze hat Nischen und Öffnungen. Dort wird sich das QUARTETT in den kommenden Wochen oft zeigen.

Ich finde es bemerkenswert, ja, sogar beispielhaft, dass die Heidelberger Wanderfalken ihre Anwesenheit so fair auf die Konfessionen verteilen. Denn in Heidelberg gingen die beiden Konfessionen in Zeiten der Reformation und Gegenreformation nicht gerade freundlich-fair miteinander um…

15. Mai, 2020

Aushungern

Von |2020-05-15T09:35:32+02:0015. Mai 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Uns Menschen erscheint das augenblickliche  Verhalten von ZEPHYR und PALATINA jetzt nicht so freundlich-liebevoll wie wir das in den ersten Wochen zu erkennen glaubten. Wir schauen mit unserem menschlichem Blick auf Tiere und neigen dazu, bei ihnen ebenfalls – irgendwie –  menschliche Eigenschaften zu erkennen. Wir dürfen unsere Verhaltensmuster nicht bei  Tieren erwarten. Deren Verhalten ist geprägt von Mustern, die vom Überlebenserfolg seit Jahrmillionen geprägt wurden. So sind die Jungfalken im Nistkasten nun bestens ernährt und wiegen jetzt so viel wie ihre Eltern (die Terzel etwa 700 g, die Weibchen etwa 900 g). Wer hier häufig zuschaut, hat bemerkt, dass die Eltern nun seltener mit Nahrung ankommen und die Jungen deshalb besonders heftig schreien und gieren. Sie sind oft so hungrig und so aggressiv, dass die Eltern nur für ganz kurze Zeit im Kasten verweilen.  Wir können, falls wir uns auf dem Marktplatz aufhalten (Ach, wäre das schön, dort unten eng vertraut mit unseren Lieben einen Eisbecher vor sich zu haben!), in den nächsten Tagen dann ZEPHYR oder PALATINA mit Beute in den Fängen im Schleichflug um den Turm kreisen sehen. Sie provozieren damit die jämmerlich rufenden Jungfalken und locken sie so zum Abflug.

14. Mai, 2020

Mit sicherem Griff

Von |2020-05-14T21:35:45+02:0014. Mai 2020|Tagebucheintrag|2 Kommentare

steht ELIZABETH auf der Gitterstange – ein abgesägter Skistock – im Inneren des Nistkastens. (Die Gitterstäbe hatten wir 2015 eingezogen in der – vergeblichen Hoffnung – damit die Nilgans am Einzug zu hindern.) Wir haben die Stäbe – nun aus Furcht vor dem Uhu –  belassen.

DAS hatten wir noch nicht, dass ein Jungfalke, der sich noch nicht hinaus auf den Balkon traut, diesen hervorragenden Aussichtspunkt erwählt, um ebenfalls hinaus zu schauen! Dazu gehört ein gutes Körpergefühl um mit den großen Fängen auf diesem dünnen Stab Halt zu finden.

Jedes Jahr sehen wir hier neue Fähigkeiten und Verhaltensweisen, auch mir wird es nicht langweilig.

Danke, T.M.!

13. Mai, 2020

Das hatten wir hier noch nie

Von |2020-05-13T15:20:02+02:0013. Mai 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Alt und Jung nebeneinander  auf der Anflugstange! PALATINA mit einem Jungfalken friedlich nebeneinander! Vermutlich ist es SOPHIE, die bereits den zweiten Tag auf diesem Halter der Anflugstange ruht. Beide haben einen vollen Kropf, deshalb diese Gelassenheit. Beide dösen, denn wir erkennen, wie sich bei beiden ab und zu die weiße Nickhaut, ein zweites Augenlid, über das schwarze Auge schiebt. Gut zu erkennen: Das Jugendkleid, braun und längs gestreift. Das Alterskleid: blaugrau, weiße Brust, quer gefleckt.

 

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