Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
DAS 1. Ei in der Saison 2026
wurde gegen 16.39 Uhr gelegt, exakt wie im Vorjahr! Dieses Jahr nicht im hinteren Bereich des Nistkastens, sondern eher in der Mitte?
Ich selbst konnte es noch nicht sehen, aber DANK und Dokumentation vieler Augenzeuginnen!

Beuteübergabe am 6. März
Danke, M.H.!

Balz am 4. März 2026
Danke, M.H.!

RUPERT als Frühaufsteher
Leider lockt er vergeblich.
Danke,S.F.!
Ein Blick in die Statistik
2024 sahen wir am 13. März das erste Ei, 2025 am 6. März.
Balz, aber noch nicht im Nistkasten
Danke, M.H.!



RUPERT lockt LISELOTTE mit einem Happen
Danke, M.H.!

RUPERT bearbeitet den Boden
Danke, M.H.!


Kurze Balz am 26. März, wie im „Drehbuch“vorgesehen
RUPERT lädt LISELOTTE in der Nistkasten, es folgt das in „Gängs Tagebuch“ oft ausführlich beschriebene Ritual.
Siehe „Gängs Tagebuch Archiv“!
RUPERT, „flüchtet“, LISELOTTE verbleibt noch einige Zeit im Kasten …
Danke, M.H.!


Idylle am Abend

Danke, H.Sch.!
RUPERT versorgt LISELOTTE
Erfreulicherweise fliegt sie mit der großen Beute ab, um diese an anderer Stelle zu kröpfen. So bleibt der Nistkasten noch frei von Federn.
Danke, M.H.!


RUPERT lockt eine nasse LISELOTTE
RUPERT, im Nistkasten, lockt mit einer kleinen „Morgengabe“eine durchnässte LISELOTTE in den Kasten.

Danke, D.B.!
Bald blicken die Küken in die Welt
Danke, M.H.!

Manadun, der älteste Heidelberger Frauenname
Morgen, 5. Mai 2026 ist ein Jubiläumstag!
Das Ehepaar Rihbertus und Manadun, vor 1.239 Jahren im – heutigen Heidelberg-Handschuhsheim lebend, schenkten am 5.Mai im Jahr 787, – ich wiederhole: im Jahr 787 – vor 1.239 Jahren ! – ihren Besitz in Heidelberg-Handschuhsheim an das Kloster Lorsch. Wohl für ihr zukünftiges Seelenheil …
“ Ich Rhibertus und meine Manadun schenken …“
„Dieser Name leuchtet wie eine Sternschnuppe aus dem historischen Dunkel auf“, schreibt der Heidelberger Professor Bernd Schneidmüller in seinem lesenswerten Betrag in „HEIDELBERG Jahrbuch zur Geschichte der Stadt 2026, S. 11 ff.,“774-2024. Als Handschuhsheim und seine Kirche in die Geschichte kamen“.

Namen sind Schall und Rauch
schrieb Goethe in seinem Drama Faust 1.Teil.
Wie kommen/kamen hier Jung & Alt zu ihren Namen?
Vor 26 Jahren hatte der Kinderchor der Pfarrgemeinde Heiliggeist die Namen der ersten beiden Küken RON und JANA ausgewählt. Seit 2001 wähle ich die Namenspatenschaften aus. Auch AURORA , PHÖNIX, JETTA, PERKEO, PALATINA, RUPERT, LIESELOTTE habe ich Namen gegeben.
Anderen Orts und zu anderen Zeiten verwendet/e man keine Namen, sondern nüchterne Zahlen, ohne hintergründige Bedeutung, z.B. PS 31612. (Ich gebe seit einem Vierteljahrhundert sorgfältig ausgewählte Falkennamen, siehe z.B. im „Gängs Tagebuch Archiv“ den Eintrag zum Namen RUPERT am 25.02.2024)
Es ist eine anspruchsvolle, aber interessante Aufgabe für mich! Denn jährlich erreichen mich mehrere Vorschläge und Bitten:
Darunter sind „aktuelle“ wie nach TIMMY oder SWIFTIE, andere durchaus fordernd: „Warum wird der bekannte ägyptische Falkengott Horus nicht als Name gewählt?“ Andere bitten dringend: „Mein Enkel /Ehemann/ Freund/-in, Chef/-in würde sich darüber als Geburtstagsgeschenk freuen!“
Die Falkennamen und deren Bedeutung kann man nachlesen:
Siehe Informationen, dann zu „Wanderfalkennachwuchs in Heidelberg“. (Für 2024 ist ANDREAS und JOHANN nachzutragen, für 2025 ALBRECHT und SONNI und für 2026 nun HORUS, ANNEROSE und MANADUN.)
HORUS, ANNEROSE und MANADUN
Die drei Küken des Jahrgangs 2026 wurden am Donnerstag, 30. April, am 19.Tag nach ihrem Schlupf, beringt. Das Team Dr. M .P. und Dr. K.F. R., das seit 26 Jahren nahezu alle Küken auf Heiliggeist beringt hat, war sich einig:
Es sind zwei Weibchen und ein Terzel!
(Leider konnte ich nach 26 Jahren, in denen ich alle Küken in den Händen halten durfte, nicht dabei sein! Ich hatte es in „Gängs Tagebuch“ bereits am 27. April angekündigt.)
Den Terzel HORUS erkennen wir nun am Kennring GA, das Weibchen Annerose am Kennring FZ, das zweite Weibchen MANADUN am Kennring FY.
PS. Den Namen HORUS erklärt Wikipedia oder die KI, ANNEROSE ist DANK für die außerordentliche finanzielle Unterstützung einer Dame. (Den Namen MANADUN erkläre ich später. Die KI kann nicht alles.)
Nichts zu lesen, nur schauen!
Ab Dienstag, 28. April , bin ich für einige Tage nicht in Heidelberg. „Gängs Tagebuch“ und das „Gästebuch“ kann ich während meiner Abwesenheit nicht bearbeiten.
Pelzdunen

Als die beiden ersten Küken vor 16 Tagen schlüpften, waren diese beiden blütenweiß. Inzwischen ist das Trio nicht etwa schmutzig, sondern die Küken tragen bereits ihr zweites Federkleid!
Es sind die grauen PELZDUNEN, welche die drei Küken wärmen.

Die Oberhaut der Vögel ist von unserer Haut völlig verschieden, sie erinnert uns an deren Abstammung von den Saurieren. Bei uns Menschen wird die Hornsubstanz der Oberhautzellen, das Keratin, fortlaufend abgestoßen und von innen erneuert. Als Schuppen auf unseren Schultern, als Hornhaut an unserer Fußsohle und Handinnenflächen, als Haare und Finger- und Zehennägel werden diese abgestorbenen Zellen von nachwachsenden lebenden Zellen verdrängt und als tote Substanz nach außen geschoben.
Die Oberhaut der Vögel bildet Federn aus. Bei der Vogelfeder wird zunächst im Schutz einer Hornhülle (Blutkiel) ein kompliziert eingerolltes „Gebäude“ gebildet, das sich dann zu einer verhornten und hochspezialisierten Federfahne entfaltet,wenn diese Hornscheide aufsplittert. Denn jede Feder dient, je nach ihrer Lage am Falkenkörper, ganz bestimmten Zwecken und wird erst nach der Mauser völlig erneuert! Die harten Armschwingen von LISELOTTE und RUPERT unterscheiden sich völlig von ihrem weichen Bauchgefieder.
Bei den drei 2026- Küken formen sich diese „Federorgane“ nun aus. Blutkiele, weil sie bei Verletzung leicht bluten, heißen die bläulich glänzenden Hornscheiden der Zapfen, die nun am Stoß und an den Flügeln bald sichtbar werden. Bald werden diese Hornzapfen an der Spitze eintrocknen und es erscheint die zunächst noch eingerollte Federfahne, die sich allmählich zur Fläche entrollt. Dabei wird die Pelzdune aus ihrer Hauttasche ausgeschoben.
Das „niedliche“ Aussehen der drei Küken ändert sich nun rasch und sie werden uns bald nicht mehr so „gefallen“ wie bisher. Vor allem ihre tierischen „Tischsitten“ und ihr „Benehmen“ wird uns gar nicht gefallen!
Auch 2026 bewundern wir die schnelle Entwicklung, nicht wahr?