Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Der Wanderfalke ist gerettet, andere Vogelarten nicht!
Rebhuhn, Feldlerche, Braunkehlchen und weitere vier Vogelarten stehen in Baden-Württemberg kurz vor dem Aussterben. 27 Vogelarten sind bereits ausgestorben.Von den 200 einheimischen Vogelarten, die regelmäßig in unserem Bundesland brüten, sind nur 82 Arten als ungefährdet eingestuft.
Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung v. 30.09.2022, S.18 „Feldlerche vor dem Aussterben?“
Ich erinnere, wie in den 1960-er Jahren in Baden-Württemberg nur noch etwa zwei Dutzend wild lebende Wanderfalkenpaare erfolgreich brüteten.
Heute ist der Wanderfalke in Baden-Württemberg als Brutvogel wieder zurück.
Foto aus dem Nistkasten! Als ich 2008 nach dem Ausfliegen der Jungfalken den Nistkasten reinige, entdeckt mich AURORA und schimpft im Vorbeiflug!

ZEPHYR, ein Langschläfer
Am Vormittag blieb er noch lange im Eingang.
Danke, C.!


Der verlässliche ZEPHYR
Über das vergangene Wochenende waren in der Heidelberger Altstadt beim HEIDELBERGER HERBST über 100 000 Gäste unterwegs. Zu Füßen des Nistkastens auf dem Marktplatz gab es Live-Musik – mit der heutzutage üblichen Lautstärke – über viele Stunden.
Nun ist mit kalter Nässe wieder Ruhe eingekehrt und Terzel ZEPHYR bleibt über die Nacht an seinem Schlafplatz.
Danke, M.H., S.F. und C.!


Ein netter Zufall
Auch heute hat ZEPHYR wieder im Nistkasten übernachtet. Vor der Nacht von Samstag auf Sonntag hatte auch ich die Heizung unserer Wohnung wieder in Gang gesetzt und die Wohnung, ein klein wenig, beheizt.
Danke, M.H. und C.!


ZEPHYR am 18. September 2022
Für uns ein vertrauter Anblick, an einem kalten und nassen Herbsttag eine Freude!
Danke, C.!
Vom 17. auf den 18. September: ZEPHYR übernachtet
Darauf haben wir gewartet: Wie in den Vorjahren nützt nun wieder der Terzel den Nistkasten als trockenen und sicheren Platz für die Nacht. Und wieder bleibt er zunächst am Morgen im Eingang.
Danke, M.H.!


Wenn ein Wanderfalke etwas genau sehen will
dann wendet er seinen Kopf, wechselt die Blickrichtung so, dass er nur mit einem Auge schaut, oder wendet seinen Kopf – geradezu akrobatisch – fast völlig um die Achse!
Dieser Schnappschuss vom 14. September, der auf uns Menschen geradezu als kokett wirkt, ist wirklich eine nette Eröffnung der neuen Saison, nicht wahr?
Wie würden wir das Verhalten von PALATINA in unserer Sprache ausdrücken?
„Was guckst Du? HALLO! ICH bin es!“
Danke, D.B.!
Die neue Saison beginnt!
Am 14. September zeigt sich unser Paar erstmals im beginnenden Herbst gemeinsam am Nistkasten. ZEPHYR versucht mit „Ack-Zick“-Lockrufen, PALATINA in den Nistkasten zu locken. Sie zeigt sich noch wenig interessiert und pflegt ausgiebig ihr Gefieder.
Danke, M.H. und D.B.!


Auch ZEPHYR ist zurück
Es war über Cam 3 keine Beringung an den Fängen erkennbar und auch die Größe deutet darauf hin, dass es der Heidelberger Terzel ist.
Danke, B.G.!

Eine nasse PALATINA
zeigte sich am Abend des 6. September
Danke, M.M.!


Wo sind PALATINA und ZEPHYR?
Gelegentlich erreichen mich Anfragen, warum es hier in „Gängs Tagebuch“ seit Wochen nichts zu lesen gibt. Die Antwort ist einfach: Es gibt nichts zu berichten. Im Hochsommer herrscht im Territorium der Brutpaare direkt am Brutplatz eine „falkenlose“ Zeit. Warum sollten sich nun PALATINA und ZEPHYR auch im Nistkasten oder auf der Anflugstange sehen lassen? Es ist ja nun keine Zeit für Balz und Brut. Beide gehen – nein, fliegen! – nun ihre eigenen Wege, ziehen weitere Kreise um ihr Revier in Heidelberg.
Nein, sie gehen als Wanderfalken nicht „auf Wanderschaft“, – das machen nur die Jungfalken, die inzwischen auf der Suche nach Partner/-innen und eigenen Revieren sind.
Vermutlich bleiben PALATINA & ZEPHYR auch im Sommer in der Kurpfalz, denn sie werden ihren nun „traditionellen“ Nistplatz im Turmhelm der Heiliggeistkirche beibehalten . Die Ansiedelung eines neuen Paars in diesem Nistkasten wird PALATINA nicht dulden. Dass gelegentlich ein Taubenpärchen oder ein Turmfalkenterzel ihrem Nistkasten einen Besuch abstatten, tolerieren sie jetzt noch.
Es gibt also für mich nichts Neues zu berichten! Ich bin in den Sommermonaten oft außerhalb von Heidelberg und recht froh, dass ich anderen Interessen nachgehen kann. Sie vermissen die Heidelberger Falken? Im umfangreichen Archiv meines Tagebuchs habe ich zu allen Aspekten der Wanderfalken geschrieben, ich empfehle darin zu blättern!
Den vielen Freundinnen und Freunden unserer Website wünsche ich weitere schöne Tage bis zum Beginn der neuen Saison!
PALATINA im Februar 2022

Kein Fremdfalke, sondern PALATINA
Das Wanderfalkenweibchen, das am 24. Juli den Nistkasten besuchte, war doch PALATINA, wie genauere Untersuchungen der Ringfarbe und des Seitenprofils des Kopfes ergaben. Ich täuschte mich bei den Ringfarben und sah BLAU statt ROT.
links: PALATINA im April 2022 rechts: PALATINA am 24. Juli 2022


Herzliche Einladung bleibt weiter unbeantwortet
Auch heute ist LISELOTTE sehr aktiv. Ein Hinweis, dass sie einen anderen Falken beobachtet. Leider wissen wir nicht, was sich zur Zeit in der Luft abspielt …
Danke, D.B.!


LISELOTTE ist wohl mit einem anderen Wanderfalken zugange
Einladung zur Balz? Wir warten auf einen gemeinsamen Besuch zweier Falken im Nistkasten …
Danke, K.!
Hoffen und warten
Wieder einmal beginnt eine neue Saison mit einer unerwarteten Lage. Bisher waren wir es gewöhnt, dass der Terzel in den späten Januartagen/frühen Februartagen besonders eifrig im Nistkasten tätig war, dann in zunehmender Häufigkeit das Falkenweibchen in den Nistkasten einlud. Das Weibchen verharrte dann noch einige Zeit im Nistkasten und überprüfte die Nestmulde. Besonders interessant fanden wir das Balzritual der beiden beim gemeinsamen Eintreffen in den Kasten.
Darauf warten wir nun gespannt und etwas besorgt.
Wir sehen jeden Abend LISELOTTE ankommen, an der Rückwand die Nacht verbringen und morgens in der Dämmerung abstreichen. Tagsüber, so berichtet man mir und auch ich konnte es gelegentlich sehen, steht sie lange Zeit oben auf dem Turmkreuz. ZEPHYR, seit 2017 hier anwesend, wurde seit 9. Januar 2024 nicht mehr am oder im Kasten beobachtet. Tagsüber, besonders am Vormittag, kommt und geht LISELOTTE häufig, schaut lebhaft und ruft. Ihre Lautgebung ist ein Anzeichen, dass sie einen Partner sieht. (Es könnte auch sein, dass ihre Präsenz, ihre Starts und Landungen, sich gegen die z.Zt. in der Nähe recht aktiven Nilgänse richtet.)
Nein, ich mache mir – noch – keine Sorgen um diese Saison. Es sind z.Zt. bestimmt einige nicht- verpaarte Wanderfalkenterzel auf der Suche nach Partnerin und Territorium unterwegs. Das Neckartal und die nahe Rheinebene sind traditionell von Vögeln stark beflogene Gebiete. 2023 wurde die abgängige PALATINA Ende Februar auch sofort durch ein neues Falkenweibchen – LISELOTTE – ersetzt.
Dieser Nistplatz, dieses Territorium, diese hübsche LISELOTTE findet bestimmt das Interesse eines neuen munteren Terzels, nicht wahr?
Es wird allmählich interessanter
Ob sie die Beute als „Brautgeschenk“ übernommen hat?
Danke K. u, M.H. und H.K.!
LISELOTTE ruft
Das ist ein gutes Anzeichen. Wanderfalken rufen nur, wenn sie einen Partner/-in im Blick haben.
Danke, M.H.!
