Gängs Tagebuch
Gängs Tagebuch2021-10-04T08:44:30+02:00

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

12.Nov., 2022

ZEPHYR hat heute wenig Laune zum Start in den Tag

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Wanderfalken starten meist in der frühen Morgendämmerung, noch im Dunkeln, in ihren Tag. Wir beobachten das auch bei ZEPHYR, der im Herbst und Winter meist im Nistkasten übernachtet.  Gerne steht er dann noch etwa für eine Viertelstunde auf der Schwelle des Nistkastens und schaut hinab auf die allmählich erwachende Altstadt.

Heute blieb er noch lange Zeit abwartend. Kein Wunder, denn über der Stadt lag dichter Nebel. ZEPHYR wusste, dass er nun kein Frühstück erjagen konnte. Noch um 11.30 Uhr sah ich aus dem Auto bei der Alte Brücke, dass heute von dort  die bedauernswerten Touristen die Schlossruine nur erahnen können.

Danke, O.S., S.F., D.B.!

12.11.2

2

10.Nov., 2022

Webcam 3 zeigt keine Farbe

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Ich wurde bereits mehrfach darauf hingewiesen, danke. Seit einigen Tagen haben wir eine Störung der Kamera 3, die sich im Sterbeglöckchenturm auf dem Kirchendach befindet.

Noch habe ich keine Informationen von unseren technischen Helfern, woran das liegt und wie das repariert werden kann.

6.Nov., 2022

Warum trägt das Heidelberger Falkenweibchen den Namen PALATINA?

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Heidelberg liegt in der Kurpfalz. ZEPHYR, PALATINA und die 77 Jungfalken, die vor ihrem Erstflug wochenlang im Nistkasteneingang standen, schauen auf die Schloßsruine der vormaligen Kurfürsten von der Pfalz. Unten in der Kirche stand vor einigen Jahrhunderten die Bibliotheca Palatina, die berühmte Bibliothek der Kurfürsten. Eine Heidelberger Prinzessin heiratete den Bruder des französischen Königs Ludwig XIV.

In Frankreich hieß Elisabeth Charlotte MADAME PALATINE. Sie ist neben der heutigen Königin Silvia in Stockholm die berühmteste Heidelbergerin.

Bereits 2001 gab ich den beiden geschlüpften weiblichen Wanderfalken auf der Heiliggeistkirche die Namen LISE und LOTTE, denn die maulfaulen Bürger der Kurpfalz verkürzen seit dreihundert Jahren den Namen von Elisabeth Charlotte auf Liselotte.

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Alles wird gut!

Das sagt man wohl nun nach unserer – von Tag zu Tag – zunehmenden Sorge um den abgängigen ZEPHYR und dem Ausbleiben eines Nachfolgers. Endlich sehen wir einen Nachfolger! Wie wir es für unseren attraktiven Nistplatz, das nahrungsreiche Territorium in schönster Lage und der jungen hübschen LISELOTTE erhofft, ja erwartet haben, handelt es sich, wie wir sehen, um einen sehr gut aussehenden Terzel!

Der Auftritt ist noch nicht ganz regelgerecht: LISELOTTE steht – zunächst für uns unsichtbar – hinten an der Kastenwand. der NEUE steht – in Balzpositur – angstfrei im Kasten und gibt Balzlaute von sich. Als er abstreicht, tritt LISELOTTE ins Bild. (Wir kennen es aus den Vorjahren umgekehrt: Terzel kommt in den Nistkasten, Weibchen folgt, Terzel verlässt rasch den Kasten.)

Er ist nicht beringt, bereits im Alterskleid, also vermutlich mindestens drei Jahre alt. Wir werden Schwierigkeiten haben, ihn von LISELOTTE unterscheiden zu lernen. Nachdem nun „das Eis gebrochen ist“, werden wir nun die beiden hier täglich sehen.

(Und ich muss mir nun einen passenden Heidelberger Namen für ihn suchen.)

Danke, K. und Meldungen auf anderem Weg!

21. Februar 2024|0 Kommentare
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