Gängs Tagebuch
Gängs Tagebuch2021-10-04T08:44:30+02:00

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

4.Jan., 2023

Dezemberdank

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Auch im Dezember haben wir wieder Spenden erhalten, die wir für den Austausch der – leider anfälligen Cam 3 – benötigen und nutzen können.  Herzlichen Dank an Herrn U.K., erneut an das Paar P.und H.R. ,an Frau C.S.-A.,an Herrn G.H., an Frau B.H.K., an Frau A.Sch., an Frau M.Sch., an Frau A.L.., an Frau M.G., und erneut an P. und H.R.

4.Jan., 2023

Vogelscheuche Silvesterfeuerwerk

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Wir hatten uns – seit Monaten – daran gewöhnt, dass ZEPHYR im Nistkasten übernachtet. Aber wieder wurde er – mit viel Haustieren und Wildtieren – bereits zwei Abende vor dem Silvesterfeuerwerk aus der Stadt vertrieben und ist seitdem nicht zurück gekehrt. Wie ich höre (Ich selbst stand auf einem Dorfplatz in 1.600 m Höhe in den Alpen, dort wurde gefeiert, aber das Verbot von Feuerwerk korrekt eingehalten.), war die Belastung der Luft in den Heidelberger Altstadt danach wieder extrem schlecht und erreichte den Jahreshöchstwert.

Nun warten wir geduldig und hoffnungsvoll auf die Rückkehr der Falken.

27.Dez., 2022

Zum Jahresende

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Mit dem Jahresbeginn in wenigen Tagen freuen wir uns auf die beginnende 24. Saison unseres Projekts „Wiederansiedelung wild lebender Wanderfalken in Heidelberg.“ Es sind nun 77 junge Wanderfalken aus diesem Nistkasten in die Freiheit ausgeflogen, ein bedeutender Beitrag zur Artenvielfalt in unserer Region, denn  1999 stand der Wanderfalke noch als „gefährdet“ auf der „Rote Liste“ bedrohter Arten.

Der störungsfreie Einblick in das  Familienleben von PALATINA und ZEPHYR hat erneut vielen Menschen Freude bereitet. Die Zahl der Zugriffe hat sich erneut erhöht, es sind über 60 000 Menschen, die regelmäßig – vor allem während der Brutzeit – die Webcams und mein „Tagebuch“ besuchen.

Der Jahreswechsel ist Gelegenheit ein DANKE an Mitarbeiter/- innen und Förder/-innen der Heidelberger Wanderfalken zu sagen. (Bereits heute, denn ich bin bis Mitte der nächsten Woche nicht in Heidelberg.)

Unser Dank geht erneut an die Verantwortlichen  der „Pfarrgemeinde Heiliggeist“, an die Mitarbeiter des „Amt für Digitales und  Informationsverarbeitung“ und des „Amt für Umwelt“, an den NABU Heidelberg für die Kassenführung des „Sonderkonto Heiliggeist-Wanderfalken“, an die Betreuer der“Nilgans-Abwehr“ im Nistkasten und an die tatkräftigen Helfer 2022 oben am Nistkasten Dr. KF.R., St.R., und Frau A.T., und Dr. M.P. (Beringung) !

Dank aber auch an die treuen Spender- und Spenderinnen, die wieder den Livestream der drei Cams finanziert haben und an die Personen, die mir immer wieder Mitschnitte und Fotos  zur Veröffentlichung überlassen. (Ich habe dafür keine Zeit und mangelnde Kenntnis.)

Ihnen allen wünsche ich ein gutes 2023!

Foto: (HMG aus 2004?) Die Kinder des nahen Kindergartens  „Heuhüpfer“, die während der Aufzucht der Küken hier täglich bei ihrem Spaziergang im Foyer des Rathauses vorbei schauten, sind heute junge Erwachsene.

23.Dez., 2022

Schöne Festtage

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wünsche ich Ihnen mit einem Blick von der Schlossruine (Dicke Turm ), einer Warte und Schlafplatz von PALATINA & ZEPHYR,  auf den Turm der Heiliggeistkirche.

Hans-Martin Gäng

Foto: HMG

 

19.Dez., 2022

Jahresrückblick 2022

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finden unsere Gäste auf dieser Website  auf der Titelseite rechts oben gelistet: bei „Informationen“, dann „Jahresrückblicke“.

Wieder einmal eine erfreuliche Bilanz, nicht wahr?

18.Dez., 2022

Wie schnell ist ein Wanderfalke?

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Diese Frage erreicht mich oft und ich habe in“Gängs Tagebuch“ der Vorjahre gelegentlich über den „stoop“, den Stoßflug des Wanderfalken, geschrieben. (Siehe im Tagebuch-Archiv! ) Es gibt ganz unterschiedliche Informationen, zum Teil übertriebene Angaben. Gemessen und bei „Guiness World Records“ verifiziert ist das Wanderfalkenweibchen „Frightful“, im Besitz eines amerikanischen Falkners, mit 242 mph, also 389 km/h .

Im Internet gibt es Videos, die Wanderfalken zeigen,  die  Fallschirmspringern, die im freien Fall abstürzen, mühelos folgen.

PS. Schnellste Säugetiere sind mexikanische Fledermäuse, die nur 12 g wiegen, sie sind ebenfalls extrem schnell. Sie erreichen hohe Geschwindigkeit durch aktives Fliegen mit Muskelkraft, also nicht im Sturzflug!

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Nachtrag zum Namenspaten

Ein großartiges Porträt unten, nicht wahr? Noch heute bleibt – insbesondere das weibliche Publikum, – fasziniert davor stehen!

Links der 19-jährige Karl-Ludwig,  rechts der 17-jährige RUPERT.

Ihr Vater Kurfürst Friedrich V., der Winterkönig, hatte als Protestant die Königswürde im katholischen Böhmen angenommen, verliert die Schlacht am WeißenBerg am 8.11.1620, General Tilly erobert und zerstört 1622 Heidelberg. Die Familie trifft 1621 bei Onkel Maurits von Oranien in Den Haag ein. Die Mutter Elizabeth geb. Stuart, nun bald Witwe muss ihre 13 Kinder allein erziehen, ausbilden lassen und unterbringen. Einige sterben bald, andere machen Karriere. Alle sind hochgebildet, auch RUPERT spricht, Holländisch, Deutsch, Englisch, lernt auch Latein und Griechisch. Er ist zeitlebens an Kunst und Technik interessiert. Am Hof ihres Onkels King Charles I. lassen die Brüder „es krachen“, genießen für einige Zeit ein Leben, wir würden sagen, als Playboys. RUPERT kämpft für Charles I. wird  abgesetzt, verbannt, lebt drei Jahre als Gefangener, sein Cousin König Charles II. ruft ihn wieder als Militär zurück . Er kämpft als Korsar gegen England, später als Admiral für England. Er leitet Sklavenschiffe aus Afrika in die Karibik, er wird Statthalter/Verwalter der Hudson Bay Company im heutigen Kanada, zuständig für den ergiebigen Pelzhandel im riesigen  „Ruperts Land“, er stellt der Royal Society in London zahlreiche Erfindungen vor. Er ist zuletzt Gouverneur von Windsor Castle und Chef der Royal Navy.

Anton van Dyck, Karl-Ludwig und Ruprecht von der Pfalz, Louvre, Paris

25. Februar 2024|0 Kommentare

RUPERT ist der Name des neuen Terzels

Wie beim Kreuzworträtsel oder ChatGPT:

“ Nenne mir Namen für einen männlichen Heidelberger Wanderfalken,  der zum Namen des Weibchen Liselotte passt, – aber bitte schön! –  mit Lokalkolorit und historischem Hintergrund, gut auszusprechen für unsere ortsfremden, der deutschen Sprache unkundigen Website-Besucher. Dieser Name wird dem neu hier residierenden Falken etwa 8-10 Jahre zugewiesen!“

Nichts leichter als das.

Wanderfalke in HEIDELBERG – Heidelberg! Ah! Das Schloss kennt jeder auf der Welt – Die Falken auf Heiliggeist, 9 Altfalken, 81 Jungfalken seit 1999 haben die optimale Aussicht auf diese Ikone Heidelbergs – Wer residierte auf dem Schloss? Pfalzgrafen! Prinzen! Kurfürsten! – Deren Namen, am häufigsten Ruprecht! Elf mal! – Geht nicht, hatten wir doch schon 2002 als Namen für ein Falkenküken (nach Kurfürst Ruprecht III. 1352-1410, der zum König Ruprecht I. wurde, sein Grabstein liegt unten im Chor der Heiliggeistkirche) – Dann nehmen wir den jüngsten Ruprecht aus dieser Elferreihe, den  letzten Pfälzer Ruprecht !  – Dieser verbrachte sein ganzes Leben im englischen Sprachraum, kam als Teenager an den Hof seines Onkels King James I. -„What`s your name? -Ruprecht – What? Roop-retched?-Your name is now RUPERT!“ – Prince Rupert, 1619-1682, count Palatine, macht in London Karriere: Lord High Admiral der Royal Navy und in der Westminster Abbey begraben . Er ist der Onkel von Elisabeth-Charlotte, 1652-1722 von uns geehrt als Falke LISELOTTE, passt!

Also RUPERT Ein auffallend schöner, viel geliebter Prinz, auch von seiner Nichte Liselotte bei seinen seltenen Heidelberg-Visiten verehrt.

Rupert, Prince Palatine, Detail aus dem wunderschönen Doppelporträt  Karl-Ludwig und Ruprecht von der Pfalz, von Anton van Dyck, Blickfang im Louvre, Paris

25. Februar 2024|0 Kommentare

„Name ist Schall und Rauch“

heißt es bei Goethe (Faust I). Als Initiator dieses Projekts zur natürlichen Wiederansiedelung wild lebender Wanderfalken in Heidelberg vor 25 Jahren habe ich mir das Privileg angeeignet die NAMEN der brütenden Wanderfalken zu bestimmen. Ebenso die Namen der Küken nach deren Beringung. Selbstverständlich in Rücksprache mit vertrauten Personen, nach Beratung und Abwägung. Auch, in den knappen ersten Jahren auf Bitte, gegen (hohe) Spende für die Übertragungskosten und Kameras

In den letzten Tagen sind bei mir 8 (acht) Namensvorschläge eingegangen. (Einen habe ich reserviert für den Namen eines Kükens aus 2024 oder des nächsten Revierterzels.) Es bleibt bei meinem Gusto und Vorlieben: Ein Namen aus der Heidelberger Geschichte oder ebbes Mythologisches aus der griechisch-römischen Antike.

Also für 2024 bitte keine Vorschläge für diesen Terzel. Namensvorschläge  dann gerne im Mai, falls es zur Brut und Aufzucht kommt, für den Nachwuchs.

(Morgen nenne ich den Namen, es war heute ein langer Tag für mich.)

24. Februar 2024|0 Kommentare
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