Gängs Tagebuch
Gängs Tagebuch2021-10-04T08:44:30+02:00

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

22.Mai, 2023

Die Ernährung der Jungfalken ist in einer Stadt gesichert

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Es gibt eine große Zahl von Tauben, auch in Heidelberg. Immer wieder erhalte ich Anfragen, ob ich mit Rat helfen könne. Es geht dabei immer um an Hauswänden nistende Tauben. Die Besitzer können sich die hohen Kosten der Montage von Sperrgitter und Abwehrdornen nicht leisten. Ich bekomme auch immer wieder Beschwerden, dass Wanderfalken beringte Tauben aus menschlichem Besitz schlagen und verfüttern. Ich habe dazu unter „Tauben“ siehe Gängs Tagebuch-Archiv gelegentlich geschrieben.

Danke, K.!

21.Mai, 2023

Eine Freude, das zu sehen!

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Jedes Jahr wandelt sich das WEISS zu einem GRAU, nun zu einem BRAUN ! Das FLAUSCHIGE zu einem STARREN-GLATTEN. Seit der Zeit der Saurier, Millionen von Jahren vor uns Menschen,  erleben wir wieder das Wunder der Entwicklung des Federkleids. (Bei dem schönen Wetter heute bin ich nicht in der Laune darüber zu schreiben. Siehe Gängs Tagebuch- Archiv bei Federn)

Danke, M.H.!

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21.Mai, 2023

Nun orientieren sich die Küken nach außen

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Und auch wir Beobachter werden nun eher Cam 1 und dann Cam 3 nutzen. Wie gut, dass wir- dank Ihrer Spenden – technisch so gut ausgerüstet sind, nicht wahr? Nun schauen die ersten neugierigen Augen über die Schwelle und in den nächsten Tagen wird  auch ein besonders mutiges Fälklein den Schritt auf die „hohe“ Schwelle wagen, die wir 1999 am Ausgang als Distanzhalter eingebaut haben. Außen folgt dann ein Brettchen, damit sich kein Fälkchen zwischen Schwelle und Anflugstange einklemmt, dann erst steht der Nachwuchs 2023 schwindelfrei noch lange Tage auf der Außenstange.

Wie ihre Vorgängerinnen, versucht auch LISELOTTE, müde und mit vollem Kropf,  ganz außen einerseits den Nachwuchs zu bewachen, andererseits außerhalb von dessen Blick zu bleiben, um nicht belästigt zu werden.

Danke, K.!

20.Mai, 2023

Die Nahrungsversorgung ist gesichert

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Mit dem zunehmenden Wachstum der Küken steigt die Nahrungsmenge, die nun im Gegensatz zur ersten Hälfte der Zeit der Aufzucht oft aus Tauben besteht. Davon gibt es in Heidelberg eine große Zahl. Die fütternden Eltern werden nun bedrängt, obwohl die Küken bereits selbständig eine Beute zerteilen und verzehren können. Aber selbst wenn sie demnächst ausgeflogen sind, lassen sie sich noch gern die Nahrung häppchenweise von den Eltern zureichen. Da die jungen Falken aber nun zunehmend aggressiv miteinander und mit dem Eltern- wie sagt man heutzutage ?- kommunizieren, geht das mit viel Gekreisch und Geflatter vor sich.

Danke, M.H.!

19.Mai, 2023

Auch das gehört zum Leben eines Wanderfalken

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Am 3. Mai 2023 wurde im Hochholzer Wald in der Nähe des Autobahnkreuz Walldorf ein „frisch toter“ Wanderfalke aufgefunden und wegen der damals anhaltenden Geflügelpest dem Chemisches und Veterinärsuntersuchungsamt Karlsruhe übergeben. Inzwischen liegt das Ergebnis  vor: Der Wanderfalke starb nicht an einer Geflügelpest (z. B. AIV, WNF oder USUV) sondern an einem „Trauma mit konsekutivem dorsoventralen Hämatom am Hals und Einblutung in die Leibeshöhle.“

Also, wie ich das als Laie verstehe, durch einen heftigen Aufprall. Das ist ein typischer Tod für einen Wanderfalken in unserer verkehrsreichen Welt, wie wir ihn schon mehrfach von Wanderfalken, die aus dem Turm der Heiliggeistkirche stammen, erfahren haben.Die Ringnummern des Wanderfalken ergaben, dass er am 24. April 2020 von Dr. M.P. auf Heiliggeist beringt wurde und  den Namen SOPHIE erhielt.

 

 

15.Mai, 2023

Spätes Frühstück

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Noch immer sehen wir „gute Tischsitten“, das ist in diesem Jahr auffallend. Zu Beginn zeigen die Küken bereits eine Besonderheit der Augennutzung der Wanderfalken. Wenn sie etwas genau sehen wollen, so können sie das auch, indem sie nur mit EINEM Auge das Ziel fixieren.

Danke, S.F.

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LISELOTTE erkennen wir an ihrer Größe

Eine der häufigsten Fragen, die mich erreichen, ist: Wie unterscheide ich LISELOTTE von RUPERT?

Das ist in der Tat schwierig zu erkennen, auch ich täusche mich manchmal, wenn ich nur flüchtig hin schaue.

Das Hauptmerkmal zwischen Weibchen und Terzel ist  deren Größe! Auf diesem Foto vom 21. August  zähle ich z.B. die Ziegel neben ihr, oder ich sehe, dass LISELOTTE, auf der Stange lässig ruhend, die Hälfte der Kastenhöhe einnimmt.

RUPERT, an gleicher Stelle ruhend , würden wir deutlich als kleiner erkennen. Selbstverständlich gibt es eindeutige Kennzeichen der beiden  aa Kopf, am Backenstreif,  Brustgefieder, die ich in meinem Tagebuch der Vorjahre beschrieben habe.

(Danke für Ihre Grüße in Ihren Kommentaren zu meinem vorletzten Eintrag!)

Danke, M.H.!

22. August 2024|0 Kommentare

Wiederholte Beobachtungen und neue Beobachtungen

Es sind jetzt 25 Jahre, dass wir in der Turmspitze von Heiliggeist wild lebende Wanderfalken beobachten können, ohne diese zu stören. Sie haben sich freiwillig hier angesiedelt, die ersten Paare  AURORA mit FRITZ und PHÖNIX sind nicht mehr am Leben.

Der Lebensrhythmus der Paare wiederholt sich in jedem Jahr. Dennoch hat sich seit den frühen 2000-er Jahren vieles geändert!

In denn frühen 2000-er Jahren zeigten sich erst im Februar die Falken. Erstmals sahen wir, dass die Terzel bereits früh die Küken füttern durften. Das wurde damals noch nicht  beobachtet und man glaubte mir das zunächst nicht

Nach dem Ausfliegen der Jungfalken blieb seinerzeit der Nistkasten für lange Monate leer. Erst im Herbst zeigten sich die Terzel kurzzeitig am Kasten. AURORA und JETTA prüften vor der Eiablage  sehr akribisch und misstrauisch das Kasteninnere. Heute zeigen sich LISELOTTE & RUPERT recht „lässig“ …

2018 übernachtete ZEPHYR ab Oktober regelmäßig im Nistkasten. Das war neu!

Ab 2023 wurde mit dem neuen Weibchen LISELOTTE  und 2024 mit dem neuen Terzel RUPERT  das Familienleben „unruhiger“ und es gab ungewöhnliche Szenen. Das Paar zeigte sich, mit unseren Augen betrachtet, als  nicht so „stabil-verlässlich“ wie die Vorgänger.

In diesem Jahr übernachtet nun – ganzjährig!  – oft der Terzel, aber gelegentlich auch das Weibchen. Gemeinsam aber nie. Wir sehen auch ab und zu einen Jungfalken aus dem Jahrgang 2024 auf der Anflugstange.  Man kann also nun jeden Tag und Nacht hier Wanderfalken betrachten!

Ich komme, krankheitsbedingt, nicht mehr so oft zum Schreiben und empfehle  unseren Gästen in „Gängs Tagebuch-Archiv“ zu blättern.

14. August 2024|11 Kommentare

LISELOTTE im Tiefschlaf

Für unsere neuen Gäste: Im Nistkasten ist es nachts stockdunkel. Unsere Kamera zeigt uns das Geschehen im IR-Licht. Das geschlossene Augenlid erscheint uns weiß. Der volle Kropf des Falken zeigt uns, dass LISELOTTE satt ist.

Danke, K.!

30. Juli 2024|0 Kommentare
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