Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
125 Jahre NABU
Heute, vor 125 Jahren, gründete Lina Hähnle (1851-1941) in Stuttgart den BfV (Bund für Vogelschutz), 1966 in DBV ( Bund für Vogelschutz) umbenannt, 1990 im Zug der Wiedervereinigung in Nabu (Naturschutzbund) benannt. Mit 900 000 Mitgliedern ist er größte Umweltverband in Deutschland. Auch unser Projekt segelt seit 2005 unterdieser Flagge. Falls es in diesem Jahr zu einer Brut auf Heiliggeist kommen wird, werde ich einen Jungfalken LINA benennen. Noch besucht LISELOTTE allein den Nistkasten, … „but it takes two to Tango!“
Danke, K.!
Wo bleibt ZEPHYR?
Erstmals und letztmals in diesem Jahr konnten wir am 4. Januar registrieren, dass ZEPHYR seine Partnerin LISELOTTE in den Nistkasten lockte. Also das zeigte, was wir Ende Januar- Anfang Februar jährlich als Beginn der Balz zu sehen gewohnt sind. 2024 sehen wir – bis jetzt – leider immer nur LISELOTTE jede Nacht und auch immer wieder am Tag auf der Anflugstange. Ich sah sie auch mehrfach auf der Turmspitze stehen, wenn ich in den letzten Wochen über den Marktplatz ging.
Nein, ich mache mir noch keine Sorgen.
Falls ZEPHYR , wie PALATINA 2023, nicht mehr – aus welchen Gründen auch immer – in Heidelberg anwesend wäre, würde er wohl bald durch einen Neuzugang eines Terzels ersetzt werden. Wir werden genau hinschauen, falls wir einen zweiten Falken bei LISELOTTE sehen! Ist es ZEPHYR oder ein Nachfolger?
Mulde schieben und „Steinchen-ziehen“
DAS werden wir nun oft von beiden Falken – beobachten können. Gut, dass ich die Nestgrube schon „vorbereitet“ habe …
Danke, M.H.!

Nun aber bitte stubenrein bleiben!
Unsere höchst positiven Erfahrungen mit diesem Nistkasten, – 81 ausgeflogene Jungfalken in 23 Jahren -, führe ich auch auf die sorgfältige Reinigung und die jährlich erneuerte Bodenschicht zurück. Wir beobachten vor der Balz und vor der Eiablage, dass beide Altfalken die Seitenwände, die Decke und vor allem den Boden sorgfältig prüfen. Manchmal pflügen sie geradezu mit ihrem Schnabel den Boden. In den Felswänden, die ich in den 1960-er-bis 1990-er Jahre beobachtete, wechselte das territoriale Paar oft die Rampe/Nische aus uns nicht erklärbaren Gründen. Vielleicht lag es am Untergrund, wobei in der Natur der Wind zumindest die Federn davon weht. Hier und heute habe ich Federn, Gewölle, Kotreste, verkrusteter Sand entfernt und etwa 5 kg frischen Kies aufgetragen.
Wie schön, dass vor einigen Monaten ein beträchtlicher Vorrat, der für einige Jahre reicht, von starken Kräften aus dem „Arbeitskreis Greifvögel“ des NABU Heidelberg mühsam hoch getragen wurde. (Nein, ich habe nicht gefroren, denn es sind ja über 200 Stufen hoch zu steigen, bis ich am Kasten stand.)
Danke, M.H. für den Schnappschuss!

Auch LISELOTTE ist eine Spätaufsteherin
Danke, K. und M.H.!
Die tägliche Hauptmahlzeit von LISELOTTE
wurde im Nistkasten verzehrt. Es gefällt mir nicht, dass jetzt schon der Boden des Nistkastens nicht mehr so sauber ist, wie im Sommer! Der Rest der Taube wurde davon getragen und wird wohl unweit in einem Depot (Schlossruine?) verwahrt.
Danke, K., M.H., S.F. und H.K.!
LISELOTTE erkennen
Immer wieder erhalte ich Anfragen, wie man LISELOTTE von ZEPHIR unterscheiden lernt. Heute bleibt LISELOTTE nach ihrem Eintritt in den Nistkasten so stehen, dass wir uns die charakteristische Ausprägung des Federkleids ihrer Halspartie/Bartstreif merken können.
Danke,K.!
„Wanderfalke „auf dem Weg um Mond
aus FAZ vom 09.01.2024, S.9

Die Namensgebung einer Sonde, die sich z.Zt. auf den Mond zubewegt, – wie man erfährt, mit Schwierigkeiten – erinnert an ein Experiment, das Galileo Galilei bereits im frühen 17.Jhdt. versuchte. Er warf damals Kugeln unterschiedlicher Masse und Größe vom Schiefen Turm in Pisa. Galileo ahnte schon damals, dass im Vakuum die Schwerkraft nicht wirksam ist, also ein Feder oder ein Stein z.B. auf dem Mond gleich schnell zu Boden fallen! APOLLO 5 -Commander David R. Scott trat am 3. August 1968 vor die Kamera und ließ aus Schulterhöhe gleichzeitig einen Hammer und eine Feder – na, was für eine Feder? – ja, eine Wanderfalkenfeder in den grauen Mondstaub fallen. Beide landeten exakt zum gleichen Zeitpunkt vor seinen Füßen. Quod erat demonstrandum. Die Falkenfeder liegt noch immer dort, denn die Landefähre trug den Namen Falcon zu Ehren des Maskottchens der US Airforce Academy. Nun ist wieder ein „Wanderfalke“ unterwegs zum Mond …
Blitzschnell und geschickt
sausen die Falken in den Nistkasten! Kein Wunder, denn sie kennen seit langem das Ziel! Es macht Spaß zuzuschauen.
Danke,K.!
LISELOTTE übernachtet
Danke, K.!
LISELOTTE hält Ausschau
Hier können wir uns die Front und die linke Kopf- und Halsseite dieses prächtigen Falken einprägen! Gut ist auch die Spannweite der Fänge zu sehen.
Danke, D. B.!


Beide Falken gemeinsam am Nistkasten
Danke M.H.!
Das Brustbild von LISELOTTE zeigt uns, dass nun nach der Mauser das Gefieder ihrer Frontseite sich zum weißen Alterskleid färbt. Ihre Kehle und obere Brust ist bereits schneeweiß, die Bänderung auf der Bauchseite wird allmählich zu schwarzen Punkten und Flecken. ZEPHYR – im fortgeschrittenen Alter – zeigt uns eine durchgängig weiße Frontseite mit wenigen dunklen Flecken.. Beide Falken lassen sich auch recht gut an der unterschiedlichen Ausprägungen ihrer Wangen/Bartstreifen unterscheiden.
Auf dem unteren Bild schauen wir auf den Rücken von ZEPHYR. LISELOTTE steht außen. Noch sehen wir nicht das „klassische“ Balzritual der beiden.
Danke M.H.!


RUPERT übernachtet
Danke, >M.H.!

Aufmerksamer RUPERT
Wieder einmal staunen wir über die Griffweite der spitzen Klauen. Nein , wir möchten ihm nicht die Hand geben.
Danke, M.H.!

Was gibt es hier zu sehen!
Ich finde es immer großartig, mitzuerleben, was die beiden Falken betrachten und was sie mit ihren Blicken verfolgen. Wir können heute miterleben, dass unser Leben unten für die beiden völlig uninteressant ist.
Nebenbei: Wieviele Menschen unten auf dem Marktplatz erkennen gerade, was Sensationelles ganz nah über ihren Köpfen zu beobachten gibt?

Schöne Bilder zum Jahresbeginn
erfreuen uns! Links sehen wir die kräftige LISELOTTE , rechts den uns längst vertrauten RUPERT. Das ist der Beginn der diesjährigen Vorbalz! Die Balz sehen wir erst ab Februar.
Danke für die Berichte und Grüße im Gästebuch, auch ich wünsche uns allen ALLES GUTE im neuen Jahr!

Gruß und Dank zum Jahresende
Die 24. Saison unseres Projekts „Natürliche Wiederansiedelung wild lebender Wanderfalken in Heidelberg“ war nicht so erfolgreich wie in den Vorjahren. Das entspricht auch den Daten an anderen Nistplätzen in Baden- Württemberg. Nur zwei Jungfalken kamen 2024 aus unserem Nistkasten in die Luft, sie sind der 82. und 83. Jungfalke seit dem Jahr 2000, ein weiterer Beitrag zum Artenschutz, denn zu Beginn stand der Wanderfalke noch auf der „Rote Liste“ der bedrohten Arten.
Auch für mich als „Hausmeister“ im Falkenzimmer der Turmspitze war es kein gutes Jahr. Krankheit beeinträchtigte seit Jahresmitte leider meine Aktivität als Dokumentar und Erklärer. Inzwischen geht es mir besser, so dass ich weiter TAGEBUCH und GÄSTEBUCH betreuen werde. Aber ich bin sehr froh und dankbar, dass der Vorsitzende des NABU Heidelberg und Namenspate 2024 Andreas Kellner mir die Verantwortung für die Website, die ich seit 24 Jahren allein getragen habe, abgenommen hat und die Website nun also nicht mehr „privat“ von Hans-Martin Gäng betrieben wird, sondern vom NABU Heidelberg.
Zum Jahreswechsel möchte ich ein herzliches DANKE an Mitarbeiter/- innen und Förder/-innen der Heidelberger Wanderfalken sagen:
Unser Dank geht erneut an unseren Webmaster T.J., an Pfarrer Dr. V.P., an die Damen im Pfarrbüro und an Hausmeister G.A. der „Pfarrgemeinde Heiliggeist“, an die Mitarbeiter/-innen des „Amt für Digitales und Informationsverarbeitung“ und des „Amt für Umwelt“ der Stadtverwaltung Heidelberg, an den NABU Heidelberg für die Übernahme der Website und Kassenführung (A.K.) des „Sonderkonto Heiliggeist-Wanderfalken“, an die Betreuer (Dr. E.S., Dr. A.H.) der “Nilgans-Abwehr“ im Nistkasten und an die tatkräftigen Helfer 2023 oben am Nistkasten Dr. KF.R.,G.Str., und an den Beringer Dr.M.P., MdL !
Herzlichen Dank an die treuen Spender- und Spenderinnen, die wieder den Livestream der drei Cams finanziert haben und an die Personen, die mir immer wieder Mitschnitte und Fotos der Webcams zur Veröffentlichung überlassen haben.
Das Foto von der Beringung stammt aus 2004, damals waren wir an Viererbruten gewöhnt.

RUPERT im Kasten
Danke, M.H.!

