Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Vom Wildtier zum „Haustier“?
Wenn man 2025 das Leben der Heidelberger Heiliggeist-Wanderfalken verfolgt, könnte man schmunzelnd denken: Die Falken sind jeden Tag, rund um die Uhr, nun auch wieder nachts mit dem schlafenden RUPERT, anwesend!
Sieht man sie für kurze Zeit nicht im oder vor dem Kasten, so stehen sie auf der Turmspitze, oder -wie gestern um die Mittagszeit – auf der Spitze der nahen Jesuitenkirche, die nun wieder vom Baugerüst befreit, angeflogen wird..
Ja , seid ihr überhaupt noch „wilde“ Vögel? Ihr verhaltet euch ja wie unsere Hauskatzen, die mal kurz in den Garten gehen und wieder ins Haus zurückkehren.
Das sind selbstverständlich „ungehörige“ Gedanken von mir. Aber nach 25 Jahren, in denen die residierenden Falken sich ganz anders aufführten, damals monatelang unsichtbar für die drei Cams und uns unten als Fußgänger in der Altstadt waren, doch sehr bedenklich.
Wie kann man das erklären?
Kann ich nicht, muss man nicht. Freuen wir uns, dass es uns hier nicht langweilig wird.
Danke, M.H.! : RUPERT am 22. August in Ruheposition: gefüllter Kropf, linker Lauf an den Körper gezogen, lockeres Gefieder, Blick auf das Geschehen am Himmel, alles o.k.

High Noon im heißen Brutkasten
Wie gestern von mir beschrieben, hält RUPRECHT ein Mittagsschläfchen. Dort oben muss es zu diesem Zeitpunkt sehr heiß sein …
Danke, M.H.!

Heiße Tage und kalte Tage
Wenn es in Heidelberg – sehr selten – einmal sehr kalt ist, oder wenn es in Heidelberg, was immer häufiger ist, sehr heiß ist, fragen wir uns, wie LISELOTTE & RUPERT mit ihrem diesjährigen Nachwuchs SONNI & ALBRECHT, der immer noch – nicht mehr lange! – in der Stadt weilt, mit der heißen Temperatur – Stichwort Klimaveränderung – zurecht kommen.
Heute, am späten Vormittag (Danke M.H. für den Hinweis!) hielt sich ein Falke einige Zeit im Nistkasten auf. Unter dem dunklen Schieferdach ist es dort nun unerträglich heiß! Warum flüchtete er für sein „Morgenschläfchen“ nicht in den kühlen Schatten drüben auf der Ostseite der Schlossruine?
Hitze und Kälte sind nicht allzu lebensbestimmend für Wanderfalken.
Denn Wanderfalken leben auf allen Kontinenten, mit der Ausnahme der Antarktis, die für Vogeljäger wohl nicht geeignet ist. Auch auf Island soll es keine Wanderfalken geben, obwohl dort Gerfalke (Falco rusticolus) und Merlin (Falco columbarius) als „Kalt-Wetter-Falken“ leben!
Abgelegene Inseln im Pazifik oder Atlantik sollen ebenfalls frei von Wanderfalken sein. Wanderfalken leben und brüten z.B. auch in Sibirien und in eisfreien Zonen Grönlands, wo es nur kurze Sommer gibt. Ebenso durchfliegen Wanderfalken auch sehr heiße Wüstengebieten Afrikas und Arabiens. In Afrika brüten Unterarten des Wanderfalken.
Wanderfalken sind „Meister“ bei der Anpassung an ihre Umwelt!
Der Biologe Herbert Spencer hat im 19.Jahrhundert das „Überleben der Stärksten“ als ein Motor der Evolution bestimmt und Charles Darwin hat den Begriff in seinem Hauptwerk „Of Origin of Species“ populär gemacht.
Man spricht heute – ganz modisch – von einem „design“ der Arten und schreibt, dass die Anpassung, Ausbreitung und Bestand der Arten an ihre „ökologische Nischen“ stärker von „abiotischen Faktoren“, also Klimaschwankungen, Vulkanausbrüche, Erdbeben bestimmt wird als von „fitness“.
Die Erwärmung der Erde durch menschliche Einwirkung ist längst bewiesen und wie erfahren täglich aus den Medien, wie in den Meeren und auf dem Festland Arten in Richtung kältere Zonen abwandern.
Um die Wanderfalken in Mitteleuropa müssen wir uns wegen des Klimawandels nicht sorgen.
Herzlichen Dank!
Die „falkenlose“ Zeit außerhalb der Brut und Balz, so waren wir es zwei Jahrzehnte lang gewohnt, gibt es an diesem Nestort nicht mehr.
Wir sehen jeden Tag hier über die Webcams Alt & Jung der Heidelberger Wanderfalken. Das verdanken wir auch der treuen Unterstützung und finanziellen Förderung durch unsere Gäste.
Im August an Frau A.E.M. ein herzliches Dankeschön!
Foto aus 2004

SONNI im Nistkasten
Es sieht aus, als würde er Steinchen fressen, seltsam …

Jungfalke zu Besuch
Danke, M.H.!


Besuch von SONNI
Noch immer betteln die Jungfalken, obwohl sie längst selbständig jagen und Beute machen.
Danke, M.H.!


RUPERT, täglich zu sehen
Danke, M.H.!

Das Paar am 2. August
Danke, M.H. und an andere Gäste!

SONNI zu Besuch
Danke, M.H.!


RUPERT, heute als Poser
Danke, M.H.!

Geschlüpft oder noch nicht?
„Pick“ hat sich sichtbar vergrößert!
Danke, D.B.!

Ohne diesen Hintergrund sehen wir nichts!
Ich freue mich, dass ich von der Kassenführung des NABU Heidelberg wieder gute Nachrichten bekommen habe! Auch in den ersten Monaten des Jahres haben wir wieder finanzielle Unterstützung von treuen Spenderinnen und Spendern bekommen. „Geld ist nicht Alles, ohne Geld ist aber alles Nichts!“, sagte die Oma.
Wieder ein HERZLICHES DANKESCHÖN an Frau Annerose E.M., an Herrn Bernhard K., an das Paar Hannelore und Peter R., an Frau Karin B., an Frau Monika K., ein weiteres mal an das Paar Hannelore und Peter R., ein weiteres mal an Frau Annerose E.M., an Frau Jutta B.,an Frau Monika Schw. und ein viertes mal an Frau Annerose E.M., die seit dem 2. Januar 2026 an uns gespendet haben.
Es ist schön, sich darauf verlassen zu können, dass auch außerhalb der „Falkensaison“ an die finanzielle Grundlage unseres erfolgreichen Projekts gedacht und gehandelt wird.
Das dritte Ei zeigt einen „Pick“!
Das ist ein deutliches Zeichen, dass ein dritter Schlupf bevorsteht.
Danke, M.H. und an andere!

Halsbandsittich zum Frühstück
DAS hatten wir bisher nur selten im Nistkasten! Diese Sittiche sind in Heidelberg recht häufig zu sehen und zu hören. Es gibt einige Gebäude, in deren Außenputz/Dämmung sie sich eingenistet haben. Oh je! Wir bewundern ihren pfeilschnellen Flug, selten im freien Luftraum. Ich war mir immer sicher, dass sie auch für die Wanderfalken als Beute reizvoll sind. RUPERT war heute erfolgreich.
Danke, M.H., H.K. und andere!

Zugriff auf die Cams wieder möglich
Ich bin froh, dass der Heidelberger NABU-Vorsitzende Andreas Kellner (Namenspate 2024) sich bereits gestern erfolgreich bemühte, uns ganztägig, – auch bei Nacht (im IR-Modus, der die Falken nicht stört) – wieder Zugriff auf die drei Cams zu geben! Nun können wieder für die nächsten Monate eine große Zahl von Besuchern/-innen gleichzeitig die drei Cams nutzen.
Danke an Daniel McDonald, STEINMANN Video, der heute bei Dienstbeginn das sofort für uns möglich machte!
Beide Küken werden geatzt (gefüttert)
Sehr erfreulich, dass es einigen der Besucherinnen gelingt, die Cam zu öffnen., danke!
Danke, H.K.!

