Hallo Herr Gäng, erst mal vielen Dank für Ihre Arbeit und für diese tolle Live-Schau aus dem Kasten mit Kommentaren.
Hier kam die Frage auf: Wie weit entfernt werden sich denn die jungen Falken niederlassen, wenn sie sich eigene Reviere suchen? Gibt es Meldungen von früheren Küken?
Danke und viele Grüße aus Reutlingen
Administrator-Antwort:
Das wissen wir nicht, wo sie ein unbesetztes Territorium und eine(n) Partner(in) finden werden oder wo ihre Vorgänger leben oder lebten.
Erst seit zwei Jahren sind die von der Vogelwarte beringten Wanderfalken mit Ringen versehen, die an den ruhenden Falken deutlich ablesbar sind, falls ihr Nistplatz an einem Gebäude mit einer Kamera überwacht wird. An einem Nistplatz in einer Felswand ist das nicht möglich. Bisher haben wir Rückmeldungen von sechs Heiliggeist-Wanderfalken, deren Kadaver gefunden und deren Ringnummern an die Vogelwarte gemeldet wurden.
Fredi Borkenhagen
aus Donzdorf schrieb am 9. Mai 2019
Gibt es bei Wanderfalken kein Gewölle wie bei Bussards und Eulen ?
Administrator-Antwort:
Selbstverständlich haben sie - weil sie ja nicht kauen - ein Gewölle. Wenn ZEPHYR demnächst/vielleicht wieder im geputzten und leeren Nistkasten übernachten wird, kann man seine Gewölle als kleine schwarze Flecken im Sand erkennen. Wenn man zufällig die Live-Bilder sieht, erkennt man auch, wie er die unverdauten Knochen und Federn heraus würgt.
Wie jagt das Falkenpärchen wenn es stark regnet ? Wie fliegen die Tauben bei solchem Wetter ?
Beste Grüße - Gerhard
Administrator-Antwort:
Wenn keine Vögel am Himmel fliegen, ist der Wanderfalke auf deutlich sichtbar stehende Vögel angewiesen, die er im rasanten Flug abgreifen kann. Bei lang anhaltendem Regen stehen aber die meisten Vögel selten aus weiter Entfernung gut sichtbar im Starkregen, sie suchen Schutz im Laub oder an Gebäuden. Heute war ich in Heidelberg unterwegs, am Himmel sah ich keine Tauben, am Boden nur wenige. Das Beutespektrum der Wanderfalken umfasst viele Vogelarten. Nur jetzt, in der zweiten Hälfte der Aufzuchtzeit sehen wir, dass sie bevorzugt große Vögel, z.B. Tauben, schlagen.
Wanderfalken legen Depots an, aus denen sie sich- z.B. heute - versorgen können.
Winni
aus Kelsterbach/Hessen schrieb am 9. Mai 2019
Die Flugmuskeln trainieren die aber schon super. wie kommt es denn, dass 2 Küken mehr durchgefärbt sind als die anderen 2 Küken? Hat das mit dem Schlufzeitpunkt zu tun, oder sind die einen schneller als andere?
Seit zwei Tagen bemerke ich, dass es in Kamera 1 ein paar "blinde Flecken" gibt - ich vermute, da war der eine oder andere "Stratz" etwas zu hoch und hat die Kamera verspritzt 🙁
Administrator-Antwort:
So ist es. Der Nistkasten wird aber erst nach dem Ausfliegen der Jungfalken geöffnet werden. Dann wird der "Hausmeister" wieder arbeiten ...
Hallo Malu,
auf die Stange gehen sie erst, wenn das Jungendgefieder vollständig entwickelt ist. Dann haben sie noch ganz vereinzelt oder gar keine weiße Dunen mehr.
Die Kleinen werden flügge. Eines sitzt draußen und schaut sich die Welt mal von oben ein. Ein anderes Küken, schaut ab und an raus, traut sich aber wohl noch nicht so recht, den "Sprung" auf die Stange.
Hallo,
ich finde es echt spannend und toll, das wachsen mit anzusehen, ich frage mich öfters, wenn ich von erlegten Vögeln noch die Ringe sehe, werden diese eingesammelt und mitgeteilt, dass die Tiere den Falken zum Opfer gefallen sind? Grüße und tolle Arbeit
Administrator-Antwort:
Der Nistkasten wird erst geöffnet, wenn die Jungfalken ausgeflogen sind.
Ja, wenn ich dann dort noch Ringe finde, auf denen Telefonnummern sind, rufe ich dort an.
Ein Gästebucheintrag hat die Position der Webcam 3 anbesprochen.
Mir war es auch so, als ob die Kamera dieses Jahr
geringfügig höher eingestellt ist.
In Ihrem Tagebucheintrag vom 25.5.2018 kann man
tatsächlich einen Ausschnitt vom Fenster sehen bei dem das Brett ganz zu sehen ist.
Text zum Link ...
Es ist aktuell schön zu sehen, wie sie aus dem Fenster blicken und die Welt davor erkunden.
Das Engagement des gesamten Teams ist sehr zu würdigen und ich werde in den nächsten Tagen
dem Projekt eine Spende zukommen lassen.
Es ist wichtig die Menschen für die Natur zu begeistern. Nur so kann diese nachhaltig geschützt werden.
Besonders staunenswert scheint mir, wie der junge Familienvater seit letztem Jahr gereift ist. Stand er noch letztes Jahr oft mit deutlicher Distanz und etwas ratlos vor dem frierenden Kükenstapel, so huderte er sie doch dieses Jahr mit Begeisterung und wie sein Vorgänger füttert er nun zuweilen die "zweite Reihe", während die Gattin die vorderen Schreihälse versorgt. Auch bringt er jetzt regelmäßig Beute, die er sich letztes Jahr noch häufig selbst zu Gemüte führte. Um mit Perkeo gleichzuziehen, fehlen ihm nur wohl noch einige Jahre Jagderfahrung, denn jener trug eigentlich stets ausschließlich Tauben herbei - aber schließlich war Zephyr vermutlich im vorvergangenen Jahr ja selbst noch ein weißes Daunenbällchen!
Brigitte Steinhilber
aus Hechingen schrieb am 5. Mai 2019
Hallo Herr Gäng,
bei uns kommt die Frage auf, ob Wanderfalken auch Gewölle auswerfen, so wie es viele andere Greifvögel machen? Im Nest können wir keine Speiballen entdecken. Wir haben unheimlich Spaß bei der Beobachtung der Falkenfamilie. Was machen wir bloß mit der Zeit, wenn die Jungen ausgeflogen sind 🙂
Viele Grüße
Brigitte Steinhilber
Administrator-Antwort:
Ja, auch sie werfen Gewölle aus, die jetzt in den Resten am Boden nicht zu erkennen sind. Als ZEPHYR im Herbst allein im Nistkasten übernachtete, konnte man seine Speiballen/Gewölle gut im Sand als dunkle Stücke erkennen.
Meine Güte, was sind die gewachsen. Eben gibt es Mittag. Ein Küken sitzt am Eingang und läßt sich von dem Geschrei im Rücken gar nicht beeindrucken, beschaut lieber die Welt. Ein Küken futtert schon recht ordentlich selbständig.
Die 4 Jungfalken sind enorm gewachsen - wenn man bedenkt, dass sie grade mal erst knapp 4 Wochen alt sind. Gerade eben hat (vermutlich) Zephyr Beute zerpflückt und eins der Kinder gefüttert, während die beiden größeren interessiert zuguckten und der kleinere gelangweilt über Heidelberg blickte.
Mittlerweile ist zwischen den beiden großen Mädels und dem Papa der Größenunterschied schon recht gering geworden - bald werden sie Zephyr überragen.
Auffällig finde ich in diesem Jahr allerdings, wie unterschiedlich sich das Gefieder der 4 Jungen verändert, Die zwei größeren sind für mich "Schneewittchen" und "Schornsteinfegerlehrling", während die zwei kleineren relativ normal gesprenkelte Federn aufweisen, wie ich das aus den vorigen Jahren kenne... Gibts dafür evtl. einen Grund, oder ist das eher eine Laune der Natur?
Es macht wirklich süchtig, den Falkenkindern zuzusehen. Manchmal schaue ich auch nachts rein und bin immer überrascht, dass die Kleinen unter 'Aufsicht sind. Wenn sie tagsüber nebeneinander am Fenster stehen und die Umgebung betrachten, bedaure ich sehr, dass die Webcam 3 nicht tiefer eingestellt ist und man die Kleinen von außen nicht recht erkennen kann.
Administrator-Antwort:
Das geht leider nicht! Vor dem Nistkasteneingang ist Luft. Cam 3 ist im Sterbeglöckchenturm auf dem Kirchendach montiert und zielt von unten auf den Nistkasteneingang. Nachts zeigt sie uns deshalb die Innnenseite der Kastendecke, die tagsüber im Dunkel liegt!
Marion Quast
aus Dannenberg schrieb am 4. Mai 2019
Ich freue mich, dass wir es bei unserem diesjährigen Besuch in meiner Heimat geschafft haben, vom Schloss aus ein Foto zu machen, auf dem zwei der Kleinen zu sehen sind. Ich hatte lediglich gehofft die Eltern beobachten zu können, umso mehr freue ich mich über das Foto der beiden Kücken.
Winni
aus Kelsterbach/Hessen schrieb am 4. Mai 2019
Wenn ich so die Federn mir betrachte im Brutkasten, dann schlagen die Eltern aber wenig Tauben- Oder irre ich mich da? Wenn ich eine Fütterung sehe, dann haben die grösstenteils kleine Vögel (Stare und dgl) im Fang.
Administrator-Antwort:
Ich stimme Ihnen zu. In der ersten Hälfte der Aufzucht wurden nur Kleinvögel geatzt. Nun werden gelegentlich Tauben erbeutet und geatzt. Es wird das erbeutet, was reichlich vorhanden ist und was leicht zu erbeuten ist.
Und da ist das erste Falkenkind schon fast/halb auf dem "Balkon". Die "Neugier", wenn wohl auch ein angeborenes Verhalten, muss riesengroß sein . .. Und beinah weht mich ein leiser Hauch von Wehmut an, denn bald werden sie flügge sein.
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Administrator-Antwort:
In der Tat! Das ist - auch bei diesem Wetter- sehr erstaunlich! Danke!
Die Kleinen aufwachsen zu sehen, das macht süchtig...Jeden Tag sieht man wie sie gedeihen und sich unterschiedlich weiter entwickeln. Vielen Dank für diese 3 toll plazierten Kameras.
Nebenbei, die Eltern jagen ja wie dolle....was die immer anbringen.
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