Hallo Herr Gäng,
Zephyr ist im Haus und frisst alte Beute.
Die 4 Kleinen sind ganz ruhig, 3 schlafen einer sitzt auf der Fensterbank.Bedeute es, Zephyr
räumt schon auf, da es jetzt nur noch draußen Beute gibt? Das habe ich noch nicht erlebt, sonst ist es sofort laut wenn sich Zephyr oder Palatina irgendwo zeigen
Gruß und noch einen guten Tag
Hallo Herr Gäng,
es ist so schön zu beobachten wie die 4 so unterschiedlich sind. Die Freche, die Lieblingsschwester des Terzels und die Jüngste.
Nun ist die Jüngste noch nicht auf Fensterbank geklettert,doch wollen die Eltern sicher die Kinder mit der Beute zum Fliegen bringen.
Warten die damit bis die Vierte auch draußen ist?
Administrator-Antwort:
Nein, kurz vor dem Ausfliegen wird der Nachwuchs knapper versorgt. Ich habe mehrfach beobachtet, wie die Vorgängerinnen von PALATINA mit Beute in den Fängen mehrfach gemächlich um den Turm flog oder sogar wieder abflog. Großes Geschrei seitens der wartenden Jungfalken! Aber auch der zuletzt im Nistkasten einsam verbleibende Jungfalke, meist ein Weibchen, wird noch mit Nahrung versorgt.
Winni
aus Kelsterbach/Hessen schrieb am 13. Mai 2019
Hallo Anette, ich glaube bald ist es soweit. so wie die ihre Umgebung wahrnehmen hält die bald nichts mehr im Kasten zu bleiben. Natürlich hatte ich Bedenken was das eine Küken anging. Wie man sich irren kann. Denen 4 wünsche ich ein langes Leben und viele Nachkommen.
Was passiert, wenn die Jungen das erste mal ausfliegen ? Kommen Sie zur Kinderstube zurück und wie lange noch ? Wann fangen sie an das erste mal selbst Beute zu schlagen ?Werden sie von den Eltern angelernt ?
Danke für die INFO
Administrator-Antwort:
Fliegen können sie von Anfang an, das Landen müssen sie einüben. Erfreulicherweise versuchen sie beim Erstflug instinktiv möglichst in der Höhe zu landen , also Kirchendächer, Hausdächer, Schlossruine zu erreichen. Das klappt nicht immer: So jedes zweite Jahr landet ein Jungfalke beim Erstflug auf dem Boden. Er wird dann von mir wieder auf den Turm gestellt und startet vom Umlaufbalkon zum zweiten mal. Auf ihrem ersten Landeplatz bleiben sie dann oft noch lange stehen und hoffen, dass sie auch dort von ihren Eltern mit Nahrung versorgt werden. Werden sie aber nicht. Nach dem Zweitstart klappt es dann immer mit einer mehr oder minder eleganten Landung.
Nein, sie kommen selten in den Nistkasten zurück, treffen sich aber noch einige Tage auf den Kirchtürmen mit ihren Geschwistern und werden dort mit Nahrung versorgt.
Ja, die Eltern zeigen und lehren das Beutegreifen. Etwa ab der zweiten Woche nach dem Ausfliegen beginnen sie selbst Beute zu schlagen.
Ist der Jungfalke, der gerade gefüttert wird, der Terzel? Er ist zwar kleiner als die anderen, aber vom Entwicklungsstand immer vorne dabei. Daher meine Vermutung.
Winni
aus Kelsterbach/Hessen schrieb am 11. Mai 2019
Ich kann die Euphorie des aus flugs ja verstehen, aber ei Küken ist wohl gut genährt, liegt aber oft faul rum und auch das Gefieder lässt eher zu einem Nachzügler oder krangen Vogel hinweisen. Selbstverständlich bin ich auch im Irrtum. Bin ein Greifvogelfreund besonders Schleiereulen.
Hallo, ich finde es immer wieder toll, die kleinen zu beobachten. Die werden ja rasant "Echte Falken";>)Da es ja drei Mädchen und ein Terzel sind, wundert mich die Namensgabe. Wieso sind zwei Namen männlich? Vincenzo und Armin, Helene und Sabine, sie heißt wie ich. Danke für die tollen Kamera Bilder.Alles Gute für die Vier. LG Sabine
Administrator-Antwort:
Wir vergeben die Namenspatenschaft an Menschen, die sich um dieses Projekt und/oder den Artenschutz verdient gemacht haben. Nein, im Nistkasten sitzen keine Mädchen und Buben, sondern Falken. Da die Geschlechter beim Wanderfalken sich kaum unterscheiden, ist es den Falken und auch uns egal, ob ein Menschenvorname auch zu dem Geschlecht der Falken passt.
Hallo Herr Gäng! Vielen Dank für die wunderbaren Einblicke in die Falkenleben und die lehrreichen Kommentare! Leider wurde ich gestern unfreiwillig Zeuge eines grausamen Verhaltens der Falkendame "Hilde" in Saarbrücken. Alle 4 Küken (16 und 15 Tage alt) waren augenscheinlich munter, gut versorgt und altersentsprechend gediehen, bis sie am Nachmittag völlig durchnässt (?) im Host lagen - 3 Küken waren schon tot. Die Mutter machte sich aufgeregt über die eigenen Küken her, köpfte diese und verspreiste sie, so wie sie mit Beute umgeht. Wurde das schon öfter beobachtet? Wie ist ein solches Verhalten der eigenen Brut gegenüber zu erklären?
Administrator-Antwort:
Das kommt gelegentlich, aber selten vor. Verstorbene Küken hatten wir auch schon in Heidelberg. Auch diese wurden nicht mehr als "Kinder" in unserem menschlichen Sinn erkannt, sondern von den Eltern aus dem Nistkasten entfernt und wahrscheinlich als mögliche Nahrung verzehrt. Die Natur verhält sich nicht so, wie wir Menschen es erhoffen, wünschen oder erwarten.
Ganz wunderbar, das hier mitzuerleben. Eben waren beide Eltern zur Fütterung da. Spektakulär. Auf die Gefahr hin, dass das schon gefragt wurde: Wann werden die Nestlinge etwa flügge? Die nächsten Tage schon? Vielen Dank vorab.
Viele Grüße, Christine
Administrator-Antwort:
So etwa 42 Tage nach dem Schlupf, also in KW 21, vermute ich. Wenn die letzten Flaumfedern, meist die auf dem Scheitel (das schaut dann lustig aus) verschwunden sind. Der Terzel wird wohl , wie immer, der erste sein. Die schwereren Schwestern folgen dann bald.
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