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5. Feb., 2021

Nähe kann gefährlich werden, Abstand ist gut

Von |2021-02-05T12:15:28+01:0005. Februar 2021|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Der sehenswerte Bericht ( siehe mein Eintrag vom 3. Februar „Wir müssen uns Sorgen machen“) des SWR von der Übernahme des Wanderfalken-Nistkasten auf der Konkordiakirche in Mannheim durch einen jungen Uhu zeigt uns , dass bei Greifvögeln die Weibchen größer und stärker als die Männchen (!) sind. Der Unterschied zwischen dem sichtlich „erfreuten“  Uhu-Mann zu seiner „entspannt“ wirkenden Uhu-„Braut“ ist ja wirklich beeindruckend, nicht wahr?

Nach meinen Beobachtungen von Wanderfalken in der freien Natur ( im Nordschwarzwald 1965-1997)  standen die Terzel grundsätzlich meist oberhalb der Weibchen  auf ihren traditionellen Warten (Felsvorsprünge, starke Äste an exponierten Bäumen), auch wenn sie während der Zeit ihrer Balz eng beisammen waren.

Auch bei der Beuteübergabe im Flug an das Weibchen fliegt der Terzel fast immer in oberer Lage, als wolle er schnell wieder davon. Wir sehen das auch, wenn ZEPHYR und PALATINA gemeinsam im Kasten sind. Husch! -ist ZEPHYR wieder außen. Den Rest des Jahres sind Wanderfalken nicht sonderlich gesellig untereinander. Das Weibchen ist bei solchen gelegentlich kritischen Begegnungen der stärkere Kontrahent, der ein Drittel kleinere Terzel ist aber gewandter im Flug.

Die Auseinandersetzungen um ein Territorium werden fast immer nur von den Weibchen und mit großer Härte und Intensität betrieben. Die Terzel bleiben dabei eher außen vor und warten ab, wer siegt.

Nach dem Ausfliegen der jungen  Falken staunen wir über die hohe Aggressivität der Jungfalken untereinander, aber auch gegenüber ihren Eltern. Aggressivität ist ein Lebensmuster, wenn man Beutegreifer ist. Die Falken müssen das einüben und ausüben.
3. Feb., 2021

Wir müssen uns Sorgen machen

Von |2021-02-03T10:41:52+01:0003. Februar 2021|Tagebucheintrag|4 Kommentare

Bereits am 25. Januar „Gefährlicher Schlafplatz“  habe ich hier im Tagebuch von meinen Sorgen berichtet, dass dieser Nistkasten für ZEPHYR & PALATINA  nicht so sicher ist, wie wir uns das wünschen.

Heute müssen wir erfahren, dass – in Sichtweite – Wanderfalken-Nistkästen vom Uhu (Bubo bubo) erobert wurden.

https://www.ardmediathek.de/swr/video/landesschau-baden-wuerttemberg/uhu-paerchen-nistet-in-mannheimer-kirchturm/swr-baden-wuerttemberg/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzEzOTg2NjI/

1. Feb., 2021

Warteschlange vor Superstar

Von |2021-02-01T11:18:31+01:0001. Februar 2021|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Beim Frühstück musste ich schmunzeln. s.u.

Ja, Palatina war schon 1986 in der Heiliggeistkirche faszinierend und es gab – wie heute manchmal vor unseren Webcams  – Warteschlangen, bis man etwas sehen konnte! Unsere Lokalzeitung erinnert heute an die Ausstellung vor 35 Jahren in der Heiliggeistkirche einiger Bücher der Bibliotheca Palatina, aus der Vatikanischen Bibliothek, Rom.

Es waren  – für einige Monate – Bücher auf die Empore der Kirche zurück gekehrt, die im Februar 1623 als Kriegsbeute nach Rom geliefert worden waren. Darunter das berühmte Falkenbuch des Stauferkaisers Friedrich II. !

Auch ich hatte damals einen Ausflug aus meinem Wohnort im Nordschwarzwald nach Heidelberg unternommen, um das berühmte Buch, in einer Vitrine aus Panzerglas, zu sehen. Neben das Falkenbuch aus dem 13. Jahrhundert hatte man – als Dekoration und Blickfang – einen ausgestopften Wanderfalkenterzel aus den Beständen der Zoologischen Sammlungen der Universität gestellt.

Auch ihn betrachtete ich, – wehmütig, denn zu diesem Zeitpunkt gab es in der Kurpfalz kein wild lebendes und brütendes Wanderfalkenpaar mehr.

Dass ich 13 Jahre später in einem Projekt mit Schülern und Helfern wild lebende Wanderfalken ausgerechnet hier zum Brüten anlocken würde, daran dachte ich nicht.

Rhein-Neckar-Zeitung, 01.02.2021, S. 3

1. Feb., 2021

Auf ZEPHYR kann man sich verlassen

Von |2021-02-01T09:14:46+01:0001. Februar 2021|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Er hat in dieser nassen Nacht erneut im hinteren Teil des Nistkastens übernachtet. Zum Abflug in seinen Tag richtet er sich nach der Helligkeit. Nun erfreulicherweise täglich 1-2 Minuten früher. “ Jetzt geht`s naus-zus!“, sagt man hier in der Kurpfalz zum sich nähernden Frühling.

Danke, C.!

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