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30. Apr., 2021

Die Küken sind beringt und mit Namen versehen

Von |2021-04-30T18:03:47+02:0030. April 2021|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Das war für Jung und Alt selbstverständlich wieder aufregend, denn – leider! – waren ZEPHYR und PALATINA  anwesend und ließen sich erst nach einigen Minuten verscheuchen. Wie es sich für Eltern gehört, versuchten sie uns – vergeblich! – zu verjagen.

Alles ging wieder schnell und ohne Störung vonstatten, Eltern und Küken haben sich auch schnell wieder beruhigt. (Wir waren zu viert, drei doppelt geimpft, ein Arzt, alle mit Masken und Abstand!)

Es sind, wie wir feststellten, zwei Terzel und zwei Weibchen, wie im Vorjahr! Alle vier gesund und munter und „gut im Futter“ , – aber das haben wir alle ja bereits über die Webcams gesehen.

Unterstützt von Heidelberger Namenspaten der Vorjahre hat  Dr. M.P. (Pate 2013) die vier Küken mit den Kennringen des Max-Planck-instituts für Verhaltensbiologie (Vogelwarte Radolfzell) und einem SOS-Ring  versehen.  R.R. (Pate 2010) und „Bauherr“ des Nistkasten (1999), sowie Dr. F.L. ( AK Greifvögel des NABU, Heidelberg) und ich als „Hausmeister des Falkenzimmers“ haben ihn unterstützt. G.A., (Pate 2007) Hausmeister der Heiliggeistkirche, öffnete uns Kirche und Turm und beaufsichtigte uns.

Wie die Prozedur einer Beringung abläuft habe ich in den vergangenen 20 Jahren oft beschrieben: Interessierte finden das im Tagebuch-Archiv, jeweils etwa an den ersten Tagen des Mai (z.B. am 6. Mai 2003 ff.)

Ich habe dieses Jahr Namen aus der griechisch-römischen Mythologie gewählt, weil ich  viel Freude an der Lektüre der „Metamorphosen“ des  Ovid ( * 43 v. Chr.  +17 n.Chr. ) habe. in ihnen gibt es viel Erstaunliches zu lesen: Apollo(n) und Artemis sind z.B. Zwillingsgeschwister. Alle sind Götter/Göttinnen, haben Aufgaben, geben Schutz, benehmen sich aber nicht immer vorbildlich. Marsilius war der erste Rektor 1386 der Universitöt Heidelberg.

Genug für heute: Who is who? Wer ist womit beringt? Das ist doch eine schöne Hausaufgabe/Rätsel, die ich als ehemaliger Lehrer aufgeben darf. Hilfe: Die Kennringe beginnen alle mit einem großen S …  Aber dann?

 

30. Apr., 2021

Passt schon!

Von |2021-04-30T11:06:48+02:0030. April 2021|Tagebucheintrag|2 Kommentare

Immer wieder staunen wir, dass – fast alles – im Schnabel der Küken verschwindet, dass auch der letzte Beuterest am Boden von den Eltern, nun auch von den Küken, entdeckt und verzehrt wird. Hier ragt noch der Fuß eines kleinen Beutevogels aus dem Schnabel des Kükens, das direkt vor ZEPHYR steht.

Wir haben schon oft beobachtet, dass die Eltern, falls es dem Küken nicht gelingt den sperrigen Fuß hinunter zu würgen, ihn entfernen und selbst schlucken.

Danke, M.H.!

29. Apr., 2021

Viel Wind und Geflatter

Von |2021-04-29T16:05:09+02:0029. April 2021|Tagebucheintrag|0 Kommentare

werden wir nun in den nächsten Wochen hier sehen. Die Brustmuskeln müssen trainiert werden, damit die Küken den Luftraum erobern können. Die vom Regen nasse PALATINA auf der Anflugstange beeindruckt das nicht. In uns findet das Küken dankbare Zuschauer: „Ja, das machst Du schon sehr gut. Weiter so!“

Danke, M.H.!

27. Apr., 2021

Drei Wochen alt und noch nie etwas getrunken!

Von |2021-04-27T18:58:55+02:0027. April 2021|Tagebucheintrag|1 Kommentar

Heute Nacht wird das erstgeschlüpfte Küken schon drei Wochen alt sein. Was haben wir Menschen in diesen drei Wochen an Flüssigkeiten zu uns genommen? 21 mal 2-4 Liter?  Und das QUARTETT noch keinen Tropfen!

(Regen haben die Küken auch noch nicht beobachten oder hören können, oder?)

Für uns schwer vorstellbar und für mich hier nicht auf die Schnelle zu beschreiben! Alle Flüssigkeit, welche die jungen Greifvögel zum Leben benötigen, nehmen sie durch die Nahrung auf. Also aus dem FLEISCH, das ihnen von den Eltern jetzt gereicht und noch in weiteren Wochen (!)  zu Verfügung gestellt werden wird.

Nein, wir werden nie sehen, dass ein Altfalke z.B. Wasser aus seinem Schnabel tropfen lassen wird!  Der Stoffwechsel der Greifvögel ist völlig verschieden von jenem der – ich nenne als Beispiel – der Säugetiere! Siehe die weißen Kotspritzer an den Kastenwänden! (Bitte lest selbst in Büchern oder im Internet nach!)

Ja, es riecht nicht gut im Nistkasten! (Aber nicht so übel wie manchmal, wenn ich wieder einmal vor meiner Haustür unachtsam in Hinterlassenschaft der Hunde getreten bin.)

Freuen wir uns lieber an den Federn der Flügel der Kleinen! Sie wachsen prächtig!

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