Das QUARTETT ist geduldig
als wollten sie mir mitteilen:“ Was da in Gängs Tagebuch am 22. April über unsere – Gier und Gefräßigkeit – steht, stimmt nicht!“
Danke, M.H.!
als wollten sie mir mitteilen:“ Was da in Gängs Tagebuch am 22. April über unsere – Gier und Gefräßigkeit – steht, stimmt nicht!“
Danke, M.H.!
Denn noch immer sind die Temperaturen nachts unter 10° C und in der Nacht vom 22. auf den 23. April blies ein strammer Ostwind in den Nistkasten.
Danke, M.H.!

Aber es gibt uns Gelegenheit, darüber nachzudenken, was da gerade entsteht:
Woher weiß der Quadratmillimeter Haut, dass dieser Federkeim sich zur harten, langen Feder einer Handschwinge– die äußerste mit der Nr.10. sogar mit einer markanten Einbuchtung auf der Innenfahne – entwickeln soll und woher weiß der andere Quadratmillimeter Haut am Unterbauch, dass seine Federkeime kurze, weiche Flaumfedern herstellen soll? Nach dem zukünftigen Zweck und Ort der einzelnen Feder hat sich jetzt schon bei den Nestlingen entschieden, wie jede einzelne Feder demnächst aussehen wird. Das ist in jeder einzelnen Zelle von Anfang an “einprogrammiert”! Wenn Ende Mai die fertige Feder ausgeschoben und funktionsfähig ist, braucht dieses tote, verhornte Gebilde, das so unendlich wichtig für das zukünftige Falkenleben ist, keine Blutzufuhr mehr, keinen Sauerstoff mehr und keine Nährstoffe mehr!
Das ist für die warmblütigen Vögel von Vorteil: Der Vogelflügel ist ein schmales Knochenbündel mit wenig Fleisch dran, das von einer leichten und hoch spezialisierten Tragfläche aus toter Substanz überkleidet ist. (Deshalb haben die Altfalken, wenn sie größere Vögel als Beute mitbringen, fast ausnahmslos die Flügel bereits abgeknipst: Ist ja eh nichts dran und sie stören beim Transport!)
Fledermäuse mit durchbluteten Tragflächen müssen viel mehr Energie in ihren Flug investieren. Kein Wunder, dass Vögel uralte und sehr erfolgreiche Bewohner dieser Erde sind.
Mauserfedern, aus aus verschiedenen Jahren, bei der Nistkastenreinigung geborgen

Erfreulicherweise auf weicher Unterlage!
Danke, M.H.!


Danke, M.H.!
also müssen die Küken bereits jetzt fähig sein, große Happen zu verschlingen: Das Küken rechts versucht hier, den Fuß und Lauf eines Kleinvogels – am Stück – zu schlucken. Es kann als Vogel ja nicht kauen.
Interessant ist in dieser Szene, dass PALATINA bereits einen so großen Happen anbietet, statt diesen selbst zu schlucken.
Wir werden in den nächsten Wochen weitere Szenen eines großen – ich schreib` mal – Schluckvermögens und einer großer und schnellen Gefräßigkeit und Gier beim Nachwuchs beobachten können.
Das sieht dann für Menschenaugen gar nicht mehr süß aus, sondern erinnert uns daran, dass Vögel Nachfahren der fleischfressenden Sauriere sind.
Danke, S.F.!



Wir können schon jetzt bei den Küken sehen, dass ein gut gepflegtes Federkleid sehr wichtig für das Falkenleben ist. Bereits jetzt beginnen sie an ihren Pelzdunen zu zupfen. Bei den Eltern sehen wir das als Dauerbeschäftigung, wenn diese auf der Anflugstange oder im Nistkasten ruhen: Jede Feder wird durch den Schnabel gezogen, geglättet und “beknabbert”! Man kann das manchmal über sehr lange Zeit beobachten und man staunt, dass es die Halswirbelsäule erlaubt fast jede Stelle zu erreichen!
Bei den Küken bilden sich jetzt Federkeime. Je nach dem zukünftigen Zweck und je nach der Lage der einzelnen Feder entscheidet sich bereits jetzt, wie jede einzelne Feder in ca. drei Wochen beim ersten Flug aussehen wird. Und es gibt sehr unterschiedliche Federtypen am Falkenkörper! Wenn die fertige Feder ausgeschoben wird, braucht dann dieses tote und verhornte Gebilde, das überlebenswichtig für den Falken sein wird, keine Blutzufuhr mehr, keine Nahrung und keinen Sauerstoff mehr! Allerdings tägliche und wiederholte Pflege, das können wir ja immer wieder beobachten.
Federn sind für die warmblütigen Vögel von großem Vorteil: Der lebende Vogelflügel ist ein schmales Knochenbündel mit wenig Muskelfleisch (Wir erinnern uns an das Brathähnchen auf unserem Teller!), das mit den Federn eine hoch spezialisierte Tragfläche aus lebloser Substanz trägt. Eine Fledermaus mit durchbluteten Tragflächen muss viel mehr Energie in ihren Flug investieren! Kein Wunder, dass es Vögel fast überall und seit sehr langer Zeit auf der Erde gibt: Schon beim Abdruck der Federn des Archaeopteryx im Plattenkalk bei Eichstätt ( 150 Millionen Jahre alt) kann man unterschiedliche Federtypen erkennen.
So heißt doch ein Kinderlied? Schon die Küken zeigen uns mit ihrer Griffweite , warum sie zu den GREIFVÖGELN“ gehören.
Danke, S.F. und M.H.!


Danke, K.!
Es gibt kein Gedränge, ein Zeichen, dass kein Hunger herrscht.
Danke, C.S.!

