2023

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10. März, 2023

Die Eischale wird dünner werden

Von |2023-03-10T10:47:08+01:0010. März 2023|Tagebucheintrag|1 Kommentar

Die Schale besteht aus einer Lage von Calzitkristallen, die von etwa 7 500 Poren durchzogen ist, durch die der Gasaustausch (Sauerstoff rein- Kohlendioxyd raus) erfolgt. Gegen Ende der Brutzeit wird diese Kalkschicht vom heran wachsenden Küken ausgedünnt werden, es braucht das Calcium für den Knochenaufbau. Wie LISELOTTE  die braun-rote Färbung der Eischale bereits in der Schalendrüse ihres Eileiters aus der Kombination zweier Pigmente (Protophyrin und Biliverdin), die dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin verwandt sind, erzeugte, ist erstaunlich. Wie alle Eier der Wildvögel dient die Färbung der Anpassung an den Untergrund. (Vögel, die in Kolonien brüten, Pinguine z.B., erkennen ihr Ei an der individuellen Musterung wieder.) Das Spektrum der Farbe der Wanderfalkeneier reicht von gelblich-ocker bis rot-braun. Es gibt auch innerhalb des Geleges leichte Farbunterschiede.

Hier ein nicht befruchtetes Restei aus 2008 aus diesem Nistkasten. Es wurde nachfolgend in der Universität Freiburg auf Rückstände aufwendig untersucht. Die Analysen ergaben hohe Werte an Rückständen von gesundheitsgefährdeten Substanzen aus der Nahrungskette der Beutevögel von JETTA. Dieses Ei wäre für „menschlichen Verzehr“ nicht geeignet gewesen. (Rachel Carson, „Silent Spring“, 1962 hat schon früh auf solche Erkenntnisse, die zu Dünnschaligkeit der Eier bei Greifvögeln führten, hingewiesen. 1972 wurde dann in Deutschland DDT verboten, aber andere Herbizide, Fungizide, Weichmacher, Imprägnierungen, folgten und folgen.)

10. März, 2023

Wie geht es jetzt weiter mit dem Eierlegen?

Von |2023-03-10T10:21:59+01:0010. März 2023|Tagebucheintrag|1 Kommentar

Zunächst sind wir beruhigt, dass LISELOTTE – als zweijähriges junges Weib – fruchtbar ist. Wir sind auch froh, dass zur Zeit die Temperatur oben im Nistkasten auch nachts deutlich über 0° C liegt. Wir werden das erste und zweite Ei noch oft betrachten können, denn jetzt beginnt LISELOTTE noch nicht mit dem Brüten. Zwischen dem ersten und den – hoffentlich – folgenden Eiern liegt ein Abstand von 2 bis 2 1/2 Tagen. Alles in „Gängs Tagebuch-Archiv“ der Vorjahre nachzulesen! Den Weg, den das Ei in LISELOTTE zurück legt, bis es -für sie und uns – zu sehen ist, habe ich in diesem Jahr – früh – bereits am 24. Februar („schwanger“ oder nicht) beschrieben. Das Ei eines Wanderfalken wiegt um die 45,5 g (Ratcliffe 1993), die Schale etwa 3,8 g. Ein Vierergelege, wie hier in Heidelberg üblich, wiegt dann etwa 182 g, das ist etwa 17 % des Gewichts von LISELOTTE! Wir sind gespannt, ob LISELOTTE bei ihrer ersten „Schwangerschaft“ ein Vierergelege zeitigen wird. Sie selbst macht auf uns einen gesunden, kräftigen Eindruck, das überreichliche Nahrungsangebot in Heidelberg ist nah vorrätig. ZEPHYR hat sich seit 2018 als guter Versorger gezeigt und hat während der Balz das seiner neuen Partnerin überzeugend bewiesen. Dass die ersten beiden Eier bis nächste Woche mehr oder minder offen im Freien liegen werden, ist normal. (Wobei mir das ein Rätsel ist, wie DAS LEBEN in diesen ruhenden Eiern überlebt!) Erst nach der Ablage des dritten Ei beginnen die Weibchen des Wanderfalken mit dem Brüten!

10. März, 2023

ZEPHYR prüft das erste Ei!

Von |2023-03-10T07:55:35+01:0010. März 2023|Tagebucheintrag|0 Kommentare

und zeigt als erfahrener Vater, wie man sich breitbeinig über das Ei stellt, seine Fänge darunter schiebt, sich senkt und das Bauchgefieder “ einrüttelt“.  Als LISELOTTE  um 7.13 Uhr von ihrem Bewegungsflug zurück kam, war es interessant zu beobachten, dass sie das noch nicht beherrscht, sie wird es aber schnell lernen …

Danke K.! und an alle, die das sehr früh entdecktwn und meldeten!

8. März, 2023

Das macht uns Freude, geradezu Flügel!

Von |2023-03-08T14:45:05+01:0008. März 2023|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Auch in den ersten beiden Monaten des Jahres sind für die Heidelberger Wanderfalken wieder Spenden beim NABU Heidelberg eingegangen, die wir – neue Webcam 3! – gut nutzen können. Unser aller Dank geht an das Paar P.und H.R., an Herrn D.K., an Frau H.Z., an die Damen N.K., M.Sch., J.B., Dr.S.L., M.H. Sch., D.L., S.K., im März erneut an das Paar P.und H.R. und an die Damen M.K., S.F.,H.R.,M.T. und M.W-B.

HERZLICHEN DANK!

8. März, 2023

Das macht uns Sorgen

Von |2023-03-08T19:00:31+01:0008. März 2023|Tagebucheintrag|0 Kommentare

In den letzte Tagen wurde im Rhein-Neckarkreis 1 Wanderfalke, 2 Nandus in einem Vogelpark,, 2 Möwen in Heidelberg verendet aufgefunden. Sie wurden durch die Geflügelpest mit dem Erreger-Subtyp HPAI H5N1 infiziert. Ab 9. März herrscht auch bei uns „Stallpflicht“, auch z.B. für den Zoo. Die riesige Anzahl von Wassergeflügel am nahen Neckar bereitet auch uns Sorgen um die Wanderfalken. Ob PALATINA deshalb so plötzlich verschwunden ist?

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