Januar 2023

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9. Jan., 2023

So ruhen Beutegreifer

Von |2023-01-09T16:02:50+01:0009. Januar 2023|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Es ist nicht so, dass Greifvögel viel Zeit für die Jagd benötigen. Nicht nur die Löwen in der Savanne ruhen für viele Stunden im Schatten, auch Wanderfalken ruhen die längste Zeit. Allerdings, wie wir über die Cam 3 gut mitverfolgen können, beobachten sie nahezu unaufhörlich ihr Umfeld. Sekundenschlaf, wir erkennen das an der weißen Nickhaut, die sich als zusätzliche Augenlid über die schwarzen Augen schiebt, reicht ZEPHYR zur Erholung.

Danke K,!

9. Jan., 2023

Wanderfalken gibt es nicht überall

Von |2023-01-09T15:32:24+01:0009. Januar 2023|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Man lernt ja nie aus!  Auch ich habe hier gelegentlich aus der Vielzahl meiner Bücher entnommen und hier notiert: „Wanderfalken gibt es in allen Kontinenten, mit Ausnahme der Antarktis.“ Das ist, wie ich soeben aus einem jüngst erschienen Wanderfalkenbuch entnehme, nicht richtig!

Es gibt keine Wanderfalken in Island. (Es kann nicht am kühlen Wetter liegen, denn dort brütet der Gerfalke und der Merlin.) Auch in Neuseeland gibt es keine Wanderfalken, aber es gibt sie in Australien, Melanesien und Polynesien. Wanderfalken fehlen auf Färöer, Madeira, Galapagos, Seychellen und weiteren Inseln, obwohl andere Inseln – die oft weit entlegener sind – von Wanderfalken besiedelt sind. Merkwürdig, so schreiben die Autoren, ist, dass Gebiete in Südamerika, die von ziehenden nordamerikanischen Wanderfalken beflogen werden, nicht zu Brutgebieten wurden. (Selbstverständlich ist damit nicht das riesige Amazonasbecken gemeint.)

Es gibt noch viel zu erforschen.

6. Jan., 2023

Wanderfalken in Vogelsammlungen

Von |2023-01-06T10:42:28+01:0006. Januar 2023|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Ich habe hier schon oft Beiträge geschrieben über „Wanderfalken in …“ z. B. in der Kunst, in Museen, Architektur, Musik, Film, Oper, Krimis …

In der FAZ vom 3. Januar 2023, S. 10,  fand ich in der Besprechung dieses Buches  – s.u. – durch Kai Spanke interessante Details. Das Buch berichtet von den Präparaten der Vögel und von Eiersammlungen in fünf Museen. Diese verfügen über tausende von ausgestopften, das Gefieder oft mit hochgiftigem Arsen bestäubten, Vögeln und zahllosen Eiern. Das Ziel war: möglichst viele Arten! Die größte Sammlung ist wohl im englischen Tring: Dort sammelten  der Brite W. Rothschild und  der Deutsche E. Hartert dreihunderttausend Vogelbälge!

(Ich selbst sah 1986 bei der 800-Jahr-Feier der Heidelberger Universität auf der Südempore der Heiliggeistkirche bei der Ausstellung zur „Bibliotheca Palatina“ neben der Leihgabe des Vatikans ( Falkenbuch Kaiser Friedrich II.) das schöne Präparat eines Wanderfalken aus dem Besitz der Zoologischen Sammlung der Heidelberger Universität. Wo mag es jetzt sein? Die Sammlungsräume wurden vor einigen Jahren  zu Laboren umgewidmet.)

Das Bemühen der Sammler, möglichst komplette Jahrgänge von Vögeln und Gelegen anzulegen, wurde in nachfolgenden Zeiten für die Wissenschaft wichtig!

„Das zeigt die Geschichte um das Insektizid DDT: Vor siebzig Jahren brachen die Bestände des Wanderfalken auf der Nordhalbkugel plötzlich ein, weil die Eierschalen der Greifvögel immer dünner wurden. In den Museumsbeständen lagerten allerdings ganze ´Zeitreihen von Falkeneiern´, deren Schalen sich auf Dicke und DDT-Gehalt untersuchen ließen. Das Ergebnis war eindeutig:“Je mehr DDT, desto dünner die Schalen“ Das Gift wurde verboten, die Populationen erholten sich.“ . schreibt der Rezensent Kai Spanke.

 

6. Jan., 2023

ZEPHYR übernachtet nun auf der Anflugstange

Von |2023-01-06T10:00:19+01:0006. Januar 2023|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Wir freuen uns, dass ZEPHYR den Schrecken der Silvesternacht nun überstanden hat. Er hat das ja seit 2018 erlebt. Ob er sich daran erinnert, dass dieser Schock sich nur wenige male im Jahr ereignet? Die „Schlossbeleuchtungen“ mit Feuerwerk im Sommer finden ja ebenfalls vor seiner „Haustür“ statt.

Ich sehe das nicht gerne, dass er nun bereits die dritte Nacht so exponiert – und von weitem erkennbar – dort außen schläft. Wir haben einige Paare des UHU in der Nähe. Sowohl an der Bergstraße entlang der Rheinebene, aber auch  im Neckartal. Der Uhu beginnt bereits jetzt mit der Balz und brütet auch vor dem Wanderfalken.  Es gibt im Internet nächtliche Aufnahmen von Webcams: Sie zeigen, wie der Uhu blitzartig Beutevögel aus Felswänden  im Vorbeiflug „abpflückt“.  Das könnte auch bei uns geschehen,  der Uhu wird auch im unmittelbaren Stadtgebiet von Heidelberg gehört und gesehen.

Danke, K.und O.S.!

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