ZEPHYR allein zuhause
am Nachmittag, 30. Oktober, danke C.!
am Nachmittag, 30. Oktober, danke C.!
in dieser schlimmen Zeit: s.u.
Arktische Wanderfalken, z.B. aus Grönland, Alaska, Sibirien machen ihrem Namen alle Ehre.
Unsere Heidelberger Wanderfalken bleiben wohl in der Region und wandern nicht weit. Ein Jungfalke aus unserem Landkreis wurde z.B. in Portugal entdeckt, Totfunde von Heidelberger Jungfalken wurden aus wenigen Kilometer Entfernungen gemeldet.
Dagegen ziehen Wanderfalken aus dem hohen Norden jährlich über große Entfernungen in den Süden und zurück. Sie folgen ihren Beutevögeln!
(Die für uns angenehmeren Temperaturen in den Überwinterungsgebieten der arktischen Wanderfalken (Mittel- und Südamerika, Länder rings um das Mittelmeer) spielen wohl keine Rolle. Kälte und Regen – so wie heute in Heidelberg – ärgern vielleicht uns Menschen, haben aber auf das Wohlbefinden von PALATINA & ZEPHYR keinen Einfluss.)
In der interessanten Studie, über die unten berichtet wird, wurden über fünf Jahrzehnte lang die Daten von 227 arktischen Wanderfalken erhoben, die in Peru überwinterten. Etwa drei Viertel dieser Wanderfalken waren Terzel, die Weibchen überwinterten wohl näher an ihren Brutplätzen im hohen Norden. Ein Terzel überwinterte in Peru z.B. 10.631 Kilometer vom Ort seiner Beringung in Alaska entfernt!
Ich erinnere das sehr interessante „The Southern Cross Peregrine Falcon Project“, das vor einigen Jahre Untersuchungen in Chile an beringten arktischen Wanderfalken durchführte und ähnliche Ergebnisse veröffentlichte. Da gab es schöne Videos von einsamen Stränden in Patagonien zu betrachten , wo man Wanderfalken kurzzeitig einfing, Daten ablas und die verdutzten Falken wieder davon fliegen ließ.
Da wäre ich gerne dabei gewesen …
‚Godfather of Peruvian falcons‘ uncovers peregrine’s epic journey from the Arctic
Meistens kommen diese aus Großbritannien. Unsereins bleibt fassungslos, entsetzt und wütend bei der Lektüre dieser Nachrichten.
Protected peregrine falcon died after being ‚deliberately poisoned‘ with highly toxic pesticide …
Danke, K. & M.!

Danke, K.!
Das kennen wir aus dem Urlaub, falls wir Wanderferien planten und Wanderkarten und Messtischblätter für unsere Ausflüge vorbereiteten.
Da lesen wir: Falkenberg, Falkenstein, Falkenwand, Falkenburg, – die Reihe lässt sich fortsetzen. Diese Namen stehen oft bereits auf sehr alten Landkarten! Es gab und gibt in vielen Felswänden traditionelle Brutplätze des Wanderfalken, die – oft seit Jahrhunderten! – genutzt werden. (Leider wurden die Falken dort aber gelegentlich auch ihres Nachwuchses durch Aushorstung für Falkner beraubt oder gar von Falkenhassern am Horst erschossen.)
Es gibt – z.B. in England – Kirchtürme, an denen z.T. seit Jahrhunderten Wanderfalken brüten: Salisbury, Lincoln, Chichester, Norwich,- wenn ich mich richtig erinnere.
Inzwischen gibt es auch „Kunsthorste“ an hohen Gebäuden, Brücken und Kirchen, die sich durch jahrzehntelange Nutzung zu traditionellen Brutplätzen entwickeln. Dazu gehört auch dieser Kirchturm.
ZEPHYR hat am 27. Oktober und auch heute unsere Aufmerksamkeit erregt, weil er nun auch im vorderen Kastenbereich eine Mulde schiebt.
Das hat keine Bedeutung und wir wissen nicht, warum er das tut! (Für unsere Augen sieht es aber aus, als könne er den Brutbeginn nicht geduldig erwarten oder er würde sich langweilen.) In den ersten Jahren 2000 und 2001 prüften AURORA und FRITZ vor Brutbeginn akribisch und häufig den Nistkasten. Der Boden wurde großflächig immer wieder mit dem Schnabel „gepflügt“, mal hier -mal dort wurde „Probe gesessen“ und auch an verschiedenen Stellen Mulden geschoben. Inzwischen ist dieser Brutplatz bei den Folgepaaren bekannt und vertraut und die „Tauglichkeitsprüfung“ ist für die Falken Routine.
Das Falkenweibchen entscheidet erst Ende Februar 2021, wo es zu brüten beabsichtigt. Das wird mit größter Wahrscheinlichkeit auf den Zentimeter genau an jener Stelle sein, wo AURORA, JETTA und PALATINA zu brüten pflegten. Dass die Heidelberger Terzel, vor allem ZEPHYR, die „Vaterpflichten“ ernst nehmen, macht uns Freude! Denn so haben wir schon jetzt Gelegenheit die Falken täglich zu beobachten.
Danke, D.B.und M.H.!



also gesättigt, steht ZEPHYR am Eingang des Nistkastens und verfolgt den Luftverkehr, – der Vogelwelt selbstverständlich!

Wir freuen uns, dass beide Falken sich in guter Verfassung zeigen. PALATINA (größer und beringt) schaut zunächst in die Ecke, ob ZEPHYR sie mit einem „Geschenk“ in den Nistkasten gelockt hat.
Danke, H.S.!


Wir sehen ein miteinander vertrautes Paar, das sich ohne besondere Aufregung am traditionellen Brutplatz trifft.
Danke, K. und H.S.!