in dieser schlimmen Zeit: s.u.

Arktische Wanderfalken,  z.B. aus Grönland, Alaska, Sibirien machen ihrem Namen alle Ehre.

Unsere Heidelberger Wanderfalken bleiben wohl in der Region und wandern nicht weit. Ein Jungfalke aus unserem Landkreis wurde z.B. in Portugal entdeckt,  Totfunde von Heidelberger Jungfalken wurden aus wenigen Kilometer Entfernungen gemeldet.

Dagegen ziehen Wanderfalken aus dem hohen Norden jährlich über große Entfernungen in den Süden und zurück. Sie folgen ihren Beutevögeln!

(Die für uns angenehmeren Temperaturen in den Überwinterungsgebieten der arktischen Wanderfalken (Mittel- und Südamerika, Länder rings um das Mittelmeer) spielen wohl keine Rolle. Kälte und Regen – so wie heute in Heidelberg – ärgern vielleicht uns Menschen, haben aber auf das Wohlbefinden von PALATINA & ZEPHYR keinen Einfluss.)

In der interessanten Studie, über die unten berichtet wird, wurden über fünf Jahrzehnte lang  die Daten von 227 arktischen Wanderfalken erhoben, die in Peru überwinterten. Etwa drei Viertel dieser Wanderfalken waren Terzel, die Weibchen überwinterten wohl näher an ihren Brutplätzen im hohen Norden. Ein Terzel überwinterte in Peru z.B. 10.631 Kilometer vom Ort seiner Beringung in Alaska entfernt!

Ich erinnere das sehr interessante “The Southern Cross Peregrine Falcon Project”, das vor einigen Jahre  Untersuchungen in Chile an beringten arktischen Wanderfalken durchführte und ähnliche Ergebnisse veröffentlichte. Da gab es schöne Videos von einsamen Stränden in Patagonien zu betrachten , wo man Wanderfalken kurzzeitig einfing, Daten ablas und die verdutzten Falken wieder davon fliegen ließ.

Da wäre ich gerne dabei gewesen …

 ‘Godfather of Peruvian falcons’ uncovers peregrine’s epic journey from the Arctic