Mai 2020

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11. Mai, 2020

Wie Schneegestöber

Von |2020-05-11T11:05:31+02:0011. Mai 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

wirbeln die Flaumfedern, die sich die Jungfalken in den letzten Tagen mehr und mehr aus dem jugendlichen Federkleid heraus geschnäbelt haben, durch den Nistkasten.

Fliegen/Flattern-Üben steht jetzt täglich und häufig auf dem Trainingsplan des QUARTETTS . Erst wenn die Kraft der Brustmuskeln ausreicht, etwa  hundert Meter zu fliegen und dabei – bitte schön! – OBEN zu bleiben und NICHT auf dem Erdboden/Straßenpflaster zu landen, – erst dann wollen wir von Euch hier Abschied nehmen.

Die Terzel sind immer die ersten, welche den Nistkasten verlassen. Die größeren und schwereren Schwestern bleiben oft noch einige Tage länger. Wir sind gespannt!

Danke, K.!

10. Mai, 2020

Die sehen ja ganz anders aus als ihre Eltern!

Von |2020-05-10T11:57:05+02:0010. Mai 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Wieso haben die Federn der jungen Falken eine andere Farbe? Das werde ich jetzt gefragt. ZEPHYR und PALATINA zeigen – von oben betrachtet –  ein blau-graues Alterskleid. ELIZABETH, SOPHIA, OTTHEINRICH undFRIEDRICH zeigen uns nun braune Federn! Ihre Dunen sind zum größten Teil verschwunden und aus den Federkeimen sprießen nun die eigentlichen Federn, mit denen sie bald davon flattern werden. So verändert sich nun von Tag zu Tag ihr Aussehen. Das “Kindliche” ihrer Erscheinungit bereits verschwunden und sie ähneln nun immer mehr ihren Eltern. Aber noch für lange Monate werden sie ein braunes Jugendkleid tragen, ihre Brust wird noch etwa ein Jahr längs gefleckt bleiben, bis sie im Alterskleid auf ihrer weißen Brust quer “gesperbert” aussehen werden. Das ist eine Art “Welpenschutz”, damit sie bei ihren dann beginnenden Wanderungen nicht sofort von erwachsenen Wanderfalken in deren Revieren angegriffen und vertrieben  werden.

9. Mai, 2020

Velociraptoren

Von |2020-05-09T10:20:47+02:0009. Mai 2020|Tagebucheintrag|3 Kommentare

JURASSIC PARK, der Science-Fiction-Horror- und Abenteuerfilm von Steven Spielberg aus dem Jahr 1993. kommt mir in den Sinn, wenn ich die „Tischsitten“ unseres QUARTETTs sehe. Wenn die Eltern mit Beute kommen, geht es zu, wie bei … ja, wie denn, wo denn ?

So wie wir uns das vor 70 Millionen Jahren vorstellen müssen, als es noch keine Menschen gab. Also JURASSIC PARK statt Kirchturm.

Wir können schaudernd zuschauen, wie schnell eine Taube zerlegt wird und wie blitzschnell die nun nicht mehr „süßen“ Kleinen gieren, schnappen, schlucken, würgen, ein Graus! Wie sie sich gegenseitig den Happen aus dem Schnabel stibitzen, am gleichen Stück zerren. Manchmal musste man sich sorgen, sie könnten an einem Riesenbissen ersticken!

Keine/r von uns Zuschauer/innen kommt nun auf die Idee „Oh, wie süß, – wie drollig!“ auszurufen.

Alle werden – nach einigem Gezänk – satt, danach kuscheln sie sich wieder eng zusammen und es wird wieder still. Ich staune immer wieder über das Tempo, in dem der Altfalke seinen Schnabelbissen beurteilt: Der passt für den kleinen FRIEDRICH, den biete ich an, – jener ist zu groß, schlucke ich selbst, – jener zurück zur Klaue zum Festhalten, zerkleinern, neu anbieten, – in Zehntelsekunden! Kein Wunder, dass die Eltern nach dem Beuteeintrag oft fluchtartig das Weite suchen (müssen)!

Das erinnert uns:  Vögel sind direkte Nachkommen der SAURIERE! Und Steven Spielberg hat uns in seinem Film meisterhaft demonstriert- jede/r erinnert die Szene in der Küche! – dass nicht die riesigen Monster die furchterregendsten für uns Menschlein gewesen wären, hätte es uns Menschen schon vor 70 Millionen Jahren gegeben. Auch die flinken, kleinen Sauriere hätten uns bedroht.

(Hat man nicht erst kürzlich das Skelett eines Sauriers in der Größe eines Maulwurfs gefunden mit sehr spitzen Zähnen? Die ersten Säugetiere waren entsprechend klein und lebten recht diskret und versteckt bis zum KT-Ereignis, das die Sauriere vor etwa 65 Millionen Jahren zum Aussterben brachte.)

Von der großen Beute bleibt heute auf dem Kirchturm bei unseren Urenkeln  der Sauriere  fast nichts übrig! Ein Rest wird von PALATINA nach außen in ein Depot getragen. Zurück bleibt ein Röhrenknochen, vielleicht ein Fuß, – leider nun auch gelegentlich der Ring einer Zuchttaube, zum Ärger der Züchter! Ach, würden sich die Wanderfalken doch auf die Marktplatztauben beschränken, es gäbe ausreichend für eine ganze Schar von Jungfalken! Nein, die Eltern jagen – jetzt! – vor allem hoch und schnell fliegende Vögel, die sie leicht erbeuten können, weil sie ihnen auffallen. Diese Zuchttauben hatten nicht die Zeit der Evolution, um sich an ihren „Feind“ anzupassen. Ich habe hier – in 21 Jahren –  in diesem Kasten noch nie als Beute eine wild lebenden Ringeltaube, die es hier  häufig gibt, gesehen. Diese sind seit Jahrmillionen an ihren „Feind“ gewöhnt und wissen ihm auszuweichen.
8. Mai, 2020

Herzliches Dankeschön!

Von |2020-05-08T15:16:42+02:0008. Mai 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Vom Kassenwart des NABU Heidelberg habe ich wieder gute Nachrichten erhalten: Es sind auch in den letzten Wochen ( zwischen 10. März und 29. April) wieder Spenden eingegangen.

Herzlichen Dank an die treuen Spenderinnen und Spender!

Unser aller Dank gebührt K.P,  dem Ehepaar W.K., dem Ehepaar G.u.P.F., Frau J.N., Herrn T.S., Frau G.Sch., Frau, A.R., Herrn F.W., Frau Dr.D.H., Frau M.W., Frau K.Sch., Fra B.Sch., Herrn M.Sch., Fra D.W., Herrn.P.W.

7. Mai, 2020

Der Aufenthalt ist nun vorn am Eingang

Von |2020-05-07T17:32:30+02:0007. Mai 2020|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Nun ist die Muskulatur der Ständer(Beine) so weit entwickelt, dass das QUARTETT sich frei im Nistkasten bewegen kann. Die Fälkchen können nun eine aufrechte Haltung annehmen, die es ihnen ermöglicht an der Schwelle in die Außenwelt zu schauen.

Entsprechend gelten sie nun in der Sprache  der Vogelkundler nicht mehr als NESTLINGE, sondern als ÄSTLINGE. Ihre Verwandten verlassen nämlich in diesem Stadium die Nester, die ja zumeist auf Bäumen sind, daher kommt die Bezeichnung.

Da die Wanderfalken in unserer Region nur ausnahmsweise in aufgegebenen Krähen-oder Bussardhorsten nisten, passt die Bezeichnung Ästlinge nicht so recht. Wanderfalken nisten in freier Natur ja in Felswänden, stillgelegten Steinbrüchen, auf Türmen und Gebäuden. Da gibt es keine Äste zum Auswandern.

Aber auch in den Felswänden versuchen die jungen Wanderfalken ihr Nest/Horst zu verlassen. Sie klettern dann seitwärts oder nach oben oder unten, kehren dann aber bald wieder zurück, weil die Eltern die Nahrung in den Horst liefern. Unser QUARTETT hat als Ausflugsort nun Schwelle, Zwischenbrett und Anflugstange vor sich. Bald sehen wir nun ein Raus & Rein.

 

 

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