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9. Mai, 2024

Heute wurden die beiden Küken beringt.

Von |2024-05-09T18:19:55+02:0009. Mai 2024|Tagebucheintrag|1 Kommentar

Erfreulicherweise waren die Eltern nicht anwesend oder in der Nähe, als wir die Klappe öffneten und die Küken in das Körbchen setzten. Lauter Protest kam natürlich von den Küken! Schwarzes Tuch darüber, sofort Ruhe!

Wie eine Beringung abläuft, habe ich in den Vorjahren oft beschrieben , s. Gäng`s Tagebuch -Archiv unter passenden Stichworten, Daten April und Mai.

Dr. M.P. der seit vielen Jahren im Auftrag des Max-Planck-Instituts (Vogelwarte Radolfzell) die Heidelberger Falkenküken beringt, hatte in diesem Jahr Begleitung von dem Beringer aus 2006, 2007, 2008 Dr. J.E., sodass der Naturschutzbeauftragte der Stadt Dr. K.F.R. und Hausherr Pfarrer Dr. P. und ich in der Zuschauerrolle bleiben konnten.

Beide Küken wurden von den Fachleuten als gesund, kräftig und gut ernährt befunden. Wir waren uns auch über deren Geschlecht einig, das ich aber nicht verrate. (Unsere Gäste werden das bestimmt bei der weiterer Entwicklung der beiden richtig raten! Ich bin gespannt)

Eine Küken erhielt die gut sichtbare Kennziffer  SX/Y  das andere NA/T..

(Ich selbst war mit der „Aufsicht“ so beschäftigt,  dass ich keine Fotos mit meinem Mobilephone machen konnte.)

Fotos wurden von den Beteiligten gemacht, sie erreichen mich bestimmt.

 

 

9. Mai, 2024

Bestens versorgt durch aufmerksame Eltern

Von |2024-05-09T13:57:19+02:0009. Mai 2024|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Mich erreichen einige besorgte Anfragen, ob die Eltern die Fürsorge vernachlässigen würden. Nein, LISELOTTE & RUPERT verhalten sich völlig normal. Es ist nicht notwendig, schon gar nicht mehr bei dem nun wärmeren Wetter, die Küken zu hudern oder bei ihnen zu sein. Wir werden nun wieder, wie jedes Jahr, erleben,  dass die Küken immer aggressiver die Eltern bedrängen werden. Die Eltern werden bald – nach der Lieferung der Beute – fluchtartig den Kasten verlassen.

Für unsere neuen Besucher/- innen: Tiere ziehen ihren Nachwuchs anders auf als wir Menschen!

Danke, A.Sch.!

7. Mai, 2024

LISELOTTE bringt Beute

Von |2024-05-07T15:03:07+02:0007. Mai 2024|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Nach dem Schlupf wurde zunächst nur Kleinvögel erbeutet und verfüttert. Nun werden bevorzugt Tauben gebracht, von denen es hunderte in nächster Nähe gibt. (Ja, leider werden auch Zuchttauben erbeutet, ich habe in den Vorjahren oft darüber geschrieben.)

Danke, K.!

7. Mai, 2024

Ohne Spenden gäbe es diese interessanten Einblicke nicht

Von |2024-05-07T14:52:10+02:0007. Mai 2024|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Auch für mich, der seit Jahrzehnten von diesen Falken fasziniert ist, gibt es in jeder Saison interessante, aufregende und schöne Beobachtungen. Wir stören die Falkenfamilie  mit unserer „Anwesenheit“ in keiner Minute ! Die Falken führen hier im Turm ihr Leben ohne Beeinträchtigung, in freier Natur kämen ihnen wahrscheinlich Kletterer, Wanderer, ja sogar Falkenhasser oft zu nah. Dass wir diese schönen Bilder bequem, und zuhause, sehen können, verdanken wir auch einer regelmäßigen Unterstützung durch Spenden! Vom Kassenwart des Heidelberg NABU habe ich wieder einen Bericht über die letzten Wochen bekommen.

Unser ALLER Dank geht an Frau M.T., an Frau M.Sch., an das Ehepaar Kd.und E.G., an Frau E.W., an Frau M.W-B., an Frau S. Sch., an Herrn M.W. und Frau P.S.H., an Herrn K.H. und Frau I.M., an Frau K.B., an Frau M.W., an Hern P.R. und Frau H.R., an Frau M. H.Sch. (Hoffentlich konnte ich alle Namenskürzel dem Ausdruck richtig entnehmen!)

HERZLICHEN DANK , vor allem für die wiederholten , verlässlichen Zuwendungen!

5. Mai, 2024

Sind die Küken verschmutzt?

Von |2024-05-05T12:51:49+02:0005. Mai 2024|Tagebucheintrag|2 Kommentare

 

“ Die beiden sehen so grau, ja staubig aus“, sorgt sich eine Schreiberin in den Mails, die  während meiner Abwesenheit eingingen.

Nein, es sind bereits die PELZDUNEN, welche die beiden Küken wärmen.

Die grauen Pelzdunen sind bereits das zweite Kleid der Küken, denn das weiße Dunenkleid nach dem Schlupf wurde bald ersetzt. Wenn wir Fotos aus der ersten Woche mit den Fotos der vergangenen Woche vergleichen, erkennen wir deutlich die graue Einfärbung.

Die Oberhaut der Vögel ist von unserer völlig verschieden, sie erinnert uns an deren Abstammung von den Saurieren. Bei uns Menschen wird die Hornsubstanz der Oberhautzellen, das Keratin, fortlaufend abgestoßen und von innen erneuert. Als Schuppen auf unseren Schultern, als Hornhaut an unserer Fußsohle und Handinnenflächen, als Haare und Finger- und Zehennägel werden diese abgestorbenen Zellen von nachwachsenden lebenden Zellen verdrängt und als tote Substanz nach außen geschoben.

Die Oberhaut der Vögel bildet Federn aus. Bei der Vogelfeder wird zunächst im Schutz einer Hornhülle (Blutkiel) ein kompliziert eingerolltes  „Gebäude“ gebildet, das sich dann zu einer verhornten und hochspezialisierten Federfahne entfaltet,wenn diese Hornscheide aufsplittert. Denn jede Feder dient, je nach ihrer Lage am Falkenkörper, ganz bestimmten Zwecken und wird erst nach der Mauser völlig erneuert! Die harten Armschwingen von LISELOTTE und RUPERT  unterscheiden sich völlig von ihrem weichen Bauchgefieder.

Bei unseren Küken formen sich diese „Federorgane“ nun aus. Blutkiele, weil sie bei Verletzung leicht bluten, heißen die bläulich glänzenden Hornscheiden der Zapfen, die nun am Stoß und an den Flügeln bald sichtbar werden. Dann werden diese Hornzapfen an der Spitze eintrocknen und es erscheint die zunächst noch eingerollte Federfahne, die sich allmählich zur Fläche entrollt. Dabei wird die Pelzdune aus ihrer Hauttasche ausgeschoben.

Das „niedliche“ Aussehen der beiden Küken ändert sich nun rasch und sie werden uns bald nicht mehr so „gefallen“ wie bisher. Vor allem ihre tierischen „Tischsitten“ und ihr „Benehmen“ wird uns gar nicht passen.

Immer wieder betone ich: Wir dürfen das Verhalten von „Jung undAlt“ dort oben nicht an unserem menschlichen Verhalten messen.

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