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15. Okt., 2021

Heidelberger Wanderfalken im Krimi

Von |2021-10-15T11:11:43+02:0015. Oktober 2021|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Die Heidelberger Wanderfalken sind inzwischen auch in einigen Heidelberger Kriminalromanen zu finden. Im Krimi „Kurpfälzer Tage“, von Marlene Bach ,Emons-Verlag, Leck, 2007, trifft auf Seite 64  Hauptkommissarin Maria Mooser einen Herrn Bortelli an der Heidelberger Heiliggeistkirche: „Ob sie schon einmal auf dem Turm der Heiliggeistkirche gewesen sei? Von da solle man einen traumhaften Blick auf die Stadt haben. Außerdem würden in der Turmspitze Wanderfalken leben. Nein, keine Lust hochzuklettern?“
Also ICH kann da beim Lesen nur mit dem Kopf  nicken…
(Im Kriminalfilm „Anatomie“ aus dem Jahr 1999, der in Heidelberg spielt, ist die weiße Schmeißspur unterhalb der Anflugstange des Nistkastens am Turmhelm bereits verewigt!)

15. Okt., 2021

Etwas über Wanderfalken lesen

Von |2021-10-15T10:42:03+02:0015. Oktober 2021|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Heute herrschte am Vormittag über Heidelberg Nebel, also keine gute Idee, einen Tagesausflug zum „Falken gucken“  zu planen. Überhaupt kommt jetzt ja eine – nahezu –  „falkenlose“ Jahreszeit am Heidelberger Himmel und in unseren Webcams .

„Können Sie mir dann etwas über Wanderfalken zum Lesen empfehlen?“ Falken in der Literatur? Na, klar gibt es das! Freunden und Freundinnen der Krimis fällt als erstes wohl Dashiell Hammett “Der Malteser Falke” ein. Näher an unseren Interessen liegt J. A. Baker “The Peregrine”, Collins, London 1967. Gibt es auch auf Deutsch: J. A. Baker “Ich folgte dem Falken”, Hoffmann und Campe, Hamburg 1969, neu übersetzt  und von vielen gelobt als J. A. Baker „Der Wanderfalke“  in der sehr schönen Reihe NATURKUNDEN NO. 10. Inspiriert wurde Baker wohl von Robert Murphy “The Peregrine Falcon”, The Riverside Press Cambridge 1963, gut illustriert. Beide schildern sehr romantisch-esoterisch das Leben wilder Wanderfalken.

Sie wollen nur EIN Buch lesen, das nicht nur literarisch ist, sondern ALLES über Falken berichtet?

Da empfehle ich Helen Macdonald „Falke -Biographie eines Räubers“, C.H.Beck, 2017  (Mich ärgert im deutschen Titel der veraltete  Begriff „Räuber“ und empfehle die handliche englische Ausgabe „Falcon“, REAKTION Books, London, 2006, die zusätzlich mit sehr guten farbigen Bildern illustriert ist.)

In einem neuen und lesenswerten Buch von Helen Macdonald „Abendflüge“- ich las es bereits als  „Vesper Flights“ – fand ich ein Kapitel „The Falcon in the Tower“ , in dem sie erneut ihre Begegnung mit Wanderfalken beschreibt.

Schließlich gibt es – für uns Heidelberger besonders zu kennen-  in der Manesse -Lieder-Handschrift ein reizendes Gedicht/Lied aus dem 12.Jahrhundert : Der von Kürenberg “Ich zoch mir einen valcken”. Es handelt von einem Falken, der wieder freigelassen wird (was bei arabischen Falknern guter Brauch ist) und ist selbstverständlich nicht ornithologisch gemeint, sondern beschreibt – seufz! – zwei getrennte Liebende!

3. Okt., 2021

Der Nistkasten am Abend

Von |2021-10-03T12:38:13+02:0003. Oktober 2021|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Das werden wir nun vermutlich fast jeden Abend sehen können: ZEPHYR geht zur Ruhe und übernachtet meist in der hinteren nördlichen Ecke. Wir sind gespannt, ob er sich an die nun immer früher einsetzende Dämmerung zeitlich anpasst.

Gäste, die neu auf unserer Website sind, können sich bei diesem Anblick gut den Unterschied zu seiner Partnerin PALATINA einprägen: Der Terzel ist ein Drittel kleiner, zierlicher und zeigt einen dunkleren Kopf mit charakteristischem Backenstreif. Er ist nicht beringt, PALATINA trägt an ihren Fängen rötliche Ringe.

Beide Falken sind wilde Vögel, sie wurden nicht angesiedelt, sie sind aus eigener Entscheidung 2014 (PALATINA) und 2017 (ZEPHYR)  hier erschienen.

Danke, S.F.!

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