Hans-Martin Gäng

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17. Mai, 2019

Bitte um Verständnis

Von |2019-05-17T20:07:55+02:0017. Mai 2019|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Es erreichen mich immer wieder Einträge zur Veröffentlichung im Gästebuch mit Hinweisen auf Websites an anderen Orten oder gar zu anderen Arten. Und es folgen Anfragen und Klagen, wenn ich diese nicht veröffentliche. Dies ist die Website der Wanderfalken auf der Heiliggeistkirche in Heidelberg und kein öffentliches Schwarzes Brett. 

17. Mai, 2019

Die Nahrung wird gekürzt

Von |2019-05-17T16:37:29+02:0017. Mai 2019|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Wir sehen an der Gier und hören an dem Bettelgeschrei, dass die weiblichen Jungfalken nun für das Startgewicht knapp gehalten werden. Man liest in den Fachbüchern, dass die Jungfalken in diesem Stadium so schwer sind wie ihre Eltern! Hunger soll den Nachwuchs zum Abflug drängen.

Ich erspare mir Kommentare zur Aufzucht des menschlichen Nachwuchses durch die Eltern, aber man kommt ins Grübeln, nicht wahr?

Danke, Coriena!

17. Mai, 2019

Nun sind wir auf Augen- und Ohrenzeugen angewiesen!

Von |2019-05-17T16:17:46+02:0017. Mai 2019|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Wo ist der gestartete Terzel jetzt? Wie geht es weiter? Nun können wir hier nicht mehr zuschauen, auch ich weiß es nicht! Weitere Informationen und Erfahrungsberichte über das Leben von ausgeflogenen Heidelberger Falken finden Sie in meinem Tagebuch der Vorjahre!

Jeder gestartete Jungfalke bleibt zunächst dort stehen, wo er gelandet ist. Er hofft vergeblich, dass ihm dort weiter Nahrung geliefert wird. Er beobachtet, dass seine Eltern mit Beute den Turm anfliegen und erlebt, dass er nun zu der angebotenen Beute dort oben fliegen muss! Das schafft er – der Hunger treibt ihn dazu –  dann spätestens nach 20 Stunden. Vorher wird er jämmerlich, dennoch vergeblich, schreien! Die Zweitlandung, meist auf der nahen Jesuitenkirche schafft er dann schon ganz gut. Bereits am zweiten, dritten Tag fliegen die Jungfalken sehr geschickt und auch die Notlandung auf dem Boden kommt nicht mehr vor. (Die Rabenkrähen der Altstadt, erfahrene Kenner der Heiliggeist-Wanderfalken, lieben es geradezu, beim Erststart eines Jungfalken diesen durch gemeinsame Attacke zu Boden zu drücken!)

Wir hoffen, dass uns ein(e) Bewohner(in)/Nachbar(in) aus der Altstadt in den nächsten Tagen über den Verbleib informiert. Denn das Gezeter ist nicht zu überhören. Das gilt auch für den Start und Verbleib der bald folgenden Schwestern! In den Vorjahren wurden wir gelegentlich auf diese Weise über die ersten Tage informiert.

Spätestens in einer Woche können dann die Altstadtbeobachter(innen) abzählen: 1–3-4? und noch ein Altvogel? Dann wäre der Start in das Falkenleben gelungen. Die Familie versammelt sich in den nächsten Wochen zur lautstarken Nahrungsübergabe auf der Spitze der beiden Kirchen, auf der Schlossruine oder auf Turm und/oder Dach der nahen Jesuitenkirche. Dort geht es dann sehr rau und grob zu Tisch! Die Eltern ziehen dann schnell genervt ab und provozieren/motivieren nachfolgend unter Mitnahme der Beute den Nachwuchs ihnen nachzufolgen. Die Jungfalken entreißen dann Eltern und Geschwistern die Beute im Flug und lernen so das Erbeuten anderer Vögel. Erst etwa in drei Wochen werden sie selbst Erfolg bei der Jagd haben, aber dennoch  bei Anblick der Eltern betteln .

17. Mai, 2019

Da waren es nur noch drei!

Von |2019-05-17T15:38:42+02:0017. Mai 2019|Tagebucheintrag|1 Kommentar

Köstlich, mitzuerleben, wie es ihn drängt: „Soll ich oder soll ich nicht?“ VINCENZO ist – ausnahmsweise gegen Nordost – zum Erstflug gestartet. Erfahrungsgemäß geht der Erstflug nicht weiter als 10 m bis 50 m, wo mag er nun stehen? Ich tippe auf Kirchendach oder das Dach der umliegenden Häuser. Bitte nicht auf der Straße!

Er wendete sich dann, man sieht es an der Blickfolge der Geschwister, nach rechts Richtung Süden …

 

Danke, Coriena! Und allen Gästen, die es bemerkt haben und im Gästebuch vermerkt haben!

16. Mai, 2019

„Wann fliegen die jungen Falken aus?

Von |2019-05-16T09:41:51+02:0016. Mai 2019|Tagebucheintrag|2 Kommentare

Eine Frage, die mir nun täglich – oft mehrfach – gestellt wird. Das weiß ich natürlich nicht! Es wird prompt und überraschend schnell gehen, dass plötzlich ein Falke fehlt! Nach ein-zwei- drei Tagen der nächste! Wenn ich in meinen Notizen zurück blättere, – das können auch SIE in „Gängs Tagebuch“ machen – geschah das oft am Vormittag, manchmal sehr früh. Es wird wohl VINCENZO mit der Beringung RRF  sein, denn die leichten Terzel sind meist zwei bis drei Tage vor ihren schwereren Schwestern in der Luft. Heute, gegen 7 Uhr standen zwei Jungfalken links und rechts außen auf der Anflugstange, ein Jungfalke im Nistkasten hinter der Schwelle. Haben Sie, falls Sie gerade auch die Bilder der Cam 3 sahen, bemerkt, dass der Jungfalke links – auf der südlichen Seite – deutlich kleiner ausschaute, als der Jungfalke rechts außen auf der Nordseite und der Jungfalke in der Mitte? (Dieser sah besonders dick aus, also ein Weibchen, diese sind ein Drittel, lateinisch tertium, größer/schwerer als die Männchen.)  Ja, der Kleine links außen ist VINCENZO und wird mit großer Wahrscheinlichkeit als erster starten.

Ja, wann denn nun?

In meiner Standardquelle, weil vor allem auf umfangreiche baden-württembergischen Daten beruhend, dem Bd. 2 von Dieter Rockenbauch „Der Wanderfalke in Deutschland“, entnehme ich auf S. 674 eine Nestlingszeit von 38 bis 45 Tagen. Also, bitte, in „Gängs Tagebuch“ 2019 nachblättern und Tage zählen.

15. Mai, 2019

Warum ist am späten Nachmittag die Bildqualität der Cam 3 so schlecht?

Von |2019-05-15T17:36:59+02:0015. Mai 2019|Tagebucheintrag|0 Kommentare

wurde ich soeben am Telefon gefragt. Weil heute und jetzt die Sonne direkt hinter dem Turm zum Horizont sinkt. Cam 3, auf dem Kirchendach im Sterbeglöckchenturm montiert zielt aus dem Schatten des Turms schräg nach oben in den Kernschatten. Dahinter ist aber volle ungetrübte Sonnenlicht! Würden wir neben der Cam 3 stehen, würden wir beim  Blick hoch zum Nistkasten von der Sonne geblendet die Augen schließen. Am Vormittag steht die Sonne hinter der Cam 3 und wir sehen den Nistkasteneingang in schönster Beleuchtung, nicht wahr?

Die hervorragende Optik der teuren Cam 3 ist im grellen Gegenlicht völlig überfordert, wenn sie in den Schatten filmt. Nicht aber die Augen von PALATINA und ZEPHYR, wenn diese  – mit beträchtlichem Tempo – meist von Südosten einschwenkend die Anflugstange ansteuern! Mühelos bewältigt das Falkenauge den Übergang vom Blick in die Sonne in das Halbdunkel des Nistkasteneingangs. Und -hoppla! – da lungern sogar noch zwei, drei, bald vier Jungfalken auf der Stange und auf der Schwelle! Nein, noch nie wurde da ein blockierender Jungfalke von den landenden Eltern umgenietet oder von der Stange gefegt

15. Mai, 2019

Die Jungfalken sehen ja ganz anders aus als ihre Eltern!

Von |2019-05-15T17:19:08+02:0015. Mai 2019|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Darauf werde ich gelegentlich angesprochen. Das Dunenkleid ist nun bis auf kleine Reste verschwunden und aus den Federkeimen sind nun die eigentlichen Federn gewachsen, ganz unterschiedlich gestaltet, ganz unterschiedlich geformt. Wir staunen vor allem über die Hand-und Armschwingen, wenn das Quartett die Flügel spreitet. Das Kindliche in ihrer Erscheinung ist völlig verschwunden, sie zeigen jetzt richtige Falkenköpfe. Sie werden das braune Jugendkleid noch lange Monate tragen, ihre Brust wird noch etwa ein Jahr lang längs gefleckt sein, bis ihr weißes Brustgefieder dann eher quer gestreift – wie bei einem Sperber – aussehen wird.

 

Warum ist das so, werde ich gefragt. Ich vermute als Laie, dass es eine Art „Welpenschutz“ ist, damit die halbstarken Jungfalken  bei ihren im August beginnenden Wanderungen nicht sofort von erwachsenen Wanderfalken beim Durchzug durch deren Territorien angegriffen werden. “ Oh, Da kommt ein Wanderfalke! – Ach, nur ein brauner Kindskopf.  – Hau ab, fliege weiter!“, so etwa habe ich es in unsere Sprache übersetzt.

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